Welcome in the Jungle of Kep

„Welcome in the Jungle of Kep!”-Das war das Erste, was mir bei meiner Ankunft hier in Kep gesagt wurde. Kep ist eine kleine Provinz im Südosten von Kambodscha, sie liegt direkt am Meer und hat nur 11.000 Einwohner. Hier werde ich das nächste Jahr bei den „Brother Sun Children“ der Don Bosco Schule unterstützen.

Die Brother Sun Children sind eine Organisation des Salesianer Ordens zur Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, um ihnen Bildung zu ermöglichen. In Kep betreuen wir ca. 30 Kinder und Jugendliche, die auch hier auf dem Gelände wohnen werden. Schon seit meiner Ankunft sind in Kambodscha Ferien und dadurch sind die Kinder und die meisten Lehrer nicht hier vor Ort.

Diese Zeit lässt sich gut nutzen, um Khmer zu lernen. Jeden Tag übe ich zusammen mit Aymeric, einem anderen Freiwilligen aus Frankreich, Khmer. Khmer ist die Amtssprache von Kambodscha und die Muttersprache eines gleichnamigen Volkes. Es ist sehr wichtig, die Klänge richtig auszusprechen, denn ob du einen Vokal lang oder kurz sprichst, kann die Bedeutung eines ganzen Satzes verändern. Diese Unterschiede zu lernen ist sehr schwierig, aber auch wichtig, um Gespräche zu führen.

Aymeric begleite ich bei seinen Familienbesuch für seine Organisation Enfants du Mekong, die Patenfamilien aus Frankreich für Kinder in Kambodscha vermittelt. Dabei lerne ich schon jetzt Kinder kennen, die zum Ende der Ferien dann auch bei den Brother Sun Children betreut werden.

Damit ihr eine Vorstellung habt, wo ich das kommende Jahr verbringe, werde ich euch in diesem ersten Beitrag den Campus beschreiben.

Don Bosco Kep liegt mitten in der Natur und man kann von einem Haus nicht zum anderen schauen, weil alles so verwachsen ist. Die Brother Sun Children sind im ersten Gebäude und haben drei Räume. Ein langes Klassenzimmer, die Wände sind bemalt mit fröhlichen Menschen und Sprüchen, eine kleine Bibliothek mit einem großen Tisch in der Mitte und ein Zimmer, dass „Crying Room“ genannt wird. Dieser Name klingt im ersten Moment befremdlich. Er wurde gewählt, um zu verdeutlichen, dass es in Ordnung ist, Gefühle zu zeigen. In einer deutschen Schule ist das vergleichbar mit einem Beratungsraum.           

 

Dieses Gebäude heißt Don Rua, hier wird zusammen gegessen und darüber liegen Klassenräume der Technical School. Außerdem wird der Raum für kleinere Veranstaltungen genutzt.

Große Veranstaltungen finden in der Sporthalle statt. In der Sporthalle steht an einem Ende immer eine große Bühne und am anderen Ende ist ein Volleyballfeld. Insgesamt passen hier gleichzeitig mehrere hundert Menschen rein. Die Veranstaltungen, die dort stattfinden, reichen von Abschlussfeiern bis zu großen Gottesdiensten, wie zum Beispiel als wir Besuch von einem Priester aus Rom hatten.

 

Dann gibt es noch das salesianische Haus. In diesem Haus liegen die Kapelle, ein kleines Krankenzimmer und Schlafzimmer für Besucher. Hier verbringe ich den Anfang meiner Zeit, bis der „Turm“, in dem vier Zimmer für männliche Freiwillige sind, renoviert ist.

                 

Da im Moment Ferien sind, bekommen wir immer wieder Besuch, zum Beispiel von den Schwestern von Don Bosco Sihanoukville oder Europäern, die hier Urlaub machen. Jeden Tag lernt man dadurch andere Menschen kennen.

Während jetzt noch alles ganz ruhig und gemächlich ist, wird sich der Don Bosco Campus in Kep im Oktober wieder mit Leben füllen. Dann werden hier ca. 600 Personen leben, lernen und arbeiten.

Ich bin gespannt, was der „Jungle of Kep“ für mich bereithält.