Ereignisreiche letzte Monate

Samstag, 02. Mai 2015 von Carolin

Oh nein, es sind schon wieder drei Monate vergangen, ohne dass ich etwas berichtet habe, dass liegt nun aber nicht daran, dass nichts passiert ist, sondern eher daran, dass ich in den letzten drei Monaten ganz schön beschäftigt war.

Meine kleine Karnevalsfeier hab ich umsetzen können und ich hab mit einigen Kindern sogar den Tanz auf das Fliegerlied einstudiert, was allen sehr viel Spaß gemacht hat.

Im Februar hab ich dann  Besuch von meinen Eltern bekommen, was mich sehr gefreut hat, da sie doch zum ersten Mal für mich den Kontinent Europa verlassen haben. Wir hatten eine kleine Rundreise durch Nicaragua mit dem Auto geplant, um möglichst in kurzer Zeit viel zu sehen. Die erste Station war Juigalpa, meine Heimatstadt, in der meine Eltern trotz fehlenden Spanischkenntnissen schnell zu vielen Leuten Kontakt hatten, zum Beispiel zu dem Brotverkäufer, der jeden Nachmittag an unserem Haus vorbeikommt. Es war schön, meinen Eltern ein bisschen das Leben und das Land hier zeigen zu können und ihnen einige kulinarische Köstlichkeiten, wie zum Beispiel Gallo Pinto vorzustellen.

Auch ich habe noch mal ein paar neue Dinge entdecken können, so haben wir zum Beispiel eine Tour auf einer Kaffeeplantage gemacht oder eine Kanufahrt auf Ometepe, bei der wir nicht nur ganz viele verschiedenen Vögel gesehen haben, sondern auch Affen und kleine Krokodile.

In einer Höhle am Vulkan Masaya

In einer Höhle am Vulkan Masaya

Affe beim Mittagsschlaf

Nachdem meine Eltern dann wieder abreisen mussten, hieß es für mich zwei Wochen arbeiten, bis zum nächsten Ereignis: das Zwischenseminar stand an. Wir hatten großes Glück und hatten das Seminar in einem Hostel direkt an der Lagune de Apoyo, so dass wir in den Pausen immer wieder die Möglichkeit hatten, uns zu erfrischen. Durch das Seminar hat man sich nicht nur mit den anderen Freiwilligen austauschen können, was mir echt gut tat, da ich wenig Kontakt zu anderen deutschen Freiwilligen vorher hatte, sondern es wurde auch noch mal über aktuelle politische Entwicklungen informiert und diskutiert.

Mit vielen positiven Eindrücken des Seminares fuhr ich dann nach Managua, um dort am Abend eine sehr gute Freundin vom Flughafen abzuholen. Ich bekam noch mal für zwei Wochen Besuch aus Deutschland und da ich auch noch eine Woche frei hatte, nutzten wir die Zeit, um an die Atlantikküste zu fahren und dort die „Semana Santa“, die Osterwoche, zu verbringen. Da ich leider zu spät mit der Reservierung des Hotels war, hatten wir nicht ganz so viel Glück, dafür entschieden wir uns aber für eine Nacht auf eine der Inseln Pearl Keys in einem Zelt zu verbringen. Wir hatten gehört, dass es dort traumhaft sein soll und das war es auch, eine Insel voll mit Palmen, einem weißen Strand Hängematten und nur einer Handvoll von Leuten. Das Essen wurde von unserem Guide auf dem Feuer gekocht und war nicht nur fischig sondern auch super frisch. Ein tolles Abenteuer. Als wir dann am Abend darauf zurückkamen und uns sandig auf eine Dusche freuten, gab es leider im ganzen Ort kein Wasser, so dass die Dusche warten musste.

Auf einer einsamen Insel

Auf einer einsamen Insel

Nach dem Urlaub verbrachte Janine dann noch eine Woche mit mir in Juigalpa und ich genoss die Zeit und die Möglichkeit mit ihr über alles quatschen zu können sehr. Auch wenn man regelmäßig skypt, bekommt man doch immer nur Bruchstücke aus dem Leben des Anderen mit. So war der Abschied dann nicht so leicht, besonders weil ich auch wusste, dass das mein letzter Besuch aus Deutschland sein sollte.

