Weraba Uganda – Hallo Deutschland

Sonntag, 30. August 2015 von Anna

Hallo alle zusammen!

Ziemlich genau zwei Wochen ist es her, dass ich die stressigste Fahrt überhaupt zum Flughafen hatte… 6 1/2h vor der Abflugzeit sind wir von Mityana losgefahren, um dann gerade noch rechtzeitig (bzw die Gepäckabgabe hatte schon zu und ließ sich gottseidank doch noch erweichen, unsere Koffer, die aber auch noch das falsche Gewicht hatten, anzunehmen) am Flughafengebäude anzukommen. Irgendwo auf der Strecke zum Flughafen, die man normalerweise in 2h schafft, war eine Straßenseite gesperrt und ein unglaublich langer Stau…

Aber wie ihr seht, bin ich doch noch in Deutschland angekommen und habe mich mittlerweile schon ein wenig einleben können. Dabei hat mir besonders das Rückkehrerseminar des KMW und missio sehr geholfen. Dazu haben sich letzte Woche alle 16 Rückkehrer in Aachen getroffen und der Austausch mit „Gleichgesinnten“ hat mir wirklich gut getan.

Aber jetzt muss ich doch nochmals ein paar Monate zurückspringen und euch von meinem Urlaub in Tansania erzählen: Im Mai sind meine Mitfreiwillige Nicole und ich mit dem Bus von Uganda nach Tansania (Dar es Salaam) gefahren, da Nicoles Bruder und dessen Freundin ihre Praktika dort beendet hatten und nun vorhatten auch andere Ecken Tansanias zu bereisen. Für Nicole und mich hat die Busfahrt dorthin 34h gedauert. Da ist man doch ganz froh, wenn man mal ankommt 😀

Die ersten Tage haben wir in der Hauptstadt Dar es Salaam verbracht. Anschließend sind wir für ein paar Tage Traumurlaub auf die Insel Sansibar übergesetzt. Nach der Zeit in Sansibar war es aus mit dem schönen heißen Wetter, denn für uns ging es weiter in den kalten bergigen Norden Tansanias. Genauer gesagt nach Arusha und Moshi, zwei eigentlich schöne Städte, wenn es nicht den ganzen Tag regnet. Einmal konnten wir auch einen Blick auf den Kilimanjaro erhaschen, als der Nebel den Berg kurz nicht mehr versteckt hat.

Kurz nach der Reise in Tansania kamen schon meine Eltern und mein Bruder zu Besuch. Es war eine echt schöne Zeit und ich bin sehr froh, dass meine Familie nun zumindest einen kleinen Eindruck hat und sich etwas unter meinen Erzählungen vorstellen kann.

Unsere Reiseroute sah folgendermaßen aus: etwas in den Norden zum Nationalpark Murchinson Falls, durch den der Nil fließt, und heißen Quellen. Anschließend sind wir in die schöne Stadt Fort Portal und dann zurück nach Mityana – Wäsche waschen. Als Abschluss sind wir noch auf die Ssese Islands im Viktoria See und als krasser Gegensatz zu den ruhigen Inseln anschließend in die Hauptstadt Kampala.

Nachdem ich meine Familie zum Flughafen gebracht habe, hatte ich noch ca. 2 Monate in Uganda vor mir, die unglaublich schnell vorbei waren.

Da die Kinder nun auch Ferien haben, hatten sie kurz vor unserer Abreise noch Examenwoche und dann haben sie sich alle von uns verabschiedet. Dazu hat die Schule einen Tag lang ein Fest organisiert, bei welchem die Kinder uns und der ganzen Schule einstudierte Lieder, Gedichte, Sketche, Theaterstücke vorgeführt haben und auch unsere Theater-AG hatte die Möglichkeit, ihr Stück vor Publikum zum Besten zu geben. Der Tag war total schön und auch anstrengend und den ganzen Nachmittag haben wir mit den Kindern getanzt und Fotos gemacht.

Abends kam die ganze Lehrergesellschaft und andere Angestellte der Schule in den Hof des Gästehauses, in dem wir wohnen durften, und wir haben zusammen leckeres local food gegessen und anschließend getanzt.

Die Abschiedsfeier, die Nicole und ich für unsere Freunde veranstaltet haben, war auch total schön und der Abschied noch unwirklich. So wirklich begriffen, dass ich jetzt tatsächlich gehen muss, habe ich dann erst auf dem Weg zum Flughafen…

Ich bin total dankbar für die Chance, die ich hatte, ein Jahr in einem so gastfreundlichen und offenen Land wie Uganda verbringen zu dürfen und wünsche es gleichzeitig jedem! Natürlich hatte ich in dem Jahr auch Momente, in denen ich einfach nur heim wollte und Heimweh hatte oder mit der Kultur meine Probleme hatte… Trotzdem kann ich sagen, dass für mich die guten und schönen Momente in meiner Zeit in Uganda klar überwiegt haben und es das Beste war was ich machen konnte, nach der Schule ein Jahr lang in eine andere Kultur einzutauchen!

Ganz liebe Grüße aus Aalen in Baden-Württemberg,

Eure Anna J

Hier noch Links zu den Homepages von meinen beiden Projekten COSNA und HOSFA, die ich euch schon längst mal anhängen wollte 😉

COSNA School: http://cosnaschools.com/

HOSFA (hopeSharingFamily): http://hosfa.org.ug/welcome.html

Uuuund dann wie immer noch den Tipp bei dem Blog meiner Mitfreiwilligen Nicole Rüthers vorbeizuschauen – dann sind die Berichte nicht ganz so einseitig 😉

Strand von Sansibar *-*J

Strand von Sansibar *-*

Alte Bauten am Hafen der Insel

Alte Bauten am Hafen der Insel

Unterwegs in Tansania...

Unterwegs in Tansania…

Im Murchinson Falls Nationalpark

Im Murchinson Falls Nationalpark

Wer findet das Baby auf dem Bild? ;)

Wir hatten riesen Glück und haben sogar Löwen und einen Leoparden gesehen… übrigens: Wer findet das Baby auf dem Bild? 😉

...mitten auf der Straße...

…mitten auf der Straße…

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Meine Familie zu Besuch bei Resty

Im heißen Norden Ugandas (Gulu),wo es noch viele traditionelle Hütten gibt

Im heißen Norden Ugandas (Gulu),wo es noch viele traditionelle Hütten gibt

New Taxi Park in der Hauptstadt Kampala

New Taxi Park in der Hauptstadt Kampala

O - kurz vor der Theateraufführung

„We will rock the play“ :O – kurz vor der Theateraufführung

Abends die Verabschiedung vom staff der Schule

Abends die Verabschiedung vom staff der Schule

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Holidayprogramme für die Kinder, die noch nicht aus dem Internat abgeholt worden sind – hier bei Reise nach Jerusalem 🙂

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Unsere Abschiedsparty 🙂

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Abschied von Freunden 🙁

 

Mein Auslandsjahr geht zu Ende …

Mittwoch, 29. Juli 2015 von Julia Höschle

Man glaubt es kaum, wie schnell die Zeit vergeht. Vor fast einem Jahr kam ich in Nicaragua an. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, mit der Sprache und der Kultur zurechtzukommen, doch ich habe mich schnell an alles gewöhnt und Land und Leute lieb gewonnen. Nun heißt es, Koffer packen und Abschied nehmen. Das geschieht mit einem lachenden und einem weinenden Auge 😉

Das Jahr in Granada /Nicaragua hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte viele Erfahrungen sammeln, die mir in meinem Leben hilfreich sein werden. Der Abschied fällt mir sehr schwer, denn ich habe hier eine zweite Familie und Freunde gefunden. Meine Gastfamilie hat mich wie ihr eigenes Kind aufgenommen und behandelt. Ich konnte mich mit allen Sorgen und Nöten an sie wenden, und sie haben mir immer geholfen. Auch die Mädels aus dem Mädchenheim habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich werde sie alle wahnsinnig vermissen. Ich werde auf jeden Fall zurückkommen, um sie zu besuchen.

Leider hat nun meine Gastfamilie ein schwerer Schicksalsschlag getroffen. Vor wenigen Tagen erfuhr meine Gastmama, dass sie an einem Lebertumor erkrankt ist und sich einer Chemotherapie unterziehen muss. Dies bedeutet, dass hohe Behandlungskosten auf sie zukommen werden, denn in Nicaragua gibt es leider keine Krankenversicherung. Sie müssen die Kosten für die Chemotherapie selbst tragen, ansonsten wird die Behandlung nicht durchgeführt. Allein die erste Untersuchung meiner Gastmama hat schon über 5.000 Cordoba gekostet (das sind ungefähr 180 € und entspricht fast einem durchschnittlichem Monatseinkommen). Die Erkrankung bringt meine Gastfamilie in große finanzielle Schwierigkeiten, zumal auch noch die Kosten für das Studium und das Schulgeld für die beiden Töchter aufzubringen sind. Die Chemotherapie wird 7000 $ kosten, so viel Geld haben sie nicht.

