Wenn die Mütter bekocht werden…

Donnerstag, 07. Juni 2018 von Jan Kaatze

Am 10. Mai war bei uns Muttertag. Das hieß hier jedoch nicht jeder rennt schnell in letzter Minute noch zum Blumenladen um der Mutter ein Geschenk zu machen. Nein, einen ganzen Tag lang wurden die Mütter in der Schule verwöhnt. Dieser Tag war aber auch eine Möglichkeit der Kinder ihren Müttern danke zu sagen, für alles was diese durchgemacht haben.
Der Hauptteil des Programmes für den Tag sollten mehrere Aufführungen der Kinder sein und eine Zirkusaufführung sollte natürlich auch nicht fehlen. Also fingen wir schon früh an eine kleine Schow für diesen Tag einzuüben. Dann wurde ich gefragt ob ich nicht ein Lied mit dem Gitarrenkurs für die Mütter spielen könnte. Somit ging es also auch hier ans üben für den besagten Tag. Die Vorbereitungen liefen erstaunlich gut, mittlerweile hatten die Kinder schon eine gute Vorstellung, wie man für eine Schow probt. Es lief also alles wie geplant, bis kurz vor der Aufführung der Schulleiter zu mir kam mit der Frage, ob ich nicht mit dem Schauspiellehrer zusammen eine Jonglage-Pantomime-Nummer auf die Beine stellen könnte. Es fehlten jedoch nur noch 4 Unterrichtseinheiten bis zum Muttertag und von den Kindern hatte niemand weder Jonglage noch Pantomime vorher gemacht. Mit dem Gedanken das Beste daraus zu machen willigten wir jedoch ein und es ging ans proben. Zu unserer Erleichterung lernten die Kinder sehr schnell und bis zur Aufführung schafften es sogar 2 Kinder mit 3 Bällen zu jonglieren..!
Einen Tag vor der Aufführung stand ich jedoch mit meine drei Gruppen vor der Generalprobe und hatte das Gefühl, nichts würde funktionieren. Einige Kinder fehlten, die Musik musste geändert werden und die Kinder wurden immer nervöser. Nach einem anstrengenden Tag fiel ich also ins Bett mit der Hoffnung, alles würde gut gehen.

Der Morgen des Muttertages begann mit einer Messe für die Mütter. In der Zeit wurde schon das Essen zubereitet, diesmal jedoch nicht von den Mamas wie sonst für die Kinder, sondern von dem Personal für die Mütter. Als diese also aus der Messe kamen erwartete sie schon das Essen, nach welchem die Aufführungen der Kinder folgen sollten. Mit einem letzten “Toi Toi Toi” ging es dann für die Kinder auf die Bühne und letztendlich kann ich sagen – sie haben es richtig gut gemacht. Mit einem Moment fiel alle Anspannung ab und ich kann auf einen sehr schönen Tag zurückblicken…

Eine Mutter wurde spontan auf die Bühne geholt

Geschafft…

Das Lied für die Mütter

Am Tag darauf hatten alle Mütter frei, was somit hieß, die hälfte der Lehrerinen fehlte und die Küche war zum ersten Mal seit meiner Ankunft in Mexiko wirklich leer. Es tat jedoch glaube ich dem Rest ganz gut, sich von diesem Tag zu erholen.

Dieser Muttertag war also einmal ein ganz anderer und ich finde es eine sehr schöne Tradition diesen Tag so zu feiern. Am nächsten Muttertag in Deutschland sollten also wenigstens Blumen drin sein, so einen “Tag der Verwöhnung” kriegt man ja nicht jeden Tag.

Wenn die Kinder Deutsch sprechen…

Auf die Nachfrage von vielen Schülern und Müttern fing ich vor einigen Wochen mit einem Deutschkurs für diese an. Auch wenn vorhersehbar nur wenig Zeit für den Kurs übrig blieb, wollte ich auch einen kleinen Einblick in meine Kultur und Sprache geben, nachdem ich nun ein Jahr lang unheimlich viel über die mexikanische lernen durfte. Wie aller Anfang war auch dieser ein wenig schwierig, da ich vorher noch nie einen Sprachunterricht gegeben hatte, geschweige denn auf Spanisch… Je mehr ich mich also auf die erste Stunde vorbereitete merkte ich immer mehr, wieviel ich auch noch über die Deutsche sprache an Grammatik lernen konnte. Das klingt vielleicht komisch und nicht gerade gut, wenn man Deutschunterricht geben will, aber ich bin auf Regeln gestoßen, von denen ich noch nie etwas gehört habe und die man als Muttersprachler auch nicht wirklich benötigt.
Wie dem auch sei, nach einer guten Vorbereitungszeit ging es also in die erste Stunde. In dieser konnte ich dann ungfähr sehen in welchem Thempo die Schüler und Mütter lernten, wobei die größte Schwierigkeit zunächst die Aussprache war. Nach und nach kamen wir also in einen guten Lernrhythmus und ich versuchte die Stunden mit Spielen und vielen Konversationen so unterhaltsam wie möglich zu machen.

