Fiesta de la virgen de Zapopan
Freitag, 05:30 Uhr. Der schrille Handywecker klingelt. Aufstehen! Fertig machen!
Auf gehts zur “Fiesta de la virgen de Zapopan” - die Feier der Jungfrau von Zapopan!
Zapopan ist neben Guadalajara, Tlaquepaque und Tonalá eine Stadt, die die riesige Megalopolis Guadalajara bildet. Die Geschichte dieser Stadt ist untrennbar mit der Jungfrau von Zapopan verbunden. In der Zeit vor dem 12. Oktober wird
sie durch die Kirchengemeinden Guadalajaras getragen, um dann an diesem Tag in ihre Heimatkirche, die Basilika, zurückzukehren. Die riesige Prozession, die nicht nur die tapatíos, wie sich die Einwohner von Guadalajara nennen, auf die Straße lockt, sondern auch unzählige Menschen aus dem Umland, startete an der großen Kathedrale im Zentrum von Guadalajara. Wir haben den Zug ein bisschen alleine laufen lassen und sind erst etwas später an der großen Kreuzung, nahe unseres Hauses, dazugestoßen. Schon von weitem konnte man die Trommel- und Percussionrhythmen hören und dann auch irgendwann in der
Dunkelheit die bunten, traditionellen Kostüme der Tänzer erkennen. Es waren unglaublich Viele. Jede Tanzgruppe hatte ihre eigenen Farben, Fahnen, Kostüme und Requisiten. Getragen von den lauten, atemberaubenden Rhythmen, sind wir dem Umzug zwölf Kilometer bis zum berühmtesten Bauwerk Zapopans, der Basílica de Nuestra Señora de Zapopan, gefolgt. Nach knappen fünf Stunden Fußmarsch gab es dann dort unzählige Stände, die überladen waren mit traditionellem Essen, Schmuck und Heiligenfiguren. Unsere müden Füße trugen uns, nach einer kleinen Stärkung, durch kleine Seitenstraßen, wieder in Richtung nach Hause. An einer Stelle sind wir nochmal auf den Umzug gestoßen, der immer noch nicht tanzend die Basilika erreicht hatte. Und was für ein Glück, es war uns vergönnt, den Schluss des Zuges bestaunen zu können: Die auf einem großen Wagen fahrende, mit bunten Blumen geschmückte Jungfrau.
Am Samstag Vormittag hab ich dann mit Laura Kultur betrieben. Zuerst waren wir in einem Theaterstück, was allerdings eher etwas für die jüngere Generation war, und danach in einer wunderschönen Kunstausstellung. Für den Abend ging es auf das mexikanische Oktoberfest - la fiesta de octubre. Es gab unzählige Karussells, Glücksspiele und Stände mit Essen, sodass ich schon nach zwei Minuten die Orientierung auf dem Gelände verloren hatte. Doch nirgendwo konnte man bayerische Blasmusik hören, Lederhosen, Dirndl oder blau-weiß geschmückte Tische sehen - alles vollkommen im mexikanischen Stil.
In meiner Unterkunft hat sich auch so einiges verändert: Die drei Französinnen und die eine Brasilianerin sind ausgezogen und bis jetzt haben wir nur tierischen Zuwachs bekommen. Einen mittelgroßen Hund, mit weißem flauschigen Fell (Hunderassen sind nicht so meine Spezialität). Er ist dem Vermieter vor einigen Tagen zugelaufen und der hat uns dann gefragt, ob wir den Hund nicht bei uns im Haus halten wollen. Den winselnden, treuen Hundeaugen konnten wir natürlich nicht widerstehen und haben sofort zugestimmt. Mal sehen, ob wir und die “Kleine” - oder “pequeñita”, die Probewoche überstehen.
México hier bin ich!
Nach einer endlos langen Reise über Eisschollen, Meer, Berge und Städte, bin ich gestern Abend in Guadalajara angekommen.
Das Umsteigen war immer eine super Herausforderung, für eine, die noch nie mit Transit geflogen ist und auch sonst nur äußerst selten ein Flugzeug betritt: ein ewig langer Weg weg vom Gate, die richtige Passkontrolle finden, dort als letzte in der lange Schlange stehen und dann den richtigen Abflugort nach Mexico City auskundschaften. Alles in weniger als einer Stunde!
Aber irgendwie bin auch ich vom Amsterdamer Flughafen weggeflogen und in der riesigen Hauptstadt von México gelandet. Dort sitzend auf einer Bank, ist mir erst richtig bewusst geworden, welchen Schritt ich gehe und dass ich jetzt, zumindest körperlich, 10.000 Kilometer weit weg von zu Hause bin.
