Ranking

Samstag, 27. Juni 2015 von Jonas Metzger

Da ich jetzt schon über zehn Monate hier bin und sich Ecuador sowohl in Kultur, Land und Leuten sehr von unserer unterscheidet, habe ich gedacht, dass es Zeit wird für ein Ranking mit Dingen, die mir besonders auffallen oder die hier so ganz anders als in Deutschland sind:

1. Erster und „wichstiger“ Punkt: Das Essen
Ohne
Reis ist das Mittagessen kein richtiges Mittagessen. Dieser Satz, den ich schon von mehreren Ecuadorianern gehört habe, bringt es ziemlich gut auf den Punkt. So gibt es hier täglich mindestens einmal Reis zum Essen. Selbst zu Spaghetti, die nur selten gekocht werden, darf der Reis nicht fehlen. Mich wundert es wirklich, dass man so viel davon essen kann. Reis wird häufig mit Hähnchen und Kochbananen oder Linsen als Beilage gegessen. So ist die Hauptstraße an der ich wohne voll mit Hähnchenverkäufern. Erstaunlich, dass einem bei einem so hohen Hähnchenkonsum keine Federn wachsen ;). Fast genausoviel wie Reis gegessen wird, gibt es auch Bananen und zwar in allen Variationen. Gekocht, gebraten, frittiert, als Knödel, als Auflauf, als eine Art Mus – „majado“ genannt, selbst richtig leckere Bananenchips „chifles“ werden aus ihnen gemacht . Dabei wird je nach Reifegrad von knallgrün „verde“ bis gelbbraun „maduro“ mit der Kochbanane ein anderes Gericht möglich. Erst vergangenen Donnerstag habe ich mit Antonio wieder eine Bananenspenden von über 200kg Bananen abgeholt, um die Dimensionen in denen es hier Bananen gibt etwas zu verdeutlichen. Selbst die Hennen werden damit gefüttert, es ist also genug für alle da. So ist Ecuador unangefochten eines der führenden Bananenexporteure weltweit.
Über das Essen könnte noch ewig viel erzählt werden, da auch noch jede Menge tropische Früchte wachsen, von denen ich am Anfang die Hälfte noch nicht einmal kannte. Ebenfalls variieren die Essensgewonheiten (sowie auch die Musik) je nach Region in Ecuador. In den Bergen werden z.B. eher Kartoffeln als Bananen gegessen.

2. Straßenhändler:
Straßenhändler gibt es jede Menge und ich denke, dass ich diese sicherlich vermissen werde. Sie verkaufen so ziemlich alles, über raubkopierte Filme für einen Dollar, Tees, die einen von jeglicher Krankheit heilen sollen, Süßigkeiten und verschiedenes Essen und Trinken, Rattengift, Besen … alles ist dabei. Man muss dabei nicht zum Essen hin laufen, sondern es wird einem hergebracht und sogar bis in den Bus. Das Gute dabei ist, dass die Straßenhändler überhaupt nicht aufdringlich sind. Ein freundliches Kopfschütteln oder abwinken reicht aus und sie gehen weiter.
Neben diesen mobilen Straßenhändlern gibt es auch unzählige kleinere Stände am Straßenrand, in denen verschiedene Milchshakes „Batidos“, Säfte, anderes Essen, meist gefälschte Markenkleidung und andere Kleinigkeiten verkauft werden.

3. Zeit und Wegbeschreibungen:
Nicht nur Albert Einstein, sondern auch viele Ecuadorianer sind zur gleichen Erkenntnis gekommen: Zeit ist relativ.
So kann ein „ya mismo“ tatsächlich „jetzt“ bedeuten oder auch „fünf Minuten“, „drei Stunden“ oder einen „halben Tag“. Als wir das erste Mal zu einer öffentlichen Veranstaltung gingen, waren wir, wie es auf der Eintrittskarte angegeben war, um 8 Uhr an Ort und Stelle, jedoch als Einzige. Die Veranstalter waren sogar noch damit beschäftigt, die Bühne fertig aufzubauen. So war genug Zeit, noch einmal heim zu gehen und knapp zwei Stunden später wieder zu kommen.

Zu Wegbeschreibungen:
Wenn man nach dem Weg fragt, wissen die meisten Menschen wohin es geht und können einem hilfsbereit den Weg genau beschreiben, sogar mit Meterangaben und Zeitangaben, wie lange es noch zum Ziel dauert. Allerdings ist es ratsam, sich noch eine Zweit- oder Drittmeinung zu holen, um sicherzugehen, nicht in zwei unterschiedliche Richtungen geschickt zu werden, denn teilweise werden Angaben sehr grob geschätzt.

4. Außendarstellung des Landes:
Mir scheint es, dass es die Ecuadorianer interessiert, wie wir von ihrem Land denken und wie wir es finden. Häufig wird man auch direkt gefragt, ob einem Ecuador gefällt. Auch interessiert es sie sehr, wie es in Deutschland ist und welche Dinge dort anders sind. Besonders, dass wir vier Jahreszeiten und keine Aufteilung des Landes in Küste, Berge und Amazonasgebiet haben, stellt sich immer als sehr beeindruckender Unterschied heraus.
Gefühlt waren sehr viele Ecuadorianer schon einmal in Spanien oder sie kennen jemanden, der jemanden kennt der schon einmal dort war. Generell kommt es mir vor, dass Ecuador viel mehr Verbindungen zu Deutschland hat, als ich es mir vorgestellt habe

5. Ausgehen: Beim Ausgehen bestellt nicht jeder sein eigenes Bier, sondern es wird ein Bier oder eine Karaffe davon für alle zusammen bestellt und zusammen leer getrunken. Dann wird wieder ein neues Bier für alle bestellt.
Auffallend ist, dass Ecuador eine richtige Tanznation ist und bei Anlässen wie Festen, Umzügen, Feiern dürfen Tänze auf keinen Fall fehlen. Deshalb lernen die meisten schon von klein auf sehr gut zu tanzen.

6. Wenn es um die Wurst geht:
Anfangs etwas ungewohnt fand ich, dass man eigentlich fast im ganzen Land das Klopapier nicht ins Klo, sondern in einen daneben dafür aufgestellten Mülleimer wirft. Mir wurde erzählt, dass zu enge Abflussrohre verbaut wurden und diese sonst verstopfen würden. Da hat man bei der Rohrverlegung wirklich einen Scheiß gebaut.

7. Geduldprobe:
An der Kasse im Supermarkt kann das Schlangestehen häufig etwas länger dauern, auch wenn nur wenige Leute vor einem in der Schlange stehen. Mit ein Grund dafür ist, dass leider alle Produkte, häufig sogar auch noch separat, in Plastiktüten verpackt werden und nicht selten Menschen den Supermarkt mit fünf Tüten in jeder Hand verlassen.

