Ostern, HOSFA und eine Reise durch Tansania

Mittwoch, 27. Mai 2015 von Nicole

Über die Ostertage sind Anna und ich zu der Gemeinde unseres Schuldirektors Father Henrys nach Katente gefahren. Außerdem haben uns zwei Lehrerinnen unserer Schule, die aus diesem Dorf kommen, und Marianne, eine deutsche Bekannte Father Henrys begleitet. Marianne war für zwei Wochen zu Besuch in Uganda und hat in dieser Zeit bei uns gewohnt.  Katente ist ein recht überschaubares kleines Dorf zirka zwei Stunden Autofahrt von Mityana entfernt. Es gibt dort einige kleine Läden und ansonsten viel schöne Natur. Ansonsten ist nicht viel los, was auch mal sehr entspannend war. Ich war neugierig, wie man Ostern hier in Uganda feiert, aber im Grunde war es ähnlich wie zu Hause in Deutschland. Wir waren viel in Gottesdiensten, die leider auf Luganda stattfanden. Einige Kinder wurden getauft, aber insgesamt war besonders die Osternacht für mich weniger feierlich als ich es von zu Hause kenne und als ich es in diesem religiösen Land erwartet hätte.

Da die Priester über die Ostertage sehr viel zu tun haben und natürlich wenig Zeit haben, selbst zu feiern, kommen sie und die Schwestern aus den umliegenden Gemeinden jährlich am Ostermontag zusammen, um selbst dieses Fest zu genießen. Dieses Jahr hat Father Henry die Party ausgerichtet und so konnten wir auch daran teilhaben. Es wurde gegessen, getrunken, eine Gruppe von Schülerinnen hat Tänze aufgeführt und auch alle anderen Gäste konnten zu der fröhlichen ugandischen Musik tanzen. Eine der Lehrerinnen hatte uns vorher versucht, den local dance, der hauptsächlich daraus besteht, den Hintern zu bewegen, beizubringen. Wenn auf diese Weise getanzt wird, bindet man sich extra noch irgendwelche Kleidungsstücke um die Hüfte, damit es nach mehr aussieht, als es eigentlich ist :D. Jedoch sind jegliche Versuche, mir diesen Tanz beizubringen, kläglich gescheitert. Ich gebe die Hoffnung trotzdem nicht auf, es bis zu meiner Abreise im August zu lernen.

Zur Feier des Tages wurden sogar Schweine und Ziegen geschlachtet und gegrillt. Allerdings ist die Fleischverarbeitung hier meist ein bisschen „effektiver“, weil so ziemlich alles vom Tier zum Essen verarbeitet wird, also auch das Gehirn, die Ohren …
Insgesamt war es ein schönes Fest und es war cool, so lockere Priester und Schwestern zu erleben.

Für die fünfwöchigen Schulferien hatte HOSFA auch diesmal keine großen Erwartungen an Anna und mich, weshalb wir für drei Wochen unser eigenes kleines Projekt bei HOSFA starteten und die restlichen beiden Wochen nutzten, um meinen Bruder Matthias und seine Freundin Rike in Tansania zu besuchen.  Wir haben jeden einzelnen Mitarbeiter und die einzelnen Bereiche, sowie die Leute bei der Arbeit fotografiert und dann Mitarbeiterplakate und Fotocollagen gestaltet, die nun den Wartebereich schmücken. So können sich die Patienten und Klienten informieren und besser zurechtfinden. Für Anna und mich hatte das natürlich zudem den Vorteil, nun auch mal jeden der fünfzig Mitarbeiter kennengelernt zu haben. Drei Wochen mögen nach einer langen Zeit für diese Arbeit klingen. Allerdings hat es natürlich gedauert, bis wir auch endlich an die Fotos der Schichtarbeiter, derer, die längere krank waren und derer, die gerade ein Kind bekommen hatten, gekommen sind. Als wir dann fertig waren, wurden Bewerbungsgespräche geführt und neues Personal eingestellt, wovon wir keine Ahnung hatten. So konnten wir das ganze nochmal ausbessern, was uns immerhin bis zum Schluss beschäftigt hat.

