Neuigkeiten aus “La Barranca”

Samstag, 30. Juni 2012 von Tamesh Wagner

Liebe Blogleser,

nach langer Zeit wieder ein Eintrag zu den Neuigkeiten in der Schule La Barranca.

1. Beginn der Bauarbeiten von zwei Fußballfeldern

Nach den Osterferien hat die Fundación Lorena Ochoa begonnen, die schon lange geplanten Fußballfelder oberhalb der Schule „La Barranca“ zu bauen. Geplant sind ein offenes Fußballfeld und eine kleine Sporthalle. Nebenbei wird auch gleich ein neuer Parkplatz für die Lehrer errichtet. Für dieses Projekt arbeiten täglich 10 Arbeiter an der Baustelle.

Die ersten Schritte waren die Planierung und Einebnung des steilen, felsigen Geländes. Die Schule wollte die Bevölkerung des Stadtviertels „La Coronilla“ in das Fußballprojekt mit einbinden und so sind viele von den Arbeitern auch Väter von Kindern in der Schule. Tagesarbeiten wie diese werden hier im Viertel gern gesehen, da die Väter der Familien oft keiner geregelten Arbeit nachgehen und ihnen so durch die Bauarbeiten an der Schule zusätzliche Einnahmequellen geboten werden.

Auch ich konnte während der ersten Wochen der Bauarbeiten ein wenig helfen. An der weiterführenden Schule, der Secundaria, wurde ein neues Abwasserrohr gelegt. Hier haben auch die Jungs aus der Secundaria geholfen, da es viel Schlepparbeit war und die ganzen einzelnen Rohrteile verbunden und ineinander gesteckt werden mussten.

Am Ende hatten wir ein ca. 50 Meter langes Abwasserrohr, welches dann von den Arbeitern in der Secundaria angebracht und gegen das alte Rohr ausgetauscht wurde. Im Laufe der Arbeiten des Fußballprojekts konnten auch viele Arbeiten und Reparierungen in der Schule erledigt werden, da die Anwesenheit der Profi-Bauarbeiter genutzt wurde.

Auch ich konnte diese Chance nutzen, da der Lichtturm und die Palme für den Schauspieler Wolfgang Maria Bauer noch aufgestellt werden mussten. Die Palme wurde so, wie auf Wunsch Bauers, vom Meer in Colima, einem im Westen gelegenen Bundesstaats Mexikos, bestellt und mit einem LKW direkt bis in die Schule gebracht. Mit der Hilfe von 15 Jungs mit Lehrern und Arbeitern wurde die Palme dann schließlich unterhalb des Theaters in der linken Ecke aufgestellt.

Sie hat eine Größe von ca. 12 Metern und soll später als Bühnenbild dienen. In einem Meter Abstand von der Palme wurde der Lichtturm aufgestellt. Hierfür mussten wir als erstes ein Loch graben, eine Zementbasis gießen und schließlich die Turmteile zusammenschrauben und verbinden. An diesen Turm mit einer Größe von ca. 8 Metern können später Scheinwerfer angebracht werden.

2. Fußballtrikots vom BVB

Mein Vater, Robert Wagner, hatte im Mai eine super Idee zum Thema des Fußballprojekts in der Schule „La Barranca“. Er hat beim BVB 09 angefragt, ob es nicht einen ungebrauchten Trikotbestand beim BVB gibt, der für ein Fußballprojekt in Mexiko gespendet werden könnte. Mit Hilfe des Blogs und meiner Berichte für das Kindermissionswerk konnten sich die Verantwortlichen beim BVB ein gutes Bild über mein soziales Jahr hier vor Ort machen.

Der BVB 09 hat dann schließlich Ende Mai 15 Fußballtrikots zu mir geschickt und ich habe diese in der Schule den Schülern und den betreffenden Lehrern weitergeleitet. Mit den Schülern wurde der Kompromiss gemacht, dass, wenn sie ein Trikot haben wollen, sie täglich und immer anwesend sein müssen in der Fußballgruppe und dazu auch das Trikot mitnehmen müssen. Die Kids haben sich super gefreut, als ich mit den Trikots in die Schule gekommen bin.

Da sie auch hier übers Fernsehen etwas über die deutsche Bundesliga mitbekommen, waren sie ganz interessiert, aber wussten auch gut Bescheid. Auch die beiden Sportlehrer Felipe und Artemio waren begeistert von der Idee und freuten sich sehr über die Spende des BVB 09. Es gab leider nur 15 Trikots, aber für die anderen Schüler wird dies eine Motivation sein, so hoffen die beiden Lehrer.

„Nos da mucho gusto de tener el contacto con Alemania y de conseguir los donativos del BVB.
Gracias para las playeras. Hicimos cuenta que su equipo ganó la ultima copa de la Bundesliga. Muchas Felicidades! Les queremos mandar muchos saludos por su apoyo aquí en el colegio La Barranca.“

3. “Wasserschlacht” und Muttertag

Am 4. Mai fand kein Unterricht für die Kids statt. Stattdessen gab es an diesem Tag eine große „Wasserschlacht“. Eine Möbelfirma hat für diesen Tag drei große aufblasbare Swimming-Pools gespendet und auch einen Tank-LKW mit sauberem Wasser. Ein Riesenspaß für die Kinder, da viele weder ein Schwimmbad kennen noch den Strand etc. und so konnten sie sich den ganzen Tag in den Pools austoben. Ich hatte die ganze Zeit auch meinen Spaß, da mich die Kinder ins Wasser schubsten und döppten. Auch gab es ein paar kleine Verletzungen im Laufe des Tages bei den Kids, so dass ich auch manchmal die Kinder zur Sekretärin bringen musste.