Doch trotz all dem Abschiedsschmerz freue ich mich auch auf Deutschland. Endlich sehe ich meine Familie und Freunde wieder. Noch nie war ich so lange von Zuhause weg. Es ist ein komisches Gefühl, nach so einer langen Zeit wieder heimzukehren. Was sich wohl alles verändert hat? Auf das deutsche Essen freue ich mich jedenfalls schon sehr: ein Rumpsteak oder die Dampfnudeln von meiner Oma, das habe ich hier doch vermisst.  😀

In den letzten Wochen hier gab es nochmals viel zu tun, aber ich habe die Zeit trotz allem genießen können: Ende Juni fand im Mädchenheim noch einmal „Bingo“ statt. Bei dem Fest werden Essen und Trinken zum Verkauf angeboten. Hierfür mussten wir vorher viel Obst und Gemüse schnippeln. Außerdem musste alles vorbereitet werden: Es wurde aufgeräumt, geputzt und Stühle und Tische aufgestellt. Meine Aufgabe war es wieder, zusammen mit einem Mädchen aus dem Heim Softdrinks und Wasser zu verkaufen. Für das Mädchenheim ist diese Veranstaltung eine wichtige Einnahmequelle. In diesem Jahr konnten wir einen Erlös von etwa 1400 € erzielen, das ist sehr viel Geld.

Bingo-Vorbereitungen

Bingo-Vorbereitungen

Anfang Juli hatte ich dann noch einmal eine Woche Urlaub, denn die Kids hatten Halbjahresferien und durften heim zu ihren Familien. Ich reiste mit einer anderen Freiwilligen aus Deutschland an der Pazifikküste entlang. Wir waren in Chinandega, Léon und San Juan del Sur. Ich wollte noch einmal den tollen Strand hier genießen, bevor ich nach Deutschland fliege.

Im letzten Monat gab es Tage, an denen es richtig geschüttet hat. Dann sieht man fast niemanden auf der Straße. Auch die Mädels gehen dann nicht zur Schule, denn meistens kommen die Lehrer sowieso nicht. Für deutsche Vorstellungen einfach unglaublich! Leider fällt hier (in den öffentlichen Schulen) sehr oft Unterricht aus, z.B. an jedem letzten Freitag im Monat, weil dann eine Lehrerbesprechung stattfindet.

An einem schulfreien Tag fuhren wir mit den Mädels an einen Pool, worüber sie sich sehr freuten. Eine solche Gelegenheit haben sie nur ganz selten. Einigen von ihnen brachte ich die Grundzüge des Schwimmens bei. Es war ein sehr lustiger Tag 🙂

In jüngster Zeit fällt es mir schwer ins Mädchenheim zu gehen, da alle (die Mädels, Mitarbeiterinnen und meine Chefin) mehrmals am Tag sagen, dass ich hierbleiben soll. Andererseits freut es mich auch, dass ich eine Hilfe sein konnte.

Nun kann ich schon die Stunden zählen.

So, das war`s vorerst mit meinem Blog. Ich hoffe, dass ich Ihnen einen Eindruck von meinen Erlebnissen hier und dem Land Nicaragua geben konnte.

Viele Grüße (letztmals aus Nicaragua)

Julia

 

Ein Muzungu kommt nur selten allein – Teil 1

Sonntag, 12. Juli 2015 von Niklas Borchert

Es begab sich zur der Zeit, da „Ronald Muwenda Mutebi II“ ward Kabaka in Buganda, dass da ward ein Bund mit Namen „CWM“ und George Ssali ward Herr über diesen und eines Tages rief der Herr alle zusammen, die ihm folgten und sprach zu ihnen: „Meine Brüder, lange gingen wir durch dieses Land und taten, wozu wir berufen wurden. Doch die Menschen in fernen Ländern, waren sich unserer nicht bewusst. Dies soll sich vom heutigen Tag ändern, denn ich gebe euch diese Website, dass ihr und alle Menschen, von nah und fern sich jeder Zeit, über jenes bewusst sind, was wir voll richten.“
Und die Menschen waren glücklich, denn von überall konnten sie nun sehen was das CWM veränderte und erreichte. Doch die Tage gingen ins Land, ohne das einer von ihnen sie pflegte und sich kümmerte um die Website und sie bald alterte und unansehnlich ward.
So rief der Herr wieder alle zusammen die ihm folgte und sprach: „Ist unter euch jemand, der in der Lage sei, sich zu kümmern um die Website, die ich euch vor langen Zeiten gab?“ Doch keiner ward unter ihnen, der erfüllen konnte, worum der Herr bat und so sendete er aus, nach nah und fern, dass sie jemanden fänden, der seine Bitte erfülle.
Doch die Suche blieb erfolglos, bis zu jenem Tage da zwei junge Männer ins Land kamen um zu arbeiten und zu helfen dem Herrn und ihren Namen waren Matovu und Lubega. So begab es sich, dass einer der Männer des Herren zu ihnen kam und sie fragte, ob sie in der Lage wären zu erfüllen, worum der Herr bat und einer von ihnen, der da ward Lubega, sprach: „Ihr habt Glück, denn ich lernte einst die hohe Kunst der Websites und wäre bereit meine Kenntnisse zur Verfügung zu stellen, um zu schaffen worum der Herr bitte.“
So wurden sie vor den Herren geführt und er ward glücklich, dass seine Suche zu Ende ward und so sendete er beide aus, dass sie sich auf eine Reise durchs Land begaben um all jenes zu finden, was sie brauchten um die Website zu bringen zu einem neuen Glanze.
Und so begaben sich beide Männer auf eine gefährliche Quest, durch die Städte und Dörfer, Berge und Täler, Sümpfe und Savannen des Landes um zu schaffen worum man sie bat und dies ist ihre Geschichte…

Teil 1: Kasana-Luweero

Unsere Reise begann am Morgen des 11.04, mit der Reise von Masaka [unserem Heimatort] in den ca. drei Stunden entfernte Kasana-Luweero Distrikt, um dort an einem Meeting teil zu nehmen, welches sich damit beschäftigte, wie weit die angestrebten Ziele für dieses Jahr erreicht wurden und wo es Probleme gab. Des weiteren, gab es auch einen Teil, in dem wir vorstellten, auf welchem Stand die Website ist und welche Daten wir wir bei den einzelnen Stationen der Reise sammeln wollten.

Nachdem dieses Metting zu ende war, blieben wir drei weitere Tage vor Ort, um dort anzufangen die benötigten Informationen zu sammeln. Dies beinhaltete der Besuch der Kathedrale, des Bischofs, der Stadt, einiger CWM Mitglieder und einem interessanten Projekt, in einem Dorf zu dem wir ca. eine Stunde lang mit einem Boda Boda durch die „Wildnis“ fahren mussten. Dieses Projekt befasste sich damit, auf einem sechs Hektar großen Gebiet Land, Eukalyptusbäume und verschiedene Lebensmittel, wie Bohnen, Cassava und Kaffee anzubauen. Geerntet, wurden die Lebensmittel dann an die CWM Mitglieder, an dem Projekt mitarbeiten oder mit investieren, verteilt. Was übrig blieb und die Bäume wurden in der Umgebung verkauft und die Gewinne gespart um, momentan, die Kirche Vorort fertig zu bauen und danach eine Schule zu errichten, da die nächste sehr weit entfernt ist.

Zwei besonders interessante Erlebnisse war noch, als es am zweiten oder dritten Abend anfing zu gewittern, allerdings in einer stärke und Intensität, die ich so noch nicht erlebt habe, dagegen war jede Lichtschau ein Witz! Des weiteren ein Gebäude [siehe Bild], welches momentan im Wiederaufbau ist, da durch ein Sturm das komplette Dach und teile der Wand zerstört wurden. Daran kann man sehen, welche Schäden hier in Uganda, in der Regenzeit, entstehen könne. Dies ist besonders ein Problem, da die Kosten für den Wiederaufbau oft das Budget der, in diesem Fall, Schule übersteigen und er dementsprechend gar nicht, oder erst sehr spät durchgeführt wird.

Teil 2: Gulu

Weiter ging es dann nach Gulu, um dort die gleiche Arbeit zu voll richten wie zuvor. Diese umfasst [um das jetzt einmal erklärt zu haben und es nicht immer wieder aufs neue sagen zu müssen], das Sammeln von verschiedenen, allgemeinen Informationen wie, Mitgliederanzahl, Geschichte vom CWM in der entsprechenden Diözese, Namen der Leitung, usw. Des weiteren  der Besuch von mindestens einem Projekt und einer Gruppe und zum Schluss Fotos von allem möglichen, was nützlich für die Website sein könnte, z.B. Kathedrale [Nebenbei gesagt, ist diese in Gulu unglaublich krass – Siehe Foto], Bischof, Leitung des CWM in der Diözese, Projektfotos, usw.

