Lima und das Wochenende

Wie jedes halbes Jahr müssen die Kinder, die ihre Medikamente gegen den HI-Virus nehmen, zu ihren Blutanalysen ins Kinderkrankenhaus nach Lima fahren. Am letzten Mittwoch war es soweit und ich durfte sie mit zwei weiteren Mitarbeiterinnen und dem Direktor begleiten.

Wir sind Mittwochmittag nach einem kleinen Mittagessen mit einem Kombi aufgebrochen und nach sieben Stunden in Chaclaclayo ca. eine Stunde vor Lima angekommen. Dort haben wir im Haus von San Camillo ein Abendessen gegessen und sind dann ins Bett gegangen.

Am Donnerstag mussten wir bereits um vier Uhr morgens aufstehen, damit wir früh im Kinderkrankenhaus in Lima sind und die Analysen schnell hinter uns bringen. Die Kinder kennen die Prodzedur bereits und alle wussten, worum es geht. Natürlich gab es bei den kleineren Kindern ein paar Tränen und bei zweien musste in beide Arme gestochen werden, weil einfach kein Blut gekommen ist. Aber danach war schnell wieder alles gut und alle konnten spielen und die Sonne genießen. Nach einem Frühstück und weiteren Kontrollen hat das Krankenhaus noch ein kleines Kinderfest organisiert.

Der Direktor hatte mir für den Nachmittag frei gegeben und so bin ich nach San Juan de Lurigancho gefahren, um Lena und Delia zu besuchen. Wir haben uns viel unterhalten, wie es uns geht, wie uns die Arbeit gefällt und wie wir eventuell unsere Ferien verbringen.

Ein Eindruck von Limas Straßen
Ein Eindruck von Limas Straßen
Am Strand auf dem Weg ins Wasser
Am Strand auf dem Weg ins Wasser

In dieser Zeit sind alle anderen der Gruppe an den Strand von Lima gefahren und haben sich erfrischt. Am Abend bin ich dann wieder zur Gruppe gestoßen und wir haben im Haus von San Camillo in Lima noch ein Kinderfest und ein leckeres Abendessen genossen. Danach sind wir wieder nach Chaclaclayo gefahren, um ein wenig zu schlafen. Am Freitagmorgen sind wir um drei Uhr zurück nach Huancayo aufgebrochen.

Am Freitagabend bin ich nocheinmal in die Casa de Acogida gefahren, um für die Mütter, Väter und die Jugendlichen, die zur Casa dazugehören, Tüten für Weihnachten vorzubereiten. Für die Mütter und Väter haben wir Zucker, Reis, Milch, Paneton, ein paar Süßigkeiten und Schokolade eingepackt. Die Jugendlichen bekamen einen Fußball, bzw. Sandalen, dazu Zahnpasta und andere Hygieneartikel und natürlich auch ein paar Süßigkeiten und einen Paneton eingepackt.

Am Samstag fand der Geburtstag der Casa de Acogida statt. Wir haben am Vormittag alles geschmückt und es sind Gruppen von Firmen oder Privatpersonen vorbeigekommen, um für die Kinder Kinderfeste mit Clowns, Musik und Geschenken zu veranstalten. Am Nachmittag haben wir dann anlässlich des Geburtstags eine Messe gefeiert, in der zwei Jugendliche gefirmt und drei zur Ersten Heiligen Kommunion gegangen sind. Nachdem dann alle zusammen gegessen haben und die Weihnachtstüten verteilt wurden, haben wir noch aufgeräumt und ich bin nach Hause gegangen.

Auch am Sonntag war ich in der Casa, weil weitere Kinderfeste und ein Mittagessen anstanden. Danach muss immer wieder aufgeräumt werden und ich war den ganzen Tag damit beschäftigt rumzulaufen, Sachen wegzuräumen, die Türe aufzumachen und zu fegen. So ging es gestern und am Samstag aber allen Mitarbeitern und das schöne daran ist, dass es mir Spaß macht, das ich so viel mithelfen kann, da ich mich immer besser auskenne und die Abläufe kenne. Jetzt ist der Weihnachtsstress mit den Vorbereitungen aber auch bald vorbei und morgen können wir ein entspanntes Abendessen genießen.

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest!

Anne