Am Muttertag mussten wir die Mütter der Kinder bekochen. Alle Mütter haben sich im Speiseraum gesammelt und wurden dann von den Lehrern und mir bedient. Es gab typisches Essen: Tacos, Tortas etc.
In Mexiko hat der Muttertag eine große Bedeutung für die Familien und wird fast so gefeiert wie ein Geburtstag. Es war also einiges los in der Schule. Nachmittags wurden kleine Spielchen und Werkstätten für die Eltern der Kinder zur Verfügung gestellt. Auch gab es einen kleinen Film mit den Höhepunkten des vergangenen Schuljahrs, in dem die Kinder ihren Eltern, besonders den Müttern, alles Gute wünschten.


4. Besuch von Wolfgang Maria Bauer

In der letzten Woche im Mai ist der Schauspieler Wolfgang Maria Bauer zu seinem zweiten Besuch in die Schule La Barranca gekommen.  In seiner Zeit vor Ort hat er Interviews mit den Kindern zum Thema „Machismus“ geführt. Die Berichte der Kinder werden eine Grundlage für Bauers Stück sein, an dem er seit seiner Rückkehr nach Deutschland schreibt. Es wird ein Stück, das viele wichtige Themen für die Kinder abdeckt: Der Umgang mit Gewalt und Drogen sowie der für Mexiko sehr typische Machismus in den Familien.

Auch die Rollenverteilung für das Stück steht schon. Die Kinder werden im Laufe des nächsten Schuljahrs die Texte zugeschickt bekommen, die sie dann in drei Monaten beherrschen müssen. Wolfgang hat sich gefreut, dass mit seinem Spendengeld, der Palme und dem Lichtturm alles gut geklappt hat. Mir hat die ganze Woche sehr viel Spaß gemacht, ich musste die ganze Zeit für Wolfgang alles übersetzen und erklären. Es tat auch gut, sich nebenbei auszutauschen und einfach mal ein bisschen deutsch zu reden, denn normalerweise tu ich dies nur mit meinen Eltern oder dem anderem Freiwilligen hier in Mexiko.

In einem halbem Jahr wird Wolfgang für drei Wochen in die Schule zurückkehren und in diesem etwas längerem Zeitraum das Stück mit den Kindern einplanen und am Ende dieser Zeit dann eine Vorpremiere aufführen lassen. Wolfgang war sehr begeistert von seinem Besuch hier in Guadalajara. Es hat ihn nochmal total beeindruckt, wie stark die sozialen Unterschiede in Mexiko sein können. Die Menschen haben nicht sehr viel zum Leben, haben aber gleichzeitig auf der anderen Seite eine offene Art und große Lebensfreude.

Sonst hab ich in der Schule meine üblichen Aufgaben verfolgt. Schließlich sind immer noch Kaninchen in der Schule, die versorgt werden müssen. Auch die Gärten, mittlerweile haben wir dort auch Wassermelonen angepflanzt, gedeihen prächtig. In den nächsten Wochen wird es eine sportliche und danach eine kulturelle Woche geben in der Schule. Die ganzen zwei Wochen findet kein Unterricht statt. Es wird den Tag über Sportgruppen, Werkstätten und Arbeitsgemeinschaften geben.

In der Sportwoche gibt es mehrere Basketball-Turniere. In der Kulturwoche dann z.B. einen kleinen Deutsch-Mini-Sprachkurs, den ich machen werde. Kommen werden dort alle Schüler des 3. Jahrganges der Secundaria. Ab dem 7. Juli gibt es Ferien und ich werde meine kurze Zeit bis dahin noch genießen. Auch werde ich mich schon mal langsam auf den Abschied vorbereiten, da ich dies nicht im letzten Moment machen will. Da muss dann auch eine kleine Feier in der Schule geplant werden!

Bis dahin alles Gute und bis zum nächsten Eintrag, der dann wahrscheinlich schon aus Deutschland kommt. 🙂

 

Neues aus La Barranca

Dienstag, 20. März 2012 von Tamesh Wagner

Liebe Blogleser,

Nach dem langen Eintrag über meine Urlaubserfahrungen gibt es jetzt mal wieder Neuigkeiten aus der Schule La Barranca. Hier hat sich im letzten Monat einiges getan. Deswegen macht es auch Spaß, wieder vom Projekt zu berichten.

Nach meiner Rückkehr in die Schule habe ich als erstes mit einer Gruppe von vier Kindern die angebauten Zwiebeln geerntet, da die in einem Zeitraum von einem Monat prächtig gewachsen sind. Hierzu habe ich mit den Kindern vorsichtig die Zwiebel mit Wurzel aus dem Boden gezogen, diese mit den Kindern gesäubert und schließlich mit großer Hilfe der Kinder zerschnitten. Unsere Augen haben dabei sehr gebrannt, aber dadurch kam auch sehr viel Spaß auf. 🙂 Die Zwiebeln wurden dann am nächsten Morgen für das Frühstück der Schule verwendet. Es gab Tacos mit Bohnen und den von mir angepflanzten Zwiebeln. Das Frühstück in der Schule wird von Müttern der Schüler vorbereitet, obwohl dies nicht verpflichtend ist. Jedoch folgen viele Mütter dem Aufruf der Schule, sich freiwillig am Schulalltag zu beteiligen. Die Tacos haben übrigens super geschmeckt.