8. Die Vielseitigkeit des Landes:
Obwohl ich wusste, dass Ecuador eines der vielseitigsten Länder weltweit ist, fasziniert mich diese Vielfalt des Landes immer wieder noch aufs Neue. So kann ich von Santo Domingo aus in drei Stunden Busfahrt entweder an einem heißen Pazifikstrand zwischen Kokusnusspalmen liegen und im Meer baden oder drei Stunden Richtung Osten in die Anden (auf über 3000 m) fahren und dort mit einer Vulkanbesteigung im Hochgebirge loslegen. Nur ins Amazonasgebiet dauert es etwas länger, ca. acht Stunden Busfahrt, weil dort die komplette Andenkette überquert werden muss. Somit stimmt das Sprichwort wirklich, dass man hier am Strand Frühstücken, in den Bergen Mittagessen und im Regenwald Abendessen kann. Es sind wie drei kleine verschiedene Länder in einem zusammengefügt. Nicht zu vergessen sind dabei die Galapagosinseln, über die ich wahrscheinlich beim nächsten Mal berichte.

9. Schwangere Mädchen:
Hier ist es üblich sehr früh Kinder zu haben. So haben viele Mädchen schon mit fünfzehn, sechzehn Jahren ihr erstes Kind. Dies fällt vor allem auf, wenn man durch die Stadt läuft und viele Minderjährige mit Baby auf dem Arm herumlaufen. Deshalb wurde ich auch schon oft gefragt, wenn ich mit Kindern aus dem Heim unterwegs war, ob es meine eigenen sind. Dann wird verdutzt geschaut, wenn ich antworte, dass ich noch gar keine Kinder habe.

10. Hinterherschauen:
Eigentlich habe ich es schon in einem Blogeintrag erwähnt, dennoch darf es hier nicht fehlen, weil es wirklich so auffällig ist. Als großem Hellhäutigen wird einem vor allem im Zentrum Stanto Domingos enorm hinterhergeschaut und teilweise auch losgelacht. Mittlerweile bin ich sicherlich auch schon in einigen Fotoalben ecuadorianischer Familien verewigt, die kurzerhand gefragt haben, ob sie ein Bild mit mir machen dürfen.

11. Busfahren:
Busfahren ist hier Verkehrsmittel Nummer 1, da viel Leute auch gar kein eigenes Auto besitzen. So kommt man mit dem Bus eigentlich auch überall hin und das spottbillig (eine Stunde Busfahrt kostet nur ungefähr einen Dollar, Stadtbusse fünfundzwanzig Cent pro Fahrt – egal wohin). Das liegt an den sehr niedrigen Spritpreisen (ein Liter Diesel kostet umgerechnet etwa nur zwanzig Cent) und den niedrigen Gehältern.

Bei den längeren Busfahrten wird der Bus zum Kino. Oft wird ein Ballerfilm eingelegt, der keine richtige Handlung besitzt und bei es nur um sinnloses Herumgeschieße und viel Blutvergießen geht. Dabei wird die Lautstärke teilweise so laut aufgedreht, dass es durch den ganzen Bus nach Schüssen und Schreien tönt. Dass auch kleine Kinder im Bus sind, wird dabei leider nicht berücksichtigt. Wenn man Richtung Küste fährt wird auch oft Salsamusik aufgelegt, was wesentlich ich wesentlich angenehmer finde.

12. Preisverschiebung:
Generell kann man zwar sagen, dass die Lebensunterhaltungskosten hier in Ecuador einiges billiger sind (müssen sie auch bei einem Grundeinkommen von 352 Dollar), dennoch gibt es einige Artikel die gleich viel oder sogar mehr als in Deutschland kosten. Dies sind vor allem importierte Güter wie Handys, Fernseher, Autos und andere technische Artikel, wie Baumaschinen oder auch Metalle, die hier deutlich mehr kosten. Dies liegt an der von der Regierung neulich sogar noch erhöhten Einfuhrsteuer für Güter aus dem Ausland, die sogar für die der Nachbarländer gilt. So kosten z.B. Äpfel, die zu einer der wenigen Früchten gehören, die hier nur schlecht wachsen und deshalb meist aus Peru importiert werden, rund dreimal so viel wie bei uns. Normalerweise ist das Essen hier sehr günstig. Das typische Mittagsmenü „almuerzo“ mit Suppe, Hauptgang und einem Fruchtsaft kostet gerade mal 2,50 Dollar. Unglaublich ist jedoch, dass Schokolade in Ecuador, einem Kakaoexportland, das für seinen qualitativ hochwertigen Kakao bekannt ist, hier wesentlich mehr als in Deutschland kostet und es bei weitem nicht dieselbe große Auswahl gibt. Das liegt daran, dass der Kakao exportiert und die Schokolade dann wieder teuer importiert wird, weil es hier schlicht keine Industrie dafür gibt.

Dienstleistungen sind aufgrund der niedrigen Löhne ebenfalls wesentlich günstiger als in Deutschland. So bezahle ich, wenn ich zum Friseur gehe nur zwischen zwei fünfzig und drei Dollar. Mein Friseur hat übrigens beim letzten Mal Haareschneiden gemeint, ich soll mich bitte nicht aufrecht hinsetzen, damit er besser oben die Haare schneiden kann. Auch gibt es auf dem Markt in Santo Domingo einige Stände, bei denen man sich am Straßenrand mal eben schnell masieren oder die Schuhe putzen lassen kann.

13. Luftfeuchtigkeit
Am Anfang wunderte ich mich, weshalb man in Santo Domingo einen Wäschetrockner braucht, wenn es doch rund um die Uhr mehr als zwanzig und nachmittags meist über dreißig Grad hat. Schnell wird einem jedoch klar, dass hier aufgrund der tropisch hohen Luftfeuchtigkeit die Kleidung, sowie alles andere nur sehr langsam trocknet, außer wenn mittags die Sonne wirklich senkrecht auf den Äquator prallt. Wenn man ein nur leicht feuchtes Kleidungsstück in den Schrank legt und nach einer Woche wieder anziehen will mieft es, als ob es schon getragen wurde. Leder darf, wie ich feststellen musste, überhaupt nicht irgendwo eingeschlossen werden. Schon nach ein paar Tagen in der Nachttischschublade war meine Ledergeldbeutel oder meine Gürtel mit einer weißer Schimmelschichtt überzogen.

Eine weitere Folge der hohen Feuchtigkeit mit Wärme ist, dass Metalle schneller anfangen zu rosten. Deshalb haben Antonio und ich vergangene Woche alle Betten auseinander geschraubt und mit neuen, unverrosteten Winkeln und Schrauben wieder zusammengebaut.

Diese Liste über meine persönlich wahrgenommenen Unterschiede, Auffälligkeiten und Erfahrungen ließe sich noch ewig erweitern. Eigentlich wollte ich sie nur zusätzlich zu einem Blogeintrag dazu schreiben und jetzt ist sie ungewollt ein eigener Eintrag geworden.

Das nächste mal zeige ich Bilder von meiner Galapagosreise und dem Zelten auf dem Cotopaxi Vulkan, auf knapp 5000 m Höhe.

 

Winterferien

Dienstag, 19. Mai 2015 von Jonas Metzger

Jetzt enden hier in Ecuador die achtwöchigen Sommerferien. Deshalb nun ein Überblick, was so alles in den Ferien los war:

Nachdem in den ersten vier Ferienwochen ein „Ferienkurs“ ( hier wurde beispielsweise gemalt und Schwimmen unterrichtet ) stattgefunden hat, waren die Kinder in den nächsten Wochen viel im Heim. Öfters wurden nachmittags kleine Ausflüge in die Stadt Santo-Domingo unternommen und unterschiedliche Einrichtungen, wie z.B. die Feuerwehr, das Rathaus, die Polizei, Parks und Märkte besichtigt und kennengelernt. Ich war immer als Aufsichtsperson für eine Gruppe dabei. Diese Ausflüge fand ich sehr gut, da dadurch die Kinder sehen konnten, wie es außerhalb des Heimes in ihrer Stadt Santo-Domingo aussieht und sie lernten, welche Einrichtungen wofür zuständig sind.