Doch langweilig wurde es danach auch nicht, auf der Arbeit war sehr viel zu tun, so dass wir oft länger arbeiteten, um alle Hausaufgaben zu schaffen. Was besonders anstrengend war, dass nun richtig der Sommer angefangen hatte und die Temperaturen um die 36 bis 40 Grad gestiegen waren. Wenn man bedenkt, dass die Kinder in Deutschland bei solchen Temperaturen hitzefrei bekommen, ist es gar nicht fair, dass die Kids hier in der Zeit dann so viel zu tun haben. Aber auch das haben wir geschafft und die Examen sind geschrieben.

Letztes Wochenende stand dann auch mein Geburtstag an. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen an diesen Tag. Julia eine andere Freiwillige sollte mich besuchen kommen und abends wollte ich mit einigen Freunden und Arbeitskollegen Essen gehen. Aber schon morgens nach dem Aufstehen bekam ich eine tolle Überraschung. Ein Video mit Glückwünschen vieler meiner Freunde und meiner Familie aus Deutschland. Dann ging es um zehn Uhr ins Zentrum. Ich wusste, dass es der letzte Freitag im Monat wäre und die Kinder keine Schule hatten und wir deswegen einfach ein paar Spiele machen wollten. Aber es waren nicht nur ein paar Spiele, ich wurde  mit einer großen nicaraguanischen Geburtstagsfeier überrascht. Mit allem was dazu gehört, Kuchen, Piñata, Tänzen und  auch Spielen. Es war so toll mit all den Kindern zu feiern und ich hatte einen echt tollen Vormittag.  Auch abends bekam ich dann noch einmal eine tolle und sehr leckere Geburtstagstorte und genoss es sehr, mit allen zusammen zu sein.

Meine Piñata

Meine Piñata

Meine Geburtstagstorte

Meine Geburtstagstorte

Jetzt ist schon Anfang Mai und in zwölf Wochen bin ich schon wieder auf der Rückreise. Bis dahin werde ich noch ein bissl die Zeit nutzen. Ich wünsche allen in Deutschland einen schönen Mai!

Bis bald

Eure Carolin

 

Halbzeit meines Abenteuers in Nicaragua

Donnerstag, 05. Februar 2015 von Carolin

Nach etwas längerer Pause, möchte ich doch gerne noch mal etwas über die letzten kleinen und großen Erlebnisse hier in Nicaragua erzählen.

Anfang Dezember durfte ich hier die Purisimafeier erleben. Hier wird die unbefleckte Empfängnis Marias ganz groß gefeiert. In vielen Häusern werden Altäre aufgebaut und geschmückt, man kommt dann zusammen um zu beten und zu singen. Am Ende dieses kleinen Festes, gibt es dann kleine Päckchen für die Besucher, oft sind es Süßigkeiten, aber auch Becher, kleine Teller oder Armbänder. Oft kommen so viele Menschen zusammen, dass es schon mal eng werden kann und es dann nachher bei der Ausgabe zu großem Gedränge führt. Ich durfte an vielen verschiedenen kleinen Feiern teilnehmen und war begeistert davon, wie großzügig die Päckchen verteilt werden, um dieses Erlebnis mit anderen zu feiern. Auch im Centro hatten wir unsere kleine Purisimafeier, was mich sehr beeindruckt hat. Auf Grund von einigen Spenden, konnten wir den Kindern richtig schöne Päckchen geben und sogar noch Getränke und Essen verteilen. Aber auch die Kinder waren super, sie haben ganz aufmerksam unserer Direktorin zugehört, die in verständlicher Sprache das Fest noch mal erklärt hat und dann haben die Kinder kräftig mitgesungen.

