Leise rieselt der Schnee…

… bei mir dieses Jahr kein bisschen!

Spätestens mit dem ersten Advend wurde auch mir bewusst, dass die Weihnachtszeit so langsam aber sicher kommen würde. Die Wochen vergingen und es wollte einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Das Wetter half dabei auch nicht wirklich weiter: Wärend es nachts mit 5 Grad schon ziemlich kalt war, konnte man am Tag immernoch bei 25 – 30 Grad im T-shirt in der Sonne schwitzen. Weihnachten bei dieser Hitze?!

Doch schneller als ich es merkte befand ich mich mitten in den Weichnachtsvorbereitungen. In der Schule half ich ein Krippenspiel aufzubauen, die Wände wurden mit Deko beschmückt und immer wieder hörte man in den Klassen Weihnachtslieder für das Weihnachtspiel proben.

Das Krippenspiel
Frohe Weihnachten!

Recht schnell viel mir jedoch auf wie viele Dinge hier im Vergleich zur „deutschen Weihnachtszeit“ anders sind. Ein Beispiel dafür ist der Advenskranz, welcher hier oft noch eine Ketze mehr in der Mitte und somit 5 Kerzen hat. Auch haben die Kerzen je nach Region unterschiedliche Farben und jede dieser hat eine eigene Bedeutung.

Uns dann sind da natürlich noch die „Posadas“, welche ab dem 16. Dezember anfangen uns sich vielleicht am Besten als vorweihnachtliche Feiern beschreiben lassen. Jeder der verbleibenden 9 Tage bis Weihnachten bedeutet somit ein Monat der Schwangerschaft Marias. In diesen Tagen wird also viel gefeiert und vor allem sehr viel gegessen!! Und natürlich dachte sich mein Magen das jetzt ein sehr guter Zeitpunkt wäre mal krank zu werden…

Die letzte und größte „Posada“ mit alle Verwandten der Schüler

Nach einer sehr aufregenden Vorweihnachtszeit war es dann endlich so weit und Heilligabend stand vor der Tür. Dieses verbrachte ich mit meiner Gastfamilie Zuhause. Und auch hier war der wichtigste Punkt der Abends – das Essen, wofür extra ein Truthahn zubereitet wurde.

Der Truthahn

Und dann ging es auch schon in die Weihnachtsmesse. Diese hätte nicht unterschiedlicher zu der mir bekannten deutschen Messe sein können. Stille Nacht, Heilige Nacht..? Ne, der Begriff „Weichnachten feiern“ bekam hier eine ganz andere Bedeutung. Mit sehr viel guter Laune, Gejubel und Feuerwerk wurde so die Geburt Jesus gefeiert. So ging es Zuhause angekommen auch gleich weiter. Das Essen war aufgegessen, die Musik lauter gedreht und es wurde getanzt bis in die Nacht hinein.

Das Weihnachtsessen mit meiner Gastfamilie

Mit diesem einmal ganz anderem Weihnachten wünsche ich euch allen Frohe Weihnachten und ein Frohes neues Jahr!!

Bis dann

Euer Jan