Hervorheben möchte ich auch hier das Projekt, welches wir besucht haben. Es handelte sich dabei um ein Honig-Projekt, welches sich in einem Dorf ein Stückchen außerhalb von Gulu befand und in dem es, wie der Name schon sagt, darum geht Bienen zu halten und Honig zu gewinnen. Dabei handelte es sich um ein sehr ärmliches Dorf, indem die Menschen noch in den Traditionellen Hütten wohnten.
[Allgemein ist es im Norden der Fall, dass die Armut sehr stark ist. Dies liegt an dem wenige Jahre zurückliegenden Krieg in der Gegend, der die Bevölkerung sehr viel gekostet hat. Auch die Anzahl der Weisen und Witten ist sehr hoch, was die Armut nur noch mehr verstärkt, da Kinder [verständlicherweise] und Frauen [Kulturell bedingt] eigentlich keine Chance haben wirklich Geld zu verdienen.]
Besonders interessant war dabei, dass die Menschen dort zwar sehr wenig hatten und unter sehr schlechten Bedingungen lebten, aber nichtsdestotrotz so gastfreundlich waren, wie ich es nie erlebt habe. Am Anfang wurden mit größter Freude aufgenommen und durch das Projekt geführt, während man sehr viel Wert darauf legte uns ALLES zu zeigen und detailliert zu erklären. Danach durften wir den unverarbeiteten Honig probieren, der dort gewonnen wurde [Der nebenbei weitaus besser schmeckt als gekaufter Honig] und wurden dann noch mit so viel Honig und White Ants beschenkt, dass wir gar nicht alles essen konnten [Und weil Tobi leider, zwei Stationen weiter, den Honig vergessen hat einzupacken].
Ich fand es einfach unglaublich, zu sehen wie Menschen, die kaum etwas besitzen, trotzdem so viel Freude haben und so viel geben können. Man würde eigentlich meinen, dass es nicht möglich ist, unter
solchen Umständen glücklich zu sein, aber die Menschen in diesem Dorf haben definitiv das Gegenteil beweisen und mich stark beeindrucke.
Doch damit hörte es noch nicht auf, denn am nächsten Tag fuhren wir, um noch etwas von der Umgebung von Gulu zu sehen, weiter raus als am Tag zuvor, um ein altes englisches Fort zu besichtigen. Die Umgebung und die Überreste dort, waren unglaublich schön anzusehen und besonders die natürlichen Steinformationen waren äußerst interessant [und besonders gut zum klettern]
Allgemein waren diese zwei Tage in Gulu unglaublich schön und Erlebnisreich, wie es sonst in keinem weiteren Ort auf unserer Reise der Fall war.

Teil 3: Arua

Unsere Reise ging weiter, über den Nil nach Arua, wo unser Aufenthalt ein wenig chaotisch begann, da ich bei Ankunft plötzlich krank wurde und den ersten Tag erst mal im Bett verbringen musste, sodass Tobi zu beginn alleine arbeiten musste. Am nächsten Tag ging es mir allerdings schon besser und ich konnte wieder helfen, für die Daten durch die Gegend zu hetzen [in Arua war unser Arbeitsplan wirklich sehr stressig, wenn auch witzig geschrieben – finde den Fehler auf dem Bild!].
Unsere Arbeit vor Ort war bis auf einen Teil nicht sonderlich interessant, da es aus viel zu viel rumgehetze bestand und wir wenig Zeit hatte uns auf etwas anderes als das sammeln der Daten zu konzentrieren. Der interessante Teil bestand aus unserem Besuch beim Bischof „Sabino Ocan Odoki“, was jetzt erst mal nicht sooooooo interessant klingt, es im Endeffekt allerdings doch war, da der Bischof ziemlich cool drauf war und wir ein gutes Gespräch über einige Entwicklungsstechnische und Arua betreffende Themen hatten.

Was einem allgemein in Arua auffällt ist die überall präsente Armut [diese hatte ich zwar schon in Gulu erwähnt, hier war sie allerdings noch stärker]. Genau wie Gulu ist Arua noch vom Krieg gezeichnet, viele Weisen und Witten, Gebäude und Straßen in einem schlechten Zustand und viel [vor allem unter den Jugendlichen] spürbare Hoffnungslosigkeit.
Allerdings ist hier alles noch stärker vertreten als in Gulu, da Arua noch weiter im Norden nahe der des Sudan und noch näher am Kongo liegt:
Wo die Traditionellen Hütten nur in Dörfern außerhalb zu finden waren, bilden diese fast immer die Vorbezirke der Städte, viele Jugendliche liegen den ganzen Tag nur an der Straße rum und konsumieren Alkohol und was mir besonders auffiel waren die vielen freien großen Landflächen, die ungenutzt rechts und links an der Straßen lagen. Das diese Flächen nicht genutzt werden liegt daran, dass es sich zu Kriegszeiten um gefährliche Bereiche handelte, wo es einen oft das Leben kostete sie zu betreten und selbst wenn der Krieg vorbei ist, ist die Angst vor diesen Landstrichen immer noch tief in der Bevölkerung verankert, weshalb sie diese auch nicht bebauen/belandwirtschaften.

4. Hoima

Nach unserer Zeit in Arua ging es weiter nach Hoima, was uns wieder Südwärts führte, in den Westen Ugandas.  Hoima ist ein relativ kleiner Ort, der sich hauptsächlich durch Erdölabbau finanziert.
Interessantes fiel hier nicht wirklich vor, deswegen werde ich an dieser Stelle auch nicht weiter auf unseren Aufenthalt in Hoima eingehen.

Soweit zum ersten Teil meines Beitrags zu unserer Reise durch Uganda, Teil zwei folgt in kommender Zeit.
In dem Zusammenhang schöne Grüße an alle Leser/innen aus Uganda – Der Perle Afrikas!

Begriffserklärung
Muzungu – Luganda für europäische/amerikanische, bzw. weiße Person
Kabaka – Luganda für König
Buganda – Das größte Königreich in Uganda, welches hauptsächlich zentral Uganda umfasst und unter anderem auch Masaka
Matovu – Der ugandische Name, von meinem Mitfreiwilligen, Tobi
Lubega – Mein ugandischer Name
Boda Boda – Motorradtaxi
White Ants – So etwas wie Ameisen, die hier zu zwei bestimmten Perioden im Jahr gesammelt werden. Gebraten ergeben diese dann ein sehr nahrreiches und schmackhaftes Lebensmittel. [Gut, sie sind nicht so Lecker wie Grashüpfer welche, wenn richtig zubereitet, dass absolute Nonplusultra ergeben, aber nichtsdestotrotz sehr köstlich sind]

 

Ranking

Samstag, 27. Juni 2015 von Jonas Metzger

Da ich jetzt schon über zehn Monate hier bin und sich Ecuador sowohl in Kultur, Land und Leuten sehr von unserer unterscheidet, habe ich gedacht, dass es Zeit wird für ein Ranking mit Dingen, die mir besonders auffallen oder die hier so ganz anders als in Deutschland sind:

1. Erster und „wichstiger“ Punkt: Das Essen
Ohne
Reis ist das Mittagessen kein richtiges Mittagessen. Dieser Satz, den ich schon von mehreren Ecuadorianern gehört habe, bringt es ziemlich gut auf den Punkt. So gibt es hier täglich mindestens einmal Reis zum Essen. Selbst zu Spaghetti, die nur selten gekocht werden, darf der Reis nicht fehlen. Mich wundert es wirklich, dass man so viel davon essen kann. Reis wird häufig mit Hähnchen und Kochbananen oder Linsen als Beilage gegessen. So ist die Hauptstraße an der ich wohne voll mit Hähnchenverkäufern. Erstaunlich, dass einem bei einem so hohen Hähnchenkonsum keine Federn wachsen ;). Fast genausoviel wie Reis gegessen wird, gibt es auch Bananen und zwar in allen Variationen. Gekocht, gebraten, frittiert, als Knödel, als Auflauf, als eine Art Mus – „majado“ genannt, selbst richtig leckere Bananenchips „chifles“ werden aus ihnen gemacht . Dabei wird je nach Reifegrad von knallgrün „verde“ bis gelbbraun „maduro“ mit der Kochbanane ein anderes Gericht möglich. Erst vergangenen Donnerstag habe ich mit Antonio wieder eine Bananenspenden von über 200kg Bananen abgeholt, um die Dimensionen in denen es hier Bananen gibt etwas zu verdeutlichen. Selbst die Hennen werden damit gefüttert, es ist also genug für alle da. So ist Ecuador unangefochten eines der führenden Bananenexporteure weltweit.
Über das Essen könnte noch ewig viel erzählt werden, da auch noch jede Menge tropische Früchte wachsen, von denen ich am Anfang die Hälfte noch nicht einmal kannte. Ebenfalls variieren die Essensgewonheiten (sowie auch die Musik) je nach Region in Ecuador. In den Bergen werden z.B. eher Kartoffeln als Bananen gegessen.

2. Straßenhändler:
Straßenhändler gibt es jede Menge und ich denke, dass ich diese sicherlich vermissen werde. Sie verkaufen so ziemlich alles, über raubkopierte Filme für einen Dollar, Tees, die einen von jeglicher Krankheit heilen sollen, Süßigkeiten und verschiedenes Essen und Trinken, Rattengift, Besen … alles ist dabei. Man muss dabei nicht zum Essen hin laufen, sondern es wird einem hergebracht und sogar bis in den Bus. Das Gute dabei ist, dass die Straßenhändler überhaupt nicht aufdringlich sind. Ein freundliches Kopfschütteln oder abwinken reicht aus und sie gehen weiter.
Neben diesen mobilen Straßenhändlern gibt es auch unzählige kleinere Stände am Straßenrand, in denen verschiedene Milchshakes „Batidos“, Säfte, anderes Essen, meist gefälschte Markenkleidung und andere Kleinigkeiten verkauft werden.