Bei der Feuerwehr

Bei der Polizei

Abwechselnd zu den Nachmittagsausflügen gab es auch kleine Arbeiten im Garten zu erledigen, wie z.B. die Ernte von Bananen, Maracuja und Avocados.

An einem Wochenende sind wir mit den älteren Jungs in die größte und heißeste Stadt Guayaquil gefahren. Hier sinken die Temperaturen höchstens nachts auf 25 Grad. In Guayaquil haben wir dann einen Ausflug zum Leguanpark, auf einen Leuchtturm, sowie auf die Insel Santay gemacht. Es hat allen wirklich gut gefallen!

Beim Leuchtturm

In einem Stadtpark Guayaquils

Mit den kleineren Kindern haben wir einen eintägigen Ausflug in den näher gelegenen Nebelwald bei Mindo unternommen, wo wir ein Schmetterlinghaus besucht haben. Anschließend sind wir zu den dort gelegenen Wasserfällen gewandert. Um dorthin zu zu gelangen, muss man zuvor in einer Gitterbox eine Schlucht über den Nebelwald mit einer Seilbahn überqueren, was ziemlich cool ist. Wer sich daran erinnert, dort war ich ganz am Anfang schon einmal 😉

Mein Patenkind Erick, Michael und ich im Schmetterlingshaus

Eine weitere Aktion in den Ferien war der Dachwechsel unseres Speisesaals und der Küche. Antonio, unser Hausmeister, die älteren Jugendlichen und wir Freiwilligen haben das alte Eternitdach abgedeckt und es neu mit Wellblech bedeckt. Auch wenn wir über 30 Grad und pralle Sonne hatten und sogar die Ecuadorianer ins Schwitzen kamen, hat mir diese Arbeit viel Spaß gemacht. Unter einem Wellbelchdach versteckt man sich zwar kaum, wenn starker tropischer Regen fällt, jedoch tropft es jetzt nicht mehr in die Küche.

Beim Dachwechsel

Zu Ostern kann ich sagen, dass mich die Osterstimmung mehr als die Weihnachtsstimmung gepackt hat. Wahrscheinlich liegt das neben dem Wetter auch daran, dass die Karwoche schon als ziemlich wichtig, gefühlt mehr als in Deutschland, angesehen wird. So gab es am Karfreitag etliche große und lange Prozessionen durch Santo-Domingo, auch wenn dies bei morgendlichen knapp dreißig Grad sehr anstrengend war.

Wir Freiwilligen haben Eier aus eigener Haltung bunt angemalt und dann an Ostern versteckt. Hier wird normalerweise dieser Brauch nicht ausgeführt, so dass man ein paar Mal erklären musste, wie er funktioniert. Den Kindern hat es jedoch richtigen Spaß gemacht, ihr Ei zu suchen.

Beim Ostereiersuchen... Beim Ostereiersuchen…

... und beim Finden

... und beim Finden

Jetzt, zum Ende der Schulferien, bin ich für die Besorgung und das Herrichten der Schulmaterialien zuständig. So bin ich gerade mit Dingen wie Schulranzen und Schuhe für die Schuluniform zu kaufen beschäftigt, Bestelllisten zu schreiben, welche Hefte, Stifte, Bücher und andere Dinge welches Kind benötigt. Bei so manchen Lieferungsverzögerungen oder Fehllieferungen kann das ganze manchmal etwas nervenaufreibend sein.

Inzwischen hat Isabelle ihren Freiwilligendienst beendet. So sind jetzt nur noch Michael und ich als Freiwillige im Casa Hogar da.

An den vergangenen Wochenenden waren wir wieder etwas im Land unterwegs und es gab mehr oder weniger kleine Abenteuer.

Beim Besichtigen eines wirklich schönen Wasserfalls ganz in der Nähe Santo Domingos durfte natürlich auch das Baden im Becken unter dem Wasserfall nicht fehlen. Als ich hoch motiviert ins Wasser ging, schließlich sind auch Einheimische drin, ergo es gibt nichts Gefährliches im Wasser, dachten sowohl ich, als auch die Ecuadorianerin, die mit uns dorthin gefahren ist. So glaubten wir, dass es ein guter Witz von Michael sei zu behaupten, dass neben mir gerade eine große orange-schwarze Schlange im Wasser geschwommen sei. Schlussendlich, ich habe ihm mittlerweile geglaubt, sind wir nach einer kurzen Überlegungspause, in der wir auch einem Einheimischen davon berichtet haben, den das jedoch nicht so überzeugt hat, auch wieder ins Wasser gegangen. Als jedoch nach einer Weile auf einmal alle Leute im Wasser unruhig ans Ufer stürmten und jemand mit einer halb geköpften Schlange in Farbe orange-schwarz, mit einer Länge von ca. 1,50 m herauskam kam, war allen nicht mehr so ganz wohl. Von dem Naturburschen, der die Schlange, die noch eine Weile um ihr Leben rang, mit einem Stein und einem gezielten Wurf in den Nacken erlegt hatte, erfuhren wir, dass es sich um eine hochgiftige „Corall“ handelt. Eine Schlange derselben Art wurde ein paar Wochen zuvor auch von unserem Hausmeister, mit ein paar Schuhtritten ins Genick, neben unserer Wäscherei erlegt.

Am darauf folgenden Wochenende fuhren wir an den Strand. Schon im Voraus wussten wir, dass es aufgrund bestimmter Wetterkonstellationen Anfang Mai die höchsten Wellen des Jahres gibt. Dies hört sich für jemanden, der gerne Wellen reitet, gut an. Dass sie jedoch so hoch sind, haben wir allerdings nicht gedacht. Am Nachmittag wurde dann sinnvollerweise Schwimmverbot erteilt. Ich war froh, dass ich nicht wie gewollt einen Surfkurs angefangen habe, da dieser mit Sicherheit abgebrochen worden wäre. Dafür konnten wir live den Profis zuschauen, die mit einer Welle einige Hundert Meter weit gesurft sind.

Jetzt sind mittlerweile meine letzten Wochen hier angebrochen … und es scheint, als ob die Zeit immer schneller vergeht…

 

Fasnet, Ferien und Federvieh

Mittwoch, 25. März 2015 von Jonas Metzger

Nun sind der Hennen- und Gänsestall fertig und unsere Tiere (insgesamt vier Gänse, ungefähr ein dutzend Hennen, zwei Perlhühner) sind eingezogen. Es gab sogar schon den ersten Hennennachwuchs! Auch bekam das Casa Hogar letzte Woche unerwartet 45 Masthennen als Lebendspende . Von diesen konnten viele weder aufrecht stehen noch gescheit laufen, da sie aus einem Mastbetrieb stammen. Deshalb wurde in einer morgendlichen Schlachtaktion die Anzahl der Tiere des Kleinviehfederhofes reduziert, so dass sich der Bestand auf die gesunden Tiere beschränkt. Ich hab mich dabei als richtiger Metzger bewiesen.

