Und plötzlich ist alles vorbei!? – Was bleibt?

Montag, 19. September 2016 von Katharina

Ihr Lieben,
da war dieser Plan: „Über … und … und … könntest du doch noch schreiben.“ Tja, und wie es immer so war und ist und sein wird: ein Plan bedeutet noch nicht das ERLEDIGT. Und dann?
Dann begann das große Rennen gegen die Zeit und das verzweifelte Hoffen, dass ich mich Tag für Tag nur im Datum getäuscht hatte und der Rückflug noch nicht so nahe wäre.
Doch vergeblich, ich hatte mich nicht getäuscht…
Die letzten Tage brachen schlaflos, stressig und etwas bedrückend über mich herein. Ich muss ehrlich zugeben, dass sich meine Heim-Kommens-Freude zunächst in Grenzen hielt. Das lag weniger daran, dass ich etwa meine Familie nicht wiedersehen wollte, sondern viel mehr daran: Worauf freut man sich beispielsweise nach einem Urlaub? Wieder im eigenen Bett schlafen, wieder die vertrauten 4 Wände spüren, in bekannte Strukturen zurückkehren, mit Freunden Kaffee trinken oder Verwandte anrufen und vom Urlaub erzählen. Und ich? Ich kam nicht vom Urlaub zurück, sondern ich musste meine Heimat zurücklassen, um in meiner Heimat anzukommen. Klingt wie ein Paradoxon? So hat es sich auch angefühlt. Ich hatte AUCH in Nicaragua mein eigenes Bett, meine vertrauten 4 Wände, vertraute Strukturen, Freunde und auch eine Familie.

letzte Impressionen aus dem Mädchenheim

letzte Impressionen aus dem Mädchenheim

Doch spätestens in Amerika packte mich dann doch ein wenig die Vorfreude und der Empfang war mehr als königlich : )

Mit dem Sonnenaufgang hoch über den Wolken, kam die Vorfreude auf all die Lieben, die so lange auf mich gewartet hatten

Mit dem Sonnenaufgang hoch über den Wolken, kam die Vorfreude auf all die Lieben, die so lange auf mich gewartet hatten

Und was bleibt nun?

Die Motivation weiterzumachen, weiterhin die Augen offenzuhalten. Offen zu sein für Abenteuer und Herausforderungen. Die Begeisterung sich für andere einzusetzen. Die Faszination für Neues und Unbekanntes. Die Dankbarkeit für so unglaublich viel Gastfreundschaft, Geborgenheit, für jeden noch so kleinen Moment und dafür, den Zauber Nicaraguas gespürt zu haben. Und die Gewissheit eine zweite Heimat, eine zweite Familie, 30 „Töchter“ und unzählige Verbündete gefunden zu haben.

Was außerdem bleibt, ist DIE Antwort auf die Frage „Warum dieses Jahr mit den Sternsingern machen“?

Que canten los niños, que alcen la voz,
que hagan al mundo escuchar;
que unan sus voces y lleguen al sol;
en ellos está la verdad.
que canten los niños que viven en paz
y aquellos que sufren dolor;
que canten por esos que no cantarán
porque han apagado su voz…


„yo canto para que me dejen vivir“.
„yo canto para que sonría mamá“.
„yo canto por que sea el cielo azul“.
„y yo para que no me ensucien el mar“.
„yo canto para los que no tienen pan“.
„yo canto para que respeten la flor“.
„yo canto por que el mundo sea feliz“.
„yo canto para no escuchar el cañón“.

„yo canto por que sea verde el jardín“.
„y yo para que no me apaguen el sol“.
„yo canto por el que no sabe escribir“.
„y yo por el que escribe versos de amor“.
„yo canto para que se escuche mi voz“.
„y yo para ver si les hago pensar“.
„yo canto porque quiero un mundo feliz“.
„y yo por si alguien me quiere escuchar“.

Die Kinder sollen singen und ihre Stimmen erheben, damit sie die Welt zum Zuhören bringen.
Sie sollen ihre Stimmen vereinen und leuchten, denn in ihnen liegt die Wahrheit.
Es sollen die Kinder singen, die in Frieden leben, für diejenigen die unter Schmerz leiden und für diejenigen, die nicht singen können, weil man ihnen die Stimme verboten hat…


„Ich singe, damit man mich leben lässt.“
„Ich singe, damit meine Mama lacht.“
„Ich singe, damit der Himmel immer blau ist.“
„Und ich, damit das Meer nicht verschmutzt wird.“
„Ich singe für diejenigen, die kein Brot haben.“
„Ich singe, damit die Blumen respektiert werden.“
„Ich singe, damit die Welt glücklich ist.“
„Ich singe, um die die Kanonen nicht zu hören.“


„Ich singe, damit der Garten grün ist.“
„und ich, damit niemand mir die Sonne ausknipst.“
„Ich singe für die, die nicht schreiben können.“
„Und ich für die, die Liebesgedichte schreiben.“
Ich singe, damit meine Stimme gehört wird.“
„und ich, um zu sehen, ob ich sie zum Denken bringen kann.“
„Ich singe, weil ich eine glückliche Welt haben will.“
„und ich, falls mich jemand hören möchte.“

DESHALB!!!! Um den Gesang der Kindern, der in Deutschland begann, in die Welt zu tragen und ihn von immer mehr Orten ertönen zu lassen, damit die Welt am Ende für alle ein kleines Stück besser werden kann!

Und bevor ich mich nun verabschiede, möchte ich DANKE sagen:

Danke an alle, die mit ihren Spenden, ihrer Unterstützung, ihren wundervollen Worten, dem Zuhören und dem Einfach-an-mich-Denken ein Teil dieses unvergesslichen Jahres waren. Danke an das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und missio, die in der Vorbereitung, der Begleitung und der Nachbereitung nicht nur für mich, sondern auch für die 25 anderen Freiwilligen da waren und mit Rat und Tat zur rechten Zeit am rechten Ort waren. Danke an euch alle, dass ihr mit Freude und Neugier diesen Blog verfolgt habt. Danke an diejenigen, die nach meiner Rückkehr und auch jetzt für mich da sind und die mir geduldig und interessiert zuhören. Y finalmente gracias a todos ustedes que me hicieron amar a Nicaragua – por siempre estáran en mi corazón!!!

Abschied am Flughafen

Abschied am Flughafen

Was bleibt, sind Erinnerungen an ein riesen Wunder und die Gewissheit, etwas Unvergessliches gelebt zu haben.
Mein Jahr als Freiwillige in Nicaragua ist zwar vorbei, aber die Spuren, die es hinterlässt, werden hoffentlich noch lange nicht abreißen.

So wie ein nicaraguanischer Freund sich von mir verabschiedete, so möchte ich mich auch von euch verabschieden:

HASTA SIEMPRE!

BIS IMMER! 😀

Dankbare Grüße
Katharina

 

Endlich Regen!