3. Zeit und Wegbeschreibungen:
Nicht nur Albert Einstein, sondern auch viele Ecuadorianer sind zur gleichen Erkenntnis gekommen: Zeit ist relativ.
So kann ein „ya mismo“ tatsächlich „jetzt“ bedeuten oder auch „fünf Minuten“, „drei Stunden“ oder einen „halben Tag“. Als wir das erste Mal zu einer öffentlichen Veranstaltung gingen, waren wir, wie es auf der Eintrittskarte angegeben war, um 8 Uhr an Ort und Stelle, jedoch als Einzige. Die Veranstalter waren sogar noch damit beschäftigt, die Bühne fertig aufzubauen. So war genug Zeit, noch einmal heim zu gehen und knapp zwei Stunden später wieder zu kommen.

Zu Wegbeschreibungen:
Wenn man nach dem Weg fragt, wissen die meisten Menschen wohin es geht und können einem hilfsbereit den Weg genau beschreiben, sogar mit Meterangaben und Zeitangaben, wie lange es noch zum Ziel dauert. Allerdings ist es ratsam, sich noch eine Zweit- oder Drittmeinung zu holen, um sicherzugehen, nicht in zwei unterschiedliche Richtungen geschickt zu werden, denn teilweise werden Angaben sehr grob geschätzt.

4. Außendarstellung des Landes:
Mir scheint es, dass es die Ecuadorianer interessiert, wie wir von ihrem Land denken und wie wir es finden. Häufig wird man auch direkt gefragt, ob einem Ecuador gefällt. Auch interessiert es sie sehr, wie es in Deutschland ist und welche Dinge dort anders sind. Besonders, dass wir vier Jahreszeiten und keine Aufteilung des Landes in Küste, Berge und Amazonasgebiet haben, stellt sich immer als sehr beeindruckender Unterschied heraus.
Gefühlt waren sehr viele Ecuadorianer schon einmal in Spanien oder sie kennen jemanden, der jemanden kennt der schon einmal dort war. Generell kommt es mir vor, dass Ecuador viel mehr Verbindungen zu Deutschland hat, als ich es mir vorgestellt habe

5. Ausgehen: Beim Ausgehen bestellt nicht jeder sein eigenes Bier, sondern es wird ein Bier oder eine Karaffe davon für alle zusammen bestellt und zusammen leer getrunken. Dann wird wieder ein neues Bier für alle bestellt.
Auffallend ist, dass Ecuador eine richtige Tanznation ist und bei Anlässen wie Festen, Umzügen, Feiern dürfen Tänze auf keinen Fall fehlen. Deshalb lernen die meisten schon von klein auf sehr gut zu tanzen.

6. Wenn es um die Wurst geht:
Anfangs etwas ungewohnt fand ich, dass man eigentlich fast im ganzen Land das Klopapier nicht ins Klo, sondern in einen daneben dafür aufgestellten Mülleimer wirft. Mir wurde erzählt, dass zu enge Abflussrohre verbaut wurden und diese sonst verstopfen würden. Da hat man bei der Rohrverlegung wirklich einen Scheiß gebaut.

7. Geduldprobe:
An der Kasse im Supermarkt kann das Schlangestehen häufig etwas länger dauern, auch wenn nur wenige Leute vor einem in der Schlange stehen. Mit ein Grund dafür ist, dass leider alle Produkte, häufig sogar auch noch separat, in Plastiktüten verpackt werden und nicht selten Menschen den Supermarkt mit fünf Tüten in jeder Hand verlassen.

8. Die Vielseitigkeit des Landes:
Obwohl ich wusste, dass Ecuador eines der vielseitigsten Länder weltweit ist, fasziniert mich diese Vielfalt des Landes immer wieder noch aufs Neue. So kann ich von Santo Domingo aus in drei Stunden Busfahrt entweder an einem heißen Pazifikstrand zwischen Kokusnusspalmen liegen und im Meer baden oder drei Stunden Richtung Osten in die Anden (auf über 3000 m) fahren und dort mit einer Vulkanbesteigung im Hochgebirge loslegen. Nur ins Amazonasgebiet dauert es etwas länger, ca. acht Stunden Busfahrt, weil dort die komplette Andenkette überquert werden muss. Somit stimmt das Sprichwort wirklich, dass man hier am Strand Frühstücken, in den Bergen Mittagessen und im Regenwald Abendessen kann. Es sind wie drei kleine verschiedene Länder in einem zusammengefügt. Nicht zu vergessen sind dabei die Galapagosinseln, über die ich wahrscheinlich beim nächsten Mal berichte.

9. Schwangere Mädchen:
Hier ist es üblich sehr früh Kinder zu haben. So haben viele Mädchen schon mit fünfzehn, sechzehn Jahren ihr erstes Kind. Dies fällt vor allem auf, wenn man durch die Stadt läuft und viele Minderjährige mit Baby auf dem Arm herumlaufen. Deshalb wurde ich auch schon oft gefragt, wenn ich mit Kindern aus dem Heim unterwegs war, ob es meine eigenen sind. Dann wird verdutzt geschaut, wenn ich antworte, dass ich noch gar keine Kinder habe.

10. Hinterherschauen:
Eigentlich habe ich es schon in einem Blogeintrag erwähnt, dennoch darf es hier nicht fehlen, weil es wirklich so auffällig ist. Als großem Hellhäutigen wird einem vor allem im Zentrum Stanto Domingos enorm hinterhergeschaut und teilweise auch losgelacht. Mittlerweile bin ich sicherlich auch schon in einigen Fotoalben ecuadorianischer Familien verewigt, die kurzerhand gefragt haben, ob sie ein Bild mit mir machen dürfen.

11. Busfahren:
Busfahren ist hier Verkehrsmittel Nummer 1, da viel Leute auch gar kein eigenes Auto besitzen. So kommt man mit dem Bus eigentlich auch überall hin und das spottbillig (eine Stunde Busfahrt kostet nur ungefähr einen Dollar, Stadtbusse fünfundzwanzig Cent pro Fahrt – egal wohin). Das liegt an den sehr niedrigen Spritpreisen (ein Liter Diesel kostet umgerechnet etwa nur zwanzig Cent) und den niedrigen Gehältern.

Bei den längeren Busfahrten wird der Bus zum Kino. Oft wird ein Ballerfilm eingelegt, der keine richtige Handlung besitzt und bei es nur um sinnloses Herumgeschieße und viel Blutvergießen geht. Dabei wird die Lautstärke teilweise so laut aufgedreht, dass es durch den ganzen Bus nach Schüssen und Schreien tönt. Dass auch kleine Kinder im Bus sind, wird dabei leider nicht berücksichtigt. Wenn man Richtung Küste fährt wird auch oft Salsamusik aufgelegt, was wesentlich ich wesentlich angenehmer finde.

12. Preisverschiebung:
Generell kann man zwar sagen, dass die Lebensunterhaltungskosten hier in Ecuador einiges billiger sind (müssen sie auch bei einem Grundeinkommen von 352 Dollar), dennoch gibt es einige Artikel die gleich viel oder sogar mehr als in Deutschland kosten. Dies sind vor allem importierte Güter wie Handys, Fernseher, Autos und andere technische Artikel, wie Baumaschinen oder auch Metalle, die hier deutlich mehr kosten. Dies liegt an der von der Regierung neulich sogar noch erhöhten Einfuhrsteuer für Güter aus dem Ausland, die sogar für die der Nachbarländer gilt. So kosten z.B. Äpfel, die zu einer der wenigen Früchten gehören, die hier nur schlecht wachsen und deshalb meist aus Peru importiert werden, rund dreimal so viel wie bei uns. Normalerweise ist das Essen hier sehr günstig. Das typische Mittagsmenü „almuerzo“ mit Suppe, Hauptgang und einem Fruchtsaft kostet gerade mal 2,50 Dollar. Unglaublich ist jedoch, dass Schokolade in Ecuador, einem Kakaoexportland, das für seinen qualitativ hochwertigen Kakao bekannt ist, hier wesentlich mehr als in Deutschland kostet und es bei weitem nicht dieselbe große Auswahl gibt. Das liegt daran, dass der Kakao exportiert und die Schokolade dann wieder teuer importiert wird, weil es hier schlicht keine Industrie dafür gibt.

Dienstleistungen sind aufgrund der niedrigen Löhne ebenfalls wesentlich günstiger als in Deutschland. So bezahle ich, wenn ich zum Friseur gehe nur zwischen zwei fünfzig und drei Dollar. Mein Friseur hat übrigens beim letzten Mal Haareschneiden gemeint, ich soll mich bitte nicht aufrecht hinsetzen, damit er besser oben die Haare schneiden kann. Auch gibt es auf dem Markt in Santo Domingo einige Stände, bei denen man sich am Straßenrand mal eben schnell masieren oder die Schuhe putzen lassen kann.