Ein Memory-Spiel mit den ersten erlernten Vokabeln

Wenn ich nun also über den Schulhof gehe kommt es schonmal vor, dass mich jemand mit “Hallo, wi ged is dia?” anspricht. Der Rest geht dann auf Spanisch weiter aber es freut mich jedes Mal unheimlich wenn ich merke, dass doch etwas aus der Stunde “hängengeblieben” ist und es auch den Kindern Spaß macht die Sprache zu lernen.

Bis dann
Euer Jan

 

Das kommt mir (nicht mehr) spanisch vor…

Dienstag, 20. März 2018 von Jan Kaatze

“Wie schnell die Zeit vergeht…” – diesen Satz will wahrscheinlich keiner gerne hören, doch gerade in letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst wie wahr er doch sein kann. Vor über 7 Monaten stieg ich in das Flugzeug, welches mich für ein Jahr in ein völlig fremdes Land bringen sollte. Alles war neu und anders: Die Leute, das Essen, die Sprache… wie sollte ich mich jemals an all das gewöhnen können? – dachte ich mir.

Jetzt nach dem halben Jahr voller guter aber auch schlechter Erfahrungen stelle ich fest, wie normal alles um mich herum geworden ist. Das schon früh morgens der übliche “Alltagslärm” beginnt wird nicht mehr hinterfragt sondern im Gegenteil – an einem ruhigen Morgen fehlt irgendetwas. Auch das Essen welches sich am Anfang so überhaupt nicht mit meinem Magen vertragen wollte wird nun mit Genuss gegessen und kommt definitiv in meinem imaginären Kochbuch zu den Favoriten!
Ich kann also zufrieden sagen: “Ich bin endlich angekommen und hab meinen Platz hier gefunden!

Bin ich also schon Mexikaner!?    Nein… auch wenn ich oft als Enkel oder entfernter Verwandter vorgestellt werde ( was sogar schon geglaubt wurde..:D) bin ich mit einem Augenzwinkern immernoch der Andere, der aber irgendwie doch schon dazu gehört. Das kann oft sehr schwierig sein, weil man manchmal vor allem unter Freunden gerne so richtig dazugehören würde und doch bleibt man halt der Deutsche.
Was ich damit sagen will ist, dass ich zwar in diesem Sinne anders bin was in einer guten Freundschaft jedoch letztendlich völlig egal ist.

Und das ist es ja auch, was einen Freiwilliegendienst ausmacht. Man hat die Möglichkeit einmal so richtig in die Kultur einzutauchen auch wenn man eigentlich nicht dazu gehört und es nur für ein Jahr ist. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Dinge fallen mir ein, die ich im Projekt noch machen möchte. Man sollte also nicht die Tage zählen die schon vergagen sind, sondern die Tage die noch vor einem liegen schätzen.

Sooooo…

Damit jetzt nicht nur viel theoretisches Gerede diesen Blogeintrag dominiert, erfahrt ihr nun was ich in der letzten Zeit so gemacht habe.

Wie schon erwähnt verbringe ich einen sehr großen Teil meiner Zeit im Garten der Schule und arbeite dort mit den Kindern. Mit dem Beginn des neuen Jahres hat nun jede Klasse ihr eigenes Projekt im Garten angefangen. In den jüngeren Klassen werden dann bespeilsweise Sonnenblumen oder Tomaten gepflanzt, gepflegt und später geerntet und gegessen. Somit sollen die Kinder ein besseres Verständnis dafür bekommen, wie eigentlich die Lebensmittel entstehen, die sie Zuhause essen und natürlich auch wie wichtig generell Planzen für unser Leben sind.

Mmh… Die ersten Tomaten sind bereits reif

Aus Kräutern des Gartens wurden Heilmittel selbergemacht…

Die größeren Schüler bis zur 9. Klasse haben ein gemeinsames Projekt, in denen sie Sukkulenten kultivieren um diese später zu verkaufen. Sukkulenten sind sehr wasserhaltige Pflanzen, welche vor allem an trockene Gebiete angepasst sind. Die wohl bekanntesten dieser Art sind die Kakteen. Obwohl diese Pflanzen sehr pflegleicht sind, ist die Vermährung dieser ziemlich kompliziert und dauert sehr lange, wesshalb sie teuer zu kaufen sind. Durch dieses Projekt sollen die Kinder auch einen Einblick in den Bereich des Verkaufens bekommen, was für einige später vielleicht hilfreich sein kann.

Der Spinat kann schon geerntet werden

Bei allen Projekten helfe ich mit und da durchgehend aus irgendeiner Klasse Kinder für ihre Projekte in den Garten kommen habe ich immer etwas zu tun, was mir sehr viel Spaß macht.

Und der Zirkus..?