Dienstag, 07. Juni 2016 von Katharina

Vor einigen Tagen haben wir es noch für völlig unwahrscheinlich gehalten, aber er ist tatsächlich auch endlich hier angekommen: Der REGEN. Wie durch ein Wunder hat es nun 3 Tagen fast ununterbrochen geregnet. Ein Segen für alle: für die Pflanzen, die Tiere, die Menschen, …

Seit September hatte kaum einen Tropfen gegeben. Es ist alles furchtbar trocken und braun, aus umliegenden Dörfern gibt es bereits Nachrichten von extremer Wasserknappheit, der ständige Staub wird nicht nur zum täglichen Ärgernis, sondern vor allem auch zur häufigen Krankheitsursache und die Hitze ist erdrückend. Mit den Regen hält die Farbe Grün wieder Einzug die Umgebung.

Ist es nicht wunderbar,
an diesem Tag zu sein.
Es ist ein Privileg,
erachte es nicht als klein.

Und er tut auch heute noch Wunder,
Stunde um Stunde,
Tag für Tag.
Tut der Herr heute noch Wunder,
Stunde um Stunde,
Tag für Tag.
Tag für Tag.

Das wird Wunder sein,
weder zu groß, zu klein.
Lebe die Zeit in Perspektive Ewigkeit.

Denn der Herr tut heute noch Wunder,
Stunde um Stunde,
Tag für Tag.
Tut der Herr heute noch Wunder,
Stunde um Stunde,
Tag für Tag.
Tag für Tag.

Tatsächlich lebe ich hier jeden Tag eine Aneinanderreihung von kleinen und großen Wundern und kann gar nicht in Worte fassen welche unendliche Dankbarkeit ich dafür empfinde. Ich hätte also schon mehr als 300 Tage Zeit gehabt dieses Lied zu singen. Zu meinem Erstaunen jedoch geht es mir erst seit 2 Tagen nicht mehr so richtig aus dem Kopf.

Wie oft habe auch ich mich in Deutschland lautstark über die ekligen, nicht enden wollenden und einfach grauen Regentage aufgeregt. Und ich gebe auch ehrlich zu, dass ich die vielen nicaraguanischen Sonnentage in vollen Zügen genieße. Es wird – glaube ich – nicht umsonst von der psychologisch positiven Auswirkung der Sonne gesprochen. Ich meine sie gefühlt zu haben, denn schlechte Laune gehört hier eigentlich nicht in meinen Wortschatz 🙂

Doch irgendwann kommt der Moment, wo man einfach einmal der drückenden Hitze, die jeden Tag gefühlt noch eine kleine Schippe drauflegt, entkommen mag. Jetzt nicht lachen, aber ich habe tatsächlich einen Nachmittag mit meiner Gastfamilie einen Ausflug zum Supermarkt gemacht, denn dort gibt es eine Klimaanlage… Aber so ganz zufriedenstellend war das auch nicht – jedenfalls nicht langfristig gesehen – weil wir nach dem Rückweg bereits wieder verschwitzt waren…

Deshalb war der erste Regentag auch so ein kleines und gleichzeitig großes Wunder. Denn erst in dem Moment, als es so richtig anfing, habe ich gemerkt, dass es doch in den letzten Monaten gefehlt hat
Und kaum fängt es zu regnen und gleichzeitig abzukühlen an, spüre ich eine ungewohnte Frische. So schnell kann man sich an Hitze gewöhnen… Ja, das mag komisch klingen, aber ich friere bei kühlen 28°C. Und intuitiv frage ich mich, wie das wohl erst in Deutschland werden soll!? Diesen Gedanken schiebe ich allerdings schnell wieder beiseite, kuschele mich in eine Strickjacke und lausche auf das Trommeln der Wassermassen auf dem Wellblechdach des Hauses (nicht mal ein Gespräch am Esstisch ist bei dieser Lautstärke möglich) und schaue fasziniert dabei zu wie sich in wenigen Minuten unser Hof in einen einzigen See verwandelt.

D

Diesen Regen hält so schnell nichts auf 😀

Da mag man nicht mal mehr in den Hof gehen

Da mag man nicht mal mehr den großen Zeh in den Hof strecken

Betreten nur mit Schwimmflügeln gestattet!?

Wo ist das Schild: Betreten nur mit Schwimmflügeln gestattet!?

Das Wunder Regen!

 

Nicaragua hat zwei Sternsinger

Mittwoch, 01. Juni 2016 von Katharina

Erinnert ihr euch noch an meinen allerersten Bericht?
Nein, ich spiele nicht auf das Packchaos und auch nicht auf die Aussicht über Grönland an.
Ich beziehe mich auf den kleinen Hinweis, dass ich nicht allein unterwegs war. Damals sind zwei aufgeregte und abenteuerlustige Damen in die weite Welt aufgebrochen.
Und seitdem??? Tja, das war dann so eine Sache: Die eine hier, die andere dort und das Vorhaben des gegenseitigen Besuchens habe wir irgendwie immer wieder verschieben müssen – Bis jetzt.

Elisabeth lebt und arbeitet seit vergangenem Herbst in Juigalpa, einer kleinen Stadt etwa 4 bis 5 Busstunden von Granada entfernt auf der anderen Seite des Nicaragua-Sees.

über das Problem Luftlinie - Straße reden wir lieber nicht, aber Umwege erweitern ja bekanntlich den Horizont

über das Problem Luftlinie - Straße reden wir lieber nicht, aber Umwege erweitern ja bekanntlich den Horizont

Juigalpa von oben

Juigalpa von oben

Ein langes Wochenende (zu Ehren des Muttertags) konnte ich mir also nicht entgehen lassen und habe mich kurzerhand auf den Weg gemacht.
Natürlich ging es wieder erst einmal in die Hauptstadt, denn hier gibt es wenige überregionale Busverbindungen, die nicht die Hauptstadt kreuzen.
Mit dem Verlassen der Hauptstadt wurde es immer grüner. Da die Region um Juigalpa für die ausgeprägte Rinderzucht bekannt ist, gibt es folglich also viele Grünflächen.

grün

grün

) das tut gut, wenn man aus dem trockenen Granada kommt

und noch mehr grün 🙂 das tut gut, wenn man aus dem trockenen Granada kommt

Natürlich haben wir die gemeinsame Zeit vor allem zum Quatschen und gemeinsamen Entspannen genutzt. 🙂

Ich hatte aber auch das Glück, Elisabeths Projekt kennenzulernen. Das Projekt versucht Kindern und Jugendlichen aus Juigalpa durch Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe die Bildungschancen zu verbessern und durch Freizeitangebote die persönliche Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Im Zentrum dürfen die Kinder einfach Kinder sein.

