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23. Jun 2018 | von | Kategorie: Freiwillige 2017/2018, Luise Reichelt auf den Philippinen

Jetzt ist doch wieder eine ganze Weile vergangen und es ist so viel passiert!

Um euch aber rückblickend auf dem Laufenden zu halten will ich euch kurz erzählen, was in den Monaten Februar und März so passiert ist.

 

Der Februar hatte mit einem richtig interessanten und spannenden Zwischenseminar mit anderen Freiwilligen in den Philippinen begonnen. Die Erfahrung der anderen Freiwilligen zu hören und sich über seine eigenen Erlebnisse nochmal bewusst zu werden, hat mich sehr inspiriert und gestärkt. Dabei hat unser kleiner Ausflug auf eine Sandbank in der Nähe auch ihren Teil beigetragen. Durch das Zwischenseminar habe ich auch wieder mehr Kontakt mit deutschen Freiwilligen gehalten. Die kurze deutsche Auszeit hat mir sehr gut getan und ich habe mich wieder gefreut in mein Zuhause nach Cebu zurückzukehren, auch wenn ich das Seminar als sehr bereichernd empfand.

 

deutsche weltwärts Freiwillige

Dann begann auch schon die Fastenzeit und ich musste mich auf einen fleischfreien Freitag einstellen, was für mich aber kein Problem war. Ansonsten war meine Fastenzeit von mehreren Kirchenbesuchen geprägt. Das lag zum Teil aber auch daran, dass unsere Kirche hier ihr Jubiläum im Februar gefeiert hat. Dadurch standen einige Aktivitäten in der Gemeinde an und es gab eine Prozession im Morgengrauen sowie Tanzwettbewerbe der einzelnen Bezirke, Feuerwerk und einen Prinzessinnenwahl.

 

Prinzessin von Lourdes (der Name der  Kirche)

Tanzwettbewerb

Prozession um 4 Uhr morgens

 

philippinische und deutsche Familie vereint

Der März rückte dadurch immer näher und somit auch „großer“ Besuch und das ist wortwörtlich zu nehmen, denn meine Familie aus Deutschland kam mich hier besuchen. Dabei muss ich wohl noch erwähnen, dass meine Familie wirklich sehr groß ist und das fällt im Vergleich mit den Filipinos

noch mehr auf!                                Mit Heimweh hatte ich in meinem Freiwilligendienst keine Probleme aber die Familie wieder in den Armen zu halten, ist doch schon etwas ganz schönes! Das Warten am Flughafen und dann die strahlenden Gesichter zu sehen, war einfach ein wundervoller Moment. Das Aufeinandertreffen meiner beiden Familien war dann auch super schön und unkomplizierter, als ich erwartet hatte. Doch was mir der Urlaub mit meiner Familie gezeigt hat, sind vor allem die vielen Unterschiede, die ich gar nicht mehr so sehr wahrnehme. Da fängt es bei alltäglichen Begleitern wie Alkohol zum Desinfizieren an oder einfachen Verhaltensweisen. Meine Sprachkenntnisse haben uns dann doch immer ganz gut weiterhelfen können und ich konnte mit meinen Eltern einige wunderschöne Orte auf den Philippinen erkunden. Neben traumhaften Stränden haben die Philippinen doch auch noch andere beeindruckende Dinge zu bieten, wie einzigartige Landschaften, die kleinsten Affen, auch Tarsiers (Koboldmakis) genannt, sowie riesige Reisterassen. Ich muss jedoch gestehen, dass mich die Strände am meisten beeindruckt haben. Die Bilder werden schon für sich selbst reden…

 

Reisterassen in Banaue (Luzon)

Stand in Palawan

Tarsier (Koboldmaki) auf Bohol

Der beeindruckendste Moment in dieser Zeit war für mich jedoch nicht die Urlaubszeit mit meiner Familie am Meer sondern der Besuch meiner Familie im Projekt. Zwei Tage lang haben sie meinen Alltag begleitet und beim Verteilen des Essens an die Straßenkinder mitgeholfen. Den Unterricht der Kindergartenkinder beobachtet und sich mit den Kindern im Projekt unterhalten, wenn auch mit Händen und Füßen!                                        Nach fast 1 Monat philippinischer schwüler Luft ging es für meine Familie dann aber auch wieder nach Hause. Ein weiteres Mal zum Flughafen und mit Tränen in den Augen auf Wiedersehen sagen, auch wenn es diese Mal umgekehrt ist und sie gehen und nicht ich. Trotzdem war der Abschied nicht ganz so traurig, da ich zu dem Zeitpunkt nur noch 4 weitere Monate Freiwilligendienst vor mir hatte.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich in dieser Zeit sehr oft an mein Projekt denken musste, da zu dem Zeitpunkt Schulende und Schulabschluss war. Gerade dadurch, dass ich nicht da war, habe ich gemerkt, wie sehr ich mein Projekt vermisse und die Menschen mit denen ich tagtäglich umgeben bin. Ich bin jedoch froh, was ich alles erleben durfte und war auch wieder glücklich nach Ostern in mein Projekt voll einzusteigen.

 

ein Herz – deutsch und philippinisch

meine Familie mit den Projektarbeitern

Ich hoffe ihr habt einen kleinen Einblick in die wunderschöne Vielfalt der Philippinen bekommen. Dabei möchte ich aber noch hinzufügen, dass es immer zwei Seiten gibt und das es neben wunderschönen Ständen und einzigartiger Natur, eben auch Armut und andere Probleme gibt. Besonders auf den Reisen ist mir aufgefallen, dass man als Tourist diese Seite der Philippinen gar nicht richtig wahrnimmt.

Bis bald…

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Ein Kommentar
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  1. Hallo Luise, wieder sehr schöne Informationen. Somit haben wir immer das Gefühl mit dabei zu sein.
    Deine Erlebnisskala wird immer länger und viele Ereignisse prägen ja auch.
    Wir wünschen Dir für den Rest deines Aufenthaltes noch viel Spaß.
    Liebe Grüße von Gisela und mir.

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