Zur Zeit gibt es nicht viel Neues zu berichten aber der Zirkus läuft weiter… Dank den ersten Aufführungen im Winter kamen die Kindern mit einer viel stärkeren Motivation aus den Ferien zurück, was mir zeigte, wie gut das Projekt bei den Kindern angekommen ist. Fast nach jeder Stunde kann man immerwieder kleine Erfolge sehen, wenn der Trik dann doch noch geklappt hat, oder das Jongliern mit drei Bällen endlich glückt. Gerade dann merkt man: Aller Aufwand hat sich letztlich gelohnt!!
Seit einiger Zeit trainieren wir nun auf die nächste Aufführung im April hin, wo es dann viele neue Dinge zu sehen gibt…

 

Und sonst so?

Gerade in letzter Zeit stand Reisen und die Umgebung kennenlernen auf dem Programm, wozu ich die Wochenenden nutzte. Nachdem ich das erste halbe Jahr noch fast gar nichts außerhalb meiner Stadt gesehn habe, wollte ich dies nun nachholen. Hier lasse ich am Besten die Bilder für sich sprechen…

Die Halbwüste vor Zacatecas

Über den Dächern von Zacatecas

Diese Schienen galt es hochzuklettern um in die Schlucht hinter der Schule zu kommen…

Eine der wichtigsten Kirchen in meinem Umfeld – San Juan de los Lagos

Bis dann

Euer Jan

 

Leise rieselt der Schnee…

Dienstag, 26. Dezember 2017 von Jan Kaatze

… bei mir dieses Jahr kein bisschen!

Spätestens mit dem ersten Advend wurde auch mir bewusst, dass die Weihnachtszeit so langsam aber sicher kommen würde. Die Wochen vergingen und es wollte einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Das Wetter half dabei auch nicht wirklich weiter: Wärend es nachts mit 5 Grad schon ziemlich kalt war, konnte man am Tag immernoch bei 25 – 30 Grad im T-shirt in der Sonne schwitzen. Weihnachten bei dieser Hitze?!

Doch schneller als ich es merkte befand ich mich mitten in den Weichnachtsvorbereitungen. In der Schule half ich ein Krippenspiel aufzubauen, die Wände wurden mit Deko beschmückt und immer wieder hörte man in den Klassen Weihnachtslieder für das Weihnachtspiel proben.

Das Krippenspiel

Frohe Weihnachten!

Recht schnell viel mir jedoch auf wie viele Dinge hier im Vergleich zur “deutschen Weihnachtszeit” anders sind. Ein Beispiel dafür ist der Advenskranz, welcher hier oft noch eine Ketze mehr in der Mitte und somit 5 Kerzen hat. Auch haben die Kerzen je nach Region unterschiedliche Farben und jede dieser hat eine eigene Bedeutung.

Uns dann sind da natürlich noch die “Posadas”, welche ab dem 16. Dezember anfangen uns sich vielleicht am Besten als vorweihnachtliche Feiern beschreiben lassen. Jeder der verbleibenden 9 Tage bis Weihnachten bedeutet somit ein Monat der Schwangerschaft Marias. In diesen Tagen wird also viel gefeiert und vor allem sehr viel gegessen!! Und natürlich dachte sich mein Magen das jetzt ein sehr guter Zeitpunkt wäre mal krank zu werden…

Die letzte und größte “Posada” mit alle Verwandten der Schüler

Nach einer sehr aufregenden Vorweihnachtszeit war es dann endlich so weit und Heilligabend stand vor der Tür. Dieses verbrachte ich mit meiner Gastfamilie Zuhause. Und auch hier war der wichtigste Punkt der Abends – das Essen, wofür extra ein Truthahn zubereitet wurde.

Der Truthahn

Und dann ging es auch schon in die Weihnachtsmesse. Diese hätte nicht unterschiedlicher zu der mir bekannten deutschen Messe sein können. Stille Nacht, Heilige Nacht..? Ne, der Begriff “Weichnachten feiern” bekam hier eine ganz andere Bedeutung. Mit sehr viel guter Laune, Gejubel und Feuerwerk wurde so die Geburt Jesus gefeiert. So ging es Zuhause angekommen auch gleich weiter. Das Essen war aufgegessen, die Musik lauter gedreht und es wurde getanzt bis in die Nacht hinein.

Das Weihnachtsessen mit meiner Gastfamilie

Mit diesem einmal ganz anderem Weihnachten wünsche ich euch allen Frohe Weihnachten und ein Frohes neues Jahr!!

Bis dann

Euer Jan

 

Manege frei für… Circo Barranca

Samstag, 09. Dezember 2017 von Jan Kaatze

Vor ein paar Wochen war es soweit – die erste Aufführung mit dem Zirkus stand bevor!  Aber mal ganz von vorne…

Seit einigen Wochen läuft nun das Zirkusprojekt, in welchem nun jeden Mittwoch auf Wiese der Schule die Kinder sich in Akrobatik und Jonglage auszuprobieren. Gleich von Anfang an merkete ich, wie viel Spaß dies den Kindern machte und so entstanden sehr schnell die ersten Pyramiden und bei der Jonglage zeigten sich auch erste Erfolge. Mit der Zeit wurde es schon normal, dass sich jede Menge schaulustige Schüler versammelten um den “Zirkuskindern” zuzuschauen. Somit kam natürlich schnell die Nachfrage, wann denn nun endlich die erste Aufführung sei..

