Meine ersten Tage in Benin

Zwar bin ich erst drei Tage in Benin, dennoch gibt es jetzt schon einiges zu berichten. Außerdem dachte ich mir, dass es langsam Zeit wird diesen Blog zu beginnen.

Nachdem ich mich am Freitag, den 02.08.19, bei einem gemeinsamen Essen von meiner Verwandtschaft verabschiedet und am Samstag die restlichen Sachen gepackt und erledigt hatte, ging es am Sonntagmorgen für meine Familie, meinen Freund und mich früh los. Gegen 03:00 Uhr sind Papa, Mama, mein jüngerer Bruder Kilian, mein Freund Ferdinand und ich aufgebrochen. Dreieinhalb Stunden später hieß es dann am Frankfurter Flughafen Abschiednehmen. Und 13 Stunden später begrüßte mich Charles, der Fahrer des Projekts, in meiner neuen Heimat.
Meine erste Nacht verbrachte ich in Cotonou bei Klaus, der Initiator von ESI, in der Wohnung. Kennengelernt habe ich ihn leider noch nicht, da er zurzeit in Deutschland ist.
Am nächsten Tag fuhren Charles und ich dann nach Dogbo, die Stadt, in der ich das Jahr über bleiben werde. Ich bekam dort erstmal ein Zimmer in dem Gästehaus des Projektes. Dort lernte ich Henrike kennen, eine Französisch- und Erdkundelehrerin aus Deutschland. Sie lud mich ein mit ihr, Charles und Basile zu drei Schulen zufahren, welche von weitblick gebaut wurden bzw. waren zwei von drei noch eine Baustelle. Teilweise standen noch die alten Schulen daneben, welche für mich nicht wirklich den Eindruck machten, wetterfest zu sein. Die neuen Schulen jedoch sind gemauert und haben ein stabiles Dach.
Am Dienstag, den 06.08.2019, wurden wir gärtnerisch aktiv. Henrike hatte einen Avocado Baum gekauft und dieser sollte nun eingepflanzt werden. Dies erwies sich jedoch, als nicht ganz so einfach. Denn einfach ein Loch buddeln- das geht nicht. Die Stelle muss weit genug von den anderen Bäumen entfernt sein, damit sie sich nicht gegenseitig das Wasser entziehen. Deshalb mussten wir das erste Loch wieder zuschaufeln und ein zweites etwas weiter weg graben. Schließlich fand der kleine Baum seinen Platz und es wurde noch ein Beweisfoto geschossen.

Am Nachmittag versammelte Basile das Team und zusammen verabschiedeten wir Henrike, welche noch weiter in den Süden nach Grand-Popo reiste, und begrüßten gleichzeitig mich. Es war sozusagen eine « Au revoir et bonne arrivée » (Auf Wiedersehen und herzlich Willkommen) Versammlung. Am Nachmittag sind Basile und ich dann noch einen Stoff kaufen gegangen und zur Schneiderin. Denn am 15.08. ist hier so etwas ähnliches wie das Stadtfest und da tragen alle Kleider und Anzüge aus dem gleichen Stoff. Ich freue mich schon sehr auf mein Kleid!
Am Abend bin ich noch einmal umgezogen und zwar in das Haus, in dem die Freiwilligen leben. Da ich die einzige bin lebe ich hier alleine, jedoch grenzt gleich ein zweites Haus an, in dem drei Mädchen leben. Sie haben sich gestern gut um mich gekümmert und bei ihnen habe ich den typisch beninischen Maisbrei Pat (ich weiß nicht, ob das so geschrieben wird, aber es wird so ausgesprochen ^^) gekostet. Meiner Meinung nach schmeckt er nach nichts, aber mit der würzigen Soße dazu ergab es ein gutes Abendessen.
In meinem Schlafzimmer entdeckte ich dann noch einen kleinen Mitbewohner, von dem ich erst dachte, dass er tot ist. Als sich der kleine Skorpion jedoch munter unter dem Glas, das ich vorsichtshalber über ihn drüber gestellt hatte, bewegte, bekam ich schon etwas Angst. Die Mädchen von neben an machten jedoch kurzen Prozess mit ihm und befreiten somit mein Zimmer von dem Tier. Des Weiteren begegnen mir hier viele Eidechsen, welche aber harmlos sind und eher vor einem wegflitzen.

Das waren also meine ersten Tage in Benin. Ich weiß, das Ganze ist etwas ausführlich geworden, was ich so wahrscheinlich nicht beibehalten kann. Somit konnte ich jedoch meinen Blog eröffnen und ich nehme mir vor, den nächsten Eintrag am Ende des Monats zu veröffentlichen. Bis dahin: danke fürs Lesen und habt eine schöne Zeit 🙂 