Auch mit dem Projekt “grüne Schule” geht es immer weiter bergauf. Da der Biologielehrer Viktor sich nicht mehr so um das Projekt gekümmert hat, habe ich jetzt eigentlich die komplette Verantwortung darüber. Hierzu muss ich jeden Tag einen kleinen Bericht für die Direktorin schreiben, eine Art Tagebuch. Mit diesen Notizen können dann bei der Regierung Gelder für Pflanzen, Bäume, Erde etc. beantragt werden. Von 9 bis 12 Uhr muss ich mich jeden Tag um das Projekt “grüne Schule” kümmern und dafür sorgen, dass der Rasen gemäht, das Unkraut gerupft, und alles gegossen wird. Schließlich soll die Schule eine kleine Oase im heruntergekommenen Stadtviertel sein und durch ihr äußerliches Erscheinen ein Magnet für das Viertel und die Leute sein. Wie auf den folgenden Bildern zu sehen, haben wir auch mit viel Arbeit wieder ein neues Beet angelegt. Hier wird ein kleiner Kräutergarten entstehen und paralell dazu eine kleine “Baumschule”.

Die Idee mit der Baumschule hatte der Biologielehrer und ich finde sie super. Dafür haben wir den unteren Bereich der Schule mit ca. 2 Tonnen Erde aufgefüllt. Die Jugendlichen aus der Secundaria haben mir dabei sehr geholfen. Bei 35°C mit der Schubkarre und Bottichen die Erde transportieren ist wirklich anstrengend, aber wir hatten auch jede Menge Spaß dabei, den Hausmeister mit ein paar Erdklumpen zu bewerfen :). Einen Nachmittag haben mir sogar noch die Kleinen aus der Primaria geholfen, da viele Jungs aus der Secundaria nachmittags arbeiten gehen d.h. Süßigkeiten auf der Straße verkaufen oder dem Vater auf einer Baustelle beim Steine schleppen helfen.

Für den Kräutergarten wurden uns ein Basis-Start-Set mit Kräuterpflanzen vom Colomos-Park, ein öffentlicher Botanik-Garten, zur Verfügung gestellt. Dieses Starter-Set wird uns sehr helfen, schnell und erfolgreich den Garten anzulegen und die Kräuter für den Biologieunterricht zu verwenden zu können. Praktisches Arbeiten ist mit den Kindern hier in Mexiko sehr wichtig, da dies durch ihre Familien nicht geschieht. Von Haus aus wird hier der Umgang mit der Natur und Umwelt komplett vernachlässigt und es kümmern sich auch nicht viele Leute drum. Deswegen ist es so wichtig, dass die Schule bzw. das Projekt den Kindern die Möglichkeit und Chancen bietet, den Umgang mit Pflanzen und Müllentsorgung zu lernen und es später besser zu machen als ihre Eltern.

Nach 12 Uhr arbeite ich an meinem neu angelegten Kaninchenstall. Die Idee ist mir gekommen, da wir im unterem Bereich der Schule einen ca. 14 m² großen Käfig haben. Früher haben hier mal zwei Ziegen gelebt, die sind aber im Laufe der Zeit gestorben. Um den Käfig nicht ungenutzt zu lassen, habe ich vier Kaninchen gekauft. Diese fühlen sich, wie man auf dem folgenden Foto sieht richtig wohl. Damit die Kinder viel von den Kaninchen haben, gehe ich jeden Tag mit drei Kindern der Primaria zum Käfig und die Kinder müssen dann die Tiere füttern und den Käfig vom Kot befreien. Das Kaninchenprojekt ist auch eine wunderbare Ergänzung zum Pflanzenprojekt, da sich die Kinder um die Tiere kümmern müssen und so die Fürsorge und den Umgang erlernen können. Natürlich haben die Kinder beim Arbeiten einen riesigen Spaß, da kleine Kaninchen eine magische Anziehungskraft auf ebenso kleine Kinder ausüben. Ich arbeite wie alle in der Schule bis 15 Uhr.

Neben den beschriebenen Arbeiten fallen auch immer kleinere Arbeiten für mich an. In der letzten Woche haben wir zum Beispiel ein neues Abwasserrohr verlegt, da das alte einen Riss hatte und viel Abwasser aufs Nachbargelände geflossen ist. Im Lehrerzimmer wurden mit Hilfe des Hausmeisters Ventilatoren angebracht, die von einer Immobilienfirma gespendet worden sind. Die Montage dieser Ventilatoren war eine schweißtreibende Arbeit. Mit dem Biologielehrer habe ich dann noch eine so genannte Schattenwand über die Pflanzen gespannt, da es jetzt mit der Zeit immer wärmer und auch schwüler wird. Die Sonne wird im Mai hier so stark, dass viele Pflanzen ohne diese Schattenwand nicht überleben könnten.