Die zwei Wochen in Tansania waren dann auch nochmal sehr schön und es war spannend noch ein anderes ostafrikanisches Land kennenzulernen und ein bisschen vergleichen zu können.
Die ersten Tage verbrachten wir bei Matthias und Rike in Dar es Salam. Wir waren am Strand, in der Stadt, beim Stoffmarkt und wurden mit tansanischem Essen vertraut gemacht: gegrillte Bananen mit Fleischspießen. Während in Uganda entweder frittiert oder gekocht wird, konnten wir in Tansania viel Essen vom Grill genießen. Danach ging es gemeinsam weiter nach Sansibar. Wir nahmen morgens ganz früh die Fähre und waren dann mittags bereits an unserem Zielort auf Sansibar. Unsere Unterkunft lag an einem weniger touristischen, sehr schönen Strand und da sowieso noch Nebensaison ist, war auch nicht so viel los. Wir verbrachten die Tage am Strand und machten außerdem einen Fahrradausflug zu einer Lagune, um dort schnorcheln zu gehen. Für mich war es sehr beeindruckend, die ganzen bunten Fische in dem klaren Wasser zu beobachten, weil ich das so noch nie gemacht hatte.
Den letzten Tag dort verbrachten wir in Stonetown, die mir mit ihren kleinen Gassen, stark von der muslimischen Kultur geprägt, und dem Hafen sehr gut gefallen hat.

Hafen von Stonetown

Hafen von Stonetown

Mit etwas Wehmut verabschiedeten wir uns dann nach vier entspannten Tagen von der Trauminsel und machten uns mit Fähre und Bus auf den Weg nach Lushoto, einem kleinen Bergdorf. Das Wetter war dort eher verhalten, aber wir nutzen die kurze regenfreie Zeit für eine kurze Wanderung zum „Irente Viewpoint“. Von dort aus hatten wir eine herrliche Aussicht über einen wolkenverhangenen Himmel :D. So wurde unser Aufstieg zwar nicht mit einem atemberaubenden Blick belohnt, aber mit gutem, dunklen Brot und Käse bei einer nahegelegenen Farm.

Als nächstes fuhren wir weiter in die Stadt Moshi, die am Kilimandscharo liegt. Wir schauten uns die schöne, recht überschaubare Innenstadt an und fuhren am nächsten Tag weiter nach Arusha, verbrachten dort zwei weitere Nächte und fuhren von da aus nach Hause.

Moshi

Moshi

Kilimandscharo

Kilimandscharo

 

Das Ende der Trockenzeit

Donnerstag, 02. April 2015 von Nicole

Das neue Schuljahr ist im vollen Gange und damit auch neue Aufgaben und ein abwechslungsreicher Alltag, der mit viel Spaß verbunden ist. Vielleicht ist Alltag nicht ganz das richtige Wort, weil es quasi keinen Tag ohne spontane Planänderung gibt. So wurde in den ersten drei Wochen jeden Nachmittag für das Sportfest trainiert, sodass der Nachmittagsunterricht ausfallen musste. Man lernt eben flexibel zu sein.

Das Sportfest bestand aus vielen lustigen Spielen.

Das Sportfest bestand aus vielen lustigen Spielen.

Tauziehen Eltern gegen Mitarbeiter

Tauziehen Eltern gegen Mitarbeiter

Morgens, nach einer Runde Joggen und dem Frühstück, gehen Anna und ich entweder  um 9 Uhr oder dienstags und donnerstags um 08.30 Uhr in die Schule, weil an diesen Tagen Sportunterricht für die erste und zweite Klasse stattfindet. Beim Sportunterricht unterstützen wir die Lehrerin und bringen neue Spiele ein. Hierbei gilt: je unkomplizierter, desto besser, weil die jüngeren Kinder Englisch noch nicht so gut verstehen und wir ohne Material auskommen. Besonders gut kommen Schubkarrenrennen und „Let me see the crazy chicken“ an. Ansonsten helfen wir vormittags beim Abtippen von Hausaufgaben oder sonstigen Dokumenten. Wenn wir genug Zeit haben, sind wir zusätzlich in der ersten und zweiten Klasse dabei, um den Kindern beim Lösen der Aufgaben und der Lehrerin beim Korrigieren zu helfen. Um zirka 13 Uhr haben wir dann Mittagspause, in der wir uns meist etwas kochen und uns überlegen, wie wir den anstehenden Computer- bzw. Deutschunterricht  und die bevorstehende AG gestalten wollen. Um 15.20 beginnt dann im täglichen Wechsel entweder der Computer- oder der Deutschunterricht für mich. Diesmal unterrichten wir in der vierten und fünften Klasse. Um 16 Uhr ist dann Schulschluss und um 17 Uhr findet eigentlich täglich eine AG statt. Meist fangen wir aber später an, weil die Kinder vorher noch andere Aufgaben wie Wasser zu  holen und ihre Kleidung zu waschen erledigen müssen. Montags machen wir für die Internatskinder der zweiten Klasse eine Spiel- und Bastel-AG. Dienstags bietet Anna Leichtathletik und ich Fußball für die Drittklässler an. Mittwochs bieten wir eine Tanz AG für die Viertklässler und donnerstags eine Theater AG für die Fünftklässler an. Hier versuchen wir mit zirka 15 Kindern ein kurzes Theaterstück auf die Beine zu stellen. Um zirka 18 Uhr haben wir dann Feierabend. Oft ziehen wir dann in die Stadt los, um noch ein paar Dinge zu erledigen oder  bekommen Besuch. So ungefähr sieht also unser Tagesablauf hier aus.

