Der liebe Gott tut nichts als fügen!

Dienstag, 25. Juni 2013 von Daniela Dicker

Diese Pilgerreise muss vorerst unvollendet bleiben.

Diese Pilgerreise muss vorerst unvollendet bleiben.

Dieses Motto des ehemaligen Präsidenten des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, Prälat Arnold Poll, sagen sich die Betreuer der Kinderwallfahrt ermutigend zu. Wer weiß, wofür es gut ist…. Vielleicht musste es so sein…. Vielleicht wäre sonst noch irgendetwas passiert…. Irgendeinen Sinn wird es schon haben….

Die 6. Kinderwallfahrt musste nach dem „Bergfest“ – also bereits nach der Hälfte der Strecke und der Lauftage – abgebrochen werden. Läusebefall in der Gruppe zwang zu dieser Entscheidung, die dem Betreuungsteam sehr schwer gefallen ist.

Vinzenz liest Valentin und Jeron am letzten gemeinsamen Abend die ersten drei Blogeinträge vor.

Vinzenz liest Valentin und Jeron am letzten gemeinsamen Abend die ersten drei Blogeinträge vor.

Traurige Kinder warten jetzt darauf, dass ihre Eltern sie abholen, schreiben sich in der verbleibenden Zeit noch kleine „Perlen“ gegenseitig in die Pilgerhefte. Oder sie trösten sich damit, dass ihre Erlebnisse jetzt schon mit Bildern im Internet nachzulesen sind.

Vielleicht gelingt es uns, diesen letzten Teil des Weges doch noch miteinander zu gehen. Wir versuchen, einen Termin zu finden. Denn diese kleine Gruppe ist in so kurzer Zeit zu einer so wunderbaren Gemeinschaft gereift, dass wir es uns und ihnen nur wünschen können, nicht nur kleine Zwischenziele (s. Blogeintrag 4), sondern auch das große gemeinsame zu erreichen.

Bis dahin: Bleibt behütet!

Sonnenuntergang über dem Schlaubetal.

Sonnenuntergang über dem Schlaubetal.

 

Uli! Wo ist der Bulli?!

Dienstag, 25. Juni 2013 von Daniela Dicker

Problemen kann man auch mit Musik begegnen! In diesem Fall mit der gesungenen Frage an Pfarrer Ulrich Kotzur.

Problemen kann man auch mit Musik begegnen! In diesem Fall mit der gesungenen Frage an Pfarrer Ulrich Kotzur.

Singend ging diese muntere Herrentruppe der Frage nach, was wohl mit einem der beiden Transportfahrzeuge passiert ist. Der markante gelbe Bulli, in dem das Gepäck der Kinder von Ort zu Ort transportiert wird, verbrachte den Tag in der Werkstatt. Das Tagesteam (das sind jeweils die beiden Betreuer, die nicht pilgern, sondern sich um Reinigung der Quartiere, Transport, Einkauf etc. kümmern) hatte es an diesem Tag nicht leicht.

In Mixdorf reichten bei der großen Zahl der Wallfahrer die Kapazitäten des Hauses nicht aus. Zelte wurden benötigt. Und zur großen Freude aller gab es im Dorf selbst eine Familie, die vor ihrem eigenen Sommerurlaub schon in der Vorwoche große und kleine Zelte am Christophorusheim aufgebaut hatte. Diese mussten aber nun auch wieder abgebaut werden. Fast zwei Stunden verbrachten Pfarrer Kotzur und Vinzenz Münster mit dieser Arbeit – immer wieder unterbrochen von riesigen Mückenschwärmen, die sich irgendwo tief in den Falten einen Innenschlafkabine versteckt hatten.

Vinzenz Münster - hier mit seiner Schwester Beate, der Kinderstufenreferentin - nimmt sich jedes Jahr Urlaub für die Kinderwallfahrt. 

Vinzenz Münster - hier mit seiner Schwester Beate, der Kinderstufenreferentin - nimmt sich jedes Jahr Urlaub für die Kinderwallfahrt.

Zuvor hatten die Kinder erfahren, dass heute kein Bulli mit kleinen Leckereien zu ihrer Mittagspause kommen würde. Der Bulli war nämlich kaputt und musste erst mal aufs „Trockendock“. Das stört natürlich erfahrene Begleiter wie Pfarrer Kotzur und Vinzenz Münster nicht.

Schon im 6. Jahr ist Vinzenz jetzt ein zuverlässiger „Oberpilger“. Ruhig und besonnen kümmert er sich um alles, was mit Technik zu tun hat, um Einkäufe, um das Be- und Entladen des Bullis – einfach um alles, was so zu tun ist. Angefangen hat dieses Engagement mit einer Bitte seiner Schwester zu Beginn der Kinderwallfahrten. Und seither steht das jährliche Pilgern fest in seinem Kalender. DANKE, Vinz!