Es gab auch einen Erste-Hilfe-Fall. Eine Schülerin der Secundaria hat sich beim Basketballspielen den Arm gebrochen. Sie musste ganz schnell ins Krankenhaus gefahren werden und gestützt werden. Ich habe sie mit Hilfe des Sportlehrers Artemio ins Hospital begleitet. Die Eltern wurden informiert und dann war die Situation für die Schülerin schon besser.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich einen spannenden Monat bei mir in der Schule erlebt habe und freue mich schon auf die folgenden Wochen. Mitte vom Mai wird der Schauspieler Wolfgang Maria Bauer wieder in die Schule La Barranca zu Besuch kommen. Bis dahin werde ich noch mit dem Hausmeister Juan Manuel den Lichtturm aufbauen müssen. Die Materialien dafür werden auch in der nächsten Woche geliefert. In meiner Freizeit habe ich sehr viel Spaß im Haus mit meinen mexikanischen Freunden und jedes Wochenende ist Ramba-Zamba. Aber es stehen natürlich neben Feiern auch Arbeiten im Haus, wie Kleidung waschen
oder Zimmer putzen an. Ich fühle mich nach meinen sieben Monaten aber noch immer pudelwohl hier in Mexiko und finde, dass die Zeit viel zu schnell rum geht 🙂

Schöne Grüße aus Guadalajara und aus der Schule La Barranca und bis zum nächsten Blogeintrag.

Euer
Tameshito  🙂

 

Reise in den Süden Mexikos und Seminar in Cuernavaca

Dienstag, 21. Februar 2012 von Tamesh Wagner

Liebe Blogleser,

Puebla, Villahermosa, Merida, Playa del Carmen – hier kommt von meiner Seite nach langer Zeit mal wieder ein neuer Eintrag über meine Urlaubs- und Seminarerfahrungen. Am 11. Januar bin ich mit Ricardo, dem anderen Freiwilligen des Kindermissionswerks, in den Süden Mexikos aufgebrochen. Ich bin dafür erst nach Puebla zu Ricardo gefahren, ca. 9 Stunden Busfahrt von Guadalajara aus, und habe in den folgenden Tagen sein Projekt und die Stadt gesehen, koloniales Zentrum und hübsche kleine Gassen. Auch war es sehr interessant seine Gastfamilie vor Ort und seine Projektarbeiter kennenzulernen.

Am 14. Januar ging es dann auf die zehnstündige Fahrt nach Villahermosa in den schon südlich gelegenen Bundesstaat Tabasco. Die Stadt war überflutet, da es bei dem Klima dort sehr viel regnet. Es gab auch touristisch nicht so viel zu sehen, sodass wir, mit dem schlechtem Wetter, die Stadt als Zwischenstation einbauten und nur eine Nacht blieben. Am darauffolgenden Tag sind wir weiter nach Merida gereist. Die Hauptstadt des Bundesstaates Yucatan, auf der bekannten Halbinsel Yucatan, lockt mit sehr netten Plätzen, offenen Menschen und jeder Menge alter Häuser im französisch-spanischem Stil. Von Merida aus sind wir einen Tag die berühmten Unterwasserhöhlen der Stadt besuchen gegangen, die zum Baden und Schnorcheln einladen. Auch Meridas Zentrum bei Nacht ist ein absoluter Höhepunkt eines Besuches, da es viele Straßenkünstler und Verkäufer etc. gibt.

Nach einem aufregenden Wochenende in der Stadt ging es danach wieder 4 Stunden mit dem Bus in der am Meer gelegenen Ort Playa del Carmen. Der Ort liegt in Quintana Roo mit der vorgelagerten Insel Cozumel. Dort haben wir 4 Nächte bei einem Freund von mir übernachtet. War eine tolle Erfahrung, das karibische Jugendleben zu sehen. Playa del Carmen hat einen wunderschönen Strand, eine sehr nette Strandpromenade und ein ausgefülltes Nachtleben. Dort haben wir eigentlich nur Bade- und Ausruhurlaub gemacht. Auch diente uns die freie Zeit, um die Insel Cozumel auf eigene Faust zu erkunden. Abends dann mit der Fähre zurück aufs Festland und ab in die Salsadisco. Wir haben sehr schöne Tage in dieser Etappenstation verbracht. Am Abend des fünften Tages vor Ort haben wir uns auf den Weg ins Nachbarland Belize gemacht.

Nach der siebenstündigen Busfahrt in Belize-City angekommen hatten wir einen kleinen Kulturschock. Das kleine Land südöstlich von Mexiko, ist ein englischsprachiges Land, das noch zum Commonwealth-Abkommen gehört, wie Jamaika. Hier fühlt man sich auch so wie auf der Karibikinsel Jamaika. Die Straßen sind voll von Afro-Amerikanern und aus den Häusern hört man Reggae-Musik. Es ging weiter zur vorgelagerten Insel San Pedro, die zu Belize gehört. Hier sind wir drei Nächte geblieben. Eine Trauminsel aus dem Bilderbuch. Dunkelblau-türkises Wasser und Palmen gesäumter Strand. Hier haben wir meinen Geburtstag verbracht, haben uns ein Golf-Buggy ausgeliehen und sind abends mit einigen Einheimischen draußen gewesen. Dies war im nachhinein der schönste Ort auf unserer Reise, obwohl man dies auch nicht klar sagen kann, da ganz Zentralamerika traumhaft schöne Ecken hat.

