Ein Muzungu kommt nur selten allein – Teil 1

Sonntag, 12. Juli 2015 von Niklas Borchert

Es begab sich zur der Zeit, da „Ronald Muwenda Mutebi II“ ward Kabaka in Buganda, dass da ward ein Bund mit Namen „CWM“ und George Ssali ward Herr über diesen und eines Tages rief der Herr alle zusammen, die ihm folgten und sprach zu ihnen: „Meine Brüder, lange gingen wir durch dieses Land und taten, wozu wir berufen wurden. Doch die Menschen in fernen Ländern, waren sich unserer nicht bewusst. Dies soll sich vom heutigen Tag ändern, denn ich gebe euch diese Website, dass ihr und alle Menschen, von nah und fern sich jeder Zeit, über jenes bewusst sind, was wir voll richten.“
Und die Menschen waren glücklich, denn von überall konnten sie nun sehen was das CWM veränderte und erreichte. Doch die Tage gingen ins Land, ohne das einer von ihnen sie pflegte und sich kümmerte um die Website und sie bald alterte und unansehnlich ward.
So rief der Herr wieder alle zusammen die ihm folgte und sprach: „Ist unter euch jemand, der in der Lage sei, sich zu kümmern um die Website, die ich euch vor langen Zeiten gab?“ Doch keiner ward unter ihnen, der erfüllen konnte, worum der Herr bat und so sendete er aus, nach nah und fern, dass sie jemanden fänden, der seine Bitte erfülle.
Doch die Suche blieb erfolglos, bis zu jenem Tage da zwei junge Männer ins Land kamen um zu arbeiten und zu helfen dem Herrn und ihren Namen waren Matovu und Lubega. So begab es sich, dass einer der Männer des Herren zu ihnen kam und sie fragte, ob sie in der Lage wären zu erfüllen, worum der Herr bat und einer von ihnen, der da ward Lubega, sprach: „Ihr habt Glück, denn ich lernte einst die hohe Kunst der Websites und wäre bereit meine Kenntnisse zur Verfügung zu stellen, um zu schaffen worum der Herr bitte.“
So wurden sie vor den Herren geführt und er ward glücklich, dass seine Suche zu Ende ward und so sendete er beide aus, dass sie sich auf eine Reise durchs Land begaben um all jenes zu finden, was sie brauchten um die Website zu bringen zu einem neuen Glanze.
Und so begaben sich beide Männer auf eine gefährliche Quest, durch die Städte und Dörfer, Berge und Täler, Sümpfe und Savannen des Landes um zu schaffen worum man sie bat und dies ist ihre Geschichte…

Teil 1: Kasana-Luweero

Unsere Reise begann am Morgen des 11.04, mit der Reise von Masaka [unserem Heimatort] in den ca. drei Stunden entfernte Kasana-Luweero Distrikt, um dort an einem Meeting teil zu nehmen, welches sich damit beschäftigte, wie weit die angestrebten Ziele für dieses Jahr erreicht wurden und wo es Probleme gab. Des weiteren, gab es auch einen Teil, in dem wir vorstellten, auf welchem Stand die Website ist und welche Daten wir wir bei den einzelnen Stationen der Reise sammeln wollten.

Nachdem dieses Metting zu ende war, blieben wir drei weitere Tage vor Ort, um dort anzufangen die benötigten Informationen zu sammeln. Dies beinhaltete der Besuch der Kathedrale, des Bischofs, der Stadt, einiger CWM Mitglieder und einem interessanten Projekt, in einem Dorf zu dem wir ca. eine Stunde lang mit einem Boda Boda durch die „Wildnis“ fahren mussten. Dieses Projekt befasste sich damit, auf einem sechs Hektar großen Gebiet Land, Eukalyptusbäume und verschiedene Lebensmittel, wie Bohnen, Cassava und Kaffee anzubauen. Geerntet, wurden die Lebensmittel dann an die CWM Mitglieder, an dem Projekt mitarbeiten oder mit investieren, verteilt. Was übrig blieb und die Bäume wurden in der Umgebung verkauft und die Gewinne gespart um, momentan, die Kirche Vorort fertig zu bauen und danach eine Schule zu errichten, da die nächste sehr weit entfernt ist.

Zwei besonders interessante Erlebnisse war noch, als es am zweiten oder dritten Abend anfing zu gewittern, allerdings in einer stärke und Intensität, die ich so noch nicht erlebt habe, dagegen war jede Lichtschau ein Witz! Des weiteren ein Gebäude [siehe Bild], welches momentan im Wiederaufbau ist, da durch ein Sturm das komplette Dach und teile der Wand zerstört wurden. Daran kann man sehen, welche Schäden hier in Uganda, in der Regenzeit, entstehen könne. Dies ist besonders ein Problem, da die Kosten für den Wiederaufbau oft das Budget der, in diesem Fall, Schule übersteigen und er dementsprechend gar nicht, oder erst sehr spät durchgeführt wird.