13. Luftfeuchtigkeit
Am Anfang wunderte ich mich, weshalb man in Santo Domingo einen Wäschetrockner braucht, wenn es doch rund um die Uhr mehr als zwanzig und nachmittags meist über dreißig Grad hat. Schnell wird einem jedoch klar, dass hier aufgrund der tropisch hohen Luftfeuchtigkeit die Kleidung, sowie alles andere nur sehr langsam trocknet, außer wenn mittags die Sonne wirklich senkrecht auf den Äquator prallt. Wenn man ein nur leicht feuchtes Kleidungsstück in den Schrank legt und nach einer Woche wieder anziehen will mieft es, als ob es schon getragen wurde. Leder darf, wie ich feststellen musste, überhaupt nicht irgendwo eingeschlossen werden. Schon nach ein paar Tagen in der Nachttischschublade war meine Ledergeldbeutel oder meine Gürtel mit einer weißer Schimmelschichtt überzogen.

Eine weitere Folge der hohen Feuchtigkeit mit Wärme ist, dass Metalle schneller anfangen zu rosten. Deshalb haben Antonio und ich vergangene Woche alle Betten auseinander geschraubt und mit neuen, unverrosteten Winkeln und Schrauben wieder zusammengebaut.

Diese Liste über meine persönlich wahrgenommenen Unterschiede, Auffälligkeiten und Erfahrungen ließe sich noch ewig erweitern. Eigentlich wollte ich sie nur zusätzlich zu einem Blogeintrag dazu schreiben und jetzt ist sie ungewollt ein eigener Eintrag geworden.

Das nächste mal zeige ich Bilder von meiner Galapagosreise und dem Zelten auf dem Cotopaxi Vulkan, auf knapp 5000 m Höhe.

 

Südafrika und ich

Freitag, 19. Juni 2015 von Jonas

Mein letzter Eintrag ist mal wieder eine Weile her (sorry), und daher ist es mal wieder Zeit für was ein paar neue Nachrichten.

Einige mögen es in der Zeitung gelesen haben oder es im Fernseher gesehenhaben, andere vielleicht auch nicht, aber im April wurde Südafrika von fremdenfeindlichen Ausschreitungen erschüttert. Da das Projekt ja eine Flüchtlingsschule ist, sind diese Ausschreitungen leider auch nicht einfach so an uns vorbei geflogen. Zu Beginn kamen nur einige Kinder aus Angst nicht zur Schule. Für uns war die zweite Woche der Ausschreitungen am schlimmsten. Irgendwoher haben wir erfahren, dass Ausschreitungen auch in den Stadtteilen geplant waren, in denen unsere Kinder wohnen. Da wir an dem Tag Elternsprechtag hatten und es der letzte Schultag des Terms war, konnten wir die Schule auch nicht einfach absagen. Das Sacred Heart College musste daher eine private Sicherheitsfirma anheuern, um die Bushaltestellen, wo wir die Kinder abholen, zu bewachen. Die Eltern durften mit im Bus fahren. Am Ende ist nichts passiert, und es gab keine wirklichen Ausschreitungen in den Vierteln, wahrscheinlich weil dort eigentlich nur Immigranten und Flüchtlinge leben und man sich nicht getraut hat. Erst jetzt wo ich diesen Bericht schreibe, merke ich, wie dramatisch das alles klingt. Auch die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Schulgelände wurde verstärkt, und im äußerstem Notfall hätten wir die Sacred Heart College Turnhalle in ein kurzfristiges Camp umwandeln können, aber damit haben wir wirklich nicht gerechnet.

Ich persönlich finde diese Ausschreitungen einfach nur traurig und habe überhaupt kein Verständnis dafür. Ich finde es ehrlich gesagt auch einfach nur dumm. Jeder, der nur halbwegs vernünftig gebildet ist, realisiert, dass die Flüchtlinge eine essentielle Säule der südafrikanischen Wirtschaft bilden, und es ohne sie ganz schnell Berg ab gehen würde. Leider hat das Bildungssystem hier seine Schwächen und nicht alle erhalten das Privileg einer guten Bildung. Ich finde es ist auch sehr traurig für unsere Kinder, denn sie haben es auch schon ohne Xenophobia schwer genug.

Wir hatten dann Osterferien, sodass die Kinder zuhause bleiben konnten, bis sich die Lage wieder beruhigt hatte.

Angefangen hatten die Ausschreitungen, nachdem der Zulu-König (die Zulus sind eine der ethnischen Gruppen in Südafrika) einen fremdenfeindlichen Kommentar in einer öffentlichen Rede gebracht hatte. Immigranten wurden dazu aufgefordert, zurück in ihr Land zu gehen und es aufzubauen, anstatt Jobs im von Südafrikanern mit Blut und Schweiß geschaffenen Land zu stehlen.

Leider wurden während den Ausschreitungen einige Menschen umgebracht und die Politik hat erschreckend wenig Reaktion gezeigt. Auch international, besonders in Afrika, war die Empörung groß und einige der Länder, aus denen die Flüchtlinge stammten, drohten ähnliches mit Süadafrikanern in ihrem Land zu machen. Die Ausschreitungen ebbten dann ab, nach dem der Zulu-König seinen Kommentar revidierte und alle Zulus dazu aufforderte, Fremde zu beschützen.

Im April bekam ich dann auch Besuch von meiner Familie. Die durften dann das Projekt bewundern und wir sind zusammen nochmal nach Kapstadt und in den Krügerpark gefahren.

Während der Osterferien bin ich mit der anderen Freiwilligen, sowie der Tochter der Projektleiterin und einem der Maristen-Brüder nach Durban gefahren, um einige seiner Projekte in KwaZulu-Natal anzusehen. Durban an sich ist eine wunderschöne Stadt und nochmal ganz anders als Kapstadt und Johannesburg. Vor allem das Klima ist anders. Obwohl wir schon im Herbst dort waren, war es extrem warm und schön. Ich glaube nicht, dass ich den Sommer dort lange überleben könnte.

Zunächst haben wir eine Mission nicht allzu weit von Durban besichtigt. Ich muss sagen, selten war ich so beeindruckt. Die Mission finanziert sich komplett selber durch die Herstellung von eigenen Backwaren, Nudeln, Jogurt und Paprika, die an Supermärkte verkauft werden, Avocados und auch sonst eigentlich jedem anderen landwirtschaftlichen Produkt, das man sich vorstellen kann. Aber vor allem hat die Mission ihre eigene Getränke-Marke, die in ganz Südafrika verkauft wird. Auch ich hatte schon oft Getränke von der Marke getrunken, ohne zu wissen, wo sie herkommt. Außerdem baut die Mission ihre eigenen Häuser, hat eine eigene Schule und „Universität“ und wenn man dort lebt und arbeitet, bekommt man den Lebensunterhalt kostenlos. Des weiteren hat die Mission ihr eigenes Radio, welches jeden Tag eine Stunde auf deutsch für die deutschen Einwanderer in KwaZulu-Natal sendet. Und da wir schon da waren, wurden wir für’s Radio interviewet. Würde ich da leben wollen? Nein. Obwohl ich extrem beeindruckt bin, muss ich sagen, dass die Mission sehr konservativ ist und einen so behütetes Leben stelle ich mir auf Dauer langweilig vor.

Anschließend sind wir in den Norden von KwaZulu-Natal gefahren und haben südlich von der Grenze zu Mozambique das Projekt des Bruders angeschaut. Sein Projekt unterstützt Familien in den ländlichen Gebieten mit Essen, Baumaterialien & Hilfe beim Bauen von Häusern und Unterstützung mit Papieren, wie Ausweißen, Geburtsurkunden usw. Wir haben dann einige der Familien besucht und auch den größten See Südafrikas gesehen. Die Familien leben dort leider oft so, wie man es sich im Klischee über Afrika vorstellt. Es war noch einmal ganz anders als in Johannesburg. In einer Stadt hat man Zugang zu einer ausgebauten Infrastruktur, man hat also Wasser, Strom (mehr oder weniger) und einfacheren Zugang zu Schulen, Medizin und dem Arbeitsmarkt.

In unserem Büro ist während den Ferien eine Leitung geplatzt und hat ein schönes Loch in die Decke gerissen. Der Teppichboden ist anscheinend auch hinüber, genauso wie (zum Glück nur) ein Bildschirm. Das Dach wirkte auch nicht mehr endlos stabil, jetzt wird also das Büro renoviert. Wir mussten in der Zwischenzeit in den Büchereicontainer umziehen. Je nachdem, wen man fragt, dauern die Reparaturen eine Woche, drei Wochen, einen Monat oder den Rest des Terms. Fakt ist, dass es bis jetzt noch nicht fertig ist.

Seit Anfang Mai bin ich jetzt wieder der einzige Freiwillige im Projekt, da die andere Freiwillige zurück in Deutschland ist.

Inzwischen habe ich auch angefangen „wieder“ Ipad-Unterricht zugeben. Nach einigen Schwierigkeiten mit den Ipads sind wir endlich in der Lage, die Lernsoftware „Khan Academy“ zu benutzen. Die Software gibt den Kindern Matheaufgaben und analysiert dann, wo das Kind oder auch die ganze Klasse noch Schwierigkeiten hat. Dann gibt es dem Kind Übungen zu diesen Schwierigkeiten. Auch Erklärungen und Videos sind dabei. Am Ende können wir dann sehen, womit ein Kind oder auch die ganze Klasse Schwierigkeiten hat und können darauf einen Fokus legen. Leider habe ich nur 30 Minuten für jede Klasse pro Woche, und es hat erst einmal ein bisschen gedauert, bis die Kinder sich alle einloggen konnten und wussten wie die Aufgaben funktionieren. Die meisten Klassen sind inzwischen in der Lage, die Khan Academy zu benutzen, aber noch nicht alle.