Am 26. Januar haben wir dann mittags das Boot nach Belize-City zurück aufs Festland genommen und sind nach einer lustigen Nacht in der Stadt am nächsten Morgen weiter nach Guatemala gefahren. Die holprige Fahrt nach Flores im Norden Guatemalas war ein Abenteuer. Über eine grobe Steinpiste kamen wir nach kleinen Problemen mit den Grenzposten nach 8 Stunden endlich in Flores an. Flores ist eine kleine Halbinsel in einem Süßwassersee. Von hier aus kann man die Maya-Pyramiden von Tikal besuchen oder einem zoologischen Park einen Besuch abstatten. Dort haben wir die vier Nächte in einem günstigem Hostal verbracht und haben dort durch Zufall noch Jakob, den Freiwilligen des Kindermissionswerks in Nicaragua, der auch auf Urlaubsreise in Guatemala war, getroffen. War cool mit ihm über seine Erfahrungen in Nicaragua und in seinem Projekt zu sprechen und sich auszutauschen. Nach dem Pyramidenbesuch haben wir uns abends wieder weiter auf die Reise zurück nach Mexiko gemacht, bei der wir auch mit kleinen Kanus einen Fluss überqueren mussten mit dem ganzem Gepäck.


Palenque, San Cristobal de las Casas, Oaxaca

Aus Guatemala raus fuhr der Bus ca. 3 Stunden nach Palenque, eine kleine Stadt in Norden des Staates Chiapas. Hier gibt es große archäologische Fundstätten und kleine Pyramiden. Auch zwei berühmte Wasserfälle liegen hier in der Nähe, Misol-Ha und Agua Azul, an denen wir waren und sehr viel Schwimmspaß hatten. Unglaublich viel Wasser! In Palenque blieben wir auch nur eine Nacht und so ging es schnell weiter nach San Cristobal de las Casas. Die Stadt liegt auf 2300 Metern und ist von Bergen umschlossen. Hier hatten wir frische 10°C und viel Wind. Wir hatten eigentlich keine Klamotten für so kalte Temperaturen dabei. Wir haben hier das Stadtzentrum besucht und kurz einen Einblick in die umliegenden Mayadörfer bekommen. Da wir auch eine Kontaktperson vor Ort hatten, war es um so leichter, viele verschiedene Leute kennenzulernen und viel zu sehen, was die normalen Touristen nie zu Gesicht bekommen.

Am nächsten Tag sind wir in den Cañón de Sumidero gefahren. Ein Fluss, der sich durch einen atemberaubenden Cañón zieht. Nach der dreistündigen Bootsfahrt, haben wir auch noch ein nahegelegenes Städtchen besucht, das aussieht wie ein Dorf im spanischen Andalusien. Auch eine Möglichkeit zum Höhlenbesuch haben wir wahrgenommen. Insgesamt sehr schöne, aber auch anstrengende Tage in Chiapas.
Dann haben wir uns letztendlich zu unserem letzten Etappenziel aufgemacht, die im Herzen Mexikos liegende Stadt Oaxaca. Wie fast alle Städte gab es dort ein sehr koloniales Zentrum, ausgezeichnetes Essen und einen unglaublichen Ausblick auf die Stadt vom Berg Monte Alban. Hier findet man heute auch noch Pyramiden, die allerdings von den Azteken gebaut wurden. Mit gut gefülltem Magen ging es abends dann auf’s Reiseende hin und auf den Weg nach Cuernavaca, wo das Zwischenseminar der deutschen Freiwilligen in Mexiko stattfand. Wir waren dort eine Woche zusammen.


Seminar Cuernavaca

Das Seminarhaus in Cuernavaca ist ein Entwicklungszentrum. Die 24 Freiwilligen wurden nach Geschlechtern getrennt auf die Schlafzimmer zugeteilt. Wir haben dort eine sehr intensive Woche erlebt. Es tat gut, sich mit all den Freiwilligen mit den unterschiedlichen Erfahrungen auszutauschen. Wir haben einen Projektfluss angefertigt, eine Art Skizze des halben Jahres in Mexiko, die aussieht wie ein Fluss. Mit allen Höhen und Tiefen des halben Jahres. Wir haben mit den Freiwilligen und den drei Leitern einen sehr schönen Ausflugstag nach Taxco in den Bundesstaat Guerrero gemacht. Dort konnte man sich auch nochmal intensiver austauschen und Erlebnisse mit den anderen teilen. Auch waren wir alle zusammen nachts feiern, haben eine Tour durch Cuernavacas Zentrum gemacht und ein Piñata-Party veranstaltet. In der Gruppe wurde die ganze Woche über Themen gesprochen, die für jeden interessant sind, wie z.B. Erfahrungen mit Überfällen, Reflexion des Erlebten etc.. Das Seminar hat geholfen, neue Kontakte zu den Freiwilligen zu knüpfen. Die Woche ging wie im Flug vorbei und ich bin mit drei anderen Freiwilligen, die auch hier in Guadalajara arbeiten, mit dem Bus zurück nach
Guadalajara gefahren.