Teil 2: Gulu

Weiter ging es dann nach Gulu, um dort die gleiche Arbeit zu voll richten wie zuvor. Diese umfasst [um das jetzt einmal erklärt zu haben und es nicht immer wieder aufs neue sagen zu müssen], das Sammeln von verschiedenen, allgemeinen Informationen wie, Mitgliederanzahl, Geschichte vom CWM in der entsprechenden Diözese, Namen der Leitung, usw. Des weiteren  der Besuch von mindestens einem Projekt und einer Gruppe und zum Schluss Fotos von allem möglichen, was nützlich für die Website sein könnte, z.B. Kathedrale [Nebenbei gesagt, ist diese in Gulu unglaublich krass – Siehe Foto], Bischof, Leitung des CWM in der Diözese, Projektfotos, usw.

Hervorheben möchte ich auch hier das Projekt, welches wir besucht haben. Es handelte sich dabei um ein Honig-Projekt, welches sich in einem Dorf ein Stückchen außerhalb von Gulu befand und in dem es, wie der Name schon sagt, darum geht Bienen zu halten und Honig zu gewinnen. Dabei handelte es sich um ein sehr ärmliches Dorf, indem die Menschen noch in den Traditionellen Hütten wohnten.
[Allgemein ist es im Norden der Fall, dass die Armut sehr stark ist. Dies liegt an dem wenige Jahre zurückliegenden Krieg in der Gegend, der die Bevölkerung sehr viel gekostet hat. Auch die Anzahl der Weisen und Witten ist sehr hoch, was die Armut nur noch mehr verstärkt, da Kinder [verständlicherweise] und Frauen [Kulturell bedingt] eigentlich keine Chance haben wirklich Geld zu verdienen.]
Besonders interessant war dabei, dass die Menschen dort zwar sehr wenig hatten und unter sehr schlechten Bedingungen lebten, aber nichtsdestotrotz so gastfreundlich waren, wie ich es nie erlebt habe. Am Anfang wurden mit größter Freude aufgenommen und durch das Projekt geführt, während man sehr viel Wert darauf legte uns ALLES zu zeigen und detailliert zu erklären. Danach durften wir den unverarbeiteten Honig probieren, der dort gewonnen wurde [Der nebenbei weitaus besser schmeckt als gekaufter Honig] und wurden dann noch mit so viel Honig und White Ants beschenkt, dass wir gar nicht alles essen konnten [Und weil Tobi leider, zwei Stationen weiter, den Honig vergessen hat einzupacken].
Ich fand es einfach unglaublich, zu sehen wie Menschen, die kaum etwas besitzen, trotzdem so viel Freude haben und so viel geben können. Man würde eigentlich meinen, dass es nicht möglich ist, unter
solchen Umständen glücklich zu sein, aber die Menschen in diesem Dorf haben definitiv das Gegenteil beweisen und mich stark beeindrucke.
Doch damit hörte es noch nicht auf, denn am nächsten Tag fuhren wir, um noch etwas von der Umgebung von Gulu zu sehen, weiter raus als am Tag zuvor, um ein altes englisches Fort zu besichtigen. Die Umgebung und die Überreste dort, waren unglaublich schön anzusehen und besonders die natürlichen Steinformationen waren äußerst interessant [und besonders gut zum klettern]
Allgemein waren diese zwei Tage in Gulu unglaublich schön und Erlebnisreich, wie es sonst in keinem weiteren Ort auf unserer Reise der Fall war.

Teil 3: Arua

Unsere Reise ging weiter, über den Nil nach Arua, wo unser Aufenthalt ein wenig chaotisch begann, da ich bei Ankunft plötzlich krank wurde und den ersten Tag erst mal im Bett verbringen musste, sodass Tobi zu beginn alleine arbeiten musste. Am nächsten Tag ging es mir allerdings schon besser und ich konnte wieder helfen, für die Daten durch die Gegend zu hetzen [in Arua war unser Arbeitsplan wirklich sehr stressig, wenn auch witzig geschrieben – finde den Fehler auf dem Bild!].
Unsere Arbeit vor Ort war bis auf einen Teil nicht sonderlich interessant, da es aus viel zu viel rumgehetze bestand und wir wenig Zeit hatte uns auf etwas anderes als das sammeln der Daten zu konzentrieren. Der interessante Teil bestand aus unserem Besuch beim Bischof „Sabino Ocan Odoki“, was jetzt erst mal nicht sooooooo interessant klingt, es im Endeffekt allerdings doch war, da der Bischof ziemlich cool drauf war und wir ein gutes Gespräch über einige Entwicklungsstechnische und Arua betreffende Themen hatten.