Vor einer Woche hat auch endlich die sehnlichst erwartete Regenzeit angefangen, die eigentlich schon Mitte Februar hätte losgehen sollen. Die letzen Wochen der Trockenzeit war es besonders heiß und auch besonders trocken, sodass die meisten Wasserstellen in Mityana zwischenzeitlich ausgetrocknet waren und auch wir irgendwann kein Wasser mehr hatten. Nur zweimal mussten wir selbst zur nächsten Wasserstelle gehen, um Wasser zu holen. Die anderen Male wurde uns netterweise mit Wasserreserven aus der Schule ausgeholfen. So oder so habe ich ziemlich großen Respekt vor den Leuten, meist Frauen und Kinder, die täglich ihr Wasser den ganzen Berg hochschleppen müssen.

Außerdem waren wir auf zwei Introductions eingeladen. Wenn ein Mann eine Frau hier heiraten möchte, muss er sich der Familie der Frau vorstellen und den Eltern diverse Geschenke bringen, um die Arbeit, die die Eltern mit der Erziehung der Frau geleistet haben, wertzuschätzen. Das Elternhaus der Frau richtet deshalb eine große Zeremonie, die sogenannte Introduction, aus. Die beiden Familien sitzen auf gegenüberliegenden Seiten und jede Familie hat einen Moderator, der die wichtigsten Mitglieder begrüßt. Das Ganze findet leider auf Luganda statt, weshalb wir nicht alles verstanden haben. Irgendwann bringt die Familie des Mannes die ganzen Geschenke wie eine lebendige Kuh, eine halbe Kuh, einen Hahn, Getränke, Möbel, Waschpulver, Seife, Essen und vieles mehr in die Mitte.
Für das Königreich Buganda, zu dem auch Mityana gehört, ist es üblich, dass die Gäste die traditionelle Kleidung anziehen. So trugen auch wir zu der ersten Introduction das sogenannte Gomez und mein Freund Stephan, der zu der Zeit da war, einen Counsel.
Wir hatten das Glück, einmal zu der Seite des Mannes und einmal zu der Seite der Frau zu gehören. Wenn die Seite des Mannes begrüßt wird müssen sich die Frauen hinknien. So bin ich jetzt zum ersten Mal nicht darum herum gekommen, mich niederzuknien.
Das ganze Programm ist auf jeden Fall interessant anzuschauen und zwischendurch werden die Gäste unterhalten und es wird gegessen.

Das Brautpaar

Das Brautpaar

Während Stephan hier war, sind wir viel gereist und haben so einiges sehen und erleben dürfen.

Wir waren Raften in Jinja, an der Quelle des Nils, was mit dem super Team von Amerikanern und Engländern wirklich Spaß gemacht hat.

Wir waren Raften in Jinja, an der Quelle des Nils, was mit dem super Team von Amerikanern und Engländern wirklich Spaß gemacht hat.

Mabira Regenwald

Mabira Regenwald

Viva Con Aqua Konzert in Kampala

Viva Con Agua Konzert in Kampala

Sogar Annas und mein ugandischer Lieblingskünstler Bebe Cool ist aufgetreten.

Sogar Annas und mein ugandischer Lieblingskünstler Bebe Cool ist aufgetreten.