Purisimaaltar im Centro

Purisimaaltar im Centro

Im Dezember fanden dann auch die Vorbereitungen für den Jahresabschied statt, wir haben zum Beispiel mit den Kindern unsere Piñatas selber gemacht. Dafür braucht man nur einen Luftballon, viel Kleber und Zeitungspapier, sowie dann Krepppapier. Diese Arbeit hat viel Spaß gemacht und ich konnte von den Kids noch so einiges lernen.

Beim Basteln

Beim Basteln

Der Jahresabschied war dann eine große Feier im Centro und hat allen sehr viel Spaß gemacht. Es wurde gesungen, getanzt und gespielt und auch der viele Besuch aus Deutschland, sowohl mein Besuch, als auch eine frühere Freiwillige und ihr Freund wurden ganz herzlich empfangen.

Nach dem Abschied fingen dann meine Ferien an. Schon einige Tage vorher kam mein Freund mich besuchen, um mit mir Weihnachten zu feiern und das Land zu entdecken. Mit einer so vertrauten Person zu reisen und ein Land kennen zulernen ist ein tolles Erlebnis und war eine ganz besondere Zeit für mich. Sich über Unterschiede, Auffälligkeiten, aber auch Schönheiten austauschen zu können und so viel gemeinsam zu erleben, hat uns sehr bereichert und sicherlich unsere Sichtweisen noch mal erweitern lassen. Anbei ein paar kleine Eindrücke der Reise.

Auf dem Mombacho

Auf dem Mombacho

Auf Ometepe

Leon

Leon

Leon Strand

Leon Strand

Corn Island

Corn Island

Tauchen auf Corn Island

Tauchen auf Corn Island

Nach dem vielen Reisen, viel mir der Einstieg in den Alltag nicht so leicht, besonders weil ich noch eine weitere Woche frei hatte.  Aber nun bin ich jetzt auch wieder angekommen, bin motiviert wieder in die Arbeit gestartet und habe noch einige Pläne für das nächste halbe Jahr. Ich würde zum Beispiel gerne eine kleine Karnevalsfeier im Centro veranstalten, um wenigstens ein bisschen etwas vom Karneval zu haben.

Bis bald

Eure Carolin

 

Kleiner Einblick in meine letzten Wochen

Donnerstag, 04. Dezember 2014 von Carolin

Meine Zeit hier in Nicaragua vergeht wie im Flug… und nun ist es schon Anfang Dezember. Ich fühle mich die meiste Zeit sehr wohl und habe mich sehr an das ruhige und entspannte Leben hier gewöhnt.

Hier ist es selten, dass mal Hektik entsteht und es wird doch immer das geschafft, was man sich vorgenommen hat bzw. was gemacht werden muss. Eine Einstellung, die ich um einiges gesünder finde, als der tägliche Stress in Deutschland. Jedoch möchte ich nicht den Eindruck entstehen lassen, dass die Menschen hier nicht viel arbeiten. Es gibt viele Menschen hier, die viel und hart arbeiten und wer kann es ihnen verübeln, dass sie abends dann gerne in ihrem Schaukelstuhl vor dem Fernseher sitzen.

Meine Arbeit macht mir viel Spaß und ist jeden Tag eine neue Herausforderung für mich. Teilweise bin ich allerdings auch frustriert. Auch wenn ich vorher wusste, wie wichtig Kommunikation für diese Arbeit  ist, habe ich das jetzt noch mal nochmal am eigenen Leib gespürt. Mit Kommunikation und dem Einsatz von bestimmten Aussagen und stilistischen Mitteln, ist eine solche Arbeit um einiges leichter. Ich komme zwar mittlerweile mit meinem Spanisch gut zurecht, aber diese sprachlichen Details fehlen halt schon sehr.