Von kaputten Bullis und schwer zu verpackenden Riesenzelten völlig unbeeindruckt machten sich die Wallfahrer auf zu ihrem vierten Ziel: Beeskow.

David (13) startete nicht nur mit seiner Tagesration Brötchen und Obst im Gepäck, sondern auch mit einer besonderen Aufgabe.

Wenn das Quartier einfach zu klein für Tische und Stühle und Schlafsäcke ist, darf's auch schon mal etwas unkonventioneller sein. David isst im Liegen. Und es schmeckt trotzdem - oder gerade deswegen?

Wenn das Quartier einfach zu klein für Tische und Stühle und Schlafsäcke ist, darf's auch schon mal etwas unkonventioneller sein. David isst im Liegen. Und es schmeckt trotzdem - oder gerade deswegen?

Ähnlich dem „Denkarium“ in Harry Potter sollte er drei schöne Erinnerungen aus diesem Tag mit ins Quartier bringen. Und das ist ihm wirklich gelungen:

  • Am Vormittag konnte er zusammen mit anderen Kindern beobachten, wie ein sehr großer Greifvogel (nach seiner Beobachtung ein Adler) sich Thermik zunutze machte. Majestätisch ließ sich der Vogel ohne Regung seiner Flügel in die Höhe tragen und ließ eine beeindruckte Gruppe von Kindern zurück.
  • Die zweite Erinnerung beschreibt ein verwunschenes kleines Häuschen, das am Wegesrand stand. Beim Pilgern kam die Gruppe an der einsam gelegenen Hütte vorbei. Und die Kinder begannen sich auszumalen, wie das wäre, wenn das Häuschen ihnen gehörte. Irgendwie kamen in der Geschichte tatsächlich auch alle Kinder vor. Sooo schön kann Gemeinschaft sein!
  • Der gestrige Blog endet mit dem Hinweis darauf, dass die nächsten Ziele „städtischer“ sind. Und erstaunlicherweise ist dies auch die dritte Erinnerung, die David sich bewahrt hat. „Wie durch ein großes Tor in eine andere Welt“ sind die Pilger nach den ersten Tagen in der puren Natur in das kleine Städtchen Beeskow eingelaufen. Da waren plötzlich wieder Häuser und Autos, Straßen und Geschäfte. Eine Normalität, die schon nach dieser sehr kurzen Zeit (der ersten Hälfte der Wallfahrt) fremd anmutet.

David würde jederzeit wieder auf eine Wallfahrt fahren. Es ist zwar „irgendwie ganz anders“, als er es sich vorgestellt hat. Aber es ist trotzdem „voll cool“!

 

Ziele zu erreichen ist ein tolles Gefühl!

Montag, 24. Juni 2013 von Daniela Dicker

Leon und Jeron sind glücklich, endlich am Ziel der heutigen Tagesetappe angekommen zu sein.

Leon und Jeron sind glücklich, endlich am Ziel der heutigen Tagesetappe angekommen zu sein.

Nicht immer erreicht man sein Ziel auf Anhieb. Diese Erfahrung mussten heute alle kleinen und großen Pilger machen. Jetzt könnten böse Zungen sagen: „Tja, wenn man sich zu sehr auf die Technik verlässt …“ Aber auch das gehört dazu und ist bislang auf jeder Wallfahrt – mal mit, mal ohne Technik – passiert: wir haben uns verlaufen.

Der vierte Tag jedenfalls – die Strecke von Fünfeichen zur Ragower Mühle bei Mixdorf – war um einiges länger als geplant. Von den zwei GPS-Geräten gab eines mangels Energie den Geist auf, das andere war am Vortag schlicht falsch programmiert worden.

Der Umweg forderte auch Jeron (10) und Leon (11) einiges ab. „Mann! Waren wir froh, als endlich Mittagspause war!“

Wie die siebenköpfigen Raupen fielen die Wallfahrer über den vom Tagesteam vorbereiteten Mittagssnack her. Laut Auskunft von Beate Münster-Zorn, Referentin für Kinderseelsorge im Erzbistum, reichten die vorbereiteten zwei Wassermelonen, mehrere Gurken und Äpfel nicht aus. Zusätzlich musste Brot aufgeschnitten werden und es wurden weitere Vorräte aus dem Transportfahrzeug geplündert. Pilgern schenkt viel Kraft, verbraucht aber auch erst mal eine ganze Menge.

Aufgeregt erklären Jeron und Leon, wie das mit den GPS-Geräten passiert ist. Darauf verzichten wollen sie aber trotzdem nicht. Der Grund ist bei näherer Betrachtung auch wirklich nachvollziehbar:

Der herkömmliche (also nicht technisch ausgerüstete) Wanderer läuft an einem Tag z.B. von Fünfeichen nach Mixdorf. Er hat also EIN Ziel.