Reise in den Westen – Amabere Waterfall & Caves

Reise in den Westen – Amabere Waterfall & Caves

Saka Kratersee

Saka Kratersee

Während der Zeit in Fort Portal konnten wir in einem Priesterseminar dort schlafen und Father Oscar nahm sich sehr viel Zeit, um uns einige Sehenswürdigkeiten zu zeigen.

Während der Zeit in Fort Portal konnten wir in einem Priesterseminar dort schlafen und Father Oscar nahm sich sehr viel Zeit, um uns einige Sehenswürdigkeiten zu zeigen.

Kakao- Baum

Kakao- Baum

Das Fruchtfleisch der Kakaofrucht an sich ist schon super lecker.

Das Fruchtfleisch der Kakaofrucht an sich ist schon super lecker.

Kakao beim Trocknen

Kakao beim Trocknen

Marktstände in Fort Portal

Marktstände in Fort Portal

Von Fort Portal aus ging es zu einem Crater Lake Field.

Von Fort Portal aus ging es zu einem Crater Lake Field.

Kibale- Forest Nationalpark

Kibale- Forest Nationalpark

Queen Elizabeth Nationalpark die Zweite

Queen Elizabeth Nationalpark die Zweite

Soo das war’s von mir. Ich hoffe ihr alle habt schöne Ostertage!

 

Neue Seiten Ugandas

Mittwoch, 28. Januar 2015 von Nicole

Während der Weihnachtsferien war ich mit fünf anderen Freiwilligen auf einer sehr schönen Reise durch Südwest-Uganda. Von den vielen Urlaubsfotos habe ich mal ein paar Aufnahmen rausgesucht 😉

Weihnachten verbrachten wir am Lake Bunyonyi, dem weltweit dritttiefsten See.

Weihnachten verbrachten wir am Lake Bunyonyi, dem weltweit dritttiefsten See.

„Punishment Island“. Früher wurden unverheiratete schwangere Frauen zur Strafe dorthin gebracht.

Dies ist eine der 29 Inseln: „Punishment Island“. Früher wurden unverheiratete, schwangere Frauen zur Strafe dorthin gebracht.

Der Kronenkranich schmückt die ugandische Flagge.

Der Kronenkranich schmückt die ugandische Flagge.

der Bwindi- Regenwald

Nächster Stopp: der Bwindi-Regenwald

Im Bwindi- Regenwald nahmen wir an einem sehr abenteuerlichen „Nature Walk“ teil.

Im Bwindi-Regenwald nahmen wir an einem sehr abenteuerlichen „Nature Walk“ teil.

In der Nähe eines Wasserfalls versteckten sich zwei Chameleons.

In der Nähe eines Wasserfalls versteckten sich zwei Chamäleons.

Über Neujahr waren wir am Lake Nabugabo, wo am 1. Januar eine große Strandparty veranstaltet wurde.

Über Neujahr waren wir am Lake Nabugabo, wo am 1. Januar eine große Strandparty veranstaltet wurde.

Wer braucht schon einen Rasenmäher?!

Wer braucht schon einen Rasenmäher?!

Voll, chaotisch und verrückt!

Kampala: Voll, chaotisch und verrückt!

Wieder zurück zu Hause, durfte ich im HOSFA-Projekt neben viel zäher Büroarbeit eine Geburt miterleben und mit ein paar Mitarbeitern das Kinderkrankenzimmer neu anstreichen und mit bunten Bildern etwas kindgerechter gestalten, was viel Spaß gemacht hat.

In der letzten Woche waren Anna, Niklas, Tobi und ich dann beim Zwischenseminar in Entebbe am Viktoriasee. Mit zehn weiteren Freiwilligen hatten wir gute Gespräche über das vergangene halbe Jahr in Uganda. Es war schön, sich über das Erlebte austauschen zu können und wir hatten eine sehr super Zeit dort. Als wir zurückkamen, war die COSNA-Schule schon wieder etwas belebter, denn die ältesten Schüler sind aus den Ferien zurückgekehrt. Nächste Woche beginnt das neue Schuljahr dann offiziell und ich freue mich sehr auf die Arbeit mit den Kindern.

 

Umzug und Projektwechsel

Samstag, 20. Dezember 2014 von Nicole

Anna, Barbara und ich sind umgezogen. Jetzt wohnen wir in einem sehr schönen Gästehaus neben der COSNA Schule und jede von uns hat ihr eigenes Zimmer.