Was einem allgemein in Arua auffällt ist die überall präsente Armut [diese hatte ich zwar schon in Gulu erwähnt, hier war sie allerdings noch stärker]. Genau wie Gulu ist Arua noch vom Krieg gezeichnet, viele Weisen und Witten, Gebäude und Straßen in einem schlechten Zustand und viel [vor allem unter den Jugendlichen] spürbare Hoffnungslosigkeit.
Allerdings ist hier alles noch stärker vertreten als in Gulu, da Arua noch weiter im Norden nahe der des Sudan und noch näher am Kongo liegt:
Wo die Traditionellen Hütten nur in Dörfern außerhalb zu finden waren, bilden diese fast immer die Vorbezirke der Städte, viele Jugendliche liegen den ganzen Tag nur an der Straße rum und konsumieren Alkohol und was mir besonders auffiel waren die vielen freien großen Landflächen, die ungenutzt rechts und links an der Straßen lagen. Das diese Flächen nicht genutzt werden liegt daran, dass es sich zu Kriegszeiten um gefährliche Bereiche handelte, wo es einen oft das Leben kostete sie zu betreten und selbst wenn der Krieg vorbei ist, ist die Angst vor diesen Landstrichen immer noch tief in der Bevölkerung verankert, weshalb sie diese auch nicht bebauen/belandwirtschaften.

4. Hoima

Nach unserer Zeit in Arua ging es weiter nach Hoima, was uns wieder Südwärts führte, in den Westen Ugandas.  Hoima ist ein relativ kleiner Ort, der sich hauptsächlich durch Erdölabbau finanziert.
Interessantes fiel hier nicht wirklich vor, deswegen werde ich an dieser Stelle auch nicht weiter auf unseren Aufenthalt in Hoima eingehen.

Soweit zum ersten Teil meines Beitrags zu unserer Reise durch Uganda, Teil zwei folgt in kommender Zeit.
In dem Zusammenhang schöne Grüße an alle Leser/innen aus Uganda – Der Perle Afrikas!

Begriffserklärung
Muzungu – Luganda für europäische/amerikanische, bzw. weiße Person
Kabaka – Luganda für König
Buganda – Das größte Königreich in Uganda, welches hauptsächlich zentral Uganda umfasst und unter anderem auch Masaka
Matovu – Der ugandische Name, von meinem Mitfreiwilligen, Tobi
Lubega – Mein ugandischer Name
Boda Boda – Motorradtaxi
White Ants – So etwas wie Ameisen, die hier zu zwei bestimmten Perioden im Jahr gesammelt werden. Gebraten ergeben diese dann ein sehr nahrreiches und schmackhaftes Lebensmittel. [Gut, sie sind nicht so Lecker wie Grashüpfer welche, wenn richtig zubereitet, dass absolute Nonplusultra ergeben, aber nichtsdestotrotz sehr köstlich sind]

 

Galerie 2014

Donnerstag, 26. März 2015 von Niklas Borchert

Hier habe ich einmal, für jede/n interessierte/n, eine Galerie mit ein paar Fotos von 2014 zusammengestellt. Die Qualität musste deswegen zwar ein wenig leiden, aber wenn ich wieder in Deutschland, bin gibt’s für euch die Fotos auch im Original! 😉

Kitovu-Parish

In den Dörfern

Steckengeblieben

Chillen am Lake Nabugabo

Abendbrot im Dunkeln

On the road

LKW-Taxi

Kochen für die Schule

Geburtstagskuchen

Teacher’s Day

Practicing for School Celebration

Traditional Dance

Adrian Kindergarten

Kabale

Balkonblick auf Kabale

Straße zum Lake Bunyonyi #1

Straße zum Lake Bunyonyi #2

Genuss von Local Food

Blick auf den Lake Bunyonyi #1

Blick auf den Lake Bunyonyi #2

Blick auf den Lake Bunyonyi #3

Boat-Trip auf dem Lake Bunyonyi #1

Ein Vogel (über dessen Gattung ich absolut keine Ahnung habe) beim Lake Bunyonyi

Ein Fischer auf dem Lake Bunyonyi

Boat-Trip auf dem Lake Bunyonyi #2

Blick auf den Lake Bunyonyi #4

Kronenkranich

Zebras auf einer der Inseln des Lake Bunyonyi

Mein Klan Totem: Ngabi

Lake Bunyonyi

Wanderung am Lake Bunyonyi #1

Ben’s Haus Crew! 😀

Wanderung am Lake Bunyonyi #2

Blick auf den Bwindi Nationalpark

Sonnenaufgang über dem Bwindi Nationalpark

Wanderung im Bwindi Nationalpark #1

Wanderung im Bwindi Nationalpark #2

Junges Chamäleon im Bwindi Nationalpark

Ausgewachsenes Chamäleon im Bwindi Nationalpark

Blick auf den Bwindi Nationalpark #2

Blick auf den Bwindi Nationalpark #3

Blick auf den Bwindi Nationalpark #4

Blick auf den Bwindi Nationalpark #5

Fotos machen im Bwindi Nationalpark

Wasserfall im Bwindi Nationalpark

Aufsteigender Wasserdampf vom Bwindi Nationalpark

Unsere Reisegruppe im Bwindi Nationalpark

Deep in the Villages

Spannende Schachpartie im Bwindi Nationalpark

Lake Nabugabo #1

Lake Nabugabo #2

Lake Nabugabo #3

Lake Nabugabo #4

Affen am Lake Nabugabo #1

Affen am Lake Nabugabo #2

Wäsche waschen

Schöne Grüße an alle interessierte! 😉

 