Insgesamt lässt sich sagen, dass ich tolle drei Urlaubswochen hatte und eine schöne Seminarwoche hatte. Wir haben auf unserer Reise sehr viele Leute kennengelernt mit vielen Lebensgeschichten. Eine erfahrungsreiche Zeit. Der Sünden Mexikos ist unglaublich reich an Natur, Menschen und Landschaften. Ich bin jetzt seit einer Woche wieder in der Schule La Barranca. Hier hat sich einiges verändert. Ich werde mich jetzt aber erstmal um die Fortsetzung des Theaterprojekts von Wolfgang Maria Herbst kümmern. Auch stehen viele Arbeiten im Garten und mit dem Hausmeister Juan Manuel an.
Danke für das Warten auf diesen Blogeintrag und bis zum nächsten 🙂

Viele liebe Grüsse aus Guadalajara und alles Gute euch allen

Euer
Tameshito 🙂

 

Besuch von Wolfgang Maria Bauer und Video von “La Barranca”

Montag, 05. Dezember 2011 von Tamesh Wagner

Liebe Blogleser,

hier bei mir in Guadalajara ist immer noch alles super. Ich habe neben den Arbeiten in der Schule auch in meiner Freizeit einen vollen Terminkalender.

Diese Woche ist der Schauspieler, Wolfgang Maria Bauer, in unserer Schule zu Besuch. Er ist bekannt aus der Zdf-Fernsehserie “Siska” und als Autor von zahlreichen Drehbüchern. Er will in seiner Zeit vor Ort anfangen ein über zwei Jahre dauerndes Projekt auf die Beine zu stellen. In diesem Projekt will er mit den Kindern der “Secundaria” ein Theaterstück einproben zum Thema “Machismo”. Dafür wird er dann zwei mal im Jahr nach Mexiko fliegen. In dieser Woche vom 1. bis zum 4. Dezember hat er sich die Schule angeguckt und sich sehr über die schon in der Schule vorhandene Bühne gefreut “kleines Amphitheater”.

In den nächsten Tagen werden wir dann planen, wie Spendengelder für sein Theaterprojekt eingesetzt werden könnten z.B. in den Kauf von Scheinwerfern etc. Er wird bis Mittwoch, den 7. Dezember, hier in Guadalajara bleiben. Sein zweiter Besuch folgt dann im März. Dann will er Interviews mit den Kindern führen und schon mal eine Grundstruktur für ein solches Theaterstück präsentieren.

Ich bin mal sehr gespannt, wie sich die Dinge mit seinem Projekt entwickeln. Es macht auf jeden Fall richtig Spass mit ihm zusammenzuarbeiten und ihm nach der Arbeit die schönsten Ecken von Guadalajara zu zeigen 🙂 Dies ist eine super Möglichkeit, für die Kinder einen deutschen Schauspieler bei seiner Arbeit zu beobachten.

Es gibt jetzt auch von der Schule “La Barranca” endlich ein Video. Ich habe das Kamerateam fast die ganze Zeit bei den Filmaufnahmen begleitet. Auch die zu sehenden Szenen mit den Pflanzen sind von der Bepflanzung des Stadtviertels (siehe letzter Blogeintrag).

Das Video ist für uns, die in der Schule arbeiten, sehr emotional, da es aus der Perspektive von einer typisch mexikanischen Familie gedreht wurde und wirklich gezeigt wird, welche Chancen die Schule der Kindern bietet und das Potenzial der Kinder preisgibt. Zudem ist das Video eine gute Werbung für die Schule, um neue Spender/Spenderinnen zu finden.

Alle Vorzüge der Schule werden präsentiert, wie das gemeinsame morgendliche Frühstück, Theaterwerkstätten und kulturelle Erziehung. Die beiden Kinder, die gezeigt werden, haben große Pläne. Sie wollen, wenn sie mit der die “Secundaria” fertig sind, ihren Eltern und anderen Menschen helfen, denen es schlecht geht und kein Geld für z.B. einen Arzt haben.

Ich habe auch gestern mit der Mutter der beiden Kinder, die im Video gezeigt werden, geredet und ihr zu den wunderschönen Aufnahmen gratuliert. Yvonne, die Psychologin der Schule und Yannette, die Direktorin der weiterführenden Schule “Secundaria”, werden ebenso im Video interviewt. Sie betonen auch nochmal die grosse Rolle von solchen Projekten in Ländern wie Mexiko. Da die Schule neben der Arbeit mit den Kindern auch die Mütter und Väter in den Schulalltag mit einbindet, ist so nicht nur den Kindern an sich geholfen, sondern auch den Familien und der “Communidad”.

Video der Schule \”La Barranca\” – Fundacion Lorena Ochoa

So, das wars jetzt erst mal wieder aus Guadalajara. Hier beginnen am 20. Dezember die Weihnachtsferien, die mal ein bisschen Zeit zum entspannen bringen. 🙂

Viele Grüsse in die Heimat

Tamesh

 

Ausflug nach Tlaquepaque und Bepflanzung des Stadtviertels

Montag, 07. November 2011 von Tamesh Wagner

Liebe Blogleser,

hier mal was Neues aus Guadalajara und meinem Projekt in La Barranca. Nach einer entspannten Woche Ferien in Puerto Vallarta am Pazifik und in meiner Stadt Guadalajara mit Ricardo, dem anderen Freiwilligen in Mexiko des Kindermissionswerks, ging es am Montag den 31. Oktober wieder mit der Arbeit los. Am 30. Oktober endeten die Panamerikanischen Spiele, die für die ganze Region ein voller Erfolg waren. Natürlich war ich mit Ricardo bei einem Event, den Turmspringern oder “Clavados” genannt. Die ganzen zwei Wochen der Panamerikanischen Spiele war eine super Stimmung in der ganzen Stadt und ein Haufen von Besuchern.