Nachdem die Schulkinder Mitte November alle Examen geschrieben hatten, durften die Tagesschüler bis zur Zeugnisvergabe zu Hause bleiben und auch die Internatskinder wurden nach und nach von ihren Eltern abgeholt. Da kein Unterricht mehr stattfand, machten wir in diesen Tagen verschiedene Programme mit den verbleibenden Internatskindern. Wir zeigten ihnen verschiedene Tänze, brachten ihnen deutsche Weihnachtslieder bei, bastelten Weihnachtsengel, erklärten ihnen anhand einiger Fotos etwas über die deutsche Kultur und guckten mit ihnen „Findet Nemo“. Es hat auf jeden Fall großen Spaß gemacht und ich denke, das Programm war eine schöne Abwechslung für alle.

Beim Tanzen zeigten die Kinder, dass sie den Rhytmus im Blut haben.

"Findet Nemo"

"Findet Nemo"

Da Anfang Dezember dann offiziell die Schulferien begannen, arbeiten wir seitdem bei HOSFA. Hier schnuppern wir zurZeit in verschiedene Bereiche hinein. Ich verbrachte meine erste Woche dort in der Zahnklinik, dann eine Woche mit den Sozialarbeitern und diese Woche war ich im Medikamentenlager. Es ist nicht ganz einfach, gute Aufgaben zu finden, da viele Patienten und Klienten kein oder nur sehr wenig Englisch sprechen und mein Luganda dafür nicht ausreicht. Deshalb mache ich meist sehr simple Büroarbeiten und konnte der Zahnärztin ein bisschen assistieren. Die Schulferien werden noch bis Anfang Februar andauern, weshalb ich hoffe, dass wir im Januar noch spannende Aufgaben finden werden.

Die Familienbesuche, die ich mit dem Sozialarbeiter unternehmen durfte, waren für mich sehr eindrucksvoll.

Die Familienbesuche, die ich mit dem Sozialarbeiter unternehmen durfte, waren für mich sehr eindrucksvoll.

Jetzt sind ohnehin  auch erst mal für uns zwei Wochen Ferien und wir werden die freie Zeit nutzen, um das Land zu bereisen.

Zum Schluss noch ein paar Fotos verschiedener Erlebnisse.

Der König der ugandischen Region, in der ich lebe, war bei einem Fußballspiel in Mityana Ehrengast, was natürlich mächtig gefeiert wurde.

Der König der ugandischen Region, in der ich lebe, war bei einem Fußballspiel in Mityana Ehrengast, was natürlich mächtig gefeiert wurde.

Der werte Herr mit dem Bild in der Hand ist der König von Buganda. Schon Tage vor seiner Ankunft hier wurde die Stadt dekoriert und sein Besuch war in aller Munde.

Der werte Herr mit dem Bild in der Hand ist der König von Buganda. Schon Tage vor seiner Ankunft hier wurde die Stadt dekoriert und sein Besuch war in aller Munde.

Die Jungen der Fußball AG und im Hintergrund das Schulgebäude

Die Jungen der Fußball AG und im Hintergrund das Schulgebäude

Blick über die Hauptstadt Kampala

Blick über die Hauptstadt Kampala

Zum Ende des Schuljahres gab es eine Party für alle Mitarbeiter. Es wurde gewichtelt und die Geschenkübergabe war ein richtiges Spektakel und hat sehr viel Spaß gemacht.

Zum Ende des Schuljahres gab es eine Party für alle Mitarbeiter. Es wurde gewichtelt und die Geschenkübergabe war ein richtiges Spektakel und hat sehr viel Spaß gemacht.

)

Auch ich war irgendwann dran 🙂

Anschließend wurde ein Foto nach dem anderen geschossen...

Anschließend wurde ein Foto nach dem anderen geschossen...

Besuch von Tobi und Niklas

Besuch von Tobi und Niklas

Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

Allerlei der letzten Wochen

Freitag, 07. November 2014 von Nicole

Seit meinem letzten Blogeintrag ist wieder viel passiert.
Vor drei Wochen ist Barbara zu uns gestoßen und mit ihr arbeiten und leben wir nun zusammen. Wir haben uns alle auf Anhieb gut verstanden und freuen uns darauf, bald in das Gästehaus neben der Schule einziehen zu dürfen.