Einige Eindrücke aus dem Zentrum

Einige Eindrücke aus dem Zentrum

Es war einfach wunderbar wieder einmal ein anderes Gesicht Nicaraguas kennenzulernen und festzustellen, das Nicaragua eben nicht nur das ist, was ich hier erlebe. Nach Juigalpa verirren sich – ganz im Unterschied zu Granada – kaum Touristen. Natürlich fällt da eine „Weiße“ mehr in der Stadt sofort auf und ich wusste im ersten Moment nicht, was die größere Attraktion war: Eine kleine Pferdeparade oder ich mit meinem Rucksack. 🙂

Ein kleiner Park mit dem Mais-Brunnen in der Mitte, denn der Mais wird allgemein als Grundnahrungmittel in Ehren gehalten

Ein kleiner Park mit dem Mais-Brunnen in der Mitte, denn der Mais wird allgemein als Grundnahrungmittel in Ehren gehalten

Eine Straße ins scheinbare "Nichts" - im bergigen Juigalpa kein seltenes Phänomen

Eine Straße ins scheinbare "Nichts" - im bergigen Juigalpa kein seltenes Phänomen

Juigalpa ist außerdem bekannt für Rodeos und den "Cowboystil"

Juigalpa ist außerdem bekannt für Rodeos und den "Cowboystil"

mit Elisabeths Mitarbeiterin und ihren Töchtern

mit Elisabeths Mitarbeiterin und ihren Töchtern

zwei Sternsinger in Nicaragua

zwei Sternsinger in Nicaragua

Wie es aber immer so ist, dann vergeht die Zeit am allerschnellsten, wenn sie gerade ruhig etwas langsamer gehen könnte…
Und so bin ich wieder in Granada mit der Gewissheit meine vorletzte Reise bereits hinter mir zu haben…
Ein komisches Gefühl!

Wer findet den Leguan?

Abschlussrätsel: Wer findet etwas anderes als Blätter? und: Was ist es?

Ich grüße euch ganz lieb aus dem warmen Nicaragua
Katharina

 

37, 15, 42 – Bingo!!!! Oder: ein arbeitsschweres Wochenende

Montag, 23. Mai 2016 von Katharina

Ihr glaubt nicht, dass auf einem Gelände, gebaut für 30 Kinder, 5 Ordensschwestern und ein bisschen Personal, Platz für 800 Menschen ist??? – Falsch gedacht!!! Das geht tatsächlich. Es ist zwar etwas eng, aber als ob das hier jemanden stören würde…
Anfang Dezember habe ich schon einmal vom „großen Bingo“ berichtet.
Was ihr bereits im Allgemeinen wisst:

Das Bingo findet halbjährlich statt und ist eine der wichtigsten Einnahmequellen

Es kommen eine Menge begeisterte Menschen, die den ganzen Tag geduldig spielen und es gibt wirklich lohnenswerte Preise (der Hauptgewinn ist ein Fahrrad)

Für uns als Personal gibt es eine riesige Menge Arbeit

Es gibt nicht nur das Bingo, sondern auch einen Kleidungsverkauf und einen großen Basar

Hinterher sind alle völlig fertig, aber zufrieden und haben sich das Ausruhen redlich verdient

Nun aber wollt ihr ja sicher auch noch einiges Neues wissen:

Was passiert mit den Mädchen an diesem Wochenende?
– Die Kleinen werden Donnerstag in ein verlängertes Wochenende geschickt, damit sich das Team auf die Vorbereitungen konzentrieren kann. Die größeren helfen fleißig mit. Am Bingotag selbst hefen die größeren im Verkauf und die kleineren sind für das Drehen der Zahlentombola zuständig.

Wer hilft noch alles mit?
– Neben den größeren Mädchen hilft natürlich das gesamte Mitarbeiterteam mit: Das Büro der Psychologin wir kurzerhand zum Second-Hand-Kleidungs-Laden umgebaut und alle helfen mit beim Putzen, Aufräumen, Aufbauen und Vorbereiten. Die Schwestern haben über alles den Überblick und geben die Anweisungen während sie selbst noch die letzten Sachen organisieren. Die Novizinnen von der Schwesterngemeinschaft eilen zu Hilfe und außerdem packen Freunde und Unterstützer des Heims mit an. Am Bingo-Tag selbst helfen außerdem die Eltern der Mädchen beim Verkaufen mit.

Was gibt es zu essen?
– Es gibt alles Mögliche: frittierte Yuka-Bällchen mit Honig (Bunuelos), Kochbananenchips mit Käse, Kafffee und Kuchen, gegrilltes Hühnchen und gegrillte Fleischspieße, Kuhmagen-Suppe (sopa de mondongo) vieles mehr! Dazu Limo, Wasser, Cola und Säfte.

Woher kommen die Sachen aus dem Kleidungsverkauf und dem Basar?
– Das ganze Jahr über bekommt das Heim „Madre Albertina“ riesige Mengen an Sachspenden aus aller Welt, denn die Mädchen brauchen ja auch eine Menge an Dingen. Doch in Wirklichkeit können sie gar nicht alles selbst verbrauchen, was sie geschenkt bekommen. Deshalb werden Sachspenden großzügig geteilt in Dinge, die die Mädchen brauchen, und Dinge die zu viel sind. Dieses „zu viel“ wird dann im Kleidungsverkauf und im Basar verkauft.

Woher kommen die Bingoprämien?
– Viele Organisationen, die das Heim kennen, und Freude, spenden extra für das Bingo die Prämien. Sei es nun der persönliche Kontakt zum Chef des nahegelegenen Supermarktes, der uns zu Geschenkkörben verhilft oder der enge freundschaftliche Kontakt zu einem Unternehmen, das Spenderanfragen aus Nicaragua in die Vereinigten Staaten zu Spenderangeboten vermittelt.

Wie geht das mit dem Bingo überhaupt?
– Jeder hat vor sich eine Bingokarte liegen mit 25 Zahlen zwischen 1 und 75. Vom Spielleiter werden nach und nach in zufälliger Reihenfolge Zahlen genannt und es heißt AUFMERKSAM SEIN, denn wenn eine der Zahlen auf der eigenen Karte genannt wird, dann wird dieses Feld abgedeckt (egal ob mit Geldmünzen, Knöpfen, Steinen oder Maizkörnern). Gewonnen hat derjenige, der zuerst alle Zahlenfelder auf seiner Karte abgedeckt hat und „BINGO“ ruft! Variationen können sein: es muss nur eine Zeile oder Spalte abgedeckt sein ODER es müssen alle Vier Eckfelder bedeckt sein.
Wie kommt der Spielleiter aber zu den Zahlen? – Dafür ist die Tombola zuständig. Diese enthält Tischtennisbälle mit den Zahlen von 1 bis 75 und wird gut durchgerührt. Dann werden der Reihe nach Zahlen herausgezogen und diese vom Spielleiter laut vorgelesen.

Vorbereitung der Kuhmagenstücke für die Suppe

Vorbereitung der Kuhmagenstücke für die Suppe

Bis in die Nacht dauerten die Vorbereitungen an

Bis in die Nacht dauerten die Vorbereitungen an

Eltern...

Alle helfen mit: Eltern...

... die größeren Mädchen ...

... die größeren Mädchen ...