Die erste Pyramide

Die Gelegenheit dafür bat sich am 20. November, dem Tag der Mexikanischen Revolution, an welchem jede Klasse und einige Kurse etwas auf dem Sportplatz der Schule aufführten. “Hast du nicht Lust auch etwas mit dem Zirkus zu präsentieren..?” wurde ich dann gefragt. Klar, eine gute Gelegenheit um den Kindern ein erstes Gefühl zu geben wie es ist das Gelernte vorführen zu können und auch dem Rest der Schule den Zirkus zu zeigen. Also machte ich mich an die Arbeit mit den Kindern in Kleingruppen erste Nummern einzuüben. Sagenhafte 3 Unterrichtseinheiten verblieben uns, um die komplette Show auf die Beine zu stellen. Ein großes Problem war auch, dass jede Woche andere Kinder fehlten und es somit scheinbar unmöglich schien in den Kleingruppen die Abläufe zu gestalten. Es stellte sich jedoch herraus, dass die Kinder sehr gut auch alleine Ideen für die Nummern entwickeln konnten, was mich teilweise sehr beeindruckt hat.

In der letzten Stunde wurde dann noch eine neue Nummer ausgearbeitet, die Kostüme zusammengestellt und jegliche Musik ausgesucht, welche bei den Vorführung laufen sollte.

Dann kam der Tag der Aufführung und wir waren alles andere als fertig – zwei Kinder hatten ihre Kostüme vergessen, einer seine Jonglierbälle und ein Kind fehlte ganz, wesshalb die Nummer nocheinmal umgeändert werden musste… Wirklich auf den allerletzten Drücker war dann alles bereit für die Aufführung und die Nervösität war einigen Kindern formlich anzusehen.

Dann hieß es: “Toi – Toi – Toi” und los ging die Schow.

Letztendlich kann ich jedoch stolz sagen, dass die Aufführung sehr gut gelaufen ist und auch die Kinder sehr zufreiden mit dieser waren. Auch vom Publikum bekamen die Kinder sehr viel positive Rückmeldung für diese mal ganz andere Aufführung, was ihnen auch nocheinmal zeigte,wie viel sie in den letzten Wochen geschafft haben und wie bei vielen auch die Motivation stieg Neues zu erlernen . Das machte sich auch in der nächsten Zirkustunde sehr bemerkbar.

Die Clownsnummer.. 😀

 

Jonglage

Die “Zirkuskinder…”

Die nächste Aufführung in einer Woche steht auch schon an, wofür die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen.

Mir macht es von Woche zu Woche mehr Spaß mit den Kindern zu trainieren und auch die kleinen Lernerfolge mit zu erleben.

Bis dann

 

An einem toten Tag ist viel los…

Montag, 06. November 2017 von Jan Kaatze

“Der Tote ins Grab und der Lebende auf die Feier”

oder

“Er ist nicht gestorben, er ist feieren gegangen”

Diese Mexikanischen Sprichwörter beschreiben sehr gut, wie hier mit dem Tot umgegangen wird. Somit ist auch der Tag der Toten, welcher in Deutschland vielleicht mit Allerheiligen verglichen werden kann, ein großes Fest. Dieses ging für mich schon am 2. November abends los. In einem kleinen Dorf in der Nähe von Guadalajara traf ich mich mit ein paar Lehrern der Schule um diesen Tag zusammen mit vielen anderen zu feiern. Ich bin vorher schon einemal in dem Dorf gewesen und es war fast nicht mehr wiederzuerkennen: Auf den Straßen waren Altäre aufgebaut, mit denen an verstorbene Personen erinnert wurde und viele Stände mit handgemachten Dingen lockten die Menschen zum beschauen an. Derweil konnte man um sich herum unzählige Menschen sehen, welche als Skelett bemalt waren.

Ein Altar für Frida Kahlo

 

Ein Totenkopf mit Blumen

Ja.. wenn man das so sieht kommt man vielleicht auf die Frage: Ist es für die Menschen hier nicht traurig, wenn eine nahestehende Person stirbt? Natürlich! Auch hier wird der Verlust eines Menschens bewient und vor allem bei jungen Verstorbenen ist es alles andere als fröhlig. Dennoch wird am Tag der Toten kein Trubsahl geblasen, sondern es wird mit den Verstorbenen zusammen gefeiert. Für viele ist dieser Tag einer der schönsten und emotionalsten im Jahr. Man sagt, dass der Verstorbene nicht wollen würde, dass man nur um ihn trauert, sondern für ihn feiert und somit alle schönen Erinnerungen am Leben hält. Sonst würde die Person nur in der Trauer in Erinnerung bleiben.