Im Projekt geben Anna und ich jetzt für die fünfte und sechste Klasse Computer- und Deutschunterricht, was sehr viel Spaß macht.
Außerdem bieten wir seit dieser Woche nachmittags verschiedene Aktivitäten für die Internatsschüler an. Montags sitzen Anna, Barbara und ich mit den Schülern der fünften Klasse zusammen und bringen ihnen die deutsche Kultur und Sprache näher. Dienstags leiten wir eine Theater AG für die Internatsschüler der zweiten und dritten Klasse und mittwochs und donnerstags bieten Barbara, Anna und ich unterschiedliche AGs an. Ich spiele dann mit den Jungs Fußball. Leider sind die Gruppen jeweils riesig, sodass es zum Beispiel in der Theater AG wirklich schwierig sein wird mit zirka 80 Kindern etwas zu erarbeiten, aber die Kinder scheinen trotzdem viel Freude zu haben.
In der Schule werden wir außerdem jetzt täglich eine Stunde in Luganda unterrichtet und damit wir uns richtig in die Kultur einfinden, haben wir nun auch ugandische Namen und sind jeweils einem Clan zugehörig. Anna wurde  „Namembe“, Barbara  „Nakitende“ und ich „Nabukenya“ benannt. Jetzt können wir uns immer stolz mit unseren neuen Namen vorstellen.

Hier seht ihr einen Teil des großen Schulgeländes. In diesem Gebäude befinden sich die meisten Klassenräume.

Hier seht ihr einen Teil des großen Schulgeländes. In diesem Gebäude befinden sich die meisten Klassenräume.

Vor ein paar Wochen haben Anna und ich die Gelegenheit bekommen, auf einen Schulausflug in den Westen des Landes mit Übernachtung im Queen Elizabeth Nationalpark mitzukommen. Das haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen und sowohl die Kinder, als auch wir haben den Trip sehr genossen.

Auf dem Hinweg sind wir am Äquator vorbeigekommen.

Auf dem Hinweg sind wir am Äquator vorbeigekommen.

Während einer geführten Bootsfahrt über den Kazinga- Kanal im Queen Elizabeth Nationalpark konnten wir viele wilde Tiere bestaunen.

Außerdem wurde uns nahe des Nationalparks erklärt, wie Salz gewonnen wird. Wenn man in eines dieser Becken reinfiele, würde das ziemlich schnell zum Tod führen…

Außerdem wurde uns nahe des Nationalparks erklärt, wie Salz gewonnen wird. Wenn man in eines dieser Becken reinfiele, würde das ziemlich schnell zum Tod führen…

Vor zwei Wochen wurde ein Schulfest angekündigt. Barbara, Anna und ich wollten dafür selbstgebackene Cookies beisteuern. Nachdem wir den Berg von Cookies aus dem Ofen geholt hatten, rief dann die Schule an und teilte uns mit, dass das Schulfest ausfallen würde. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als die Kekse selbst zu futtern und zu verschenken…

Letztes Wochenende sind wir mit dem Engländer Michael, ein paar Kindern und zwei Müttern, die Bekannte von Michael waren, zum Forest Park Resort gefahren. Der Park mit Baggersee ist zirka anderthalb Stunden von Mityana entfernt. Ich konnte dort schwimmen gehen und wir haben uns bei schönem Wetter sehr gut entspannen können.

 

Die ersten Arbeitstage im Projekt

Freitag, 10. Oktober 2014 von Nicole

Unser freiwilliges soziales Jahr verbringen Anna und ich bei den beiden Projekten COSNA und HOSFA, die aber beide auch zusammenarbeiten. COSNA ist eine Schule, zu der auch ein Internat, Kindergartenklassen, sowie eine Betreuung für Babies und Kinder bis drei Jahren gehören.
Zu HOSFA gehören ein Krankenhaus, Sozialarbeiter, ein weiteres Internat und Ausbildungsmöglichkeiten beispielsweise mit einer Nähstube und einer Werkstatt.

Mit dem Sozialarbeiter Stephen (ganz rechts) von HOSFA durften wir einige Familien besuchen, die durch das Projekt unterstützt werden und alle sehr freundlich waren.

Mit dem Sozialarbeiter Stephen (ganz rechts) von HOSFA durften wir einige Familien besuchen, die durch das Projekt unterstützt werden und alle sehr freundlich waren.