43 Tage kein Internet

Freitag, 09. Januar 2015 von Niklas Borchert

Eine Frage beschäftigt die Welt und lässt Experten ahnungslos dastehen. Eine Frage, auf die niemand eine Antwort zu kennen scheint und Forscher müssen eingestehen, dass sie nicht mehr weiter kommen: „Was wird geschehen, wenn unsere Generation, die Generation Facebook, plötzlich kein Internet mehr hat?“
Vieles wurde vermutet, vieles probiert und doch man ist an einem toten Punkt angekommen, an dem es kein Weiterkommen mehr zu geben scheint. Doch ein Mann nimmt sich der Aufgabe an, mehr rauszufinden, ein Mann, der Hoffnung in dieser aussichtslosen Lage verspricht. Ein Mann, der mutig genug ist, einen Selbstversuch zu wagen, in…

43 Tage kein Internet – Eine Reise durch die Abgründe des Leben
bald im Kino.

Nun gut, von Selbstversuch kann man hier nicht wirklich sprechen [aber man kennt ja die Freiheiten die sich die Filmemacher heraus nehmen. Nech mein guter Freund Peter Buchman, das mit Eragon ging ja echt in die Hose!], aber der Rest entspricht definitiv der Wahrheit!

Aber gut, fange ich von vorne an. Und zwar als der Traffic, denn ich beim Kauf des Internetsticks mitbekommen habe, abgelaufen war. Da ich auch mein Geld, was ich aus Deutschland mitnahm [Was nebenbei ein echter Segen war!], zu dem Zeitpunkt schon verbraucht hatte, fuhren wir also eines schönen Morgens nach Masaka, der nächst größeren Stadt, damit ich sowohl Geld abheben, als auch neuen Traffic kaufen konnte.

Guter Dinge steckte ich meine MasterCard also in den Automaten und… bekam sie nicht wieder. Naja schon, aber erst nachdem wir einige Zeit am Schalter verbrachten, meine Personalien aufgenommen, meine Reisepass kopiert wurde usw.. Danach versuchen wir an besagtem Schalter Geld abzuheben, was allerdings aus irgendeinem Grund nicht ging. Also gingen wir, nach bestimmt einer geschlagenen Stunde, weiter zur nächsten Bank. Dort nahm zwar der Automat meine Karte an, weigerte sich aber behaglich, mir Geld zu geben. Auf Nachfrage, wurde uns gesagt, dass es sein könne, dass meine Karte einfach für Uganda gesperrt ist und ich mal meine Bank anrufen sollte.

Unerledigter Dinge und enttäuscht fuhren wir also wieder zurück. Bis ich dann die Nummer der Bank hatte und jemanden erreichte, dauerte es hingegen seine Zeit. Allerdings konnte man mir dort auch nicht weiter helfen und meinte, dass ich mich mal bei der Kreditkartenfirma melden sollte. Dort wiederum konnte man mir auch nicht helfen, bzw. es befand sich kein Eintrag in deren Programm, der auftaucht, wenn die Karte benutzt wird. Daraus schloss man, dass es wohl an einem Netzwerkproblem gelegen hatte und ich es einfach nochmal probieren sollte.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich allerdings schon eine ganze Zeit kein Internet mehr und meine Externe war mir zu allem Überfluss auch noch runter gefallen. So hoffte ich inständig, endlich wieder Geld und [Ich will einmal kurz anmerken, dass es hier ne Packung mit 216 Keksen für 5000sh gibt, also umgerechnet ca. 1,50€ – sehr, sehr geil!] Internet zu haben.

So fuhren wir also ein paar Tage später erneut und wieder guter Dinge nach Masaka. Diesmal gingen wir gleich zu der Bank, an der meine Karte beim ersten Mal vom Automaten angenommen wurde – ein großer Fehler. Denn wie sich rausstellte, wer der Automat an jenem Tag bockig und wollte mir die Karte nicht wieder geben. Also stand ich erneut ohne Karte da, ach ja, und ohne Geld. Wir gingen also wie beim letzten Mal zum Schalter, wo man uns zum Manager weiter leitete. Der wiederum war erstmal ratlos und meinte, dass ich in einer Stunde wiederkommen sollte. Also wartete ich und vertrieb mir die Zeit mit VB lernen. Nach Ablauf der Zeit ging ich dann wieder zurück zur Bank. Diesmal allerdings alleine, denn Fr. Stephan musste zu einem Meeting und hatte keine Zeit. Ich ging also davon aus, dass wieder meine Personalien aufgenommen werden, usw. und ich dann die Karte wieder bekomme – aaaaaaber falsch gedacht. Denn der Manager meinte, dass er aufgrund irgendwelcher Regelungen mir die Karte nicht wiedergeben konnte. Auch diskutieren half nichts und so verließ ich erneut ohne Geld die Bank. Nur diesmal auch ohne Karte und so blieb es dann auch erstmal die nächsten Wochen.