 

Später ging es dann los mit der Zeremonie, in welcher verkleidete Brautpaare als Skelette durch die Straßen zogen. Diese waren jedoch anfangs so mit Schaulustigen überfüllt, dass es erst 2 Stunden später los gehen konnte. Man konnte die unterschiedlichsten Paare mit den unterschiedlichsten Kostumen sehen. Diese wurden von den umstehenden Menschen bestaunt und bejubelt. Eine vorbeiziehende Mariachi-Gruppe sorgete für die musikalische Untermalung und es herschte eine fröhliche Stimmung.

Die Brautpaare laufen durch die Straße

Noch mehr Feierei

Am nächsten Tag ging es dann in der Schule weiter mit dem Feiern. Auf dem Schulhof befanden sich Traueraltäre und viele Schüler waren verkleidet und geschminkt. Und natürlich wurde auch ich gleich geschminkt, als ich die Schule betrat…

Ja, ein bisschen habe ich mich vor mir selber gegruselt…

Die Messe

In der Messe, welche am Anfang statt fand, wurde an verstorbene Personen erninnert und ein wenig von der Geschichte dieses Tages erzählt.

Nach der Messe führten dann einige Klassen etwas auf und anschließen fand die Wahl zu dem besten Brautpaar statt. Vor allem die Wahl wurde von allen sehr gefeiert und man feuerte sein Lieblingspaar an.

Jetzt wo ich mein ersten Tag der Toten in Mexiko erlebt habe muss ich sagen, dass dieser Tag auch für mich ein besonderer geworden ist, vielleicht soger einer meiner Lieblingstage. Es fasziniert mich immer noch wie hier mit dem Tod umgegangen wird, auf eine Weise, die ich eine sehr schöne finde. Und somit geht ein toter Tag zuende, welcher alles andere als langweilig war!!

Bis dann
Euer Jan

 

Die Kinder machen Zirkus…!

Montag, 16. Oktober 2017 von Jan Kaatze

Nach dieser Überschrift kann ich gleich beruhigen, es handelt sich hierbei um ein Zirkusprojekt, welches ich diese Woche gestartet habe.

Da ich bereits in Deutschland an meiner ehemaligen Schule in einem Zirkus tätig war, kam diese Idee ziemlich am Anfang des Freiwilligendienstes. Doch wie fängt man mit so einem Projekt an?

Zunächst einmal musste geklärt werden welche der vielen Bereiche eines Zirkuses überhaubt abgedeckt werden können. Heraus kamen dann Jonglage und Akkrobatik; für beides benötigt man kaum Materialien, was mir sehr entgegen kam. Matten für die Akrobatik waren schon von anderen AGs vorhanden, dass einzige Problem stellten zunächste die Jonglierbälle dar. Da diese ziemlich teuer zu kaufen sind und ich nicht das Geld der Schule verwenden wollte, was mir sogar angeboten wurde, beschloss ich diese selber herzustellen. Wie das…?

Eigentlich ganz einfach: Aus mehreren Luftballons und feingesiebter Erde entstanden so die ersten Jonglierbälle.

Zuerst wurde genügend Erde gesiebt…

…welche dann mit Hilfe eines Flaschen-trichters in den Luftballon eingefüllt wurde.

Zur Stabilität kamen dann noch mehrere Ballons drüber und…

…fertig sind die ersten Jonglierbälle!!

Un wärend man so durch die Schule läuft, passiert es schon mal, dass man in eine Klasse gerufen wird und eine kleine Jongliervorführung geben soll..

Eine Spontanaufführung in der Schulklasse

 

Leider konnte ich diese Woche noch nicht mit dem Zirkus anfangen, da noch nicht fest stand, welche Kinder in dem Zirkus mitmachen können. Da mehr als 200 Schüler an der Schule sind und nicht alle Nachmittags in einer AG sind, gab es sehr viele Kinder, die unbedingt in einem Zirkus mitmachen wollten. Als eine Person, welche nur mäßig Spanisch spricht, ist es jedoch fast unmöglich mit 50 Kindern gleichzeitig zu trainieren, weshalb letztendlich zufällig entschieden wurde, welche Kinder mitmachen können.

 

Ein Ausflug in die größte Stadt der Welt

Letztes Wochenende war ich in Mexiko-Stadt. Der Grund für diesen “Ausflug” war ein Sicherheitsbriefing in der Haupstadt, an welchem ich und ein anderer Freiwilliger meiner Organisation, Markus, teilnahmen. Als Unterkunft diente uns das Projekt, in dem Markus zu der Zeit arbeitete.

