Kinder, Bildung, Sport und Mode – Palliris Facettenreichtum und meine Arbeit

7. Okt 2016 | von | Kategorie: Freiwillige 2016/2017, Joan Weiß in Bolivien

Meine neue Mitbewohnerin aus Deutschland Awa und ich haben letzten Montag, nach dem ersten Monat „Ankommen“ und Sprachkurs am wöchentlichen Meeting der Fundacion Palliri teilgenommen, bei dem es größtenetils um uns selber ging und was wir machen wollen, genauer gesagt im nächsten Jahr machen werden. An dieser Stelle bietet es sich auch nochmal an das extrem vielfältige Projekt Palliri vorzustellen. Das Projekt besteht sogesehen aus drei verschiedenen Teilen. Als erstes die Arbeit mit Kindern, daneben noch dem Bauernhof von dem im letzten Blogeintrag ja ausführlich berichtet habe und zu guter Letzt die Klamottenfabrik und die drei Läden in La Paz. Fangen wir mit der Fabrik und den Läden an von denen ich bis jetzt ja noch kaum, bzw. nichts erzählt habe. Hier „Oben“ in El Alto gibt es eine Klamottenfabrik in der größtenteils Frauenmode von den Mitarbeiter*n/innen genäht wird. Diese Klamotten werden dann ausgeliefert an die drei „Coconut“ Läden, das wird hier übrigens nicht Englisch sondern wie man „nut“ im Deutschen lesen würde ausgesprochen. Ich durfte vor kurzem mit meiner Mitbewohnerin Awa und einer Bolivianerin zusammen modeln, was zwar nicht unbedingt meine Spezialität ist, trotzdem aber großen Spaß gemcht hat.

Awa und ich nach dem Modeln

Awa und ich nach dem Modeln

Diesen Freitag habe ich dann eines der 3 Geschäfte mit Claudia, der Chefin der Geschäfte und Sixto dem Sekretär der Fundacion Palliri zusmannen gestrichen. Außerdem habe ich mit Isa zusammen Drachen, so wie man sie aus dem Bilderbuch kennt gebastelt und mit Blumen bestückt, um das Schaufenster für die neue „Frühlingskollektion“ zu gestalten. Ja hier sind die Jahreszeiten genau anders herum als in Deutschland, auch wenn hier schon fast ein Tageszeitenklima herrscht. Das sind aber nur Nebenaktivitäten neben meiner richtigen Arbeit. Ich arbeite eigentlich im Zentrum der Fundacion Palliri in „Mitchme”, einem Zentrum für Kinder von 5-18 Jahren. Dort gibt es 3 „Klassen“, die Erste mit Kindern von 5-8, die Zweite mit Kindern von 9-13 und die Dritte mit Kindern von 14-18. Morgens von 10 bis Mittags um 13 Uhr arbeite ich mit den Jugendlichen und helfe in Mathe, Chemie, Physik oder Englisch was zwar auf Spanisch selbst für mich noch gar nicht einfach ist, aber trotzdem wie schon die Nachhilfe in Deutschland viel Spaß macht. Nach dem Mittagessen gehe ich dann in die Klasse mit den 9-13 Jährigen die nur Nachmittags da sind, da sie Vormittags selber noch Schule haben. Dort helfe ich bei den Hausaufgaben, spiele Schach oder löse Zauberwürfel wofür ich jetzt für alle Kinder der Spezialist bin (Danke an meinen Freund Kai & meine Schwester Maja mit denen ich das zusammen gelernt habe !). Außerdem wird jede freie Minute genutzt um draußen auf dem Platz Fußball zu spielen.

Ein Nachmittagsausflug in einen Park in El Alto

Ein Nachmittagsausflug in einen Park in El Alto

Neben Mitchme gibt es noch eine Fußballschule in die ich Dienstags und Donnerstags nach dem Mittagessen gehe um aufzupassen, mitzuspielen und zu trainieren. So langsam kann ich auch wieder alles geben ohne dierekt aus der Puste zu sein ! Meine Mitbewohnerin arbeitet in der Dritten von vier Einrichtungen dem Kindergarten und die letzte Einrichtung ist eher etwas kleiner in die Kinder von 5-15 ähnlich wie in Mitchme kommen. Dort haben wir die Hofwände schon schön angemalt. Zu guter Letzt gibt es dann noch den Bauernhof, der von den Kindern oft besucht wird, um auf von uns vorbereiteten Workshops teilzunhemen bei denen es ums zum Beispiel ums Brotbacken oder kennenlernen des Bauernhofs geht. Das Projekt ist also sehr facettenreich was dazu führt, dass meine Arbeit meistens auch sehr abwechslungsreich ist, was manchmal anstrengend werden kann, dafür aber eigentlich immer großen Spaß macht.

Tags: , , , ,

Kommentieren