Eine Fiesta, zwei Strandbesuche – in drei weiteren Wochen

Seit meinem letzten Eintrag sind schon wieder drei Wochen vergangen und ich habe sehr viel Cooles erleben dürfen. Denn in den letzten Wochen konnte ich mal wieder die Vorteile des Insellebens genießen.

Denn am 18.09.19 durfte ich mit der Physiotherapie zur Wassertherapie an den Strand fahren. Die PT macht ca. jeden zweiten Monat mit allen Patienten plus Eltern einen Ausflug. Und dieses Mal ging es an den Strand. So bin ich nicht wie sonst mittwochs nach Pasil in das Haus Mother Theresa gefahren, sondern habe mich um 7:30 Uhr mit 8 Patienten, 8 Müttern und 7 Studenten vor dem Youth Center getroffen. In zwei Bussen ging es dann zum Strand. Die meisten Kinder hier haben nicht besonders oft die Chance, an einen Strand zukommen, da dieser meistens doch zu weit weg ist und die Eltern keine Zeit und auch nicht die Möglichkeit haben, einen Strandbesuch zu unternehmen. So haben alle diesen Ausflug sehr genossen. Für mich war es besonders schön, auch die Eltern der Patienten kennen zulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Nach dem Mittagessen ging es dann zurück. Und auf der Rückfahrt hat Bernard (unser Busfahrer) versucht mir neue Wörter auf Cebuano beizubringen. Es war ein echt schöner und entspannter Tag.

Wassertherapie mit der PT/OT

Ein weiters Highlight war „das Kommen des St. Nino“. St. Nino ist eine Figur von Jesus als Kind und hat hier eine zentrale Bedeutung. Denn sie war ein Taufgeschenk des portugiesischen Eroberers Magellan an die Frau des damaligen Rajas von Cebu „Humabon“. Und soll nach der endgültigen Eroberung Cebus, 44 Jahre nach Magellans Tod, in einer Hütte neben Heiligenbildern der Ureinwohner unversehrt gefunden worden sein. Einmal im Jahr, im Januar, findet zu Ehren des „heiligen Kindes“ ein riesiges Festival (Sinulog Festival) statt. Da aber 2021, 500 Jahre Christentum gefeiert wird, wandert diese Figur nun schon von Gemeinde zu Gemeinde und am 28.09.19 kam sie nach hier. Für dieses Event liefen dann schon am Tag davor alle Vorbereitungen auf Hochtouren und ich durfte beim Basteln der Accessoires helfen. Die Tanzgruppe hier vor Ort hatte die ganze Woche schon den Sinulog-Tanz geübt und Sarah und ich hatten an den Proben teilgenommen. Am Freitag war es dann soweit und alle Tänzer haben sich um 12 Uhr im Youth Center getroffen. Dort wurde man frisiert, geschminkt und hat sich in Schale geworfen. Und dann ging es los: wir hatten eine Prozession die Straße entlang bis zur Kirche. Wir sind voran „getanzt“, dann kam eine Musikkarpelle und am Ende fuhr das Auto mit der Figur von St. Nino. Es hat super viel Spaß gemacht, aber es war auf Grund der Temperaturen auch echt ziemlich anstrengend. Nachdem wir noch einmal vor der Kirche getanzt haben, haben wir im Feeding einen Snack zu uns genommen und einmal durchschnaufen können. Am Abend haben wir dann noch einmal am Ende des Gottesdienstes getanzt. Es war echt ein super cooles Erlebnis und man konnte so richtig in die Kultur eintauchen und durfte ein Teil davon sein. Als ich dann abends zu Hause war, bin ich nur noch in mein Bett gefallen.

previous arrow
next arrow
Slider

Doch das Eintauchen in die Kultur findet auch andersherum statt. Sarah und ich geben jetzt jeden Mittwochabend allen Interessierten eine Stunde Deutschunterricht. Am 02.10.19 ging es mit vier „Schülern“ los. Es hat richtig viel Spaß gemacht und war echt lustig. Außerdem haben schon einige gesagt, dass sie beim nächsten Mal auch kommen wollen und ich freue mich richtig über das Interesse der Menschen hier.

Letztes Wochenende ging es am Sonntag wieder zum Strand. Das Fedding, welches Essen an die Leute an der Straße verteilt, feierte nämlich seinen 9. Geburtstag. Und so ging es um 5 Uhr morgens mit 25 Freiwilligen und Father McManus (der diese Gruppe ins Leben gerufen hat) los. Es hatte schon im Vorhinein vielfache Diskussionen geben, wo es denn hingehen soll und auch am Tag selber war es dann noch nicht so ganz klar  . Wir sind erst zu einem Strand gefahren, der sehr klein aber von der Anlage sehr schön war. Doch dann kam raus, dass wir dort nicht unser eigenes Essen mitbringen konnten und so sind wir doch wieder zu dem Strand gefahren, an dem ich auch mit der Playgroup und der Physiotherapie schon war. „Vano Beach“ ist eher eine Art Bucht und leider nicht so sauber, aber das Wasser hat eine tolle Farbe! Da wir morgens so früh losgefahren sind, war ich ziemlich müde. Aber wir hatten trotzdem viel Spaß und es war echt cool die anderen Freiwilligen alle mal ein bisschen besser kennen zu lernen. Da ich nur montags in dieser Gruppe bin, kannte ich einige noch gar nicht. Was natürlich auch nicht fehlen durfte war viel Essen und die Karaoke Anlage. Somit habe ich den Nachmittag über immer zwischen Mikro und Meer gewechselt. Um 17 Uhr ging es zurück. Es war ein echt langer aber auch lustiger Tag!

previous arrow
next arrow
Slider

In der kommenden Woche steht wieder ein Konzert mit dem Orchester an und auch wenn ich dieses Mal ein bisschen mehr Zeit hatte, sind die meisten Stücke einfach zu schwer für mich. Samstags gebe ich jetzt immer Blockflöten Unterricht. Meine musikalische Seite wird also weiterhin herausgefordert. Zum Glück habe ich Herrn Google und Frau Youtube die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen 😉.

previous arrow
next arrow
Slider

Wie ihr seht, ist bei mit weiterhin viel los und alles gut,
liebe Grüße
Eure Clara