Abends nach 7 Stunden fahrt angekommen, empfing mich Markus am Bahnhof, worauf hin wir beide gleich feststellten, wie merkwürdig es doch ist nach zwei Monaten wieder Deutsch zu reden…

Am nächsten Tag ging es dann los zum Sicherheitsbriefing, wo wir gleich auf 20 andere deutsche Freiwillige trafen, was fast schon ein Kulturschock ind die andere Richtung war… Trotzdem war es sehr interresant von den anderen Freiwilligen in Mexiko zu hören und sich auszutauschen. Das eigentliche Briefing war auf Punkte wie Kriminalität und Erdbeben ausgelebt, was vor allem in der letzten Zeit ein sehr aktuelles Thema in Mexiko war und einem hilfreiche Tipps für solche Fälle geben konnte.

Am Tag darauf haben wir die Pyramiden von Teotihuacán besucht, welche mit zu den Bedeutensten in ganz Amerika zählen. Nach einem anstrengenden Aufstieg wurden wir dann mit einer unglaublichen Sicht über große Teile der Stadt belohnt.

Die “Sonnenpyramide”

Die Pyramide des Mondes

Wie die Überschrift schon sagt, ist Mexiko-Stadt eine unglaublich große Stadt. Für jede Strecke die man mit dem Auto zurücklegt, kann man im Vorhinein schon mal mindesten eine Stunde Fahrt einplanen, da fast auf allen Straßen Stau herscht. Bei fast 9 Millionen Einwohnern in einer Stadt wann es einem schonmal sehr unheimlich vorkommen, dass so viele Menschen auf einem Fleck leben. Umso mehr hat man das Gefühl von den Menschen die man dort trifft gleich als Freund aufgenommen zu werden.

Die Zeit in Mexiko-Stadt habe ich wirklich sehr genossen und werde die Stadt auf jeden Fall nochmal besuchen.

 

2 Millionen Menschen laufen für Maria

In der letzten Woche habe ich an der “Romeria” teigenommen. Hierbei handelt es sich um einen Lauf von vielen Kilometern, zu Ehren der Maria (la virgen), welcher jedes Jahr am 12. Oktober stattfindet. Morgens um 6 Uhr ging es von Guadalajara los zur Basilika von Zapopan, einer angrenzenden Stadt. Schon von weitem hört man die Musik und die vielen Tänzer die auf der Straße sind.

Morgens ging es schon im Dunkeln los…

Viele Tänzer sind auf der Straße

Nach Stunden des Tanzens und Laufens gab es dann in, bzw. vor der Basilika eine Messe zu ehren der Maria.

 

Ein Tag wie kein Anderer

Mittwoch, 13. September 2017 von Jan Kaatze

Sooo… ich habe mich gut erhohlt und habe nun schon meine ersten Wochen im Schulalltag verbracht, sodass ich euch ein ungefähres Bild von meiner Arbeit an der Schule geben kann.

Und so ungefähr sieht mein Tag aus:

Morgens klingelt um kurz vor 6 der Wecker, was nach meiner “Nach-Abitur-Zeit” am Anfang eine ziemliche Umstellung war… Dem Wecker folgen dann meistens schon die Rufe der Mama, dass wir spät dran sind und los müssen. Noch schnell unter die Dusche und anziehen, dann geht es auch schon los zur Schule.

Der Weg zur Schule ist ziemlich lang, da diese auf der anderen Seite der Stadt liegt – und die Stadt ist ziemlich groß… Da Meine Gastmutter jedoch auch an der Schule arbeitet kann ich morgens mit ihr zusammen im Auto fahren.

Nach ca. 1 1/2 Stunden an der Schule angekommen habe ich direkt meine erste Stunde Sport. Im Unterricht bin ich vor allem jetzt am Anfang als “helfende Hand” da. Nach und nach bringe ich jedoch auch eigene Ideen ein oder helfe dabei den Unterricht zu gestalten und vorzubereiten.

Dann ist – endlich – das Frühstück an der Reihe, welches bei mir meist aus “Bolillo” (eim Baguette ähnlichen Brot, gefüllt mit Bohnen und Käse), Obst und Müsli besteht.

Gesättigt geht es dann kurz darauf in die nächste Unterrichtsstunde, je nach Wochentag ist diese eine weitere Sport-/ oder Englischstunde. Im Englischunterricht helfe ich Beispielsweise dabei die Vokabeln zu vertiefen oder Themen zu wiederhohlen, wozu ich letzte Woche einen Vokabeltest vorbereitet habe. Ich habe noch nie erlebt, dass sich Schüler so über einen Test gefreut haben, wie es letzte Woche der Fall war. Aber dazu später mehr…

Wenn ich gerade keine Schulstunde habe bin ich meistens im Garten und helfe dort. Zu Beginn des neuen Schuljahres durfte ich mit den Kindern zusammen die Beete neu bepflanzen. Neben Karrotten und Spinat wächst nun Kohl, Basilikum und Rote Bete, um die es sich zu kümmern gilt. Die “Arbeit” im Garten ist vor allem nach einer kaotischen Schulstunde eine erholsame Beschäftigung. Doch solche anstrengenden Stunden habe ich hier fast noch nicht erlebt..! Der Lehrer, und somit auch der Unterricht, wird von den Kindern mit sehr großem Respekt behnadelt, da die Schüler sehr genau wissen, was für eine Chance die Schule ihnen bietet. Somit kommt es kaum vor, das der Unterricht unterbrochen werden muss oder zu laut ist.