Beim Füttern

Beim Hennenrupfen

In Ecuador haben Anfang März die 2 monatigen Sommerferien begonnen. Damit die Kinder nicht ganz aus der Übung kommen findet vormittags ein Ferienkurs statt. In der ersten Ferienwoche, als dieser noch nicht stattfand und die Kinder den ganzen Tag über im Heim waren, machten wir verschiedene Aktionen in unterschiedlichen Gruppen. Mit den Jugendlichen  habe ich an den Vormittagen einen Schwimmteich für die Gänse gebaut.

Nachmittags finden unterschiedliche Aktivitäten, wie z.B. Computerunterricht, Fußball und Flötenunterricht, den wir Freiwilligen anbieten, statt.

Im Februar war die Taufe von fünf Geschwistern, die alle im Heim wohnen. So bin ich jetzt Taufpate ( auf schwäbisch der „Gethe“, auf spanisch Padrino) vom 5-jährigen Erick! Zusammen mit meinen zwei Mitfreiwilligen Michael und Isabelle, die auch Taufpaten wurden, haben wir mit unseren Patenkindern einen Ausflug in die Stadt gemacht und anschließend im  Kino einen 3D Film angeschaut, was ihnen richtig gut gefallen hat und ziemlich witzig war.

Der Junge in der Mitte ist mein Patenkind Erik

Auch wenn ich bisher immer davon ausgegangen bin, dass es in Ecuador nur eine Jahreszeit gibt, den Sommer, so habe ich mich geirrt. Es gibt nämlich zwei: Die Erste und die Fünfte Jahreszeit. Hier beginnt die Fasnacht am Wochenende vor Aschermittwoch und dauert bis Aschermittwoch an. Verkleidet wird sich hier fast nicht, was auch praktischer ist, denn die Fasnacht ist eine Schaum- und Wasserschlacht. Ich manchen Teilen des Landes muss man auch aufpassen, dass man nicht mit Farben bemalt oder Eiern beschmissen wird.

Die Fasnacht habe ich in der von Santo Domingo vier Stunden entfernten Andenstadt Ambato verbracht, in der es den größten Umzug des Landes gibt. An dem Umzug nahmen jede Menge Wagen teil, die alle mit unzähligen Früchten und Blumen dekoriert wurden. Deshalb nennt man dort die Fasnacht auch „Fiestas de Frutas y Flores“ (Früchte und Blumenfest). In der ganzen Stadt gab es   die folgenden Tage über Open Air Konzerte mit jeder Menge Salsa, Reggeaton… und viele andere Veranstaltungen.

Mit am coolsten fand ich die Schaumschlachten, bei denen Straßenhändler laut schreiend versuchen Schaumsprühdosen (vom Aussehen her mit kleinen Feuerlöschern vergleichbar) zu verkaufen. Mit diesen Teilen ausgerüstet gings dann in die Schaumschlachten auf den Straßen. Meistens sprühte man sich in kleinen Gruppen gegenseitig ein. Wir Freiwilligen, als etwas größere auffallende Ausländergruppe steckten mindestens genauso viel ein, wie wir austeilten.

Beim Antritt der Rückfahrt von Ambato nach Santo Domingo passierte mir der bisher größte „Scheiß“,  seit ich hier in Ecuador bin: Mir wurde mein kompletter Rucksack mit Kamera und allen meinen warmen Klamotten… geklaut. Und zwar so:

Während wir im Terminal noch eine viertel Stunde auf den Bus warteten, stürzte ein älterer Mann zu Boden. Zuerst zögerte ich, ihm zu helfen, da beim „Erste Hilfe“ Leisten die Leiterin meines Projektes vor kurzem ausgeraubt wurde.  Als mich dann jedoch ein Kollege fragte, ob ich ihm helfen könnte, den Mann aufzuheben, dachte ich, dass er uns nichts machen wird, da wir zu zweit sind. Während wir ihm halfen aufzustehen, klauten seine Bandenmitglieder meinen Rucksack, der ca. einen Meter von den anderen sechs Freiwilligen stand. Alles ging so schnell, dass von den sechs Leuten nicht einer irgendetwas bemerkt hat. Leider gab es von der  Überwachungskamera, die an diesem Terminal aufgestellt ist, kein Video, da diese zu dem Zeitpunkt genau auf die andere Seite geschwenkt wurde. Hier war also eine echte Profibande am Werk!   Zum Glück können die Eltern meiner Mitfreiwilligen, die bald zu Besuch kommen, mir die wichtigsten Dinge (Regenjacke in XL Größe …) mitbringen. Bilder von der Fasnacht habe ich somit keine, werden aber demnächst bei meinen mitgereisten Freiwilligenkollegen abeholt 😉

Da es zur Zeit viel regnet, gibt es neben den vielen nervigen Mosquitos jede Menge Glühwürmchen, die am Abend herumschwirren, auch Riesenheuschrecken, sogenannte Grillos, von über zwanzig Zentimeter Länge.

Beim Reinigen der Regenabflusskanäle habe ich meine erste giftige Spinne angetroffen. Einen Tag bevor ich den Bericht online gestellt habe sind mir gleich nochmal drei dieser "Tarantulas" beim Hühnerfuttern begegnet. Eine "Coral" (Giftschlange) war neulich im Waschraum und wurde dann draußen von Antonio mit ein paar gekonnten Schritten niedergestampft 🙂

Beim Avocado und Guanabana Ernten

 

Weihnachts- und Neujahrsedition

Dienstag, 20. Januar 2015 von Jonas Metzger

Hallo zusammen,

schon ist wieder jede Menge Zeit verstrichen, bis ich es schaffe, einen neuen Blogeintrag zu schreiben. Und so ganz nebenbei ist nun auch schon knapp die Hälfte meiner Zeit hier in Ecuador vorbeigegangen … .

Jetzt also die Geschehnisse von Weihnachten, dem Jahreswechsel und von der Reise mit meinen Eltern.

Der angebaute Pfeffer und die Yuka sind jetzt, wo die Regenzeit begonnen hat, kräftig am wachsen. Doch nicht nur sie, sondern auch das Unkraut wächst in rasantem Tempo. So bin ich zurzeit damit beschäftigt dieses, wie es sich landestypisch gehört, mit einer Machete zu entfernen.

An den austreibenden Pfählen wächst Pfeffer und in der Mitte die Yucca

Die Wochen vor Weihnachten baute ich ein Freigegehäge für Hühner und Gänse. Dieser Freilauf wird, so wie es auch in Deutschland üblich ist, zunächst ganz normal aus Maschendrahtzaun und Pfählen aufgestellt. Da die Luftfeuchtigkeit hier jedoch tropisch hoch ist, rostet der Drahtzaun voraussichtlich schon innerhalb von fünf Jahren durch und bricht zusammen. Um ihn nicht ständig erneuern zu müssen wird hier zusätzlich ein sogenannter lebendiger Zaun gebaut. Dabei werden kurzgeschnittene Äste eines speziellen Baumes entlang des Zaunes in den Boden gesteckt. Diese fangen nach kurzer Zeit an zu wachsen, schlagen aus, bekommen Blätter und machen somit eine dichte Hecke durch die das Federvieh nicht abhauen kann. Jetzt müssen nur noch die Legenester für die Hennen und ein kleiner Tümpel für die Gänse gebaut werden, bevor es nächste Woche auf den Markt geht, wo wir Hennen, Küken und Gänse einkaufen werden.