)

.. und auch die Kleinen. 🙂

alle Mühe hat sich gelohnt, wenn man den Spaß der Menschen am Spielen sieht

alle Mühe hat sich gelohnt, wenn man den Spaß der Menschen am Spielen sieht

Neben all dieser Aufregung schien das kleine Konzert, das wir mit einigen Freunden auf die Beine gestellt haben, fast unterzugehen. Mit 2 Gitarren, Klavier, Cello und viel Gesang konnten wir einige Hits und vor allem viele selbstgeschriebene Lieder präsentieren und das kleine, aber sehr begeisterte Publikum erfreuen. Trotz der zusätzlichen Ermüdung, hat es den Bingo-Tag mit einem nicht entspannten, aber dennoch fröhlichen Abend abgerundet. So brauchte ich absolut gar kein schlechtes Gewissen zu haben, dass ich den folgenden Montag quasi nur zwischen meinem Bett und der Hängematte gependelt bin 😀

und exclusiv für euch eine kleine Hörprobe 🙂
sabes-que

Ich grüße euch ganz lieb aus der sonnigen Ferne!
Katharina

 

Ein Pflänzchen, das sich Glauben nennt

Donnerstag, 12. Mai 2016 von Katharina

Alles muss klein beginnen…: Von 10 neuen Mädchen zu Beginn dieses Jahres waren 6 noch nicht getauft. Für die Schwestern ist das zum Glück jedoch keine Hürde, denn für die zählt in erster Hinsicht der Auftrag der Ordensgründerin: „Denen helfen, die Hilfe brauchen.“ Klein und auch schon etwas größer waren deshalb die 5 Mädchen, die in diesen Tagen im Mädchenheim getauft wurden. Dafür waren Eltern, Paten und Familie eingeladen und der Pfarrer kam extra ins Heim. So fangen sie nun ganz klein ihren Glaubensweg an.

Lass etwas Zeit verrinnen: So wie man einem Pflänzchen Zeit geben muss, damit es sich in seiner Umgebung einfinden und wachsen kann, so muss das auch mit dem Glaube geschehen. Den Kindern den Glauben zu zeigen und ihre Neugierde und Begeisterung dafür zu wecken, dafür erklären sich in der Taufe Eltern und Paten bereit. Stück für Stück wachsen die Kinder in die Glaubensgemeinschaft hinein. Teil dieses Kennenlernens und Hineinwachsens ist auch die Erstkommunion.

Es muss nur Kraft gewinnen: Als ich mich habe firmen lassen, hatte ich das Gefühl mich selbst, aus freier Entscheidung und Überzeugung für ein Leben als Christin zu entscheiden. Es fühlt sich gut an, statt „Meine Eltern haben das so entschieden.“ sagen zu können „Das wollte ich so.“ Es gibt einem selbst Kraft und Bedeutung. Genau diese Entscheidung haben drei Mädchen getroffen.

Und endlich ist es groß: Als kleine Vorgeschichte muss man hier erwähnen, dass in Nicaragua – besonders für die Mädchen – der 15. Geburtstag besonders wichtig ist. Das kommt historisch gesehen daher, dass traditionell an diesem Tag das Mädchen zur jungen Frau wird und das erste Mal der Nachbarschaft auch als solches präsentiert wird. Das bedeutet ein pompöses Fest, zu dem das „junge Fräulein“ am Arm des Vaters durch die Nachbarschaft geführt wird und vor allen Freunden, Bekannten und Verwandten den ersten Walzer tanzt.

Um diese Begebenheiten gebührend zu feiern gab es eine RIESENFETE. Freunde, Familie, Paten, Mitarbeiter, … alle waren eingeladen und nach dem großen Festgottesdienst gab es Musik, Tanz, Piñata (für die Kinder), Buffet, Kuchen, viele Fotos und einfach fröhliches Zusammensein.

Mmmmh - Kuchen anschneiden!

Mmmmh - Kuchen anschneiden!

Die Geschichte der Piñata:

Die Pappmascheepuppe gut festbinden und alle in Position gehen

Schritt 1: Die Pappmascheepuppe gut festbinden und alle in Position gehen

Tanzen, tanzen und schon mal das Ziel anpeilen

Schritt 2: Tanzen, tanzen und schon mal das Ziel anpeilen

Im richtigen Moment zuschlagen und die Puppe möglichst präzise treffen

Schritt 3: Im richtigen Moment zuschlagen und die Puppe möglichst präzise treffen

)

Schritt 4: Über die herunterfallenden Süßigkeiten herfallen 🙂

Neben all dem ist der Festtag selbst zum Gedenken an die Ordensstifterin und Namensgeberin des Mädchenheims „Mutter Albertina“ fast ein wenig untergegangen… Kleine Aktionen, wie ein selbstausgedachtes Theaterstück über die Kindheit von „Mutter Albertina“, selbstgebastelte Poster und eine Feierstunde mit Gebet und Gesang erinnerten jedoch jeden Tag ein bisschen daran.

Die Freude und der Stolz dieser Tage haben mir so manche Gänsehaut und der Gedanke an einen baldigen Abschied schon so manchen melancholischen Moment beschert.

Und nein, der Eindruck täuscht nicht: Momentan fühlt es sich so an, als rutschten wir von einer Feierlichkeit in die nächste. Natürlich bedeutet das auch manchmal, dass ich da das ein oder andere Stündchen länger arbeite, um mit den Vorbereitungen rechtzeitig fertig zu werden, aber Zeit zum Ausruhen habe ich schließlich auch noch in Deutschland genug 😉 Seid also gespannt, was als nächstes folgt!

Bis ganz bald
Katharina

 

Look at the world – Schau dir die Welt an

Dienstag, 26. April 2016 von Katharina

Look at the world, everything all around us
Look at the world and marvel every day.
Look at the world: so many joys and wonders,
So many miracles along our way.

Look at the earth bringing forth fruit and flower,
Look at the sky the sunshine and the rain.
Look at the hills, look at the trees and mountains,
Valley and flowing river, field and plain.

Every good gift, all that we need and cherish.
Comes from the Lord in token of his love

Praise to thee, O lord for all creation.
Give us thankful hearts that we may see
All the gifts we share, and every blessing,
All things come of thee.

Schau dir die Welt und alles um dich herum an,
Schau dir die Welt an und bewundere jeden Tag
Schau sie dir an: so viele Freuden und Wunder,
so viele Wunder an unserem Weg.

Schau dir die Welt an wie sie Früchte und Blumen hervorbringt,
schau dir den Himmel, den Sonnenschein und den Regen an.
Schau dir die Hügel an, sieh die Bäume und die Berge,

Täler, strömenden Flüsse, Felder und Ebenen.

Jedes gute Geschenk, alles, was wir brauchen und schätzen,
kommt von Gott als Zeichen seiner Liebe.

Ehre sei dir, Gott, Herr der Schöpfung.
Gib uns dankbare Herzen, damit wir sehen,

dass alle Gaben, die wir teilen, und jeder Segen,
dass alles von dir gemacht ist.

