Parallelgesellschaften

Vor einem Jahr saß ich in einem Hamburger Klassenzimmer und habe mich auf die Abiturprüfungen vorbereitet. Als ich gefragt wurde, was ich denn nach dem Abitur mache, habe ich geantwortet: Ich gehe für ein Jahr nach Mexiko. Unzählige Male wurde ich mit der Frage konfrontiert, ob das nicht zu gefährlich sei. Ich, so ganz allein, in so einem gefährlichen Land. Das sei ganz schön mutig.

Alles Gewöhnungssache

Als ich vor einigen Monaten das erste Mal in den Bus gestiegen bin, mit dem ich jeden Tag in meine Einsatzstelle fahre, habe ich nur gedacht: Oh Gott, wie soll ich mich hier jemals alleine fortbewegen können? Die Tatsache, dass es keinen Busfahrplan und zum Teil nicht einmal richtige Bushaltestellen gibt, hat mich am Anfang sehr verunsichert.

Vamos a morir

Trauer, Stille, Ende. Das sind Begriffe, die ich mit dem Tod assoziiere. Der Tod ist etwas Trauriges. Darüber reden wir nicht. Das reißt doch nur alte Wunden auf. Oder? Die Mexikaner*innen sehen das anders. Das spiegelt sich vor allem in einer der wichtigsten Traditionen des Landes, dem „Día de los Muertos“. Davon möchte ich euch in diesem Beitrag erzählen.