Unsere Wallfahrer dagegen haben es viel besser!

Eine Streckenführung im GPS-Gerät hat mehrere Zwischenziele. Und jedes einzelne dieser Ziele bietet die Möglichkeit, stolz zu sein. Jeron findet: „Wenn man zwei Ziele geschafft hat, dann konnte man schon zwei Mal stolz sein – auch wenn da vielleicht noch sieben Ziele vor einem liegen.“

Philosophisch ist das ganz groß! Kleine Schritte führen zum Ziel. Und jeder noch so kleine Schritt, der uns näher dort hin bringt, wo wir sein wollen, darf bejubelt werden. Yeah!

Dass auf einer Wallfahrt so viel gebetet wird, haben die beiden nicht erwartet, finden es aber überhaupt nicht schlimm. Nicht alle können alle Gebete. Das ist aber kein Problem. Was man nicht kann, lernt man eben oder schreibt es sich auf einen Zettel – freiwillig übrigens!

Nur der Schweigemarsch, die zehn Minuten, die die Kinder miteinander laufen, ohne Worte zu wechseln, war für sie anfangs ungewohnt. „Man hört Vögel. Und die Geräusche, die man selbst macht. Dieses Rascheln. Das hört man ja sonst nicht“, stellt Leon fest. „Das ist schon irgendwie komisch.“

Heute musste der Schweigemarsch ein wenig nach hinten verschoben werden. Erst war es wichtig, wieder den richtigen Weg zu finden. Und letztlich hat das ja auch geklappt.

Mitten in der Natur zu sein, hat nicht nur Vorteile. Die Pilgerhefte dienen nicht nur als Notenblatt, sondern auch als Mückenklatsche.

Mitten in der Natur zu sein, hat nicht nur Vorteile. Die Pilgerhefte dienen nicht nur als Notenblatt, sondern auch als Mückenklatsche.

Auf der Strecke in Richtung des dritten Etappenziels musste man sich aber schon fragen, ob es wirklich MIXdorf heißt und nicht eher MÜCKSdorf. Es ist sehr schwierig, schweigend durch den Wald zu laufen, ruhig zu werden oder dann oben auf dem Hügel am Christophorusheim hinter der Ragower Mühle mit den Glaubensperlen zu beten oder zu singen, wenn ununterbrochen Mücken die Gruppe umschwärmen. Da helfen weder frisch geduschte Kinder noch chemische Keulen. Die Mücken sind in diesem Jahr eine echte Plage.

Aber die nächsten Tagesziele werden etwas „städtischer“. Sie liegen nicht mitten im Wald. Und so freuen sich alle schon auf die kleinen GPS-Zwischenziele auf dem Weg nach Beeskow. Ich verrate schon mal ein Geheimnis: Dort wird es Nudeln mit Tomatensoße mitten auf dem Dorfplatz am Brunnen geben.

 

Erklären … kann man das nicht!

Sonntag, 23. Juni 2013 von Daniela Dicker
Annika ist froh! Die Flöte wurde nachgeliefert. Jetzt ist die Wallfahrt richtig rund!

Annika ist froh! Die Flöte wurde nachgeliefert. Jetzt ist die Wallfahrt richtig rund!

Für Annika (13) ist dies schon die dritte Kinderwallfahrt mit dem bewährten Leitungsteam. Viele Freunde aus den Vorjahren hat sie wieder getroffen. Alles läuft perfekt. Alles? Na ja – fast! Zu ihrem großen Schreck hatte sie die Querflöte vergessen.

„Wofür um Himmels Willen braucht man beim Pilgern eine Querflöte?“ fragt sich der eine oder andere vielleicht. Für Annika ist das ganz klar. Abends, im Quartier oder beim Abendgebet, da möchte sie nicht nur mitsingen. Sie möchte unbedingt mit ihrem Instrument dazu beitragen, dass es schön klingt.
Seit fünf Jahren spielt sie jetzt. Unter anderem in einer Big Band und natürlich klassische Flöte. Aber das hier ist ganz etwas anders. In der Gemeinschaft mit anderen, zum Singen und zum Beten zu spielen, das ist schon was ganz Besonderes. Das ist eigentlich fast ein bisschen wie mit Gott sprechen. Ach, aber so richtig erklären … kann sie das nicht.