Es ist zwar schon ein kleines Weilchen her, aber ich möchte euch diese Eindrücke nicht vorenthalten, die mich in der Karwoche völlig „aus den Socken gehauen haben“.
Welche Erwartungen hat man, wenn man auf dem Weg in ein Naturschutzreservat ist?
Ehrlich gesagt, ich weiß es gar nicht mehr, was genau ich eigentlich erwartet oder mir vorgestellt habe.
Und dann:

Erst war da dieser Bus, einer der letzten, die vor den Feiertagen überhaupt in diese Richtung fahren sollte. Ein Gedränge aus Koffern, Taschen, Tüten, Rucksäcken, Körben, Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern, Säuglingen, vorwiegend Einheimische, aber auch einige Touristen, Hühner, Reis- und Bohnensäcke, und vieles mehr. Ich bin inzwischen volle Busse gewohnt, aber so voll habe ich noch keinen erlebt. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass wir so eng standen, dass ich meine eigenen Füße nicht mehr sehen, geschweige denn mich umdrehen konnte.
Dann ging die Fahrt los: 3 Stunden über einen schlechten Feldweg immer weiter in die Natur und in eine Welt, die mir bis dahin fremd und unbekannt war, hinein. Ganz allmählich lichtete sich das Gedränge…
Nach 2 Stunden ergatterten wir endlich einen Sitzplatz und ich konnte aus dem Fenster schauen.
Uns empfing eine Landschaft aus Millionen von Grüntönen, die eine undurchbrechbare Stille ausstrahlte und meiner Vorstellung vom Paradies ziemlich nah kam. Einzelne Hütten zwischen Bananenpalmen, Kaffeeplantagen und grünen Bergen. Und das alles, soweit das Auge reichte. Ich war völlig sprachlos… Irgendwo mitten im Nirgendwo wurden wir von den freundlichen Einheimischen auf unseren „Ausstieg“ aufmerksam gemacht und da standen wir nun: Umringt von Vogelzwitschern und Grün. Und einige Meter weiter: ein friedliches Dörfchen mit Einheimischen, die einzig und allein von dem leben, was sie selbst anbauen und verkaufen und von den wenigen Touristen, die per „Geheimtipp“ den Weg ins Hinterland finden.

Sieht aus wie das Tor in eine andere Welt. Und dann...

Sieht aus wie das Tor in eine andere Welt. Und dann...

Herzlich willkommen in der Natur!

... Herzlich willkommen in der Natur!

glasklares und eiskaltes Bergwasser

glasklares und eiskaltes Bergwasser

da kann man nicht anders als einen Moment zu verweilen, die Gedanken und den Blick schweifen zu lassen und nur zu genießen

da muss man einen Moment verweilen, die Gedanken und den Blick schweifen lassen und einfach genießen

Erst in diesen Tagen ist mir aufgefallen, wie normal für mich das Leben und der Anblick in Granada geworden sind. Das kleine, fast ausgetrocknete und bis zum Rand vollgemüllte „Flüsschen“, an dem man erahnen kann, wer alles morgens seine Wäsche gründlichst gewaschen hat: ist NORMAL. Der Lärm von Händlern, hupenden Bussen, klappernden Autos und Musik: ist NORMAL. Der teils beißende Geruch von Müllfeuern, Abwasser, Abgasen: ist NORMAL. Die Hitze und die stehende Luft: ist NORMAL.
Und genau deshalb konnten wir diese Tage so genießen!
Reißende Flüsse zu sehen, die frische Luft zu spüren (ja, ich habe auch bei 28°C gefroren), das grün zu sehen und die Ruhe zu genießen, tat so gut.

das ist zwar nich das Flüsschen in Granada, aber auch dieses ist wohl kaum als Fluss zu erkennen

das ist zwar nich das Flüsschen in Granada, aber auch dieses ist wohl kaum als Fluss zu erkennen

dieser Unterschied war schon etwas schockierend für mich

diesen Unterschied zu sehen, war schon etwas schockierend für mich

Nicaragua hat so viele Gesichter, dass ich selbst nur ein paar davon kenne. Welches mir am besten gefällt, weiß ich auch nicht. Über jedes einzelne kann ich einfach nur staunen!

Ich wünsche euch, dass auch ihr über den hoffentlich endlich angekommenen Frühling staunen könnt und die kleinen Wunder darin erkennt.
Bis ganz bald – hasta muy pronto
Katharina

 

Wenn ein Traum Wirklichkeit wird

Freitag, 18. März 2016 von Katharina

Mit Erschrecken habe ich festgestellt, wie weit ich bereits in den Verzug geraten bin mit meinen Berichten. Deshalb habe ich leider beschlossen, einige Ereignisse zu überspringen. Aber einen Vorteil hat das Ganze, denn schließlich muss ich mir ja auch etwas aufheben, wäre ja langweilig, wenn ihr schon ALLES wisst 😀

Nur so viel zum Jahresbeginn 2016 (für die Akte) :
Irgendwie hat es bis jetzt gedauert, bis ich mich wirklich im neuen Jahr angekommen fühle. Das Ende eines traumhaften Urlaubs mit meinem Freund, in dem ich Orte gesehen habe, von denen ich niemals geglaubt hätte, dass sie tatsächlich existieren, war leider viel zu schnell herangerückt. Aber immerhin bin ich auch einen Schritt weitergekommen in meinem Wunsch Nicaragua etwas besser kennenzulernen.

Eine faszinierende Stille strahlt dieser Ort aus

Eine faszinierende Stille strahlt dieser Ort aus

Der Karibikstrand auf Corn Island von oben

Der Karibikstrand auf Corn Island von oben

Ob das Inselleben wirklich so idyllisch ist, wie es scheint?

Ob das Inselleben wirklich so idyllisch ist, wie es scheint?

Die Bucht von San Juan del Sur

Die Bucht von San Juan del Sur

Wo hat man schon einmal eine Weiterbildung an so einem Ort erlebt?

Wo hat man schon einmal eine Weiterbildung an so einem Ort erlebt?

)

Und weil ich jede Minute versuche zu nutzen und zu genießen, durfte es auch noch eine Wanderung auf den nahen Mombacho sein 🙂

Für diese Aussicht hat sich jeder Schweißtropfen des Aufstiegs gelohnt - unter uns erstreckt sich Granada

Für diese Aussicht hat sich jeder Schweißtropfen des Aufstiegs gelohnt - unter uns erstreckt sich Granada

Die Mädels kamen am 25. Januar in Heim zurück. Viele vertraute Gesichter, aber auch einige neue und so mussten wir uns alle wieder neu einleben und man hatte vor allem das Gefühl, dass die Mädchen sich untereinander und auch die Situation im Heim erst wieder neu kennenlernen mussten. Die ersten Wochen gestalteten sich also als ein großes und buntes Durcheinander mit viel Arbeit und wenig Zeit zum Durchatmen, aber auch mit vielen Überraschungen und ich muss sagen, dass mir das alles über die Ferien auch ein bisschen gefehlt hat. Dann der Beginn des Schuljahres und der neu aufflammende Kampf um die Hausaufgaben und um das Lernen für die ersten Klausuren… Naja, denken wir nur an unsere eigene Schulzeit zurück…
Und jetzt so langsam – pünktlich vor den Osterferien – bekomme ich das Gefühl, dass sich alle wieder aneinander gewöhnt haben, jeder seinen Platz gefunden hat und so etwas wie ein Alltag eingekehrt ist.