Bis mir dann nach gut 1 ½ Monaten ohne Internet, [Nach, neben bei kurz bemerkt, einem ziemlich, ziemlich guten Tag!] erzählt wurde, dass ich auch meine normale Bankkarte nutzen kann und das sogar billiger ist. Und um das noch zu toppen, bekam ich dann am nächsten Tag sogar meine MasterCard einfach wieder.
Wie habe ich diese Zeit ohne Internet und Geld überlebt? Nun, für die meisten meiner Generation scheint dies fast unmöglich, aber eigentlich kam ich damit erstaunlicherweise ganz gut klar. Am Anfang war es natürlich unglaublich ätzend, ich hatte kein Kontakt nach Hause, außer, wenn ich gelegentlich mal angerufen wurde und ich konnte mir keine Kekse kaufen [Keine Kekse… ein Alptraum!]. Ich lag also die meiste Zeit, wenn ich nicht gerade arbeitete, im Bett und habe Filme geguckt oder eines der wenigen Spiele gespielt die ich dabei hatte. Als dann aber die externe Festplatte runterfiel und mir nur noch eine Hand voll Filme [um ehrlich zu sein zwei Filme, ein kurzer Anime mit zwölf Folgen und eine halbe Staffel „Supernatural“… Achja und die fünf Bücher die ich mit hatte, hatte ich zu dem Punkt längst durchgelesen.] übrig blieben, wurde es erst richtig ätzend. Besonders die Wochenenden waren ein Problem, da ich die größte Zeit nur zu Hause rum hing und keine Arbeit hatte.

Aber irgendwann ergriff ich dann einfach die Initiative und suchte nach Beschäftigungen, die mich weder Geld kosteten noch Internet brauchten. Ich fing an mehrmals täglich ein wenig zu trainieren, brachte mir wieder VB bei, fing an zu schnitzen [womit man echt gut einen ganzen Nachmittag rum bekommt], spielte mit den Kindern meiner Schule und fing an ein Buch zu schreiben [und gab es wieder auf, fing wieder an… und gab wieder auf uuuuuuund fing wieder an und ab da klappte es…]. Besonders an letzterem hab ich richtig Gefallen gefunden! Es ist einfach cool abends am Laptop zu sitzen, um zu den Klängen von Omnia, Abney Park, Nightwish, Faun und anderen seine Inspirationen niederzuschreiben.

Schnell hatte ich mich da rein gefunden und sehnte mich jetzt nach jeder freien Minute, denen ich zuvor mit Schaudern entgegen gesehen hatte, um wieder an meinem Buch zu sitzen oder meine Ideen in Holz zu bringen. Dass ich keinen Kontakt nach Hause – außer gelegentlich zu meiner Familie – hatte, war auch bald kein Problem mehr. Nicht das sie mir plötzlich nicht mehr wichtig waren, beim besten Willen nicht. Nein, ich war einfach viel zu beschäftigt um überhaupt noch daran zu denken und zack, war plötzlich ein Monat um und dann noch ein halber und dann hatte ich auf einmal wieder Geld.

Aber am besten waren die Nachmittage oder Abende, an denen man einfach gemütlich bei ein [oder ein paar, in der Regel ein paar] Bier zusammen saß und sich unterhalten hat. Einfach mal nichts machen, an nichts denken und einfach ausspannen. Erst da, wo ich weder an Geld oder Internet hing, konnte ich das so richtig genießen. Klingt komisch, ist aber so – Peter Lustig.

Naja jedenfalls habe ich in dieser Zeit eine wichtige Lektion gelernt – loszulassen. Nicht immer versuchen, alles mitzubekommen und danach hetzen, immer auf dem neusten Stand zu sein. Einfach mal in der Welt leben die direkt um einen rum ist und mit dem zu leben, was direkt um einen rum ist. Ich glaube nicht, dass ich das jemals in Deutschland wirklich intensiv erlebt hätte.

Jetzt, wo ich weiß wie das ist, kann ich jedem nur empfehlen, einfach mal sein Handy weg zu legen, den PC aus zu lassen und sich von nichts hetzen zu lassen – einfach mal zu leben. Denn ganz ehrlich, was hat das Leben für einen Sinn, wenn man sich immer nur stresst um alles mit zu bekommen und mit jedem Kontakt zu halten ohne sich mal hin zu setzen und das Hier und Jetzt zu genießen?

 

Endlich Arbeit!

Dienstag, 09. Dezember 2014 von Niklas Borchert

[Vorweg will ich einmal anmerken, dass dieser Eintrag mal wieder etwas verspätet kommt, was in diesem Fall etwas länger als beim letzten Mal ist – gut ein Monat ist. Grund dafür ist, dass ich Probleme mit meiner MasterCard hatte und folglich kein Geld, folglich kein Internet. Genauer werde ich über diese recht ungewöhnliche Zeit allerdings zu einem anderen Zeitpunkt nochmal eingehend berichten und jetzt viel Spaß beim Lesen!]