In der Kirche in Fünfeichen feiert Pfarrer Kotzur mit den Wallfahrern Heilige Messe. Überall mit dabei: das Pilgerkreuz, geschmückt mit den Pilgeranliegen der Kinder und Begleiter

In der Kirche in Fünfeichen feiert Pfarrer Kotzur mit den Wallfahrern Heilige Messe. Überall mit dabei: das Pilgerkreuz, geschmückt mit den Pilgeranliegen der Kinder und Begleiter

Einen ruhiges, entspanntes Stück Pilgerweg haben die Wallfahrer heute hinter sich gebracht. Das Schlaubetal mit all seinen Schönheiten blieb für diesen ganzen Tag ihr Wegbegleiter. Am ersten Tag haben sich alle ein Perlenarmband geknüpft. „Perlen des Glaubens“ leiten die Gruppe nun durch die Tage. Am Anfang standen die Fragen: „Wer bin ich eigentlich, wo stehe ich in meinem Leben? Wo möchte ich hin? Und wie kriege ich das gut hin – dieses Leben als getaufter Mensch, als Kind Gottes?“ Dieser Gedanke führte auch durch den gemeinsamen (vorgezogenen) Sonntagsgottesdienst: Gott hat mir in der Taufe seine Liebe zugesagt. Er will mich – genau so, wie ich bin!

Katharina (auf diesem Foto ganz links) ist ein bisschen traurig – obwohl das so gar nicht ihrem Naturell entspricht. Nur noch fünf ganze Tage darf sie mitpilgern. Im nächsten Jahr wird sie zu alt sein für dieses Angebot. Als einziges Kind hat sie insgesamt sechs mal – also bis jetzt an jeder Wallfahrt – teilgenommen. In all den Jahren das allerschönste Erlebnis war die Geburt eines Kälbchens, die die Kinder bei ihrem damaligen Gastgeber, einem Bauern, miterleben durften. Einen Favoriten unter den Reisen hat sie aber nicht. Jede Wallfahrt war anders. Und jede war irgendwie einzigartig. Was sie vermissen wird, ist die Gemeinschaft. Und sie versucht, zu beschreiben, was eine Wallfahrt von einer Klassenreise, einer RKW oder irgendeiner anderen Fahrt unterscheidet: „Hier hat man irgendwie Gemeinschaft mit ALLEN. Es gibt keine Cliquen. Man switcht irgendwie so hin und her. Und wenn die Woche rum ist, war man mit jedem ein Stück gemeinsam unterwegs.“ Aber so richtig erklären … kann man das keinem, der nicht selbst dabei war.

Gemeinschaft mit allen. Mit jedem wirklich auf dem Weg, und nicht nur zufällig eine Zeitlang in die selbe Richtung unterwegs. Falls mal jemand fragt, warum wir pilgern: DAS ist der Grund!

Übernachten in einer Kirche: Das ist immer ein ganz besonderes Highlight während einer Wallfahrt!

Übernachten in einer Kirche: Das ist immer ein ganz besonderes Highlight während einer Wallfahrt!

Der dritte Tag dieser Pilgerreise ist vorbei. Begonnen hat er in der beeindruckenden Stiftskirche in Neuzelle, wo die Kinder das Morgengebet umgeben von barocker Schönheit gesprochen haben. Enden wird er in einer kleinen Dorfkirche im Schlaubetal. Das Gotteshaus war Ort des Gebets zur Heiligen Messe, und nun ist es die Herberge für die Nacht. Schlaft gut!

 

Ich möchte Glauben erfahrbar machen!

Samstag, 22. Juni 2013 von Daniela Dicker

In kleinen Gruppen laufen die Pilger ihrem Etappenziel entgegen. Die gemeinsamen Gespräche tragen manchmal besser als die Füße.

In kleinen Gruppen laufen die Pilger ihrem Etappenziel entgegen. Die gemeinsamen Gespräche tragen manchmal besser als die Füße.

An diesem ersten Pilgertag der mittlerweile sechsten Kinderwallfahrt liegt der Fokus ausnahmsweise mal auf dem „Chef von’s Janze“. Denn ohne ihn und ein klares Bekenntnis des Erzbistums zu dieser Form von Kinderseelsorge gäbe es das Angebot gar nicht.

Pfarrer Ulrich Kotzur, Diözesanjugendseelsorger des Erzbistums und Diözesandirektor des Kindermissionswerks, hat mit seinen Mitstreitern für den ersten Tag eine relativ kurze Laufstrecke geplant – weniger als 20 Kilometer sind es von Guben bis zum Kloster Neuzelle.

Schon am ersten Tag zeigt sich, dass in der Gruppe, die je hälftig aus „Frischlingen“ und aus „alten Hasen“ des Pilgerns besteht, eine sehr gute Stimmung herrscht. Alle sind freundlich und rücksichtsvoll miteinander. Niemand murrt oder meckert. Und das ist genau die Atmosphäre, die Pfarrer Kotzur sich und den Pilgern wünscht. Nichts lenkt ab vom Sinn und Ziel des Wallfahrens.

„Wenn nur einer hier bei seiner ersten oder sogar vierten Pilgerreise eine spirituelle Erfahrung macht, einen Moment des Glaubens erlebt, dann haben wir schon 1.000 Punkte!“, sagt er voller Überzeugung. Und seine Überzeugung, seine Klarheit ist es wohl auch, die die Kinder immer wieder mitnimmt und ihnen neue Impulse für ihr eigenes Christsein gibt.