Apropos Tiermarkt: Auf dem Tiermarkt war ich eine Woche vor Weihnachten mit dem Chauffeur und Hausmeister Antonio. Dort haben wir die Weihnachtssau fürs Casa Hogar eingekauft und abgeholt. Erst nachdem wir das Tier über den ganzen Markt gezogen und auf die Ladefläche unseres Pick-Ups gehieft haben, stellte sich die Frage: Wohin mit dem Schwein? Schließlich ist es noch knapp eine Woche bis Weihnachten. Nachdem wir uns schon entschlossen haben das Schwein über diese Zeit zwischen den Bananenpalmen im Casa Hogar anzubinden, kam auf dem Heimweg ein Anruf, dass ein Lehrer unserer Schule doch noch einen Platz im Stall frei hat. Im gleichen Anruf erfuhren wir, dass in die Schule ein Faultier eingedrungen ist, das ich mir anschließend gleich noch anschauen konnte. Es war also ein tierisch guter Tag 😉

Das Hühnergehäge mit lebendigem Zaun

Kurz vor Weihnachten war es dann soweit: Meine Eltern kamen mich besuchen.
Zusammen mit den Kindern und Educatoren verbrachten wir Weihnachten im Heim.
Am Vormittag des Heiligabend noch im Pazifik zu schwimmen war irgendwie seltsam und es kam nur bedingt Weihnachtsstimmung auf. Der Heiligabend wurde mit einem festlichen Mittagessen, also dem vorher erwähnten Spanferkel, begonnen.

)

Beim Spanferkelessen an Weihnachten 🙂

Die Kinder trugen dann ein Musikstück vor und an alle Mitarbeiter wurde ein Geschenk übergeben. Auch die Kinder bekamen schon am Tag davor aus Spenden kleine Geschenke. Ich habe mich sehr über die Weihnachtsplätzchen, die Klarinette und andere Geschenke gefreut, die mir meine Eltern aus Deutschland mitbrachten. Am Abend sind wir dann alle zusammen bei über 20 Grad in die Kirche gegangen. Viele Leute brachten in einem verzierten Körbchen ihr „Christkind“ von zu Hause mit und ließen es vom Pfarrer segnen. Am Ende der Messe gingen sehr viele Menschen zum Altar, stellen sich in einer Reihe an, um das „große Christkind“, der Kirche zu küssen, natürlich wurde zwischendurch immer wieder sein Mund abgewischt. Ein Krippenspiel, so wie ich es bei uns kenne, gab es nicht. Dafür wurde mit Beamer das Krippenspiel, ein youtube  Video vorgespielt.

Das Leben im Zentrum von Santo Domingo unterschied sich kaum merklich von den anderen Werktagen. Auch wenn es im Land unterschiedliche Weihnachtskrippen (meist Palmen  mit bunt  blickenden Lichterketten gab),  freue ich mich schon jetzt wieder auf das kommende Weihnachten in Deutschland mit der kompletten Familie und hoffentlich Schnee.

Ein aufgeblasener Nikolaus mit Rentieren mitten in einem Stadtpark umgeben von blinkenden Palmen

Ein aufgeblasener Nikolaus mit Rentieren mitten in einem Stadtpark umgeben von blinkenden Palmen.

Zusammen mit meinen Eltern bin ich ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag (den es hier übrigens nicht gibt), bis ins Jahr 2015 durch Ecuador gereist: Von der Küste, über die Anden bis tief in den Regenwald haben wir sehr vieles gesehen und erlebt.

Alles zu erzählen ist an dieser Stelle nicht  möglich und manches muss man einfach selbst erleben, deshalb hier ein paar Ausschnitte:

Zwei Tage verbrachten wir am Kokusnusspalmenstrand und in einem Fischerdorf. Mit einem Fischerboot unternahmen wir zusammen mit zwei Ecuadorianern, die wir kennen lernten, eine Tour auf einsame Insel (Isla del Amor). Wir waren an diesem Tag die einzigen Menschen dort. Neben uns gab Tausende von roten Krebsen, Muscheln, Mangrovenwälder und von der Flut gefüllte Lagunen.

Die Insel, auf der wir uns allen einen Sonnenbrand geholt haben, trotz Einkremen

Die Insel, auf der wir uns allen einen Sonnenbrand geholt haben, trotz Einkremen.

Einer der tausenden

Einer der tausenden

In Otavalo, einer Stadt, die in den Bergen liegt, waren wir auf einem gigantisch großen Andenmarkt, auf dem dem es jede Menge Dinge aus Alpakawolle (Decken, Pullover, Hängematten …) gab.

Auf dem Markt in Otavalo.

Auf dem Markt in Otavalo.

Von dort aus umwanderten wir auch eine Kraterlagune, die auf ca. 3000 Mehter Höhe liegt.

Die Cuicochalagune

Bei Umwanden der Cuicochalagune

Wo bei uns in dieser Höhenlage längst Schnee liegen würde, wachsen hier aufgrund der Äquatornähe noch jede Menge Pflanzen und man kann teilweise noch fast im T-shirt wandern.

Von dort aus machten wir uns in einer nächtlichen Busfahrt auf den Weg in den Dschungel. Insgesamt vier Tage und drei Nächte wurden wir von zwei indigenen Guides und einem kleinen Jungen durch den Dschungel geführt. Auf einem Kanu, auf dem unsere Guides, wir drei, 2 Leute aus Neuseeland und Spanien, Essen, Wasser und Benzin gerade so Platz hatten, fuhren wir ca. vier Kanustunden flussabwärts des Rio Napo (der in den Amazonas fließt). Am Ufer des Rio Napo hatten wir ein Zeltlager, von dem aus wir die Tagesausflüge unternahmen, wie:

Piranhia fischen in einer Lagune, Sonnenaufgang und Vogelbeobachtung auf einem Aussichtsturm mit Blick über die höchsten Urwaldgipfel (dazu eine unglaubliche Geräuschkulisse, wenn der Urwald am morgen erwacht), Besuch einer Affeninsel, die in der Mitte des teilweise zwei km breiten Flusses liegt. Neben vielen wilden Tiere wie Papageien und anderen bunten Vögel, Affen, Schildkröten, einer Schlange uvm. die wir vom Einbaum aus, auf dem Aussichtsturm und bei unseren Tag- und Nachtwanderungen gesehen haben, bekamen wir auch viel über die indigene Bevölkerung und die ernste Situation, in der sich der Regenwald befindet, mit. So sieht man traurigerweise am Ufer des Flusses Rio Napo große abgeholzte Flächen, Ölbohrfelder. Fährt man dann ein Stückchen weiter stehen mitten im Dschungel Häuser aus Zement, denen die Häuser aus Holz mit Bambusdächern weichen mussten und in die die indigene Bevölkerung umgesiedelt wurde, um Ölbohrungen vornehmen zu können.

In dieser Lagune wurden Piranhias gefischt.