Das, wie zuerst von mir angezweifelt, die Aussage das wir selten dazu kommen werden in unseren Blog zu schreiben, doch ein weeeenig Wahrheit beinhaltet, wird mir jetzt, wo ich seit über einem Monat keinen neuen Eintrag veröffentlicht habe, langsam bewusst [Was ein verzwickter Satz!].
Der Grund dafür ist ganz einfach – Arbeit. Denn vor einem Monat [genauer gesagt, 32 Tagen 9 Stunden 45 Minuten] ging es für mich, hier in Uganda, richtig los.
Mein Job ist es hier in der Grundschule, die hier auf dem Grundstück der Kirche steht, mit zu helfen. Das heißt ich unterrichte, korrigiere, scheuche Kinder durch die Gegend, oder unterstütze die Lehrer auf andere Art und Weise. Momentan bin ich nur in der 6 Klasse (die Grundschule geht hier bis zur 7ten Klasse) beschäftigt und unterrichte auch nur [„nur“] Englisch, über die Zeit wird sich dies aber vermutlich auf weitere Aufgabenbereiche weiterverteilen. Doch das reicht mir fürs erste auch, denn weder bin ich sonderlich erfahren im Unterrichten noch bin ich die Unterrichtssituation gewohnt.
Denn wie man sich vorstellen kann läuft hier einiges anders als in Deutschland.
Angefangen bei der Klassengröße, diese liegt nämlich ein wenig [aber auch nur ein ganz klein wenig] über dem normalen Schnitt deutscher Schulen. „Meine“ Klasse umfasst dabei die beschauliche Zahl von 127 Schülern, von denen zwar nie alle da sind, aber im Normalfall immerhin 80 bis 90. Es ist klar, dass so eine Größe schnell zu Chaos führt und in einigen Problemen mündet.
Z.B. mit dem versuch die Klasse zur Ruhe zu bringen. Dafür zu sorgen, dass die Klasse still ist, ist dabei gar nicht das Problem, sondern sie in diesem Zustand zu halten. Woran zum größten Teil das Problem sich zu konzentrieren Schuld ist. Das die Schüler, sich nur schwer auf den Unterricht konzentrieren können liegt wiederrum an verschiedenen Faktoren. Zum einen ist da die Armut. Die wenigsten Schüler sind in der Lage sich Schulbücher zu kaufen und bei einigen geht es sogar soweit das sie weder Schuluniform noch Geld für Essen in den Pausen haben. Nichts zu essen in den Pausen, bedeutet hier nicht nur den Vormittag nichts zu essen, sondern nur einmal am Tag was zu essen zu haben. Denn ein Schultag fängt hier um 6.30 an und geht meistens bis 20.00 Uhr Abends. [Grund] Der Großteil der Klasse hat also schon aufgrund der langen Unterrichtszeit Probleme sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Dazu kommen dann noch die erwähnten Schüler, die außerdem denn ganzen Tag noch nichts gegessen haben, sich also so gut wie gar nicht mehr konzentrieren können und meistens der Anstoß für Unruhen sind.
Dieses Problems der Unruhe Herr zu werden, ist verständlicherweise relativ schwer und führt mich zu einem relativ schwierigen Thema – Schläge. Tatsächlich ist es hier üblich, dass die Lehrer die Kinder schlagen wenn sie nicht hören. Das ist natürlich erstmal relativ verstörend und unverständlich für jemanden der aus unserer Kultur stammt, hier allerdings ist es ein ganz normaler Bestandteil jener und man ist daran gewöhnt. Dazu kommt noch, dass es oft kaum eine andere Möglichkeit gibt die Kinder zu bestrafen. Die Schüler drinnen zu lassen und irgendwas ab zu schreiben, während die anderen draußen spielen, ist für die wenigsten eine Bestrafung, als viel mehr normal und stört niemanden. Auch für ein paar Tage oder länger die Ungehorsamen zu suspendieren ist keine Möglichkeit. Die Schüler interessiert dies wenig und wenn die Eltern damit ein Problem haben, schlagen sie wiederrum die Kinder(was also auf dasselbe hinaus läuft). Denn Strafen wie Handy wegnehmen, Fernsehverbot, oder eine Woche kein Internet ziehen hier nicht, da kaum jemand sowas besitzt. Man sieht also, dass es relativ schwer ist um die Prügelstrafe herum zu kommen, besonders weil es halt einfach Bestandteil der Kultur ist. Das heißt allerdings auch nicht, dass ich das gut reden will, beim besten Willen nicht. Ich will nur verständlich machen was der Grund dafür ist, dass es hier immer noch Normal ist, dass Kinder geschlagen werden. Dennoch wird hier auch von verschiedenen Organisationen und auch der Regierung stark daran gearbeitet dies ab zu schaffen. Das kostet selbstverständlich einige Zeit, hat aber auch schon erste und vielversprechende Erfolge zeigt.
Ein weiteres Problem ist es den Unterricht vor zu bereiten. Zum einen ist da das bereits erwähnte Problem mit der Armut und den daraus resultierend fehlenden Schulbücher. Dies führt dazu, dass man alles aus den Büchern auf die Tafel schreiben muss. Zum anderen ist es so gut wie unmöglich denn Unterricht auf die jeweiligen Probleme jedes einzelnen an zu passen, da die Schülerzahl dafür schlicht zu groß ist. So bleibt einem also nur die Möglichkeit auf Probleme ein zu gehen die einen größeren Teil der Schüler betrifft. Diese kollektiv-Probleme raus zu finden ist allerdings auch nicht sonderlich leicht. Heißt also, dass man  den Schülern regelmäßig Aufgaben zu geben hat und sie eigenhändig zu überprüfen, was, verständlicher Weise, sehr viel Zeit in Anspruch nimmt [und wenn ich noch einmal höre, wie sich ein Lehrer darüber beschwert, dass es ja soooooo Zeit beanspruchend und soooooo anstrengend ist die Arbeiten für eine Klasse zu berichtigen, dann…(Es tut uns leid, aber aus Jugendschutzgründen musste dieser Bereich leider entfernt werden.)…!]. Das sorgt natürlich dafür, dass einige der Schüler, schlichtweg auf der Strecke liegen bleiben und das zu ändern ist auch wieder so ein Thema. Es fehlt zum einen einfach an Lehrerkräften und zum anderen die Mittel für z.B. mehr Räume.
Aber trotz der Probleme macht es mir unglaublich viel Spaß die Schüler zu unterrichten. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl zu sehen wie sich die Schüler weiter entwickeln und Spaß am Lernen mit mir haben. Tatsächlich freut man sich so sehr auf  meine Stunde, dass ich fast ständig gefragt werde wann ich wieder Unterricht habe. Denn Besuch von einem weißen, der auch noch fast ein Jahr bleibt und sie dann auch noch unterrichtet ist schon etwas ziemlich besonderes, was man hier nicht jeden Tag sieht.