Inzwischen ist es Winter in dem hochliegenden Johannesburg, und der Container ist nicht wirklich isoliert. Zunächst habe ich mich direkt wie in Deutschland gefühlt, aber dann musste ich doch feststellen, dass ich das kalte Wetter dort nicht wirklich vermisse.

Des weiteren habe ich noch mit der anderen Freiwilligen ein Video über das Projekt gedreht, welches wir für Crowdfunding benutzen wollten. Das Video ist fertig und die Crowdfunding-Website ist auch in ihren finalen Schritten und wird bald unter www.youcaring.com/three2six verfügbar sein.

Three2Six – Link zum Video

Hier noch ein paar mehr Bilder (die die ich oben verwendet habe & mehr) inkl. Braamfontein, Pretoria, Besuch einer Kinderkrippe in KZN und Platter Reifen

 

Das Ende schleicht heran

Mittwoch, 10. Juni 2015 von Tobias Nordmann

51 Tage bis zur Ausreise. Diesen Countdown betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Denn einerseits freue ich mich tierisch auf Zuhause, doch andererseits weiß ich, dass ich vieles in und auch Uganda an sich vermissen werde. Außerdem frage ich mich wie ich wohl reagieren werde, wie ich mich fühle wenn ich wieder europäischen Boden unter den Füßen habe. Denn soweit ich mich erinnere, sieht die Welt von Deutschland aus betrachtet, verglichen mit der Perspektive die man von hier erhält, etwas anders aus. Und auch wenn die Wirklichkeit im Bezug auf die Freundlichkeit der Menschen hier nicht ganz mit den Bildern die sich vor knapp neun Monaten in meinem Kopf befanden mithalten kann, habe ich unsere Ellbogengesellschaft nicht eine Sekunde lang vermisst.

So viel zu dem Thema, denn ich habe ja noch etwas Zeit hier in Uganda. Und etwas Arbeit ist auch noch zu verrichten. Stichwort Website, denn da hat sich schon wieder was getan. Wir haben nämlich feststellen müssen, dass die Informationen die uns zur Verfügung standen zum Einen nicht sehr umfangreich und zum Anderen nicht aktuell waren. Aus diesem Grund wurden Niklas und Ich auf die Reise geschickt. Einmal kreuz und quer durchs ganze Land, zu allen Diözesen in denen das CWM existiert.

Den Anfang machten wir in Kasana – Loweero, weiter ging es nach Gulu, Arua, Hoima, Kampala, Jinja und Tororo. Wir verbrachten jeweils zwischen drei und fünf Nächte in den besagten Diözesen. Bevor wir dann die restlichen vier besuchten, haben wir uns eine kleine Auszeit in Masaka gegönnt, um danach mit Mityana, Fort Portal, Kasese und Kabale unsere Tour abzuschließen.

Wir sind wirklich glücklich, dass wir die Chance hatten, fast das ganze Land zu bereisen und Einblicke in so viele verschiedene Ecken zu erhalten. Im Norden ist es sehr heiß wenn auch schön. Im Osten haben wir die Quelle des längsten Flusses der Welt besucht. Im Westen haben wir die obligatorische Safari im Queen Elisabeth Nationalpark gemacht, wo wir aber leider keine Löwen zu Gesicht bekommen haben. Und im Süden haben wir nochmal einen Tag am schönen Lake Bunyoni verbracht.

Auch wenn es nicht immer so ganz komfortabel war von einem zum anderen Ort zu reisen, besonders dann wenn man etwas größer ist und für mehrere Stunden nahezu bewegungslos in einem überfüllten Matatu (Taixi) sitzt oder hockt und die „Straße“ unter einem Mangel an Teer und unter unzähligen Schlaglöchern leidet (Aua, mein Rücken!), haben ich die Zeit sehr genossen.

Es lief auch alles wie am Schnürchen, wir waren wirklich mit keinen größeren Komplikationen konfrontiert worden und ich war bester Dinge, als ich am letzten Morgen in Kabale vor unserer Unterkunft auf Niklas gewartet hatte. Doch als er dann endlich aus dem Haus kam teilte er mir mit, dass sein Laptop kaputt sei. Das ist natürlich an sich schon keine gute Nachricht, aber einzig die Tatsache, dass sich nahezu unsere komplette Arbeit auf diesem Laptop befindet (oder auch nicht mehr) macht diese Nachricht unendlich viel schlimmer. Wir hatten zwar anfangs noch die Hoffnung, dass die Festplatte nicht das Problem sei, aber in Masaka mussten wir dann der schrecklichen Wahrheit ins Gesicht, nein, in ihre widerliche Fratze blicken.

Allerdings hat sich unsere Hoffnung durch diese niederschmetternde Diagnose noch nicht völlig in Luft aufgelöst. Die Festplatte befindet sich zur Zeit in Behandlung und die Ärzte geben ihr bestes um zumindest die Fotos zu retten, da wir glücklicherweise alle Infos noch auf Papier haben und neu abtippen können.

Aber ansonsten 😀 alles knorke. ( 🙁 )

Des Weiteren habe ich mich dazu entschieden, Bukoto zu verlassen um Vollzeit in Masaka zu leben und zu Arbeiten, da ich denke ,dass es wenig Sinn machen würde nach einer erneuten zweimonatigen Pause wieder bei Null anzufangen. Ich werde noch ein paar Tage dort verbringen und danach meine Sachen packen und auf Wiedersehen sagen.

Zum Schluss muss ich mich noch dafür entschuldigen, dass ich Dummerchen beim letzten Mal glatt vergessen habe, die versprochenen Bilder hochzuladen. Aber das werde ich jetzt als erstes wieder in Ordnung bringen und auch ein paar weitere hinzufügen.

Also gut, ich weiß nicht ob ich nochmal dazu komme einen weiteren Blogeintrag zu schreiben. Von daher schon mal vielen Dank für euer Interesse und ich hoffe, dass euch das lesen wenigstens ein bisschen Spaß bereitet hat.

Man sieht sich in good old Germany 😉

Tobias Matovu Nordmann

 

Einblick in meine vergangenen Wochen

Freitag, 05. Juni 2015 von Julia Höschle

Hallo zusammen,

in weniger als zwei Monaten bin ich schon wieder auf deutschem Boden. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Bald heißt es „Abschied nehmen“.

Was habe ich in den letzten Wochen so gemacht?

An einem Wochenende besuchte ich Carolin, die andere Freiwillige des Kindermissionswerks, in Juigalpa. Sie hilft dort den Jugendlichen in einem Jugendzentrum bei den Hausaufgaben. Juigalpa ist das komplette Gegenteil zu Granada. Es ist ein kleines Städtchen, das in einer ländlichen Umgebung liegt. Es gibt so gut wie keine Touristen dort, kaum Sehenswürdigkeiten und keine Touranbieter. Es ist nicht viel los, dafür aber sehr grün.

hügelige Landschaft

hügelige Landschaft

Die Menschen leben dort sehr einfach von Landwirtschaft und Viehzucht. Eine Attraktion ist das Rodeo-Reiten, das wir uns natürlich angeschaut haben.

Rodeo-Reiten

Rodeo-Reiten

An einem anderen Wochenende war ich im Norden des Landes in Matagalpa. Dort war das Wetter angenehmer. Ich traf dort andere Freiwillige, die ich auf den Zwischenseminar kennengelernt habe. Inzwischen habe ich schon viel gesehen von Nicaragua, mehr als die meisten Einheimischen.

Anfang Mai standen für die Mädchen des Mädchenheims schulische Prüfungen an. Deshalb haben wir viel mit den Kids geübt und gelernt. Leider hatten sie oft keine Lust dazu. Bei Vielen kamen daher schlechte Ergebnisse heraus und sie erhielten noch dazu einen Rüffel von den Mitarbeiterinnen. Außerdem wurden Elterngespräche geführt.

Mitte Mai hat mich meine beste Freundin für eine Woche besucht. Ich zeigte ihr mein „neues“ Zuhause in Nicaragua. Wir sind übers Wochenende an den Strand gefahren. Außerdem waren auch wir auf dem Markt in Masaya und kauften Andenken für sie. Zudem ist sie mit mir ins Mädchenheim gegangen und hat meinen Arbeitsalltag miterlebt. Es war toll, ihr hier alles zu zeigen. Trotz Erzählungen und Bildern hatte sie sich das Leben im Mädchenheim und das Land ganz anders vorgestellt, als es ist. Viele Dinge kann man mit Fotos nicht festhalten oder sie kommen auf Bildern nicht so heraus wie in Wirklichkeit.

