Das Wochenende in der Gastfamilie

14. Sep 2011 | von | Kategorie: Freiwillige 2011/12, Ricardo Rehfeld in Mexiko

Von Freitag bis Montag schlafe ich immer in der Gastfamilie. Freitagabend gab es erstmal ein großes Familienessen und ich wurde allen Leuten vorgestellt und mit Fragen über Deutschland, Europa etc. überhäuft. Abends fiel ich dann total erschöpft ins Bett. Der Jetlag machte mir zu schaffen.

Die Gastfamilie ist super nett. Es gibt drei Kinder ungefähr in meinem Alter. Zwei Jungs und ein Mädchen. Die Mutter gibt den Ton an, der Vater ist eher der Ruhepol der Familie :)! Sie wohnt in einem schönen Haus in einem neuen Stadtteil von Puebla. Es ist schon ein großer Unterschied zum Heim, aber auch für mich die Möglichkeit mal alleine zu sein und Zeit für mich zu haben. Dies ist zwar am Anfang eher nicht der Fall, da sie mir alles zeigen und über Puebla erzählen wollen.

Samstags machten wir dann eine kleine Tour durch die Stadt. Puebla ist eine sehr schöne Kolonialstadt. Es gibt viele Kirchen, Platze, viele Universitäten…. Das Zentrum ist echt sehr beeindruckend. Aber dazwischen sieht man auch die Familien mit ihren Kindern betteln und auf der Straße leben. Aber man kann schon sagen, dass Puebla zu den besseren Städten in Mexiko gehört. Obwohl knapp 2 Millionen Menschen hier leben, wirkt die Stadt auf mich eher klein und überschaubar.

Samstagabend und Sonntags traf ich weitere Freunde und Verwandte der Familie, also es gab keine Langeweile. Sonntags ging es dann in die Kirche. Zuvor hatte ich eine Torta mit Mayonnaise und allem möglichen drauf gegessen und dazu ein großes Glas Milch getrunken. Diese super Mischung spielte während der Kirche Karussell und mir war die gesamte Zeit nicht wohl zu Mute. Zum Glück blieb alles da, wo es sein sollte, und der Gemeinde blieb ein unschöner Anblick erspart :).

Der Ablauf in der Kirche unterschied sich nicht sehr von dem in Deutschland: Es wurde gesungen und gebetet 🙂

Nachmittags haben wir dann mit der ganzen Familie ein Fußballspiel der mexikanischen Mannschaft geguckt. Auch die Oma fieberte mit. Und wie ich im Gespräch erfuhr, ist sie ein großer Fan des Stierkampfes.

Das Wochenende tat meinem Jetlag sehr gut und ich freute mich sehr auf die erste Woche im Heim.

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