Gruppenarbeit zum Thema Hygiene

Gruppenarbeit zum Thema Hygiene

Auch einigen Besuch hatten wir schon - da haben die Mädels schonmal die Freude einer spontanen Balllettstunde

Auch einigen Besuch hatten wir schon - da haben die Mädels schonmal die Freude einer spontanen Balllettstunde

Besonders aufregend war der Ausflug und das Kennenlernen eines anderen Mädchenheims in Granada

Besonders aufregend war der Ausflug und das Kennenlernen eines anderen Mädchenheims in Granada

Während meines Zwischenseminares Anfang März hatte ich nicht nur viele Möglichkeiten zum Austausch und zu neuen Impulsen, sondern hatte auch das erste Mal so richtig Zeit zum Reflektieren und habe angefangen über das vergangene halbe Jahr nachzudenken. Es ist unglaublich, was seit dem passiert ist, was ich gelernt und erlebt habe, wie sich die Dinge entwickelt haben…

Der Traum vom Fliegen

… und wenn du es wieder mal müde bist,

wie eng und begrenzt dein Leben ist,

und die ganze Erde erscheint dir fast

umsponnen von einem grauen Netz,

in dem du dich hilflos verfangen hast,

ein Netz aus Gewohnheit, Gewalt und Gesetz,

ein Netz aus Grenzen von Staat zu Staat,

Grenzen aus Dummheit und Stacheldraht,

Grenzen des Geldes, begrenzte Zeit

Und die Grenzen der eigenen Fähigkeit…

…und wenn du dich wieder mal wund gestoßen

an den Gitterstäben, den kleinen und großen,

und du weißt genau: Du kommst nie mehr vom Flecke,

du bleibst gefangen im engen Raum,

dann hockst du dich nieder in deiner Ecke

und träumst den alten Traum:

Da breitest du weit deine Arme aus

Und ein tiefer Atemzug!

Du schwingst dich empor über Straße und Haus

Im traumhaften Vogelflug.

Du fliegst und du fliegst und du brauchst kein Ziel

Das Dasein selbst ist Glück!

Keine Grenze dort unten bekümmert dich viel,

du möchtest nie zurück.

Es ist alles so einfach. Du wunderst dich kaum.

Und du weißt in deinem Traum: Es ist kein Traum!

Und du fragst dich, warum man es je vergisst,

warum man nicht glaubt daran,

dass man immer so frei wie ein Vogel ist

und in Wahrheit fliegen kann. (Michael Ende)

Als ich gerade einige Dateien auf meiner Festplatte durchstöbere, finde ich überraschend dieses Gedicht. Ich lese es und irgendwie trifft es in so viele Dingen momentan meinen Kern.

Das Gedicht spricht von verfahrenen und gewohnten Strukturen, von Unzufriedenheit und Hilflosigkeit, von Frustration über die eigene Machtlosigkeit, von Grenzen und von der Sehnsucht aus diesem Gebilde auszubrechen.
Wenn ich mich zurückerinnere haben diese Dinge auch eine Rolle für meinen Aufbruch gespielt: ich wollte nach dem Abitur etwas anderes machen als am Schreibtisch zu sitzen und zu lernen – ich wollte etwas mit meinen Händen machen und anpacken. Ich wollte über den Tellerrand schauen und einen kleinen Teil der weiten Welt besser kennenlernen. Ich wollte meine Grenzen, vor allem die in meinem Kopf überwinden. Sicherlich war da im Vorfeld auch viel Angst dabei und die Sorge um die Ungewissheit. Ich wusste nicht, was mich genau erwarten würde, in welches Abenteuer ich mich hineinkatapultieren und wie ich das allein meistern würde. Meine größte Motivation jedoch war der Gedanke irgendwie dem Gefühl der Machtlosigkeit über all das Leid, das uns tagtäglich aus allen Richtungen entgegenschallt, zu entgegenzutreten und einen kleinen, positiven Beitrag zu leisten.

Schließlich habe ich allen Mut zusammengefasst und bin im wahrsten Sinne des Wortes losgeflogen. Ich musste wohl mehr als einen Atemzug machen, um die ganzen Abschiedstränen herunterzuschlucken, aber mit dem ersten Moment hier und ab da immer mehr habe ich mich hier wohl und irgendwie Zuhause gefühlt.
Seitdem bin ich am Schweben, was nicht bedeutet, dass ich mich hier in Höhenflügen befinde, das ganz und gar nicht. Aber ich bin einfach zufrieden. Alle meine Ängste waren unbegründet und das macht mich jeden Tag aufs Neue glücklich und dankbar. Ich habe gelernt mich selbst zu übertrumpfen, aber auch einiges, was mich vom Schweben abgehalten hat, abzuwerfen. Hier treten mir ganz andere Themen entgegen und ich lerne hier ein anderes Lebenskonzept kennen als ich es gewöhnt war. Das hilft nicht nur Dinge wertschätzen zu lernen, sondern auch sich selbst zu reflektieren und vielleicht sein eigenes Lebenskonzept etwas zu verändern. Je tiefer ich in die nicaraguanische Kultur „hineinschnuppern“ kann, desto schwerer fällt es mir, euch „kulturtypische“ Dinge zu schreiben und zu erklären, weil ich selbst schon zu tief drinstecke. Und oft frage ich mich in Sekundenbruchteilen, ob ich hier tatsächlich in der Wirklichkeit lebe.
Und es stimmt nicht, dass ich „nie“ zurück möchte – auch wenn es gut ist, dass es noch nicht so weit ist –, aber was ich schon jetzt weiß, ist, dass mich diese Zeit verändert hat und noch weiter verändern wird.

„No eres lo que tienes, eres lo que das!“
„Du bist nicht das was du besitzt, du bist, was du gibst!“

Ein Satz, den ich mir jeden Tag in Gedächtnis rufe, weil es das ist, was ich hier jeden Tag aufs Neue lerne und versuche mit den Mädchen zusammen zu leben.

Ich grüße euch alle ganz lieb
Katharina

 

Es scheint mir wie Erinnerungen an längst vergangene Zeiten

Donnerstag, 11. Februar 2016 von Katharina

Der Beginn dieses Jahres scheint schon ewig her zu sein und Weihnachten erst… Und so muss ich voll Schreck feststellen, dass ich noch nicht einmal über die Vorweihnachtszeit berichtet habe und wieder einmal beschleicht mich das Gefühl, dass ich mich in einem Dauerlauf gegen die Zeit befinde. Nichtsdestotrotz schadet es ja nicht, noch einmal ein bisschen in Erinnerungen zu schwelgen und euch an einigen schönen Momenten meines Jahresendes teilhaben zu lassen.

„Viva Cristo Rey! – Para siempre en nuestros corazones!“ („Es lebe Christkönig! – Für immer in unseren Herzen!“) hieß es Ende November. Anlass für wochenlange Vorbereitungen, viele strahlende Gesichter und Festtagskleidung war nicht nur die Verabschiedung des Kirchenjahres sondern auch der Patronatstag der Schwesterngemeinschaft („Siervas Misioneras de Christo Rey“). Nach dem feierlichen Gottesdienst gab es mit dem Bischof, den Schwestern, allen Mädchen, dem Personal und Freunden des Heims ein Mittagessen, das ich wohl nie vergessen werde. Dafür wurde bereits ein halbes Jahr lang liebevoll das „Festtagsschwein“ gefüttert, gepflegt und schließlich geschlachtet. Es wurde also Schwein in verschiedensten Variationen mit allerlei Beilagen, Soßen und liebevollen Kleinigkeiten serviert und es gab wohl keinen, der nicht proppevoll und zufrieden den Tisch verlassen hat.

ein kleiner musikalischer Eindruck:

Festgottesdienst mit Festmusik 🙂

Bei einem solchen Fest darf keiner fehlen: Die Schwestern, alle Mädchen und das gesamte Mitarbeiterteam

das Festtagsschwein

Darf ich vorstellen: das Festtagsschwein

mmhh! Wenn da mal nicht für jeden etwas dabei ist!