Leider sind wir mittlerweile auf Grund von Mutterschutz und Krankheit ziemlich unterbesetzt. Selbst wenn man bedenkt, dass mit normalerweise drei „professoras“ plus der Direktorin plus mir, mehr als 60 Kinder täglich ihre Hausaufgaben machen und dann auch noch täglich üben, ist das glaube ich schon unvorstellbar, aber es funktioniert. Daher betreue ich mit Unterstützung meiner Direktorin im Moment die Klasse der Kleinsten, was zur täglichen Herausforderung wird, Schreiben, Rechnen und Lesen lernen. Zum Glück geht es mit großen Schritten auf die Ferien zu, so dass die Arbeit weniger wird und wir uns mehr um die Kinder kümmern, die große Schwierigkeiten haben.

Meine letzten Wochenenden habe ich teilweise hier in Juigalpa verbracht, jedoch habe ich auch an zwei Wochenenden Granada und Leon, die beiden Kolonialstädte, besucht.

In Granada wohnt Julia, die andere Freiwillige vom Kindermissionswerk, und wir haben zusammen ein bissl die Stadt angeschaut. Granada war aber für mich fast wie ein kleiner Kulturschock. Es war alles so anders als in Juigalpa. Ich fühlte mich wie im Museum: viele tolle alte Kolonialbauten und viele dieser Gebäude sehr gepflegt und gut erhalten. Was für mich ebenfalls komisch war und ich mich wohl, wenn ich reise gewöhnen muss, dass man plötzlich wieder viel Englisch hört und in Granada auch viel Deutsch. Ich kam mir irgendwie fast vor, wie in einer anderen Land mit den ganzen Touristen und vielen internationalen Essensangeboten, die in Juigalpa doch eher beschränkt sind. Aber auch Granada gehört zu Nicaragua und ich bemerke immer wieder, dass dieses Land  so viele verschiedene, wunderschöne Facetten hat.

Das letzte Wochenende war ich dann mit Julia in Leon. Im Gegensatz zu Granada ist Leon um einiges entspannter und eine Stadt sehr nah am Pazifik ;). Und so habe ich mein erstes Bad in hohen Wellen im Pazifik genommen. Der Strand und das Meer in Leon waren einfach nur traumhaft und gaben mir die Gelegenheit völlig abzuschalten. Ein tolles und entspanntes Wochenende. Auch wenn ich nur Bruchstücke von Leon gesehen habe, habe ich mich auf Anhieb wohl gefühlt und ich werde die Stadt und den Strand sicherlich noch des Öfteren besuchen.

Strand in Leon

Strand in Leon

In Deutschland beginnt jetzt die Weihnachtszeit, in Nicaragua wird zwar auch alles weihnachtlich geschmückt, aber so richtig kommt bei mir keine Weihnachtsstimmung auf, was ich aber gerade auch nicht vermisse, den ersten Advent am Strand zu verbringen ist auch eine Erfahrung, die ich nicht bereue. Und mein größtes Weihnachtsgeschenk bekomme ich auch schon am 16.12, da sich an dem Tag mein erster Besuch aus Deutschland angesagt hat.

Ich wünsche allen eine entspannte und besinnliche Weihnachtszeit und nehmt euch ein Beispiel an den Nicaraguanern, alles mal ein bissl entspannter anzugehen!

Liebe Grüße eure Carolin

 

Ein kleiner Eindruck von meinem Leben in Juigalpa

Sonntag, 26. Oktober 2014 von Carolin

Die Zeit vergeht wie im Flug und ich bin jetzt schon seit über zwei Monaten in Nicaragua.

Mittlerweile ist das Leben hier in Juigalpa auch für mich zum Alltag geworden. Die Arbeit mit den Kindern läuft immer besser, auch weil ich mittlerweile ein bisschen mehr verstehe und damit auch mehr helfen kann. Oft versuche ich einfache Dinge möglichst verständlich für die Kinder zu erklären, da in der Schule das leider oft nicht passiert und die Kinder oft gar nicht genau wissen, warum sie was machen müssen. Zum Beispiel mussten einige Kinder Bilder von Nationalhelden abmalen, wussten aber gar nicht, wer das ist und was diese gemacht haben.