In dieser Lagune wurden Piranhias gefischt.

Der Sonnenaufgang vom Aussichtsturm aus, während Nebelschwaden zwischen den Bäumen aufsteigen.

Der Sonnenaufgang vom Aussichtsturm aus, während Nebelschwaden zwischen den Bäumen aufsteigen.

(

Ölplattform am Flussufer 🙁

Silvester verbrachten wir im Regenwald mit ehemaligen Indianern, die in diesem Gebiet leben. Auch wenn die Lebensweise dieser Bevölkerung sich in manchem von uns unterscheidet, so nähern sie sich doch in vielem uns an (Kleidung, Handy, Fernseher …). Wie es hier in Ecuador an Silvester üblich ist, wurden auch im Regenwald selbstgebastelte Puppen in Lebensgröße verbrannt. Diese Puppen symbolisieren eine Person, die man loswerden will. Wie konnte es auch anders sein – die Leute im Oriente „zündeten den Chef einer Ölbohrfirma“ an.

Da der Wasserstand sehr niedrig war, kam es vor, dass wir einige Male mit unserem Kanu aufgesessen sind. Ebenfalls hatte der Motor unseres Einbaums mehrmals Ausfälle und musste deshalb mitten auf dem Fluss repariert werden, während die Strömung uns wieder einiges zurückversetzte. Nicht zuletzt riss bei der Heimfahrt der Seilzug des Starterseils, so dass mein Vater gezwungen war beim Reparieren mitzuhelfen.

Als wir dann mit zwei Stunden Verspätung in der Dunkelheit, mit Benzin für nur ca. fünfzehn weitere Minuten Motorlaufzeit, wieder die Zivilisation erreichten und vom Chef unserer Agentur schon gesucht wurden, waren wir sehr froh wieder auf dem Land mit Handyempfang zu sein.

Übrigens: Trotz der ständigen fünfundzwanzig Grad oder mehr trocknet die Kleidung im Urwald aufgrund der ultra hohen Luftfeuchtigkeit nur am Körper. Das heißt, wer seine Kleidung am Abend noch wäscht, von Hand natürlich, kann sie am nächsten Morgen nochmals auswringen und anschließend nass anziehen- stimmt’s Vater ? ;).

Den Abschluss unserer gemeinsamen Reise verbrachten wir in Quito, der Hauptstadt. Von dort aus bestiegen wir einen knapp 5000 Meter hohen Vulkan. Allerdings haben wir konditions- und wetterbdeingt bei 4500 Meter wieder umgedreht … .

Während meine Eltern ihre Heimreise angetreten haben, bin ich weiter nach Banos gereist, wo wir unser Zwischenseminar hatten und ich andere Freiwillige aus Deutschland  getroffen habe.

Euch allen noch ein gutes neues Jahr

euer Jonas

 

Viele Grüße von da, wo der Pfeffer wächst

Donnerstag, 27. November 2014 von Jonas Metzger

Hallo zusammen,

während es bei euch in Deutschland immer mehr auf den Winter zugeht (bei den täglichen 24 Grad ist das für mich kaum vorstellbar), haben wir in den vergangenen Wochen kräftig Pfeffer und Yuka angepflanzt. Da der Pfeffer eine Kletterpflanze ist, mussten wir erst einmal die für die zweihundert Pflanzen benötigten „Stecken“ holen. Am Samstagmorgen gings mit Antonio, der Chauffeur und Hausmeister meiner Arbeitsstelle ist, mit dem Pickup ab in den Urwald. Nachdem wir einen Platten mitten im ecuadorianischen Outback behoben hatten, gings mit ca. zwei Stunden Verspätung, dafür umso rasanter, tiefer in den Urwald rein. So durchquerten wir sämtliche Flüsse mit dem Auto, bis wir am richtigen Ort waren, an dem die Pfähle schon geschlagen bereit lagen. Allerdings mussten wir sie zuerst noch einmal kürzen, damit wir sie auf den Pick-up laden konnten. Im Casa Hogar stellten wir dann fest, dass sie immer noch zu lang waren (sie dürfen nur so lang sein, dass auch die Kinder später an die oberen Pfefferkörner zum Ernten drankommen) und so durfte ich nochmals zur Machete greifen, was mega viel Spaß macht und ich inzwischen auch gut drauf habe. Anschließend wurden die Pfähle dann in die von Hand gemachten Löcher versenkt und wir konnten die kleinen Pfeffersetzlinge einpflanzten. So war ich eine Woche jeden Vormittag mit Pfefferpflanzen beschäftigt und kann mittlerweile bei knapp 30 Grad und sehr hoher Luftfeuchtigkeit fast unbeeindruckt draußen arbeiten:) – an was ich mich jedoch nicht gewöhnen kann ist, dass die Arbeitsgeräte wie Hacken und Schaufeln nur so kurze Stiele haben… .

Nachmittags bin ich seit drei Wochen als Musik- und Flötenlehrer 😉 im Einsatz und unterrichte insgesamt über 50 Schüler in Gruppen von ca. 15 Kindern.

Dabei musste ich mir zuvor selbst die Musiktheorie auf spanisch erklären lassen, denn hier heißen beispielsweise die Stammtöne nicht wie bei uns c-d-e-f-g-a-h, sondern do-re-mi-fa-sol-la-si.

Ich hätte nicht gedacht, dass ein eigentlich so anspruchsloses Instrument so anstrengend zu unterrichten sein kann.

An den vergangenen zwei Wochenenden waren wir drei deutschen Freiwilligen zusammen mit den vier heimältesten Jungen, Antonio und den beiden Einrichtungsleitern Teresita und Padre Martin zum Hausdächer richten in zwei Elendsvierteln in Santo Domingo unterwegs. Bei dieser Aktion wurden die Dächer zweier Familien mit Wellblech bedeckt und geflickt. So lernten die Jungs vom Heim gleichzeitig ein bisschen handwerkliches Arbeiten. Für mich war es natürlich hoch interessant und sehr beeindruckend, einmal ein solches Viertel kennenzulernen, das ich ohne einheimische Begleitung besser nicht betreten sollte. So war es beispielsweise ein merkwürdiges Gefühl, wenn einem Jugendliche mitten in einem Wellblechviertel, mit einem Smartphone oder Tablett in der Hand begegnen, von dem man genau weiß, dass sie es gestohlen haben und man selbst der Bestohlene sein könnte. Auch ist es unglaublich, wenn in einem Haus, in dem sechs Kinder auf drei Betten verteilt schlafen, ein Fernseher steht, der ganz sicher durch Drogenverkauf erwirtschaftet wurde. Seltsam auch der Anblick des Hauses vom Boss des Viertels, das als einziges gehobenes zwischen den anderen Wellblechbuden heraussticht.

So viel als kleinen Einblick in mein Arbeiten.