)

Am Strand 🙂

Markt in Masaya - etwas chaotisch

Markt in Masaya - etwas chaotisch

Der 1. Mai ist hier auch frei und wird als Tag der Arbeit gefeiert. Christi Himmelfahrt hingegen gibt es nicht. Der Muttertag wird hier in Nicaragua immer am 30. Mai gefeiert. Aus diesem Grund fand freitags (teilweise auch donnerstags) vorher kein Unterricht statt. Die Kids aus dem Mädchenheim durften alle über das Wochenende heim zu ihren Müttern und Familien. Darauf haben sie sich sehr gefreut. Auch in meiner Gastfamilie wurde dieser Tag gefeiert und auch meine Gastmama bekam von ihren Kindern und von mir kleine Geschenke.

Nun fängt langsam die Regenzeit an. Es hat bis jetzt schon an ein paar Tagen leicht geregnet. Dadurch ist das Wetter etwas angenehmer. Doch anschließend ist es richtig schwül und man schwitzt einfach ständig. Aber das ist anscheinend nichts gegen die richtige Regenzeit, denn dann schüttet es den ganzen Tag hindurch.

Nun bleiben mir nur noch ein paar Wochen hier. Die Wochenenden sind alle verplant und ich bin fleißig dabei, Souvenirs zu kaufen.

Hasta luego – bis bald

Julia

 

Ostern, HOSFA und eine Reise durch Tansania

Mittwoch, 27. Mai 2015 von Nicole

Über die Ostertage sind Anna und ich zu der Gemeinde unseres Schuldirektors Father Henrys nach Katente gefahren. Außerdem haben uns zwei Lehrerinnen unserer Schule, die aus diesem Dorf kommen, und Marianne, eine deutsche Bekannte Father Henrys begleitet. Marianne war für zwei Wochen zu Besuch in Uganda und hat in dieser Zeit bei uns gewohnt.  Katente ist ein recht überschaubares kleines Dorf zirka zwei Stunden Autofahrt von Mityana entfernt. Es gibt dort einige kleine Läden und ansonsten viel schöne Natur. Ansonsten ist nicht viel los, was auch mal sehr entspannend war. Ich war neugierig, wie man Ostern hier in Uganda feiert, aber im Grunde war es ähnlich wie zu Hause in Deutschland. Wir waren viel in Gottesdiensten, die leider auf Luganda stattfanden. Einige Kinder wurden getauft, aber insgesamt war besonders die Osternacht für mich weniger feierlich als ich es von zu Hause kenne und als ich es in diesem religiösen Land erwartet hätte.

Da die Priester über die Ostertage sehr viel zu tun haben und natürlich wenig Zeit haben, selbst zu feiern, kommen sie und die Schwestern aus den umliegenden Gemeinden jährlich am Ostermontag zusammen, um selbst dieses Fest zu genießen. Dieses Jahr hat Father Henry die Party ausgerichtet und so konnten wir auch daran teilhaben. Es wurde gegessen, getrunken, eine Gruppe von Schülerinnen hat Tänze aufgeführt und auch alle anderen Gäste konnten zu der fröhlichen ugandischen Musik tanzen. Eine der Lehrerinnen hatte uns vorher versucht, den local dance, der hauptsächlich daraus besteht, den Hintern zu bewegen, beizubringen. Wenn auf diese Weise getanzt wird, bindet man sich extra noch irgendwelche Kleidungsstücke um die Hüfte, damit es nach mehr aussieht, als es eigentlich ist :D. Jedoch sind jegliche Versuche, mir diesen Tanz beizubringen, kläglich gescheitert. Ich gebe die Hoffnung trotzdem nicht auf, es bis zu meiner Abreise im August zu lernen.

Zur Feier des Tages wurden sogar Schweine und Ziegen geschlachtet und gegrillt. Allerdings ist die Fleischverarbeitung hier meist ein bisschen „effektiver“, weil so ziemlich alles vom Tier zum Essen verarbeitet wird, also auch das Gehirn, die Ohren …
Insgesamt war es ein schönes Fest und es war cool, so lockere Priester und Schwestern zu erleben.

Für die fünfwöchigen Schulferien hatte HOSFA auch diesmal keine großen Erwartungen an Anna und mich, weshalb wir für drei Wochen unser eigenes kleines Projekt bei HOSFA starteten und die restlichen beiden Wochen nutzten, um meinen Bruder Matthias und seine Freundin Rike in Tansania zu besuchen.  Wir haben jeden einzelnen Mitarbeiter und die einzelnen Bereiche, sowie die Leute bei der Arbeit fotografiert und dann Mitarbeiterplakate und Fotocollagen gestaltet, die nun den Wartebereich schmücken. So können sich die Patienten und Klienten informieren und besser zurechtfinden. Für Anna und mich hatte das natürlich zudem den Vorteil, nun auch mal jeden der fünfzig Mitarbeiter kennengelernt zu haben. Drei Wochen mögen nach einer langen Zeit für diese Arbeit klingen. Allerdings hat es natürlich gedauert, bis wir auch endlich an die Fotos der Schichtarbeiter, derer, die längere krank waren und derer, die gerade ein Kind bekommen hatten, gekommen sind. Als wir dann fertig waren, wurden Bewerbungsgespräche geführt und neues Personal eingestellt, wovon wir keine Ahnung hatten. So konnten wir das ganze nochmal ausbessern, was uns immerhin bis zum Schluss beschäftigt hat.

Die zwei Wochen in Tansania waren dann auch nochmal sehr schön und es war spannend noch ein anderes ostafrikanisches Land kennenzulernen und ein bisschen vergleichen zu können.
Die ersten Tage verbrachten wir bei Matthias und Rike in Dar es Salam. Wir waren am Strand, in der Stadt, beim Stoffmarkt und wurden mit tansanischem Essen vertraut gemacht: gegrillte Bananen mit Fleischspießen. Während in Uganda entweder frittiert oder gekocht wird, konnten wir in Tansania viel Essen vom Grill genießen. Danach ging es gemeinsam weiter nach Sansibar. Wir nahmen morgens ganz früh die Fähre und waren dann mittags bereits an unserem Zielort auf Sansibar. Unsere Unterkunft lag an einem weniger touristischen, sehr schönen Strand und da sowieso noch Nebensaison ist, war auch nicht so viel los. Wir verbrachten die Tage am Strand und machten außerdem einen Fahrradausflug zu einer Lagune, um dort schnorcheln zu gehen. Für mich war es sehr beeindruckend, die ganzen bunten Fische in dem klaren Wasser zu beobachten, weil ich das so noch nie gemacht hatte.
Den letzten Tag dort verbrachten wir in Stonetown, die mir mit ihren kleinen Gassen, stark von der muslimischen Kultur geprägt, und dem Hafen sehr gut gefallen hat.

Hafen von Stonetown

Hafen von Stonetown

Mit etwas Wehmut verabschiedeten wir uns dann nach vier entspannten Tagen von der Trauminsel und machten uns mit Fähre und Bus auf den Weg nach Lushoto, einem kleinen Bergdorf. Das Wetter war dort eher verhalten, aber wir nutzen die kurze regenfreie Zeit für eine kurze Wanderung zum „Irente Viewpoint“. Von dort aus hatten wir eine herrliche Aussicht über einen wolkenverhangenen Himmel :D. So wurde unser Aufstieg zwar nicht mit einem atemberaubenden Blick belohnt, aber mit gutem, dunklen Brot und Käse bei einer nahegelegenen Farm.

Als nächstes fuhren wir weiter in die Stadt Moshi, die am Kilimandscharo liegt. Wir schauten uns die schöne, recht überschaubare Innenstadt an und fuhren am nächsten Tag weiter nach Arusha, verbrachten dort zwei weitere Nächte und fuhren von da aus nach Hause.

Moshi

Moshi

Kilimandscharo

Kilimandscharo

 

Winterferien

Dienstag, 19. Mai 2015 von Jonas Metzger

Jetzt enden hier in Ecuador die achtwöchigen Sommerferien. Deshalb nun ein Überblick, was so alles in den Ferien los war:

Nachdem in den ersten vier Ferienwochen ein „Ferienkurs“ ( hier wurde beispielsweise gemalt und Schwimmen unterrichtet ) stattgefunden hat, waren die Kinder in den nächsten Wochen viel im Heim. Öfters wurden nachmittags kleine Ausflüge in die Stadt Santo-Domingo unternommen und unterschiedliche Einrichtungen, wie z.B. die Feuerwehr, das Rathaus, die Polizei, Parks und Märkte besichtigt und kennengelernt. Ich war immer als Aufsichtsperson für eine Gruppe dabei. Diese Ausflüge fand ich sehr gut, da dadurch die Kinder sehen konnten, wie es außerhalb des Heimes in ihrer Stadt Santo-Domingo aussieht und sie lernten, welche Einrichtungen wofür zuständig sind.

Bei der Feuerwehr

Bei der Polizei

Abwechselnd zu den Nachmittagsausflügen gab es auch kleine Arbeiten im Garten zu erledigen, wie z.B. die Ernte von Bananen, Maracuja und Avocados.

An einem Wochenende sind wir mit den älteren Jungs in die größte und heißeste Stadt Guayaquil gefahren. Hier sinken die Temperaturen höchstens nachts auf 25 Grad. In Guayaquil haben wir dann einen Ausflug zum Leguanpark, auf einen Leuchtturm, sowie auf die Insel Santay gemacht. Es hat allen wirklich gut gefallen!