 

Naa wer hat schon mal Karottensamen gesehen?

Die neuen Pflanzen werden gleich begutachtet…

Ca. um halb 4 ändet dann der Tag für mich in “La Barranca” und ich mache mich auf die Heimfahrt. Diese ist deutlich abwechslungsreicher aber auch länger als die Hinfahrt, da ich mit Bus und Bahn zurück fahre. In ganz Guadalajara fahren 2 Straßenbahnen, dafür aber jede menge Busse, bei denen man jedoch nie so ganz genau weiß wo sie herfahren… Nach 2 Stunden komme ich dann Zuhause und es geht direkt los mit dem Kochen für den nächsten Tag, was gleichzeitig als Abendessen dient.

Und dann ist schon wieder ein weiterer Tag für mich in Mexiko vergangen…

Bis dann!

 

Leben in Mexiko – ist das gefährlich?

Dienstag, 29. August 2017 von Jan Kaatze

Läuft man in Guadalajara durch die Straßen so fällt einem sehr schnell auf, wie viele Zäune es hier doch gibt. Vor vielen Häusern befindet sich ein Tor und die Fenster sind mit Gittern abgedeckt. Dieser Anblick kann einen vor allem am Anfang schon ziemlich verunsichern. Schnell fragt man sich, ob man hier überhaupt vor die Tür gehen kann, was sehr schade ist, da der größte Teil der Menschen denen ich hier begegnet bin wirklich unglaublich hilfsbereit und freundlich war.

Hier wohne ich

Vor allem in den neueren und etwas wohlhabenderen Vierteln, außerhalb der Innenstadt, findet man oft Wohngebiete, welche komplett eingezäunt sind. Am Eingang trifft man meist auf mehrere Sicherheitsleute.

Zugang zu der Siedlung haben nur die Bewohner oder Gäste.

Etwas stört auf diesem Bild…

Ganz so schlimm wie es sich jetzt anhört ist es jedoch nicht..  Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, dass ich vor dem Rausgehen erst durch mehrere Türen muss und am Abend nicht alleine herumlaufen sollte. Dennoch sollte man stehts abwägen, in welche Straßen man gehen kann und um welche man vielleicht doch lieber einen Bogen macht.
Doch abgesehen davon, lebt es sich hier unglaublich gut. Bereits nach wenigen Tagen habe ich viele neue Leute kennen gelernt.

Ich habe ja bereits von dem Ausblick in “La Barranca” berrichtet. Da es hier ziemlich bergig ist, stößt man ständig auf solche Ausblicke, welche vor allem bei Nacht unheimlich schön anzusehen sind…

 

Und was isst man hier jetzt eigentlich??

Das kann man eigentlich gar nicht so verallgemeinern. Der größte Teil des Essens betseht dennoch aus Bohnen (Frijoles), Fleisch und Maismehl, woraus unter anderem die Tortillas gemacht werden. Dazu kommen jedoch unzählige andere Lebensmittel wie zum Beispiel: Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Gemüse. Und – ganz wichtig – die Salsa darf natürlich nicht fehlen und schmeckt auch fast zu allem gut.

Bohnen mit Totillas und Brot

Eingekauft wird meist im Supermarkt. Doch auch die regionalen Märkte, an denen das Obst und Gemüse meist viel frischer und leckerer ist, sind gerade am Nachmittag gut besucht.

Jaa ich weiß, wahrscheinlich wollt ihr jetzt endlich auch mal erfahren was ich so in der Schule mache. Da die Schule erst vor einer Woche angefangen hat bin ich noch nicht so wirklich in den Schulalltag eingespannt. Ich versuche jedoch möglichst niemandem auf den Füßen zu stehen und zu Helfen, falls jemand gerade Hilfe braucht. Dann bekommt man zwar oft so Aufgaben wie: 3000 Schulbücher zu Stapeln machen und mit zuvor geschnittenen Papierstreifen zusammenkleben. Zugegebenerweise ein recht einseitiges Beispiel.. Aber trotzdem wird es nie langweilig an der Schule und ich habe das Gefühl etwas Sinnvolles zu machen.

Jedes Schulkind bekommt ein Packet mit den Büchern jedes Faches

Noch ein bisschen was zu tun…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider hat mein Bauch das Essen bis jetzt noch nicht so gut verkraftet, weshalb ich die letzten Tage mit Grippe und Fieber im Bett geblieben bin und auch die nächsten Tage leider Zuhause bleiben muss…

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Bis Bald

 

 

Stille – oder was?