Bis zu den großen Ferien im Dezember werden wir bei COSNA arbeiten.Hier haben wir schon die vergangenen zwei Wochen bei den ganz kleinen Kindern bis drei Jahren verbracht. Unsere Aufgabe besteht hauptsächlich darin, die Kinder zu bespaßen. Obwohl diese noch kein Englisch sprechen können, ist es nicht schwierig, die Kinder für etwas zu begeistern und sie zum Lachen zu bringen.

Ab Montag werden wir dann zusätzlich noch Computerunterricht bei zwei Schulklassen geben. Wir sollen ihnen die Grundlagen im Umgang mit Computern beibringen.

Auch neben unserem Arbeitsplatz lernen wir hier immer mehr von unserer Umgebung kennen. Josephine, die ebenfalls bei COSNA arbeitet, ist mit uns letzte Woche nach der Arbeit zum Wamalasee gefahren. Dieser ist zirka 10 km von unserem Wohnort entfernt. Die holprige Fahrt dorthin hat sich wirklich gelohnt, denn sowohl der See, als auch seine Umgebung sind wunderschön.

Hier wird Ananas angebaut.

Hier wird Ananas angebaut.


An einem anderen Feierabend haben wir den Schulbus genommen und konnten die Wohnorte einiger Schüler sehen. Eines der Kinder wohnt auf einer Farm. Netterweise hat uns der Besitzer dort noch rumgeführt und gezeigt, wie die dort angebauten Macadamianüsse verarbeitet werden.

Mittlerweile haben wir auch gelernt, unsere Wäsche mit der Hand zu waschen.

Wäsche waschen auf afrikanisch; Zum Glück zeigt uns Resty, wie das geht...

Wäsche waschen auf afrikanisch; Zum Glück zeigt uns Resty, wie das geht...

Ich freue mich schon sehr auf unsere neue Aufgabe im Projekt und auf alles weitere, was uns hier noch so erwartet.

 

Angekommen in Uganda

Mittwoch, 24. September 2014 von Nicole

Hallo,

ich bin Nicole, 18 Jahre alt und für ein freiwilliges soziales Jahr nach Uganda gereist. Ich werde hier in der Stadt Mityana leben, die zirka eine Stunde von Ugandas Hauptstadt Kampala entfernt ist.
Ich freue mich sehr, dass Ihr auf meinen Blog gefunden habt, möchte aber an dieser Stelle betonen, dass all meine Erzählungen nur meinen eigenen Eindrücken entsprechen und ich nur meine Erfahrungen mit einem klitzekleinen Teil Ugandas schildern kann.

Meine drei Mitfreiwilligen und ich sind gut in Entebbe am Flughafen angekommen. Ebola- und Visacheck dauerten zwar seine Zeit, waren aber problemlos. Am Flughafen wurden wir sehr herzlich von unseren Projektpartnern in Empfang genommen und in die Hauptstadt Kampala gebracht, wo wir die erste Nacht verbrachten.

Noa aus unserem Projekt und meine drei Mitfreiwilligen Niklas, Tobi und Anna

Noa aus unserem Projekt und meine drei Mitfreiwilligen Niklas, Tobi und Anna

Am nächsten Tag wurde ich bei Tageslicht mit sehr vielen neuen Eindrücken überhäuft: wunderschöne grüne Landschaften, viele Menschen und besonders viele Kinder, chaotischer Verkehr, Motorräder, die teilweise mit 4 Personen besetzt sind, verschiedene Stände am Straßenrand, viele freilaufende Tiere…

Mittlerweile sind Anna und ich in Mityana. Hier werden wir den ersten Monat bei zwei Ordensschwestern leben, um uns an alles zu gewöhnen, kochen und waschen und alles, was sonst noch so dazugehört, zu lernen. Diese Woche arbeiten wir noch nicht, sondern lernen die Umgebung und die Projekte kennen und versuchen ein bisschen die lokale Sprache „Luganda“ zu erlernen, was wirklich nicht einfach ist. Aber alle Menschen sind sehr nett und hilfsbereit und mit fast allen können wir ohnehin Englisch sprechen.
Insgesamt fühle ich mich hier sehr wohl und bin gespannt, was die nächste Zeit noch so bringen wird, vor allem die ersten Tage im Projekt.