Da aber bekanntlich auf jeden Abschied auch ein neues Willkommen folgt, haben wir nicht nur das alte Kirchenjahr verabschiedet, sondern genauso gebührend das neue Jahr mit Beginn der Adventszeit eingeleitet. Was mich wirklich überrascht hat, ist die Tatsache, dass der Advent keine Bedeutung zu haben scheint – Adventskränze gibt es nicht wirklich und auch mit meinem „zählen“ der Adventssonntage stand ich ganz schön allein da. Statt feierlichen Adventssonntagen habe ich hier sogar Wortgottesdienste zum 3. Adventssonntag erlebt. Was allerdings in der nicaraguanischen Vorweihnachtszeit wirklich besonders ist, sind die ersten Tage des Advents: Purísima. Ein Fest, das mir sowohl von seiner Bedeutung, als auch von seinen Bräuchen völlig fremd war, aber definitiv zu den kulturellen Highlights gehört, die ich bis jetzt kennenlernen durfte.

Historisch und religiös gesehen, erinnert das Fest (das in etwa eineinhalb Wochen dauert) daran, dass Maria, die Mutter Jesu, im Gegenteil zu allen Menschen keine Ursünde besaß und auch sonst sündenfrei war.

Man stelle sich so viele Farben, Menschen, Musik und Begeisterung vor, wie es nur geht, und verdoppele die Menge noch einmal. Wer – wie ich dachte – die sogenannte „Bajada“ (die Marienstatue in der Kathedrale wurde vom Hochaltar herabgehoben) und damit der Beginn der Woche wäre der Höhepunkt gewesen, lag weit daneben. Und doch: eine so emotionale und pompöse Messe habe ich noch nie erlebt – ich glaube, dass ich nicht mal zu meiner eigenen Erstkommunion oder Firmung so eine dicke Gänsehaut hatte. Den ganzen Gottesdienst über wurde die Marienstatue von der Nationalgarde bewacht (nein, Staat und Kirche sind hier nicht getrennt) und in Deutschland hätte man die Kirche wohl wegen Überfüllung geschlossen. Armeeorchester, feierliche Mariengesänge und die ungebremste Begeisterung zu allen meinen Seiten – ich erinnere mich noch gut an die atemberaubende Stimmung!

Die sagenumwobene Marienstatue der Kathedrale in festlichem Gewand

Die sagenumwobene Marienstatue der Kathedrale in festlichem Gewand

Im Verlauf der folgenden Woche erstrahlten allerorts geschmückte Marienaltäre und die Marienhymnen nahmen kein Ende – solange bis auch ich mit den Mädchen im Heim mitschmettern konnte! J Morgens um 6 Uhr füllte sich die Kathedrale bis auf den letzten Platz zum Gottesdienst (ich habe mich nicht nur einmal gefragt, zu was für einem Anlass man so viele Menschen um diese Uhrzeit in den Erfurter Dom locken könnte!). Jeden Nachmittag wurde die Marienstatue angebetet und danach zu ihren Ehren Süßigkeiten und kleine Geschenke an alle verteilt. Im Heim „Madre Albertina“ war jeden Tag ein Mitarbeiter für das Spendieren verantwortlich. Wie gut, dass ich wenige Tage vorher ein etwa 8kg (!) schweres Paket aus der lieben Heimat bekommen hatte und so konnte ich mit Weihnachtskeksen, Süßigkeiten und Kakao den Mädels und Mitarbeiterinnen einen kleinen „Adventsgruß aus Deutschland“ bescheren, der auf rege Begeisterung gestoßen ist. An anderen Tagen gab es Limo, Banane und Lollys oder ein besonders leckeres Mittagessen. Zudem wurde jeden Abend in einer feierlichen Prozession die Marienstatue der Kathedrale aus einem anderen Stadtviertel zur Kathedrale getragen. Dafür gestaltete das jeweilige Stadtviertel einen Wagen – natürlich ging es neben der religiösen Aussagekraft auch darum, den schönsten und beeindruckensten Wagen zu haben. Ich weiß nicht, ob in dieser Woche einige Leute überhaupt Zuhause waren oder sich einfach dauerhaft in der Innenstadt aufhielten.

So kann man einen Wage schmücken...

So kann man einen Wage schmücken...

... oder auch so!

... oder auch so!

In der Nacht vom 7. zum 8. Dezember schließlich fand das Fest („Mariä Unbefleckte Empfängnis“) in der Purísima seinen Höhepunkt. Dazu öffnen jährlich in ganz Nicaragua die Menschen ihre Haustüren und lassen Fremde in ihr Haus, die vor dem Marienaltar beten und singen. Als Dankeschön werden an alle, die kommen, Süßigkeiten, Obst, kleine Geschenke und sogar Lebensmittel verteilt. Auch mit den Mädchen waren wir bis tief in die Nacht unterwegs. Völlig erledigt und mit einem Bus, der bis zum letzten Fleck mit all den Dingen vollgestopft war, kamen wir kurz vor Mitternacht endlich wieder Zuhause an. Mein Gastpapa musste mir sogar mit meinen Sachen helfen… Zu dieser Nacht kamen in den folgenden Tagen weitere kleinere Gebete und Feiern, von denen jeder eine mehr oder weniger kleine Kleinigkeit mitbrachte.

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wir haben wohl die Nacht zum Tag gemacht! 🙂

und wirklich ÜBERALL gab's eine "Kleinigkeit" - unfassbar!

und wirklich ÜBERALL gab's eine "Kleinigkeit" - unfassbar!

Ansonsten präsentierte sich die Adventszeit mit viel Arbeit und wenig Zeit zum Durchatmen – der Adventsstress hat mich also sogar bis ans andere Ende der Welt verfolgt. Und habe ich mich in den vergangenen Jahren bis zum Heiligen Abend wenig weihnachtlich gefühlt, so war es dieses Mal noch weniger der Fall, was nicht heißt, dass ich nicht zufrieden war. Ein kleiner Schock erwartete mich jedoch Mitte Dezember, als wir mit dem Mitarbeiterteam zur Weiterbildung an die Pazifikküste fuhren. Die Information, dass es ein schönes und großzügiges Haus sei würde, hatte ich etwas unterschätzt und so kam ich mir etwas seltsam vor, als ich den weißen, polierten Fliesenboden, die Klimaanlage und vor allem den Pool im Garten sah. Irgendwie fühlte sich dieser Luxus fast schon unbequem und ungewohnt an… Trotzdem hatten wir wunderbare Tage und einen kleinen Vorgeschmack auf den Urlaub.
So füllte mich die Arbeit voll und ganz aus und wie die Mädchen war auch meine Vorfreude auf die Ferien groß (vor allem, weil ich meinen ersten Besuch erwartete!).

Ich war völlig von den Socken als ich dieses Weiterbildungsambiente gesehen habe!

Ich war völlig von den Socken als ich dieses Weiterbildungsambiente gesehen habe!

ohne Worte!

ohne Worte!