Mittwoch, 16. August 2017 von Jan Kaatze

Es war als würde man Regenwürmer husten hören, als das Radio ausging und wir in “La Barranca” austiegen. Endlich Ruhe…
Über eine Stunde lang ging das Duell im Auto zwischen mir und meiner Gastmutter: “Wie laut geht das Radio?”.

Es kling fast ein bisschen lächerlich, dennoch ist die Lautstärke im Allgemeinen eine der ersten Sachen gewesen, die mir hier aufgefallen ist. Vor allem in den stark bewohnten Gebieten ist es ziemlich laut. Den ganzen Tag hört man irgendwelche Autos vorbeifahren, das Radio des Nachbarn, irgendjemand der durchs Haus ruft oder die Musik des Fitnessstudios von nebenan.
Kommt beim Autofahren ein gutes Lied im Radio wird die Lautstärke nach oben gedreht. Da nun das Radio aber so laut ist, dass man sich förmlich anschreien muss, um die Worte des Anderen zu vernehmen, wird das Lied noch ein Stück lauter gemacht – sonst hört man ja gar nichts mehr vor lauter Geschreie…    Fällt euch was auf?

Nein… so schlimm ist es nun auch wieder nicht, das mit dem Radio ist ein bisschen übertrieben. Ich drehe das Radio dann immer ein bisschen leiser…
Worauf ich eigentlich hinaus will ist die wirlich unvergleichlich schöne Stille im Kontrast, welche mich nun jeden Morgen in “La Barranca” empfängt. Dazu eine frische Morgenbriese und ein Ausblick, welcher einem den Atem raubt.

“La Barranca” am Morgen

 

Doch nicht nur der Ausblick hat etwas zu bieten. Das Schulgelände ist durchzogen von den unterschiedlichsten Pflanzen, die man sich nur vorstellen kann…

Eine Bananenstaude

Oliven..

Mhhh… lecker…

Vorsicht scharf…! Eine Chillischote

 

Jeden Tag bin ich hier Willkommen

Moment – Ruhe an einer Schule mit fast 400 Kindern…?! Achso das hatte ich noch nicht erwähnt, hier ist momentan noch 1  Woche Ferien, also noch gar keine Kinder da… Allzu oft habe ich bereits gehört:”Genieß die Stille bis die Kinder wieder da sind…

Ich freue mich trotzdem schon total auf das Ferienende, wenn es hier endlich so richtig los geht.

Bis dahin,
“Adios”

 

9.500 Kilometer – ein Katzensprung

Freitag, 11. August 2017 von Jan Kaatze

Nach einem halben Jahr des Wartens war es dann endlich so weit – Auf nach Mexiko!!

Den Koffer gepackt, in der Hoffnung nichts vergessen zu haben, ging es um 4 Uhr(!!) morgens los zum Flughafen in Frankfurt. Dort angekommen kam schon das erste Problem auf mich zu:” Wie sie sind nicht mit dem Zug gekommen?! Dann ist ihr Flugticket aber ungültig..Was?? Falls das jetzt ziemlich verwirrend klingt – ich weis immer noch nicht genau, was es damit auf sich hatte. Aus irgendeinem Grund konnte ich nicht im Flughafen einchecken, da ich nicht mit der Bahn sondern mit dem Auto gekommen bin, wobei die Bahnfahrt in dem Flugicket inbegriffen war.
Nach einer halben Stunde des Diskutierns mit einem Angestellten, war ich schon fest davon überzeugt, dass ich den Flieger verpassen würde und mein Jahr nun doch nicht in Mexiko verbringen würde.
Letztendlich hat es doch geklappt und ich konnte meinen Flug auf den letzten Drücker noch bekommen.

Über den Wolken.. lalala.. ging die Zeit doch erstaunlich schnell vorbei. 11 Stunden in denen ich mir panisch nochmal alle gesammelten Spanischsachen angeschaut habe, um nicht völlig aufgeschmissen in Guadalajara anzukommen.

2 Stunden Verspätung nach Guadalajara

Nach 6 Stunden Aufenthalt in Houston ging dann der zweite Flieger nach Mexiko.
Dort angekommen empfing meine Gastfamilie einen völlig ermüdeten Jan, welcher dazu auch noch fast kein Wort Spanisch sprach. Das machte ihnen jedoch gar nichts aus und ich wurde herzlich empfangen. Sofort wurde mir bewusst, dass die Gastfamilie sich wirklich sehr freute mich endlich kennenzulernen. Ehe ich mich versah saß ich auch schon im Auto auf dem Weg in mein neues Zuhause. Dort angekommen rief das Bett bereits nach mir, inzwischen war ich fast 25 Stunden wach.. Noch ein kurzes Abendessen und schon fielen mir die Augen zu und es hieß “Buenas noches”.

Bereits nach wenigen Stunden in Mexiko fühle ich mich richtig heimisch und freue mich auf das kommende Jahr.

Bis Dann!