Halbzeit & Time out

Seit meinem letzten Eintrag ist noch gar nicht so viel Zeit vergangen, aber schon wieder super viel passiert.
Der Januar endete mit meinem Zwischenseminar auf der Nachbarinsel Negros. Es war das erste Mal, dass Sarah und ich uns ohne Einheimische auf den Weg gemacht hatten. Aber, da alle Menschen super hilfsbereit sind, haben wir alle Jeepneys, Busse und Fähren gut gefunden. Das Seminar fand in Lalibertad, in einem wunderschönen Resort, statt. Es lag direkt am Meer und hatte zusätzlich noch einen großen Pool. So konnte man die Tage dann ganz entspannt mit einer Runde im Meer beginnen. Wir konnten uns auf diesem Seminar nicht nur austauschen, sondern auch richtig entspannen und das letzte halbe Jahr reflektieren. Ich habe es total genossen, Erfahrungen der anderen Freiwilligen zu hören und sich gegenseitig Tipps und Ratschläge geben zu können. Wir hatten echt eine super schöne Woche zusammen. Umso größer war die Freude, als wir festgestellt haben, dass fast alle von uns das Wochenende noch im Süden der Insel verbringen wollten. Zu 15 Leuten waren wir dann noch zwei Tage in Dumaguete und sind zusammen schnorcheln gewesen. Da ich noch nie schnorcheln gewesen bin, war es eine echt coole Erfahrung und wir konnten sogar Schildkröten sehen. Es war ein super schöner Tag, was man auch später an unseren starken Sonnenbränden sehen konnte.

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Danach haben sich unsere Wege dann wieder getrennt. Doch ich hatte mir noch bis Mittwoch Urlaub genommen und bin mit nach Valladolid zu den beiden Freiwilligen Madita und Lone gefahren. Dort durfte ich einen Tag mit in die Schule, in der die beiden arbeiten. Außerdem haben wir einen Ausflug auf die Insel Guimaras gemacht, welche super schön ist. Fast wären wir nicht mitgekommen, da das Boot schon voll war. Aber da Madita und Lone die Kartenverkäuferin kannten, durften wir dann doch noch mit. Madita hatte mich schon vor einer wackeligen Überfahrt gewarnt, doch die Hinfahrt war ganz entspannt. Dafür haben wir auf der Rückfahrt jeden Moment damit gerechnet im Wasser zu landen. Als das Bambusboot so laut geknackst hat, habe ich mich vor Schreck an der Schwimmweste der Person vor mir festgeklammert, die mich etwas überrascht ansah. 😊
Außerdem haben wir noch einen Ausflug in die Berge gemacht. Dabei hatte uns eine Familie begleitet, bei der Madita einige Tage gewohnt hatte. Zusammen hatten wir super viel Spaß und insgesamt war es eine richtig schöne Zeit. Das Haus in dem Madita und Lone wohnen hat einen großen Garten und sie haben mir gezeigt, was dort alles für verschiedene Früchte wachsen. Ein Garten ist schon etwas, was mir hier in der Stadt ein wenig fehlt. Die letzte Nacht habe ich dann noch bei Hannah und Lena verbracht. Sie sind auch beide Freiwillige, die ich durch das Seminar kennen gelernt hatte. Es ist super schön und praktisch nun über die ganzen Philippinen verteilt, Freiwillige zu kennen. Somit hatte ich sechs wunderschöne und erlebnisreiche Urlaubstage, die ich sehr genossen habe.

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Aber auch zurück im Projekt hat sich kein wirklicher Alltag eingestellt. Denn vom 02.02-11.02.20 fand hier das Gemeindefest statt. So gab es jeden Tag verschiedene Aktivitäten. Am besten hat mir der Bingo- und Worship-Abend gefallen. Außerdem hatte sich nun die ganze Arbeit vom Januar ausgezahlt. Dort hatten wir nämlich tagelang Girlanden für dieses Event gebügelt und zusammengesteckt, welche nun fröhlich um die Kirche herum im Wind schaukelten. Am 11.02.20 fanden dann verschiedene Gottesdienste statt und ich konnte beim Essenausteilen neben der Kirche helfen.

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Zudem hatte mich Pater Randy, der Pfarrer der Gemeinde, eingeladen mit seiner Familie seine anderen Verwandten auf der Insel Bantayan zu besuchen. So kam es, dass ich vom 17.02.20-19.02.20 wieder unterwegs war. In zwei Autos haben sich Pater Randy, seine Mutter, seine drei Tanten, seine Cousine, eine gute Bekannte, Bernard (der Fahrer von Pt. Randy) und ich auf den Weg gemacht. Es war total nett mit den älteren Ladys unterwegs zu sein und wir hatten echt viel Spaß. Außerdem ist Bantayan eine wunderschöne Insel! Um das allerdings noch zu toppen sind wir für einen Vormittag rüber nach Virgin Island gefahren. Ich habe noch nie so blaues Wasser und so weißen Sand gesehen. Es sah aus wie aus dem Werbeprospekt- einfach unglaublich schön.
Ganz unerwartet bin ich so noch auf eine andere Insel gekommen und hatte drei richtig gute Tage. Es war total großzügig von Pt. Randy mich einzuladen und hat mich sehr gefreut.

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Während Bantayan den nördlichsten Punkt von Cebu darstellt, war ich am Wochenende danach in der Südlichsten Stadt Oslob. Innerhalb einer Woche war ich also einmal ganz oben und ganz unten gewesen. Denn in Oslob waren wir über Salvo auf einer Hochzeit eingeladen. Ich fand es total spannend mitzuerleben, wie die Hochzeit hier so gefeiert wird. So geht die Feier nur ca. drei Stunden lang und besteht aus gemeinsamen Essen und verschiedenen Programm Punkten. Einer davon ist z.B. ein Tanz, bei dem der Braut Geld ans Kleid gesteckt wird. Auf dieser Hochzeit hat das Hochzeitspaar jedoch ein Band gehalten, an welches dann das Geld angeheftet wurde.
Somit bin ich diesen Monat einiges rumgekommen und durfte super viele neue Erfahrungen machen.

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Jetzt freue ich mich aber auch wieder auf den Alltag (falls er denn kommt 😊). Außerdem mache ich bei einem Theaterstück für Ostern mit und wir werden den nächsten Monat sehr viel proben. Das wird bestimmt anstrengend, aber ich bin super gespannt, was am Ende dabei rauskommt. Es machen um die 60 Jugendliche dabei mit und ich bin einer der Hintergrunddarsteller. Wie es alles so gelaufen ist, erfahrt Ihr dann in meinem nächsten Bericht.
Außerdem hat mich nun endlich die Weihnachtspost aus Deutschland erreicht. Aus dem Adventskalender wird dann wohl ein Ostern/Fastenkalender aber ich habe mich trotzdem riesig über die lieben Grüße und Geschenke aus Deutschland gefreut!
Alles in allem fühle ich mich hier mittlerweile so richtig wohl. Das „Angekommen-sein“ hat noch mal eine ganz neue Tiefe gewonnen und ich kann gar nicht glauben, dass nun schon 7 Monate rum sind. Besonders der Februar war nun so ereignisreich, dass er wie im Flug vergangen ist. Ich freue mich total auf die nächst Zeit und bin gespannt, was ich alles noch erleben darf.
Ganz liebe Grüße von den Philippinen,
Eure Clara