Unter der Woche ist das Leben hier eher entspannt und ruhig, in Juigalpa gibt es nicht viele Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung. Meistens wird der Abend im Rahmen der Familie vor dem TV verbracht. Zum Glück habe ich ein Kartenspiel aus Deutschland mitgebracht, welches ich öfter mit meiner Gastschwester spiele.

Die Wochenenden werden dann zum Reisen oder ausgehen genutzt. Neben der üblichen Musik, die auch in deutschen Clubs läuft, gibt es in Nicaragua eine bestimmte Musik, zu der getanzt wird. Eine Art Blaskapelle, die  chicheros genannt wird, hat an einem Abend in der Disco live gespielt. Auch ich habe meine Tanzkünste zu dieser Musik erprobt, jedoch fehlt mir noch der Hüftschwung, den hier alle ganz selbstverständlich schon als Kind lernen.

Davor das Wochenende ging die Reise dann ganz in den Norden, fast an die Grenze von Honduras. Dort haben wir eine Tour durch den Grand Canyon gemacht. Nachdem wir um vier Uhr morgens in Juigalpa mit dem Bus losgefahren waren, ging es dann um zwölf mit der Tour und unserem Guide los. Es wurde gewandert, dann ging es zum Schwimmen in den Fluss, dort konnten wir uns immer wieder für einige Zeit im Fluss treiben lassen. Zwischendurch gab es auch Mutproben und man konnte von verschiedenen Klippen springen. Eine super spannende Tour und trotz wenig Schlaf und vier Stunden unterwegs sein, hat man auf der ganzen Tour keine Müdigkeit gespürt.

Ich sende liebe Grüße aus Juigalpa in Nicaragua, übrigens hab ich mein erstes Erdbeben auch erlebt, jedoch ohne etwas zu spüren und hätte man mir nicht erzählt, dass die Erde gewackelt hat, hätte ich es nicht mal gewusst.

Bis bald eure Carolin

Ein kleiner Eindruck von der Schönheit des Landes

 

Mein erster Monat in Nicaragua

Donnerstag, 18. September 2014 von Carolin

Ein Monat habe ich nun schon in Nicaragua verbracht. So langsam lebe ich mich hier ein. Die Arbeit macht immer noch viel Spaß und die Kids brauchen auch die Unterstützung. Im Moment helfe ich besonders in den Fächern Mathe und Englisch, dass bekomme ich auch mit meinen Sprachkenntnissen ganz gut hin. Meine Arbeitszeiten sind übrigens von 8-12 und von 14-17 Uhr. Vormittags kommen hauptsächlich die Größeren, die leider nicht immer wirklich motiviert sind zu lernen, aber das macht die Herausforderung nur reizvoller. Nachmittags gibt es dann drei verschiedene Gruppen, ich arbeite immer an verschiedenen Tagen in verschiedenen Gruppen, so dass ich mittlerweile fast alle Kinder kenne, wenn auch nicht mit Namen, aber ich hoffe das wird noch. Von meinen Arbeitskollegen und auch meiner Chefin bekomme ich jede Hilfe die ich brauche und auch deswegen fühle ich mich sehr wohl auf der Arbeit.

An den letzten Wochenenden habe ich immer viel unternommen, ich war mit meinen Kollegen in einer Kleinstadt in der Nähe, habe an einer kleinen

Prozession in Juigalpa teilgenommen, und habe die Schwester einer Kollegin in Esteli besucht. Mein erstes Abenteuer habe ich aber in Matagalpa erlebt. Dort war ich mit der anderen deutschen Freiwilligen, die auch in Juigalpa wohnt. In Matagalpa haben wir uns dann noch mit weiteren Freiwilligen getroffen und sind zu einem Wasserfall gefahren. Dort haben wir gebadet und gecampt. Abends konnten wir dann in einer Höhle in der Nähe des Wasserfalls das Gewitter in Sicherheit beobachten. Ein super Erlebnis in völlig einsamer Natur.

Es gibt wirklich viel zu sehen und ich mag die ganzen Reisen mit dem Bus (wenn man nicht 3 Stunden stehen muss, weil der Bus zu voll ist).