Ich wohne hier in Guadalajara in einer Wohngemeinschaft zusammen mit vielen jungen Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern. Nur leider konnte ich noch nicht alle kennen lernen, aber das passiert dann sicherlich morgen Abend. An den Alltag, der hier gepflegt wird, muss ich mich erst noch ein bisschen gewöhnen, dass jeder für sich kocht und ein eigenes Fach im Kühlschrank hat…
Ich bin gespannt, was in den nächsten Tagen alles passiert. Vor allem auf Montag, wo es das erste Mal in die Schule “La Barranca” geht!
Dear partners and friends,
the day has come and I’m leaving this country. (mehr…)
Rechner defekt und Stromausfall
In Lesotho ist letzte Nacht Schnee gefallen und ich hab’s verpasst. Dafür hat es hier letzte Nacht schwer geschüttet. Ich habe die Schwestern aus dem Congo getroffen und war gestern in Sydenham. Hier ist der Bericht: Ein Zuhause für traumatisierte Kinder. Jetzt fällt immer mal wieder der Strom aus und der Rechner hat hat den Geist aufgegeben. Höchste Zeit, dass ich zurück komme. Heute habe ich noch drei Termine und dann packe ich meine Massen von Koffern und Taschen und morgen geht’s nach Hause.
Ein Zuhause für traumatisierte Kinder
Heute fahre ich nach Sydenham, einem der „coloured areas“ der Stadt in Zeiten der Apartheid. In dieser Zeit musste das Projekt, ein Kinderheim für farbige Kinder, geleitet von Augustinerinnen, dorthin umziehen, nach dem der ursprüngliche Standort in ein „white area“ verwandelt wurde.
Das St. Philomena’s Community Care Centre arbeitet für die Reintegration von HIV-positiven und von HIV/Aids betroffenen Kindern in ihre eigenen Grossfamilien oder in Pflegefamilien. Wir unterstützen das Projekt im Rahmen des KinderAidsFonds. (mehr…)
Ein Tag in Jabulani
Letzte Nacht habe ich zum ersten Mal mit einer dünnen Decke schlafen können.
Es ist wunderbar warm und trotz der Trockenheit ist die Vegetation tropisch grün. Außerdem gibt es Bananen, Avocados, Mangos und viele andere Früchte.
Heute Morgen hat mich Schwester Marco Gneis (CPS) abgeholt. Vorbei an den geschlossenen Primar- und Sekundarschulen, vorbei an den streikenden und den Streik kontrollierenden Gewerkschaftern (mehr…)
Marianhill und der Indische Ozean
Heute geht es weiter nach Marianhill. Außer mir müssen drei Schwestern in diese Richtung nach Durban. Zwei der Schwestern haben einen Termin in einem der größten Krankenhäuser, das zum Glück in einigen Abteilungen trotz des Streiks arbeitet. Eine andere Schwester hat einen Termin bei der Provinzoberin. Und Schwester Maria Georg ist so freundlich uns zu bringen, da der Fahrer zu einer Beerdigung musste.
Wir fahren, über die sanften Hügel von Eastern Cape und immer wieder wird mir versichert, dass es im Sommer wunderschön sei. Im Moment ist alles gelblich braun vertrocknet oder schwarz und abgebrannt. Da ist er wieder, der alte Aberglaube von Abbrennen, (mehr…)
Zwei außergewöhnliche Schwestern
Heute morgen darf ich wieder eine Autofahrt machen, die abenteuerlicher nicht sein könnte. Schwester Theodula ist 89 Jahre alt und hat nach ihrer Lehrtätigkeit angefangen Bücher für den Religions- und Kommuniosunterricht zu schreiben. Darüber hinaus fährt sie leidenschaftlich gerne Auto. Auf Drängen der Polizei haben die Schwestern ihr zwar den Führerschein abgenommen, (mehr…)
Don’t worry…
Heute morgen bin wieder zu den Palmen gegangen, in der seeligen Hoffnung auf ein bisschen blauen Ozean … Nichts, nur Dunst!
Das äußere Bild der Missionstation ist etwas heruntergekommen. Ich erhalte eine Führung durch die gesamte Missionsstation, selbst in das Schlafzimmer des diensttuenden Priesters darf ich einen Blick werfen. Doch mein erster Eindruck bleibt. Dieser Ort hat besserer Zeiten erlebt. (mehr…)
Grausamer Streik
Heute Morgen holt mich Schwester Madeleine Schaffhauser von den Ursuline Sisters ab. Sie ist die neue Verantwortliche für unser Patenschaftsprogramm Mount Nicolas in Libode.
In Cala ist noch alles gefroren, aber die Sonne steigt schon langsam über die Berge. Ich kann mich nur schlecht von den beiden Schwestern hier trennen, die mir in der kurzen Zeit, das nun leer stehende Kinderheim als auch das ISIBINDI-Projekt um so vieles näher gebracht haben. (mehr…)