An diesem Tag war alles dabei: schattige Waldwege, sonnige Pfade über Äcker und Wiesen – schwitzen, schweigen, stolz sein! Die erste Etappe ist gemeistert.

Die Pilgern genießen die umwerfende Aussicht vom Kloster über die Landschaft. Aus dem Fenster oben schaut der gastgebende Pfarrer Florian auf die fröhliche Gruppe.

Die Pilgern genießen die umwerfende Aussicht vom Kloster über die Landschaft. Aus dem Fenster oben schaut der gastgebende Pfarrer Florian auf die fröhliche Gruppe.

Im Kloster Neuzelle ist Pfarrer Kotzur mit seinen Pilgern bereits das zweite Mal nach vier Jahren zu Gast. Im Haus hängt ein Sternsinger-Kalender. Das ist aber absolut logisch, denn im Winter hat hier der Sternsinger-Krankenwagen Station gemacht.

Dies ist die erste Kinderwallfahrt von Pfarrer Kotzur als Diözesanjugendseelsorger. Dass sich dadurch irgendetwas geändert hat, empfindet er nicht so. Dass aber zu seinen Aufgaben ganz klar auch die Kinderseelsorge gehört, wusste er schon bei Amtsantritt. Gerade für die neu zu strukturierenden „Glaubensräume“ im Erzbistum sollte die Kinderwallfahrt ein gutes Beispiel sein. „Ich möchte Multiplikatoren einladen, mit uns zu pilgern“, sagt Pfarrer Kotzur. „Pilgern in der Form und in der Tiefe, wie wir es hier erleben, funktioniert nur in kleinen Gruppen. Man muss Zeit haben für jeden Einzelnen. Das geht nicht bei einem Massen-Event. Wir brauchen also mehrere dieser Angebote für unsere Kinder, damit viele die Chance haben, Glauben zu erfahren!“

Theologen können mehr, als sich um das geistliche Wohl zu kümmern. Auch das leibliche gehört manchmal zu ihren Aufgaben. Daniela Dicker von Kindermissionswerk und Pfarrer Kotzur bei der Essensausgabe.

Theologen können mehr, als sich um das geistliche Wohl zu kümmern. Auch das leibliche gehört manchmal zu ihren Aufgaben. Daniela Dicker von Kindermissionswerk und Pfarrer Kotzur bei der Essensausgabe.

Während unseres Gesprächs bereiten einige mit GPS-Geräten den Weg für den kommenden Tag vor. Andere spielen oder singen miteinander. Die Schlafsäcke liegen schon bereit im Pfarrsaal der Klosterkirche, die Überreste des Abendessens sind weggeräumt. Badesachen hängen auf der Leine, die Sonne geht hinter der Stiftskirche langsam unter. Nach und nach versammeln sich alle (ohne dass jemand gerufen hätte!) auf der Steintreppe vor dem Haus. Gleich bekommt die kleine Gruppe eine Spezialführung durch die Stiftskirche. Die Pilger sind neugierig und offen. Sie sind gespannt auf das, was sie dort sehen werden. Und diese Offenheit für Neues und füreinander ist es, die den Geist der Kinderwallfahrten ausmacht – nun schon zum sechsten Mal.

DANKE, Pfarrer Kotzur – und allen Mitorganisatoren!

 

Wer irgendwo ankommen will, muss erst mal losgehen!

Freitag, 21. Juni 2013 von Daniela Dicker

Na ja, so direkt „losgehen“ konnte man es nicht nennen… Um die erste Etappe der diesjährigen Kinderwallfahrt des Erzbistums Berlin überhaupt beginnen zu können, mussten die kleinen Pilger mit all ihren Begleitern erst mal vom Berliner Ostbahnhof ins 170 km entfernte Guben fahren.

Gruppenfoto am Berliner Ostbahnhof

Gruppenfoto am Berliner Ostbahnhof

Sieben Tagesetappen liegen vor der munteren Gruppe. Kommende Woche Donnerstag werden sie am Wallfahrtsort des Erzbistums, dem Christian-Schreiber-Haus in Alt-Buchhorst, erwartet. Die Freiglocke wird läuten, wenn sie in die letzte Straße einbiegen und ihre Gebetsanliegen zur Schutzmantelmadonna tragen. Und viele Kilometer Weg werden hinter ihnen liegen. Weg, der nur in absoluten Ausnahmefällen entlang befahrener Straßen führt. Weg, der die Pilger die Erfahrung des Nahe-Seins machen lassen wird: nahe beieinander, nahe an der Natur, nahe bei sich und nahe bei Gott.