Die Landschaft in Nicaragua ist so wunderschön und ich kann mich gar nicht daran satt sehen. Bei meiner Familie fühle ich mich sehr wohl, ich habe mittlerweile auch mein eigenes Zimmer bezogen, dass sehr hell ist, leider aber auch nicht ganz leise, aber an die Lautstärke hier gewöhnt man sich auch relativ schnell, da man keine andere Wahl hat;)

 

Erste Tage in Juigalpa

Sonntag, 24. August 2014 von Carolin

Eine Woche und ein paar Tage sind nun vergangen seit ich ganz herzlich von meiner Chefin, von meiner Gastschwester, von einer anderen Deutschen und von einer Mitarbeiterin der Caritas am Flughafen in Managua empfangen wurde. Von Managua aus ging es dann mit dem Auto nach Juigalpa, wo ich dann bei meinem neuen Zuhause abgesetzt wurde und den Rest meiner Gastfamilie kennenlernten durfte. Da es aber schon so spät war und ich einen langen Tag hinter mir hatte, wurde der Abend nicht besonders lang.

In Juigalpa war an dem Wochenende Fiesta de Patronal und so ging es dann samstags abends zur fiesta wo ich das erste Mal die Tanzkünste der Nicaraguaner kennenlernen durfte. Ich war begeistert und an dem Abend wurde viel getanzt und gefeiert.

Montags begann dann meine neue Arbeit im Centro Jesus Amigo. Die Kinder waren alle ganz neugierig auf mich und begrüßten mich. Leider verstehe ich nicht immer alles und kann auch deswegen nur bedingt bei den Hausaufgaben helfen, aber Mathe schaffe ich auch in Spanisch;). Die Woche nahm so ihren Lauf, ich konnte in alle drei Gruppen, die nach dem Alter aufgeteilt waren mal hineinschauen und so alle Kinder kennenlernen. Große Probleme habe ich mit all den Namen, da muss ich noch eine Menge tun, aber ich denke das schaffe ich. Gestern ging dann meine erste Arbeitswoche mit einer Tanzaufführung der Kinder vor der Kirche zu Ende. Schon die kleinsten können ihr Hüfte bewegen, wow!

Die Tänzer und ich

Die Tänzer und ich

Juigalpa ist schon eher ein ländlich gelegenes Städtchen und es ist nicht so viel los, dafür ist es sehr grün. Wegen der Hitze und den vielen Eindrücken bin ich bis jetzt fast jeden Abend gegen acht, halb neun ins Bett gefallen. Leider werde ich aber auch morgens schon gegen fünf wach. Es ist hier sehr laut, da hier ständig gehupt wird. Aber morgens eine kalte Dusche lässt einen dann auch hellwach sein und zum Frühstück gibt es dann als Stärkung Reis mit roten Bohnen und Ei, das Nationalgericht Gallo Pinto!

Ich schicke euch warme und liebe Grüße aus Juigalpa und werde weiter berichten

Bis bald

 

Bald gehts los

Mittwoch, 13. August 2014 von Carolin

In ein paar Tagen geht nun mein Flug. Der große Rucksack ist gepackt, alle Kleinigkeiten sind besorgt, jetzt steigt die Vorfreude, aber natürlich auch die Nervosität.

Wie wird es in Nicaragua wohl aussehen? Hab ich wirklich an alles Wichtige gedacht und hoffentlich verstehe ich die Menschen dort mit meinem Spanisch. Viele offene Fragen, die wohl bald beantwortet werden.

Ich kann es kaum erwarten aus dem Flugzeug zu steigen und endlich auf die Menschen zu treffen, mit denen ich mein kommendes Jahr verbringen werde.

Aber jetzt heißt es erstmal noch in der Heimat Abschied nehmen, was natürlich nicht leicht fällt, aber in einem Jahr bin ich ja wieder da 🙂  und bis dahin könnt ihr alle fleißig meinen Blog lesen.

Ich bin dann mal weg…

Bis bald

Eure Carolin