Am 4. November sind wir, die Schüler der “Secundaria”, die Lehrer und ich, nach Tlaquepaque gefahren. Tlaquepaque ist die südlichste Stadt in der Metropolzone Guadalajara. Die Stadt hat ein sehr schönes, altes und historisches Zentrum mit vielen Relikten aus der spanischen Kolonialzeit. Dieser Ausflug war schon seit langer Zeit geplant. Umso größer war die Aufregung, als es endlich losging. Die drei Klassen der Secundaria sind mit den Lehrern und mir unter lautem Geschrei und Getöse in die Busse gestiegen. Für die ca. 100 Schüler standen drei Busse bereit. Nach einer lustigen Fahrt mit vielen Witzeleien sind wir dann schließlich nach einer Stunde Fahrt in Tlaquepaque angekommen. Verwundert war ich schon als ich aus dem Bus ausgestiegen bin, da man vom äußerlichem Bild des Stadtzentrums wirklich denken kann, man befände sich in einer spanischen Kleinstadt. 🙂 Als erstes stand der Besuch eines Keramikmuseums an, das, so schien es mir, den Kindern super gut gefallen hat. Sie konnten gar nicht aufhören Fotos zu schießen. Weiter ging es dann zu einer wunderschönen kleinen Kathedrale. Die Kinder waren fasziniert von den Fenstermalereien, der Stille und der gotischen Architektur. Nach einem Joghurt-Eis ging es dann für alle wieder in die Busse und ab zurück zur Schule.

Mir ist aufgefallen, dass die Kinder einen riesigen Spaß in Tlaquepaque hatten, und um so mehr ist es sehr schade, dass sich die Familien bzw. Eltern der Kinder sich für kulturelle und historische Dinge weniger interessieren und so die Kinder von Haus aus von dieser Welt nichts erleben. Die Schule gibt ihnen die Möglichkeit, ihren Horizont für solche Dinge ein wenig zu erweitern und Interessen zu wecken. 🙂

Heute sind wir dann schließlich mit 30 Schülern losgezogen, um die Bäume im Viertel anzupflanzen. Zuerst wurde ein zentraler Park vom Müll befreit, was ca. 3 Stunden gedauert hat, da sich die Menschen hier nicht viele Gedanken um Umwelt und Verschmutzung machen. Genau deswegen ist es um so wichtiger, dass den Kids der richtige Umgang mit Pflanzen, Müllentsorgung etc. gezeigt wird. Angepflanzt wurden 25 Apfelsinen-Bäume. Der Rest der Pflanzen, wie die Guayababäume, wird demnächst in der Schule und an einer Hauptstraße angepflanzt. Ich hoffe mal, dass die Bepflanzung Erfolg haben wird, da die Erde hier schlecht ist und gerade in dieser Jahreszeit es nur einmal im Monat regnet, wenn überhaupt 🙂

So viel für den Moment, an alle viele Grüße aus dem warmen Mexiko und wartet auf meinen nächsten Eintrag.

Euer Tamesh

 

100 Bäume für La Barranca und die Gemeinde

Montag, 10. Oktober 2011 von Tamesh Wagner

Ein paar Neuigkeiten aus Guadalajara,

Bei mir ist immer noch alles im grünen Bereich. Letzten Freitag bin ich mit Juan Manuel, dem Hausmeister der Schule, und Maestro Viktor, dem Biologielehrer, mit einem Kleinbus zu einer Operative gefahren, die Pflanzen und Baume für Gemeinden und Schulen verkaufen bzw. zu Verfügung stellen. Für unsere Schule La Barranca haben wir 25 Apfelsinenbäume, 20 Guayaba-Bäume und 55 Orangenbäume abgehohlt. Diese wurden von einer Regierungsinitiative speziell für unsere Gemeinde “La Coronilla” gestiftet, so dass es keine Zusatzkosten gab. Am Donnerstag werde ich dann mit einer Gruppe von 20 Kindern und dem Biologielehrer anfangen, die Bäume in der Schule und in einem zentralem Park im Stadtviertel anzupflanzen. Die Bepflanzung des Parkes ist sehr wichtig, da dort im Moment nicht eine Pflanze wächst. Der Park dient der Bevölkerung als “lokale Müllkippe”, doch das soll nach den Plänen der Gemeinde und der Schule bald ein Ende haben 🙂

Auch mein Schulgarten wächst täglich. In einem Karton züchte ich eine Regenwurmkultur, die später die Essensreste aus der Küche verwertet. Calabazas und Pepinos – Kürbisse und Gurken – habe ich schon mit einigen Kids im meinem Garten angepflanzt. Mal sehen, ob was draus wird, aber ich bin sehr optimistisch 🙂

Ab nächster Woche sind zwei Wochen Ferien, da hier in Guadalajara die “Juegos Panamericanos” stattfinden, ein großes Ereignis, vergleichbar mit einer Olympiade in Mexiko. Sämtliche Straßen sind vollgestopft mit Autos und Touristen, die nur für diese Spiele nach Guadalajara kommen. Erwartet werden bis zu einer Million Besucher. Ich werde mir mit einigen Leuten aus meinem Haus die Schwimmer angucken. Außerdem werde ich mit einem “Compa” ein Wochenende nach Puerto Vallarta an den Pazifik fahren und mal ein bisschen entspannen.