Valentin hilft Religionslehrerin Marianne Schalk

Valentin hilft Religionslehrerin Marianne Schalk

Von all dem weiß Valentin (11) aus Kleinmachnow noch nichts. Beim Abwasch nach dem ersten gemeinsamen Abendessen mit Pizzasuppe ließ er sich entlocken, dass er sich auf das Blättern in seinem Pilgerheft freut. Darauf ist er schon neugierig. Er kann auch etwas hineinschreiben oder -malen.

Die Pilgerhefte werden im Büro des Kindermissionswerks in Berlin für jedes Jahr thematisch neu und individuell zusammengestellt.

Die Pilgerhefte werden im Büro des Kindermissionswerks in Berlin jedes Jahr thematisch neu und individuell zusammengestellt.

So werden die Pilgerhefte aller Teilnehmer individuelle Zeugnisse der Erfahrungen und Begegnungen, die die Kinder machen werden. Valentin ist schon ein alter Hase, was das Verreisen in Kindergruppen angeht. Aber auf einer Wallfahrt war er noch nie. Mal sehen, was er uns ganz am Ende erzählen wird!

Der Himmel hat seine Schleusen in dieser allerersten Pilgernacht weit geöffnet. Es hat für eine ganze Woche genug geregnet in Brandenburg. Das ist gut für Mensch und Natur – und für kleine und große Pilger. Die Waldbrandgefahr ist gesunken, die Hitze hat nachgelassen – jetzt kann es endlich losgehen.

Auf geht’s ins Kloster Neuzelle – mit angrenzendem Freibad 😉

 

Tag 7: Bis nächstes Jahr!

Montag, 30. Juli 2012 von Daniela Dicker

Das obligatorische Foto kurz vor dem Wallfahrtsziel

„Gelandet“ – Dieses Wort verkündet die Ankunft tausender von Ferienfliegern in diesem Jahr auf allen deutschen Flughäfen. Immer bedeutet es das Ende einer kurzen, aber meist ereignisreichen und im besten Fall erholsamen Auszeit vom Alltag.

„Gelandet“ – Das sind nun auch die Pilger der Kinderfußwallfahrt des Erzbistums Berlin. Eltern und Geschwister erwarten die kleinen Läufer schon gespannt. Aber vor der stürmischen Begrüßung steht noch der Gang zur Schutzmantelmadonna an. Simone trägt das Pilgerkreuz voran und führt die Gruppe in die Kapelle.

Die letzten Meter – immer noch fröhlich und laut singend

Nach einer Woche mit täglich über 20 km gelaufenen Kilometern dürfen alle stolz sagen: Ich hab’s geschafft! Und geschafft sind alle auch im wahrsten Sinne des Wortes.

Da hat Pfarrer Kotzur es so schön vorbereitet: Das Evangelium vom Tage erzählt von der Brotvermehrung. „Das passt doch wie die Faust auf’s Auge zu uns!“ beginnt der zukünftige Diözesanjugendseelsorger seine Predigt. Aber keiner kann mehr erklären, warum das so ist. Da ist nur noch Erschöpfung in den Gesichtern der kleinen Pilger zu lesen. Pfarrer Kotzur hat ein Einsehen und lässt einfach noch einmal selbst die wunderbaren Erlebnisse des Teilens, des miteinander Satt-Werdens Revue passieren.

Am Ende der Wallfahrt steht ein gemeinsamer Gottesdienst mit Eltern und Geschwistern

„Ach so!“ – „Daaas meint der Pfarrer!“. Aber jetzt ist auch alles egal. Draußen warten Würstchen und Salate, Kuchen und Gemüse-Sticks. Es wartet natürlich auch der Badesee, und der will ja auch noch besucht werden – trotz des drohenden Regens.

Domvikar Christoph Zimmermann, geistlicher Leiter des Christian-Schreiber-Hauses, segnet die Kinder mit Weihwasser und entlässt sie nach den Tagen des Pilgerns wieder in den Alltag.

„Wer vom Regen noch nicht nass ist, wird es jetzt!“ – Domvikar Zimmermann segnet die Pilger mit Weihwasser.

Jetzt noch schnell essen, dann noch schnell zusammen spielen. Dann auf jeden Fall noch ganz kurz baden! Die abholenden Eltern kennen das schon: Die letzten Minuten sind ausgefüllt mit allem, was noch unbedingt zusammen getan werden muss. Keiner möchte als erstes gehen. Am Nachmittag erst löst sich die Gruppe auf.

„Bis nächstes Jahr!“ – „Wann kann ich mich für die nächste Wallfahrt anmelden?“ – „Wem gehört dieses Handtuch?“ – „Wo ist eigentlich die Pilgerkerze?“ – „Ich schreib dir ’ne Mail!“

Liebe Pilger! Wir freuen uns auf euch – im kommenden Jahr!

 

Tag 6: Was für eine Woche!