An einigen Wochenenden war ich wieder im Land unterwegs, davon gibts ein paar Fotos:

Auf der Äquatorlinie am "Mitad del Mundo"

Auf der Äquatorlinie am "Mitad del Mundo"

Am Äquator zur Wintersonnenwende um zwölf Uhr mittags- man beachte den kaum vorhandenen Schatten

Am Äquator zur Wintersonnenwende um zwölf Uhr mittags- man beachte den kaum vorhandenen Schatten

Bei der Quilotoa Lagune mit meinen zwei deutschen Mitfreiwilligen

Bei der Quilotoa Lagune mit meinen zwei deutschen
Mitfreiwilligen
)

Beim Umwandern der Lagune 🙂

Beim Kajakfahren im ehemaligen Vulkankrater in der Lagune

Beim Kajakfahren im ehemaligen Vulkankrater in der Lagune

Viele Grüße von da, wo der Pfeffer wächst 😉

euer Jonas

 

Ferien im Heim

Samstag, 18. Oktober 2014 von Jonas Metzger

Hallo zusammen,

jetzt wird’s mal wieder Zeit für einen Update aus Ecuador, bevor’s zu unüberschaubar wird.

In den vergangenen beiden Wochen hatten wir hier im Casa Hogar Schulferien. Somit hat sich der übliche Tagesablauf während dieser Zeit geändert. Der Tag begann erst um acht, statt der gewohnten sechs Uhr und alle konnten ausschlafen.

In der ersten Ferienwoche arbeiteten wir Freiwilligen zusammen mit den Jungs an zwei unterschiedlichen Projekten.

Zum einen wurden alle Wohnhäuser von außen geputzt. Diese haben der Gärtner Herardo, Michael und ich die Woche davor von innen frisch gestrichen. Auch hängten wir neue Moskitonetze über die Betten der Jungs auf. Somit sind die Wohnhäuser im Casa Hogar jetzt top in Schuss.

Beim Häuserstreichen. Jetzt wird gerade streichen wir die Außenmauer des Geländes.

Beim Häuserstreichen vor drei Wochen. Jetzt gerade streichen wir die Außenmauer des Geländes.

Es wurde jedoch nicht nur hier im Heim viel gestrichen. Generell wird in Santo Domingo zur Zeit wie wild gestrichen, da der neue Bürgermeister verordnet hat, dass alle Fassaden bis Mitte November angemalt werden müssen oder sonst eine Geldstrafe droht. Jetzt sehen zwar bereits schon fast alle Fassaden schnieke aus, jedoch hat immer noch ein Großteil der Bevölkerung beispielsweise keinen Wasseranschluss. So können die Prioritäten einfach anders gesetzt werden!

Nun zum zweiten Projekt:
Wir richteten unseren Gemüsegarten wieder her. Für die Erneuerung der Hochbeete brauchten wir eineLadung an Bambusrohren, deren Anlieferung sich nicht nur um ein paar Stunden zeitlich nach hinten verschob… Als die Lieferung da war, ging es richtig los. Mit Macheten wurde der Bambus zerkleinert und zugeschnitten – ebenfalls wird hier mit Macheten auch der Rasen gemäht. Es wird hier also ziemlich viel mit Macheten gearbeitet, was  richtig Spaß macht.

Im Garten beim Beete erneuern.

Im Garten beim Beete herrichten

Angepflanzt haben wir neben den bei uns heimischen Gewächsen wie Tomaten, Gurken und Radieschen auch Wassermelone und Paprika. Ebenfalls wurden die bereits vorhandenen Maracujapflanzen und Bananenpalmen   frisch ausgeschnitten.

)

Frisch geerntete Bananen 🙂

Für den Brunnen im Garten bekommen wir demnächst eine Wasserpumpe von so dass  das ganze Jahr über geerntet werden kann, denn warm ist es wirklich mehr als genug.

In der zweiten Ferienwoche wurden verschiedene Ausflüge mit den Jungs unternommen. Unter anderem ein Führung durch den Urwald, wo ich meine erste freilebende Boa und Schildkröte sah, einen Ausflug in den Zoo und ein Tag wurde am Strand verbracht.

Meine Aufgabe war es, bei den Ausflügen zu fotografieren und zu filmen und dann zusammen mit Michael eine Präsentation zu erstellen. Anhand dieser wurde am anderen Tag alles Erlebte und Geleerte nochmals mit den Jungs besprochen. Darüber hinaus lernten sie auf diese Weise z.B. die Himmelsrichtungen und die verschiedenen Provinzen ihres Landes kennen. Somit ermöglichten die Ausflüge   anschauliches Lernen.

Gruppenfoto im Urwald

Gruppenfoto im Urwald

Das war jetzt eine kleine Zusammenfassung über die Aktivitäten in den Schulferien hier im Heim.

Natürlich gäbe es darüber hinaus einiges mehr zu erzählen.

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal,

muchos saludos

euer Jonas 🙂

 

Zuwachs im Heim

Dienstag, 16. September 2014 von Jonas Metzger

Hallo zusammen,

aus aktuellem Anlass berichte ich kurz über den Zuwachs, den wir letzte Woche hier im Heim

bekommen haben.

Zum einen ist am vergangenen Dienstag Michael, ein neuer hochmotivierter und richtig netter

Freiwilliger, aus der Nähe Münchens hinzugekommen.

Jetzt sind wir also momentan zwei Deutsche und drei Italiener, die als Ausländer im Projekt

arbeiten.

Bei seiner Ankunft haben uns viele Kinder gefragt, ob wir Geschwister seien . Als ich sie

enttäuschen musste, waren sie sich jedoch sicher, dass wir uns schon lange kennen müssen, was

die logische Schlussfolgerung daraus ist, dass wir beide aus Deutschland, blond und ziemlich groß

sind.

Sind Michael und ich miteinander in der Stadt Santo Domingo unterwegs, drehen sich sehr viele

nach uns um, zeigen auf uns oder lachen einfach los – irgendwie muss unser deutsches Aussehen

für die Ecuadorianer „speziell“ oder wie immer man dazu sagen will, sein.

Zum anderen sind am vergangenen Freitag gleich zwei neue Jungs im Heim aufgenommen worden. Einer von ihnen ist schon am Mittag dazugekommen und der andere wurde spät Abends nach dem Essen von der Polizei abgeliefert.

Die Neulinge wurden von den anderen Kindern und Jugendlichen sehr offen empfangen. So wurde sich noch am selben Abend versammelt, um den Zuwachszu begrüßen, was ich eine nette Sache fand.

Am Samstag war ich zusammen mit sieben Kindern beim Zahnarzt. Hier übernimmt eine die Zahnärztin alle Aufgaben und falls sie beim Bohren doch mal Hilfe braucht, assistiert kurzerhand einfach ein Junge, der gerade wartet.

Als dann endlich alle sieben Kinder fertig waren, ging es gleich im Anschluss zum Kiosk gegenüber, wo es für alle Eis gab, wahrscheinlich um die frisch gebohrten Löcher auf ihre Qualität zu testen ;).

Eine Aushilfe beim Zahnarzt 🙂

Und jetzt noch ein paar Bilder von meinen ersten Landeserkundungen außerhalb Santo Domingos.

Bei einer Tour durch einen tropischen Wald mit vielen Wasserfällen bei Mindo.

In einer Gitterbox gings mit einer Seilbahn über diese Schlucht zu den Wasserfällen.

Der Ausblick vom Balkon am Strand in Coco Solo, an dem es wirklich Kokosnüsse ohne Ende gibt. Moskitos hat es hier zwar keine, dafür wurde ich gleich von zwei Quallen gestochen.