Mein Freund landete am Abend des 17.Dezembers hier in Nicaragua und endlich hatte ich jemanden, mit dem ich einen kleinen Teil meines großen Nica-Abenteuers teilen konnte. Natürlich war es auch etwas ungewohnt, weil ich plötzlich nicht mehr wusste, in welche Welt ich eigentlich gehöre; weil mir das erste Mal bewusst wurde, wie ich mich bereits verändert habe; und nicht zuletzt, weil ich die Schlüsselrolle des Dolmetschers trug – was mir so einige Knoten im Hirn beschert hat. Man muss ehrlicherweise sagen, dass wir uns irgendwie erst einmal neu kennenlernen mussten – wieder bin ich um eine Erfahrung reicher! Doch vom ersten Moment an haben wir die gemeinsame Zeit auch in vollen Zügen genossen, denn so schnell die Zeit sonst vergeht, so schnell würden auch diese guten 3 Wochen vergehen.

Wir erkunden endlich zusammen Nicaragua!

Wir erkunden endlich zusammen Nicaragua!

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und auch die Mädchen im Heim "Madre Albertina" waren sichtlich begeistert 🙂

So war auch das Weihnachtsfest schneller herangerückt, als wir es für möglich gehalten hätten. Ich glaube, ich habe das erste Weihnachtsfest meines Lebens ohne Kirchbesuch gefeiert, was nicht etwa daran liegt, dass meine Gastfamilie nicht in die Kirche gehen würde – nein, ganz im Gegenteil!. Da irgendwie nicht ganz klar war, wann die Messe beginnen würde, Besuch erwartet wurde und mit Beginn des Glockengeläuts (die Kirche ist von unserem Haus aus hör- und sichtbar) das Weihnachtsessen fertig war, entschieden wir kurzerhand lieber gemütlich und mit viel Ruhe gemeinsam zu essen. Die Zeit bis Mitternacht verbrachten wir mit Weihnachtsliedern – in spanischer wie in deutscher Sprache –, Tanz und wunderbar gemütlichem Beisammensein. Besonders um Mitternacht dann erinnerte mich das Ambiente stark an Sylvester, denn es wurden überall Raketen, Chinaböller, Knallfrösche und Wunderkerzen gezündet. Es folgten zahlreiche Umarmungen, „Feliz Navidad“s (Frohe Weihnachten) und viele gute Glückwünsche.

… (hier müssten noch viel mehr Erlebnisse und Erfahrungen geschrieben stehen, aber für den Moment soll es erst einmal genug sein!)

So viele Dinge, die passieren, – und es sind noch längst nicht alle – und so viele Erinnerungen, die mir bleiben und die mir niemals irgendjemand wegnehmen kann!

Nach wie vor schlafe ich jeden Abend unendlich dankbar und glücklich ein. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass die Zeit so schnell verfliegt…

Allerherzlichste Sonnen-Grüße und bis ganz bald
Katharina

 

Der Tag, an dem ich drei rote Kreuze in meinen Kalender machte und „Nicaraguanerin auf Zeit“ wurde

Dienstag, 02. Februar 2016 von Katharina

Nach endlosen Ämtergängen, Sonderzahlungen und stundenlanger Warterei in und vor Büros, habe ich es endlich geschafft: Ich halte meine Aufenthaltsgenehmigung in der Hand! Was sich jetzt ändert? Ich bezahle nicht mehr den Touristenpreis (oft bis zum 10fachen des Preises für Einheimische) in Museen, Nationalparks u.ä., muss nicht mehr monatlich meinen Visumsstempel im Pass erneuern (jedes Mal ein Tagesausflug in die Hauptstadt und Zahlung von 17EUR) und muss mir auch keine unverständlichen Formulare um die Ohren schlagen.

Endlich ist SIE da!

Als ich am 4.August im Flughafen Managua durch die Passkontrolle ging, bekam ich für 10$ ein Touristenvisum (90 Tage gültig). Als dieses Ende Oktober ablief, hatte ich bereits den aufwendigen Antrag für eine Aufenthaltsgenehmigung eingereicht. Es hieß dann, dass sich die Bearbeitung aufgrund interner Diskussionen verzögern würde – Verlängerung also notwendig (90 weitere Tage = 50EUR).
Jede Verlängerung lief etwa so ab: Anfahrt, Kopie des Passes, Anstellen in der Schlange, mind. 1 Stunde Wartezeit, Formular kaufen und ausfüllen, weiter warten, endlich: in den klimatisierten Warteraum und endlich hinsetzten, uff: warten!, juhu: ich komme dran (, Diskussion mit dem Beamten am Schalter, ich werde in ein anderes Büro am Ende der Stadt geschickt … und das Ganze geht von vorn los)

Inzwischen ist ein halbes Jahr schon vorbei und meine Aufenthaltsgenehmigung für mich statt einem Jahr nur noch ein halbes Jahr von Nutzen… aber immerhin: Ich habe sie nun endlich – auch wenn sie mich weitere 100 EUR und fast 7 Stunden Warten gekostet hat – und darf mich „Nicaraguanerin auf Zeit“ nennen.

ohne Worte 🙂

PS.: Es tut mir leid, dass ihr soooo lange auf einen neuen Eintrag warten musstet und dass ich jetzt so viel überspringe. Natürlich bekommt ihr noch einen oder vielleicht auch zwei Nachträge zum Ende des vergangenen Jahres! Ich hatte mir nur zum Warten im Büro nichts mitgenommen und deshalb kurzerhand diesen Eintrag geschrieben, während ich für die letzten 2 Monate noch schwer um Worte ringe… Aber ihr werdet bald wieder auf dem aktuellen Stand sein.

Fühlt euch ganz lieb gegrüßt
Katharina

 

Fröhliche Weihnacht überall…

Samstag, 26. Dezember 2015 von Katharina

Jedes Jahr warte ich sehnsüchtig auf den Tag, an dem „der kleine Lord“ im Fernsehen ausgestrahlt wird. Die ganze Familie sitzt mit Tee, Keksen und Decken im Wohnzimmer – Mit diesem Moment fängt für mich immer Weihnachten an. So lange ich mich zurückerinnern kann, gehört dieses Ritual einfach untrennbar zu Weihnachten dazu. Natürlich ist dieses Jahr vieles anders. Nicht nur, weil Tee und Decken bei 35°C einfach unangebracht wirken…

Trotzdem habe ich mit dem Film versucht etwas Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen und bin dabei wieder einmal über den zentralen Satz gestolpert: „Jeder sollte mit seinem Leben die Welt ein kleines Stück besser machen!“ genau das ist es, was mich vor inzwischen mehr als einem Jahr dazu motiviert hat, dieses Abenteuer zu beginnen.

Klar wird Weihnachten dieses Jahr ein wenig anders werden (dazu im Nachhinein mehr genauso wie zur Vorweihnachtszeit!), aber es gibt eben auch nicht nur „das eine Weihnachten“. Genauso wie unsere Welt viele verschiedene Gesichter hat, hat sie auch das Weihnachtsfest.

In diesem Sinne: ich wünsche euch allen wunderbare, glücklich und erfüllte Festtage, egal, wo ihr auf unserem Globus gerade seid. Wenn jeder das Licht der Weihnachtsfreude ein wenig scheinen lässt, dann wird hoffentlich die Welt auch im dunkelsten Winkel in diesen besonderen Tagen etwas heller!

Ich drücke euch alle lieb!
Katharina