Sonntag, 29. Juli 2012 von Daniela Dicker

Lena und Josi, vorher/nachher – eine Teamer-Bilanz

Heilfroh sind Lena und Josi (beide 16), dass sie bald wieder in ihren eigenen Betten schlafen dürfen. „Man hat doch ganz schön viel Verantwortung“, findet Lena. Erstmals ist sie (eine Pilgerin der ersten Stunde) als Helferin mit auf der Reise. „Das ist ganz was anderes, als nur zu pilgern.“

Mal aus der Warte eines Betreuers betrachtet, bekommt das Pilgern einen noch höheren Stellenwert. „Die Kinder haben es gut!“ sagen beide Helferinnen übereinstimmend. „Die wissen gar nicht, was hinter den Kulissen alles gemacht wird.“

Viele fleißige Hände sorgen dafür, dass die kleinen Wallfahrer sich ausschließlich aufs Pilgern konzentrieren können. Für die Begleitenden ist das nicht immer einfach. „Das Laufen, das Mit-Pilgern, ist viel anstrengender“, meint Josi. „Man ist nicht so drin. Man kann nicht abschalten.“

Lena verarztet Johan

Wenn dann auch noch – wie bei dieser Wallfahrt erstmals – zwei Kinder ins Krankenhaus müssen, bleiben auch den Betreuern nur wenig Kraftreserven.

Glücklicherweise ist das Betreuerteam erfahren und schafft es, auch jetzt noch die vielen kleinen schönen Momente herauszukitzeln und ihnen einen besonderen Stellenwert zu geben.

Immer wieder sind es die Überraschungen am Wegesrand, die der Pilgergruppe neuen Schwung geben. Heute war es die freundliche Frau am Gartenzaun, die auch wieder ungefragt Äpfel, Wasser für die Trinkflaschen und ihre Toilette angeboten hat. Dankbar nimmt die Gruppe diese Geschenke immer wieder an.

„Hey! Da steht was über uns im Internet!“

Dass sie zusammen schon so viel schönes erlebt haben, wird ihnen noch bewusster, als erstmals Pfarrer Kotzur bei der vorletzten Station aus diesem Blog vorliest. Nicht überall war Internet-Empfang. Hier aber klappt es.

Die letzte – sehr kurze – Etappe liegt vor den Kindern. Veranschlagt sind noch einmal zwei Stunden, die am Sonntag gelaufen werden, bevor der Wallfahrtsort erreicht ist. Das Pilgerkreuz mit den Wallfahrtsanliegen der Kinder wird zur Schutzmantelmadonna getragen, und dann wird ein richtig schöner Gottesdienst mit den Eltern und Geschwistern gefeiert, bevor wir als Gruppe ein letztes Mal zusammen essen.

Die Seite mit den Pilgerstempeln ist fast voll. Am heutigen Samstag war sogar ein Stück des Jakobswegs dabei. Zufrieden, müde, glücklich, erschöpft … Keiner weiß so recht, wie es ihm jetzt gerade geht.

Nun also eine letzte gemeinsame Nacht in der Pfarrei Maria Hilf in Herzfelde. Pater Bumann hat die Pilgergruppe gesegnet und allen eine gute Nacht gewünscht. Dann kann ja nichts mehr schief gehen!

Der vorletzte Etappen-Stempel im Pilgerheft

 

Tag 5: Sind es wirklich nur noch zwei Tagesstrecken? Ach nö!!!

Samstag, 28. Juli 2012 von Daniela Dicker

Eine der letzten Etappen ist erreicht.

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? „Paulchen Panther“ kennen unsere kleinen Pilger nicht mehr. Aber das Gefühl, dass Ihnen die Zeit wegläuft, kennen sie sehr wohl. Simone (12) kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass wirklich nur noch zwei Etappen zu laufen sind.

Eincremen gegen die Sonne muss sein – Therese, Annika und Simone (alle 12) haben ihre ganz eigene Methode entwickelt.

Auch wenn man es sich beim Betrachten des einen oder anderen Fotos nicht gleich vorstellen kann: Das Spielen, Baden, Lachen, Zusammensein hat hier einen noch tieferen Grund und Sinn als üblicherweise. Da bolzen ein paar Kinder mit einem Ball über die Wiese, andere bewerfen sich mit Gras oder testen ihre Fähigkeiten, auf einer „Slackline“ zu balancieren.

Mitten aus dem Spiel heraus sind tiefgründige Gespräche möglich, erwischt man sich selbst und die Kinder beim Philosophieren. Dass ein Tag damit beginnt, um sechs Uhr von der Kirchenglocke geweckt zu werden, ist für echte Pilger natürlich kein Problem! Wenn dann noch so ein unvergesslicher Streckenabschnitt vor der Gruppe liegt, wie heute, ist das kaum noch zu verbessern.