Das war’s dann auch schon wieder von mir und so hoffe ich das ich euch ein wenig zum [Krass, ich habe gerade zwei Mücken mit einem Schlag erledigt!] nachdenken gebracht habe wie gut wir es in Deutschland eigentlich mit der Schule haben. Das wir uns nicht ständig darüber beschweren sollten zur Schule zu gehen, sondern vielmehr dankbar für unser gutes Schulsystem [Und ja Kiki, ich weiß genau an was du an dieser Stelle denkst, aber lassen wir das einfach mal so stehen.] und die Ausstattung der Schulen sind.
Damit, schöne Grüße nach Deutschland (oder wo auch immer du das hier gerade liest) aus der Perle Afrikas und bis bald!

 

Eine neue Welt

Sonntag, 28. September 2014 von Niklas Borchert

4 Tage [jeder der sich jetzt fragt wieso ich 8 Tage als 4 Tage bezeichne: Nein, hier läuft die Zeit nicht anders, ich kam nur bisher nicht dazu, diesen Eintrag zu veröffentlichen] sind jetzt um seit ich in das Flugzeug gestiegen bin, welches mich in eine unbekannte Welt bringen sollte, die ich nun für gut ein Jahr mein Zuhause nennen werde.

Begonnen hat meine Reise in Hamburg, wo ich am Samstagmorgen ins Flugzeug stieg, welches mich nach Brüssel gebracht hat. Es war in interessantes Erlebnis, das erste Mal in einem Flugzeug zu sitzen und dann gleich so weit weg zu fliegen (womit ich natürlich das Endziel und nicht Brüssel meine), aber nachdem sich die erste Aufregung und Unsicherheit gelegt hatte, konnte ich es genießen das erste Mal über den Wolken zu sein – ein unglaubliches Erlebnis.
Nachdem wir in Brüssel gelandet waren, hieß es erstmal auf die anderen warten und dann ging es weiter nach Entebbe. Im Vergleich zum ersten Flug war dieser weitaus länger (10x) und auch weitaus unruhiger (was ich allerdings sehr lustig fand – Turbulenzen bringen ein wenig Bewegung [Budum Tsh] in die ganze Sache).

Gegen Abend waren wir dann endlich am Flughafen in Entebbe angekommen, wo wir uns erstmal einer Gesundheitskontrolle unterziehen mussten, die weitaus umfangreicher war als ich erwartet hatte (was mich positiv überraschte), aber wir kamen [zum Glück] problemlos durch.