Weiterhin viele Grüße aus Guadalajara und denkt ab und zu mal an mich. Bin schon ‘ne ganze Ecke weit weg.

Tamesh

 

Neuigkeiten aus Guadalajara

Mittwoch, 21. September 2011 von Tamesh Wagner

Hallo zusammen,

nach langer Zeit und einem spannendem Wochenende in Mexiko-Stadt und den Pyramiden von Teotihuacan melde ich mich auch mal wieder. Neben Reisen und Wochenendbeschäftigungen habe ich unter der Woche im Projekt “La Barranca” viel zu tun. So langsam geht’s auf mit meinem Garten los. Letzte Woche wurde spezielle Erde geliefert mit der die Pflanzen – so hoffe ich – schnell und prächtig wachsen. Die Kinder helfen mir fleißig und voller Eifer dabei, Dünger vom Nachbarsgrundstück in den schuleigenen Kompost zu transportieren. Dieser Kompost wird dann hoffentlich bald regelmäßig frischen Humus liefern. Angepflanzt werden Möhren, Zwiebeln, Pepinos (“Melonenbirnen”) und Chili. Neben der ganzen Aarbeit im Garten beschäftige ich die Kinder in den Pausen mit Spielen, hauptsächlich Fußball :). Ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeit hier vor Ort und bin gespannt, wie es weitergeht. Neben der Arbeit hab ich auch in der Freizeit mit meinen “Compañeros” viel Spaß. Chaputepec, die Feiermeile der Stadt, lädt am Wochenende ein, Leute kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Dies ist hier sehr einfach, da die Menschen sehr offen, freundlich, liebenswert und nett sind. Am letztem Freitag, dem 16. September, hat das ganze Land die Unabhänigkeit von Spanien gefeiert. Eine sehr schöne Erfahrung, eine Stadt wie Guadalajara im “Ausnahmezustand” zu sehen. Deswegen gab es auch in der Schule “La Barranca” viel Arbeit: die Klassenräume wurden geschmückt und Banderolen gebastelt. Außerdem geht’s auch mit meinem Spanisch immer weiter “bergauf”. Ist echt klasse, dass ich nur mit Einheimischen zusammenlebe 🙂

So, dass wars erstmal wieder von mir. Ich hoffe, dass ich demnächst mehr Zeit finden werde, über meine Erfahrungen und Erlebnisse vor Ort zu berichten.

Machts gut- Euer Tamesh

 

Jetzt gehts los…

Samstag, 27. August 2011 von Tamesh Wagner

Nach einer stressigen Woche werde ich wohl am Mittwoch endlich meine Aufenthaltserlaubniss “Credencial” bekommen. Diese zu beantragen war schwieriger als vorher gedacht. Am Montag gehts dann auch im Projekt “La Barranca” los. Nach einer Präsentation von mir für die Kinder über Deutschland, Landschaft, Klima und natürlich Fussball, werde ich ersteinmal in der Primaria-Grundschule arbeiten.

Um den Kinder den Umgang mit der Natur veranschaulichen zu können, werde ich einen Garten und einen kleines Tiergehege anlegen.

Besonders in den großen Städten wie hier in Guadalajara ist der richtige Umgang mit Pflanzen bzw. Tieren sehr wichtig, da eine hohe Umweltverschmutzung herrscht.

Bin mal gespannt wie dass ankommt, bin aber optimistisch. . . 🙂

Also bis dahin schöne Grüße aus dem warmen Mexiko

Euer Tamesh

 

Ankunft…

Freitag, 19. August 2011 von Tamesh Wagner

Liebe Leute,

nach einer viel zu lang dauernden Reise bin ich gut in Mexiko angekommen. Es hat alles reibungslos geklappt.

Vom Flughafen in Guadalajara gings dann auf direktem Weg zu meiner Unterkunft, eine Art WG mit 3 Mexikannern und 2 Mexikannerinnen. Das ist klasse, denn hier werd ich sehr schnell mein Spanisch verbessern können :). Morgen gehts dann ab zum Projekt, das etwas außerhalb der Stadt in der Nähe von einem schönen Canyon (La Barranca) liegt.

Ok, dass wars erstmal von mir

Tamesh 🙂

 

Aufbruch…

Montag, 15. August 2011 von Tamesh Wagner

Liebe Freunde,

übermorgen gehts für mich los – nach Mexiko. Das große Abenteuer beginnt endlich.

Auch wenn ich im Moment sehr aufgeregt bin in eine so fremde Kultur zu reisen, bin ich trotzdem glücklich, wenn ich am Mittwoch endlich im Flieger sitze und das freiwillige soziale Jahr beginnt.

Bis dahin schöne Grüße von meiner Seite aus

Tamesh