Vorsichtiges Laufen auf einem stillgelegten Bahngleis

Schritt für Schritt – langsam und beständig – geht es vorwärts auf der stillgelegten Bahntrasse. Konzentriertes Laufen (man muss ehr kleine Schritte machen, um jeweils die Eisenbahnschwellen zu treffen) und Balancieren auf einem Gleis unterstützen auf erstaunliche Weise die Fokussierung auf sich selbst und auf das hier Erlebte.

Im Schlafsaal zu übernachten, finden Therese, Annika und Simone schöner als zu Hause alleine einzuschlafen. So können sie sich noch lange über die Highlights des Tages unterhalten. Heute vielleicht darüber, dass sogar zwei Mal (mittags und abends) ein See zum Baden einlud – einer sogar mit einem 5m-Sprungturm!

Erfrischt an Leib und Seele

Auch wenn sie wirklich noch lange nicht nach Hause möchten, freuen sich doch alle drei auf die Ankunft in Alt Buchhorst. Wenn die Friedensglocke den Wallfahrern den Weg läutet, fühlen sie sich dort ganz besonders willkommen!

„Das kann mir keiner mehr wegnehmen, das macht mir auch so leicht keiner nach!“ Simone weiß: Sie wird stolz sein. Übermorgen, wenn keine Tagesetappe mehr übrig ist. Schon letztes Jahr ist sie nach einer Woche Pilgern glücklich in Alt-Buchhorst angekommen. Anstrengend findet sie es auch. Klar. Aber „Man gewöhnt sich ans Laufen.“

 

Tag 4: Es ist immer wieder ganz neu und anders

Freitag, 27. Juli 2012 von Daniela Dicker

Die Abendandacht ist vorbei. Dank, Gebet und Freude hatten ihren Platz. Und doch: Der aufregendste Moment dieses Tages liegt noch vor der Pilgergruppe. Wer möchte, darf draußen schlafen – ganz dicht an der Kirchenmauer. „Wenn Wind ist, kommt kein Regen!“, hat der Pfarrer gesagt. Na dann …

20 Badetücher - ein gewohntes Bild für Helene und Katharina

Heute ist Halbzeit bei dieser Wallfahrt. Oder „Bergfest“? Dass es aber auch ab jetzt nicht nur bergab geht, wissen Helene und Katharina (beide 13) nur zu gut. Als alte Pilgerhasen sind sie jetzt das vierte bzw. fünfte Mal dabei. Und trotzdem: Es ist nie langweilig!

„Es sind doch immer wieder neue Leute dabei“, meint Katharina. „Und wir gehen andere Strecken“, legt Helene nach. In diesem Jahr gefällt es ihnen besonders gut. Es sind ein paar weniger Kinder dabei als im Vorjahr. Das fördert ein intensiveres Miteinander.

Gemeinschaft auch im Spiel nach dem langen gemeinsamen Weg

„Hallo du, nimm diesen meinen Schuh …“ – dieses Spiel gehört fast schon traditionell zu den Wallfahrten und wird gerne auch bis zum Schlafengehen ausgedehnt.

Überhaupt: Wenn es irgendetwas gibt, das unsere Fußwallfahrten besonders gut charakterisiert, dann ist es das kaum zu beschreibende Gemeinschaftsgefühl, das innerhalb kürzester Zeit entsteht und ausnahmslos jeden mit einbezieht.

Wer das Kreuzzeichen vielleicht noch nicht so gut kann, möchte es lernen und „dazu gehören“. Auch nach dem Rosenkranz-Beten auf der Strecke finden viele intensive Gespräche unter den Kindern statt. Und dann sind wieder die „alten Hasen“ mit ihrer Pilger-Erfahrung gefragt. Sie nehmen die „jungen Hüpfer“ mit auf den Weg und lassen sie vieles entdecken.

Wer singt, betet doppelt! (Augustinus)

Noch nie standen so viele Lieder zum gemeinsamen Singen im Pilgerheft, wie dieses Jahr. Und immer gibt es auch ein paar Highlights. „Ich singe für die Mutigen“ finden Helene und Katharina echt klasse. Da geht es darum, etwas für andere zu tun. So wie der Fremde in der Mittagspause, der zum Freund der Pilger wurde.

Helene hatte ihn aus der rastenden Gruppe heraus freundlich gegrüßt. Er grüßte nicht nur zurück, sondern bewirtete die Gruppe mit Äpfeln, gab ihnen zu trinken und ließ sie sogar in seinem Haus die Toilette benutzen.

„Da denkt man sonst gar nicht so viel drüber nach,“ sagt Katharina „über diese Werke der Barmherzigkeit. Aber wenn man mal aufpasst, dann sieht man das ganz oft am Tag, dass da jemand ist, der was mit einem anderen teilt.“

Miteinander unterwegs – sich selbst und Gott entdecken

Mal sehen, wer heute vom Laufen träumt. Schlafend unter freiem Himmel, im Schatten der Kirchenmauern von St. Laurentius in Wriezen. Morgen werden wir es wissen.