Draußen wurden wir sofort von den Partnern entdeckt und weiter ging es nach Kampala (der Hauptstadt von Uganda) und ich fühlte mich sofort wie in einer anderen Welt. Die Straße war voll mit Geschäften, kleinen Feuern und/oder Ständen, an denen Essen zu bereitet und verkauft wurde, jeder Menge Menschen die zum Großteil zu Fuß oder auf Motorrädern (teilweise zu dritt auf einem Motorrad) unterwegs waren und einem ganz anderen, nicht zu beschreibenden Geruch in der Luft (der vermutlich von den vielen Feuern und Fahrzeugen her rührte). Im Allgemeinen war ich aufgeregt und gespannt, was diese neue Welt alles für mich zu bieten hat und ich freute mich auf die vor mir liegende Zeit.

Als wir uns dann nach gut zwei Tagen (in denen wir viel rum gefahren/-gangen und einiges kennen gelernt haben  gegen Montagmittag Richtung meines neuen zu Hauses auf machten, wusste ich noch gar nichts, die nächste Zeit betreffend. Ich wusste weder, wo ich wohnen werde, noch wer auf mich aufpasst [dazu muss ich sagen, dass ich sehr wohl wusste wer mein Ansprechpartner hier im Land ist, den ich auch schon kennen gelernt hatte, jedoch wohnte er nicht in der Kirche, in der ich untergebracht wurde, was ich also meine ist die Person die hier wohnt und sich vor Ort um mich kümmert], geschweige denn, was ich dort tun/arbeiten werde. Bis dahin hatte ich mich schon an grobe Gegebenheiten der „neuen Welt“ gewöhnt und ich fing sogar automatisch an, viel in Englisch zu denken (da wir fast nur Englisch redeten). [Selbst mein Tagebuch schreibe ich zu Teilen ganz automatisch auf Englisch].

Angekommen wurde ich erstmal Father Stephan vorgestellt der sich hier vor Ort um mich kümmert und mir wurde auf dem Weg zu meinem Zimmer ein wenig von der Einrichtung gezeigt [bis ich alles davon sah, dauerte es wiederum weitere 3 Tage]. Ein kleiner Schock erwartete mich, als ich in mein Zimmer eintrat, denn es war doch weitaus spartanischer eingerichtet als erwartet: Ein Bett, eine Matte für den Boden, eine Steckdose, eine Lampe und ein Badezimmer. [Nach einigen Tagen muss ich allerdings sagen, dass dies echt was gutes hat. So kann man sich auf weitaus wichtigere Sachen und das Hier und Jetzt konzentrieren, ohne abgelenkt zu werden.  Ganz abgesehen davon verbringe ich eh wenig Zeit in meinem Zimmer, da ich viel unterwegs oder auf dem Gelände bin.] Und ich fing erneut an das Ganze in Frage zu stellen, doch als ich bald darauf mit zwei der Priestern gemütlich bei einem Bier [welches echt sehr gut ist – kann sehr das Nile Special empfehlen! (Wozu ich fairerweise sagen muss, dass ich bisher noch kein anderes Bier probiert habe…)] im Gemeinschaftsraum zusammen saß und viel geredet/ gelacht wurde, vergingen meine Sorgen und ich fühlte mich sehr wohl.

Die nächsten Tage haben wir damit verbracht, nach Masaka zu fahren, einige Einkäufe zu machen, die Umgebung zu erkunden und einander vorzustellen [und den Internet-Stick an meinem Laptop zum Laufen zu bringen, was für viel Frust meinerseits gesorgt hat und welcher auch noch immer nicht funktioniert].
Um einen jetzigen Eindruck von hier zu geben, ist klar zu sagen, dass Vieles sehr anders ist als in Deutschland und einige Sachen [die ich in späteren Einträgen vermutlich noch genauer schildern werde, da mir einfach noch das Verständnis dafür fehlt (welches auch in einer so kurzen Zeit noch gar nicht da sein kann) und ich ungern ein falsches Bild vermitteln möchte] bei mir für [wie gesagt] Unverständnis sorgen und oft aufwühlend wirken.

Trotzdem sind die meisten Menschen sehr nett, weitaus mehr als in Deutschland – so wird man z.B. von vielen Menschen gegrüßt und willkommen geheißen – und die Menschen hier scheinen das Beste aus ihrer Situation zu machen und glücklich zu sein mit allem was sie haben [Was uns in Deutschland leider oft fehlt]. Alles in allem fühle ich mich hier trotz einiger Einschränkungen sehr wohl, bin sehr gespannt wie sich die Zeit hier weiter entwickelt und blicke nach vorne auf eine sehr aufregende und interessante Zeit.

Am Schluss will ich noch einmal alle grüßen, die sich auf meinen/diesen Blog verirrt haben. Ich hoffe, dass ich ein wenig das Interesse für meine Zeit hier in Uganda -„der Perle Afrikas“ [Winston Churchill 1908 – „My African  Journey“] – geweckt habe und du/ihr [ich hab überlegt ob es schlauer ist zu Duzen oder zu Siezen und kam zu dem Schluss das „du“ die definitiv bessere Wahl ist (ganz abgesehen davon hat bestimmt jeder der „Sie“ bevorzugen würde bei dem schlechten Wortwitz von vorhin diese Seite verlassen)] auch noch kommende Einträge verfolg(s)t.