Weihnachtsfeiern und Strandurlaub

Die Adventszeit soll besinnlich sein? Bei mir war es dieses Jahr auf jeden Fall nicht so, dafür habe ich viele tolle Dinge erlebt.

Eine Sache, bei der ich dieses Jahr viel Zeit verbracht habe waren Weihnachtsfeiern. Insgesamt waren es über 10, weil jeder seine eigene Weihnachtsfeier hatte: erst alle Mitarbeiter der Kirche, dann noch extra eine für die, die im Büro arbeiten… Die meisten liefen relativ gleich ab: es gab immer Leute die moderiert haben und zuerst wurden Spiele gespielt, bei denen die meisten mit sehr viel Spaß dabei waren. Essen durfte natürlich auch nicht fehlen und später wurde gewichtelt, was hier Manito-Manita heißt.

Außerdem war ich häufig „Caroling“, allerdings mit zwei verschiedenen Gruppen, bei denen das dann auch unterschiedlich aussah. Mit dem Orchester sind wir zu verschiedenen Gemeindemitglieder gefahren, haben dort ein paar Stücke gespielt und dafür dann dort gegessen. Mit den Fiddlers sind wir von Haus zu Haus gegangen und haben vor der Haustür gespielt und dafür Geld bekommen. Irgendwann sind viele Kinder mit uns mitgelaufen. Die zweite Variante ist die Art, wie normalerweise Caroling gemacht wird. Caroling war eine der Sachen, die mir am meisten gefallen hat, vor allem weil ich viel Spaß mit den Leuten hatte.

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*ab jetzt gibt es Fotos mit kurzen Haaren*

Für die Scholars gab es zunächst einen Basar, bei dem sie sich verschiedene Sachen wie Süßigkeiten, aber auch praktische Dinge wie Kleidung, Schreibutensilien und Seife aussuchen konnten, die Menge hing davon ab, wie häufig sie bei der formation waren, die immer samstags statt findet. Kurz vor Weihnachten gab es dann noch eine Weihnachtsfeier mit Spielen und Tanzvorführungen. Danach haben die Scholars ihre „Bundles of Joy“ bekommen, das sind Pakete mit zum Beispiel Reis, Nudeln und Konservendosen. Die mussten natürlich für alle 350 Scholars gepackt werden, also haben wir vor Weihnachten fleißig Reis gewogen, Nudeln gepackt und Konservendosen gezählt.

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9 Tage vor Weihnachten haben die Misa de Gallo angefangen, das heißt man geht jeden morgen um 3 Uhr bzw. 4.30 Uhr in die Messe, um sich auf Weihnachten vorzubereiten. Die Kirche war immer voll und es gab sogar eine Videoübertragung nach draußen, weil es nicht genug Platz für alle in der Kirche gab. Darauf waren die meisten aber vorbereitet und haben sich Stühle mitgenommen. Glücklicherweise war manchmal danach schon jemand im Büro und ich konnte mich nach der Messe einfach dort noch einmal hinlegen und schlafen. Als wir mit den Fiddlers in der Messe gespielt haben, haben wir alle zusammen im Büro übernachtet.

An Weihnachten selbst war dann gar nicht so viel los. Nach der Messe an Heiligabend habe ich mit meiner Gastfamilie Abend gegessen und wir saßen noch gemütlich zusammen. Dann haben sich alle irgendwie für eine Stunde hingelegt, um dann um Mitternacht wieder aufzustehen, sich frohe Weihnachten zu wünschen und zu essen. Wie an Geburtstagen gab es Pansit (Spaghetti), die einem ein langes Leben schenken sollen. Außerdem gab es Feuerwerk. Am ersten Weihnachtstag war ich dann noch mit meiner Gastfamilie essen.

Nach Weihnachten hatten wir erstmal frei und wurden von Father Arvin und ein paar philippinischen Freiwilligen eingeladen mit nach Bohol (eine Nachbarinsel) zu kommen. Das war ein sehr schöner Ausflug, auch wenn wir nur 2 Tage dort waren. Wir haben in einem Haus im Wald geschlafen und als es dunkel war, konnte man unglaublich viele Sterne sehen. Mir hat auch die Atmosphäre gut gefallen: alles war ruhig und auch die Stadt war nur klein. Es war auf jeden Fall mal eine gute Abwechslung zur Großstadt. Wir haben einige der „Sehenswürdigkeiten“ besucht. Nummer eins sind die Chocolate Hills, zu dieser Jahreszeit leider nur grün und nicht braun, woher sie ihren Namen haben. Mittag gegessen haben wir bei einer Bootsfahrt auf dem Loboc River. Außerdem waren wir auf einer sehr langen Hängebrücke und der Strand durfte natürlich auch nicht fehlen.

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Jetzt starte ich erst einmal sehr motiviert damit drei Scholars Cellounterricht zu geben und dann freue ich mich schon auf Sinulog, das Zwischenseminar und Besuch. Langweilig wird es auf jeden Fall nicht!