Bis nächstes Mal

euer Jonas

 

Meine Tätigkeiten und die eucadorianische Küche

Mittwoch, 03. September 2014 von Jonas Metzger

„Buenos dias“,

so begrüßen sich hier morgens alle um 6 Uhr, wenn der Tag beginnt.
Für mich beginnt er etwas früher, da es zu meinen Aufgaben gehört den Tisch zu allen drei Mahlzeiten zu decken. An die kalte Dusche davor habe ich mich immer noch nicht ganz gewöhnt und erst recht nicht, seit dem ich am Wochenende das erste Mal im warmen Pazifik schwamm.
Nach dem Frühstück passe ich auf die zwei jüngsten Buben auf, die erst später in eine Art Vorschule gehen. Eigentlich  werden hier gar keine so kleinen Jungs aufgenommen, jedoch sind ihre Geschwister auch hier und man wollte sie wahrscheinlich nicht voneinander trennen.
Viel Spaß haben die zwei und auch die anderen Jungs, wenn man sie an den Händen oder Füßen hält und im Kreis herumschleudert, mit ihnen eine Kissenschlacht macht oder wenn man sie an die Dachrinne des Hauses oder an sonst einen hohen Gegenstand hängt, damit sie „groß“ sind.

Anschließend geht es dann von neun bis zwölf in die Wäscherei. Dort helfe ich der hauseigenen Wäscherin und Näherin Marianita dabei , die Kleidung der Jungs zu waschen, zu trocknen, zusammenzulegen und anschließend nach Größe zu sortieren, so dass jeder wieder seine richtige Kleidung bekommt. Auf Sauberkeit wird hier sehr geachtet.

Um dreizehn Uhr gibt es dann für die Freiwilligen ihr Mittagessen und für die Jungs eine halbe Stunde später. Anschließend ist Geschirrspülen angesagt-auch mit kaltem Wasser.
Wenn alles Geschirr sauber ist, ist für mich bis Abends um achtzehn Uhr nichts vorgegeben. Dann müssen nur noch die Tische fürs Abendessen gedeckt werden. Am Abend spülen die Jungs selbst.

Zum Essen:
Zum Frühstück gibt es häufig verschieden zubereitete Kochbananen, manchmal so etwas ähnliches wie einen Milchwecken oder etwas fritiertes Teigartiges, was jedoch richtig gut schmeckt.
Das Mittagessen beginnt immer mit einer Suppe. Anschließend gibt es viel Reis in allen Variationen, meistens mit Hühnerfleisch, Linsen oder Bohnen – es gab noch keinen Tag, an dem ich keinen Reis gegessen habe. Dazu gibt es immer Salat.
Abends isst man beispielsweise unterschiedlich zubereitete Kartoffelgerichte.

Gegessen wird hier übrigens alles mit dem Löffel, damit niemand auf dumme Ideen kommt. Wenn der Löffel nicht reicht, nimmt man halt die Hände mit dazu.
Einmal gab es sogar ecuadorianisches Spanferkel. Der Anlass war ein Fest zu Ehren Schulgründers der ansässigen Schule.
Zum Trinken gibt es zu den Mahlzeiten verschiedenen Fruchtsäfte, sogenannte „Hugos“, die sehr gut schmecken. Den Kaaba, den es zum Frühstück gibt, so wie auch alle anderen Getränke sind pappsüß. Deshalb wundert es mich, dass vor allem ich und nicht auch die Einheimischen von den Moskitos gestochen werde. So hatte ich innerhalb der ersten zwei Wochen knapp 4O Moskitostiche.

Das einzige was mir noch nicht so ganz mundet sind abgehackte Hühnerfüße, die in der Suppe herumschwimmen und abgenagt werden sollten. Jedoch gilt auch hier:Probiert wird alles 😉

Soviel vorerst mal zu meinem bisherigen Arbeitsalltag und den Essensgewohnheiten.

Viele Grüße von dort, wo sich das Wasser beim Abfließen andersherum dreht .

euer Jonas

 

Jonas in Ecuador

Dienstag, 19. August 2014 von Jonas Metzger

Hallo zusammen,

am Dienstag Nachmittag bin ich in Quito, der Hauptstadt Ecuadors gut angekommen. Gleich zur Begrüßung, ich hatte noch keine zehn Minuten ecuadorianisches Land betreten, gab es ein Erdbeben, so dass alle Lichter des Flughafens ausgingen.

Abgeholt vom Flughafen wurde ich von Antonio, dem Chauffeur meiner Arbeitsstelle und seiner Frau. Bei der Fahrt ins über 2000m tiefer gelegene Santo Domingo wurde auf einmal alles grün und es begann zu regnen, was das Zeug hält.

Angekommen am Heim wurde ich von einem Leiter und vor allem den Kindern freundlich empfangen. Oft wurde ich von ihnen gefragt, ob es bei mir oben kälter sei, als bei ihnen. Dies ist allerdings überhaupt nicht der Fall, da es hier sehr warm und schwül ist. Viel sah ich an diesem Abend allerdings nicht mehr, da es in Ecuador ca. innerhalb einer halben Stunde dunkel wird. Eine Dämmerungsphase wie wir sie haben gibt es hier nicht.

Am nächsten Morgen putzte ich erst mal mein Zimmer durch, bevor ich alles einrichten konnte. Nach und nach lernte ich die zwei Italiener und Deutschen kennen, die auch hier arbeiten.

Am Nachmittag gings dann das erste Mal nach Santo Domingo rein. Dabei fiel nicht nur mir auf, dass die Busse hier nicht für meine Masse 😉 ausgelegt sind. Da die Ecuadorianer alle ziehmlich klein sind, sind dementsprechend auch die Busse ausgelegt. Das heisst, ich kann in ihnen weder aufrecht stehen, noch gescheit sitzen, da die Beinfreiheit gleich Null beträgt :-). So werde ich ständig angestarrt, woran ich mich erst noch gewöhnen muss.

Der Fahrstil in der Stadt ist, wie sich schon angekündigt hat, sehr chaotisch. Es wird jeder und alles angehupt. Beim Abbiegen fährt man mit einer Hand am Lenker und mit der anderen an der Hupe.

Da ich am Freitag immer noch keine gescheite Aufhänung für mein Moskitonetz hatte und von Tag zu Tag immer verstochener wurde, bastelte ich mir eine aus einem Wäschekorb, der jetzt über meinem Bett hängt.

Das erste Wochenende verbrachte ich im Heim, da alle anderen Freiwilligen unterwegs waren und es anfangs zu gefährlich ist alleine in die Stadt zu fahren. Am Samstagmorgen gab es auf einmal eine Menge kleine krabbelnde Tierchen in meinem Zimmer. Die Ursache: Eine offene Tafel Schokolade im Schrank.

Am Sonntag gings mit den Jungs vom Heim in die Kirche. Hier geht es in der Kirche im Gegensatz zu uns einiges mehr ab. Es scheint normal zu sein, dass alle mitklatschen und es gibt sogar eine Sängerin, die von einem Gitarristen verstärkt wird.

Das war eine kleine Zusammenfassung von meiner ersten Woche in Ecuador. Genaueres über meine Arbeit, die Kinder und die ersten Bilder gibt’s nächstes Mal.

Hasta luego – bis dann

euer Jonas