Beim Leuchtturm

In einem Stadtpark Guayaquils

Mit den kleineren Kindern haben wir einen eintägigen Ausflug in den näher gelegenen Nebelwald bei Mindo unternommen, wo wir ein Schmetterlinghaus besucht haben. Anschließend sind wir zu den dort gelegenen Wasserfällen gewandert. Um dorthin zu zu gelangen, muss man zuvor in einer Gitterbox eine Schlucht über den Nebelwald mit einer Seilbahn überqueren, was ziemlich cool ist. Wer sich daran erinnert, dort war ich ganz am Anfang schon einmal 😉

Mein Patenkind Erick, Michael und ich im Schmetterlingshaus

Eine weitere Aktion in den Ferien war der Dachwechsel unseres Speisesaals und der Küche. Antonio, unser Hausmeister, die älteren Jugendlichen und wir Freiwilligen haben das alte Eternitdach abgedeckt und es neu mit Wellblech bedeckt. Auch wenn wir über 30 Grad und pralle Sonne hatten und sogar die Ecuadorianer ins Schwitzen kamen, hat mir diese Arbeit viel Spaß gemacht. Unter einem Wellbelchdach versteckt man sich zwar kaum, wenn starker tropischer Regen fällt, jedoch tropft es jetzt nicht mehr in die Küche.

Beim Dachwechsel

Zu Ostern kann ich sagen, dass mich die Osterstimmung mehr als die Weihnachtsstimmung gepackt hat. Wahrscheinlich liegt das neben dem Wetter auch daran, dass die Karwoche schon als ziemlich wichtig, gefühlt mehr als in Deutschland, angesehen wird. So gab es am Karfreitag etliche große und lange Prozessionen durch Santo-Domingo, auch wenn dies bei morgendlichen knapp dreißig Grad sehr anstrengend war.

Wir Freiwilligen haben Eier aus eigener Haltung bunt angemalt und dann an Ostern versteckt. Hier wird normalerweise dieser Brauch nicht ausgeführt, so dass man ein paar Mal erklären musste, wie er funktioniert. Den Kindern hat es jedoch richtigen Spaß gemacht, ihr Ei zu suchen.

Beim Ostereiersuchen... Beim Ostereiersuchen…

... und beim Finden

... und beim Finden

Jetzt, zum Ende der Schulferien, bin ich für die Besorgung und das Herrichten der Schulmaterialien zuständig. So bin ich gerade mit Dingen wie Schulranzen und Schuhe für die Schuluniform zu kaufen beschäftigt, Bestelllisten zu schreiben, welche Hefte, Stifte, Bücher und andere Dinge welches Kind benötigt. Bei so manchen Lieferungsverzögerungen oder Fehllieferungen kann das ganze manchmal etwas nervenaufreibend sein.

Inzwischen hat Isabelle ihren Freiwilligendienst beendet. So sind jetzt nur noch Michael und ich als Freiwillige im Casa Hogar da.

An den vergangenen Wochenenden waren wir wieder etwas im Land unterwegs und es gab mehr oder weniger kleine Abenteuer.

Beim Besichtigen eines wirklich schönen Wasserfalls ganz in der Nähe Santo Domingos durfte natürlich auch das Baden im Becken unter dem Wasserfall nicht fehlen. Als ich hoch motiviert ins Wasser ging, schließlich sind auch Einheimische drin, ergo es gibt nichts Gefährliches im Wasser, dachten sowohl ich, als auch die Ecuadorianerin, die mit uns dorthin gefahren ist. So glaubten wir, dass es ein guter Witz von Michael sei zu behaupten, dass neben mir gerade eine große orange-schwarze Schlange im Wasser geschwommen sei. Schlussendlich, ich habe ihm mittlerweile geglaubt, sind wir nach einer kurzen Überlegungspause, in der wir auch einem Einheimischen davon berichtet haben, den das jedoch nicht so überzeugt hat, auch wieder ins Wasser gegangen. Als jedoch nach einer Weile auf einmal alle Leute im Wasser unruhig ans Ufer stürmten und jemand mit einer halb geköpften Schlange in Farbe orange-schwarz, mit einer Länge von ca. 1,50 m herauskam kam, war allen nicht mehr so ganz wohl. Von dem Naturburschen, der die Schlange, die noch eine Weile um ihr Leben rang, mit einem Stein und einem gezielten Wurf in den Nacken erlegt hatte, erfuhren wir, dass es sich um eine hochgiftige „Corall“ handelt. Eine Schlange derselben Art wurde ein paar Wochen zuvor auch von unserem Hausmeister, mit ein paar Schuhtritten ins Genick, neben unserer Wäscherei erlegt.

Am darauf folgenden Wochenende fuhren wir an den Strand. Schon im Voraus wussten wir, dass es aufgrund bestimmter Wetterkonstellationen Anfang Mai die höchsten Wellen des Jahres gibt. Dies hört sich für jemanden, der gerne Wellen reitet, gut an. Dass sie jedoch so hoch sind, haben wir allerdings nicht gedacht. Am Nachmittag wurde dann sinnvollerweise Schwimmverbot erteilt. Ich war froh, dass ich nicht wie gewollt einen Surfkurs angefangen habe, da dieser mit Sicherheit abgebrochen worden wäre. Dafür konnten wir live den Profis zuschauen, die mit einer Welle einige Hundert Meter weit gesurft sind.

Jetzt sind mittlerweile meine letzten Wochen hier angebrochen … und es scheint, als ob die Zeit immer schneller vergeht…

 

Die Mai-Demo

Dienstag, 05. Mai 2015 von Josi

Ja, auch in Bolivien wird am 1. Mai der Tag der Arbeit gefeiert, und ebenso wie bei uns in Deutschland haben an dem Tag alle frei. Demnach letzten Freitag (übrigens: auch wenn der Feiertag aufs Wochenende gefallen wäre, hätte man hier dann einfach Montag frei gehabt … genial, oder?).
Ich allerdings war nicht den ganzen Tag auf dem Sofa ausgestreckt, sondern bin mit rund 80 Kindern und Betreuern und Clowns aus meinem Projekt auf die Mai-Demo gegangen, die sich durch die ganze Innenstadt La Paz‘ zieht. Da es sich bei unseren Kindern ja auch bereits um Arbeiter handelt, jedes einzelne also entweder seinen Eltern bei deren Arbeit hilft oder am Wochenende selbst verkauft, Möbel zusammenbaut, Busse ausruft oder als Clown andere Kinder bespaßt, haben auch sie bereits einiges für ihr Recht auf Arbeit getan und hören damit auch nicht auf.

In diesem Sinne würde ich gerne ein wenig über die hier sehr verbreitete sogenannte „Kinderarbeit“  erzählen und einiges klarstellen, was sich für uns Deutsche eventuell sehr negativ anhört, hier aber komplett anders gesehen wird. Bei uns wird eine gute Kindheit so gesehen: möglichst behütet, sorglos, voller Spiel und Spaß, nichts außer den Eltern, Freunden und der Schule im Kopf. Dass hier in Bolivien eine Kindheit in den meisten Fällen nicht so frei von Sorgen abläuft, konnte ich mir eigentlich schon vorher denken, aber um ehrlich zu sein nehmen mich die Geschichten, die mir die Kinder mitunter erzählen, von Zeit zu Zeit schon mit. Sie lernen hier sehr viel früher, meiner Meinung nach, Verantwortung für sich und ihre Familie zu übernehmen, einfach weil sie es müssen. Denn ein Taschengeld beispielsweise ist hier absolut nicht selbstverständlich. Entweder arbeiten die Kinder hier also, um etwas zum Unterhalt der Familie beizusteuern oder schlicht und einfach um etwas für sich selbst zur Verfügung zu haben, denn wie auch bei uns in Deutschland sind die Kinder und Jugendlichen eben genau das: Kinder und Jugendliche, bei denen Dinge wie Smartphones (auch wenn es nur ein „japanisches“ ist 😉 ) oder neue Schuhe und Klamotten ebenso beliebt sind wie überall auf der Welt.
Mein Projekt hier arbeitet mit diesen Kindern und Jugendlichen, die zunächst auf jeden Fall zur Schule gehen und nur an einigen Nachmittagen und am Wochenende arbeiten, oder hilft und ermutigt jene, die erst wieder in die Schule einsteigen, da sie einige Jahre aussetzen mussten. Dennoch wird die Arbeit als ein positiver Aspekt der Kindheit angesehen, durch den sie schon früh das zu schätzen lernen, was sie haben und wofür sie selbst gearbeitet haben. Da steckt meiner Meinung nach
auch viel dahinter, denn verwöhnte Gören z.B. trifft man hier in El Alto eher selten. Auch spielt die Unabhängigkeit eine Rolle, die so schon früh beginnt. Ebenfalls ist Arbeitengehen wohl eine würdevollere Art und Weise über die Runden zu kommen, als beispielsweise zu stehlen. Auf diesem Gebiet arbeiten wir viel mit den Kindern und zeigen ihnen, dass man sich keineswegs zu schämen braucht, nur weil man arbeiten gehen muss, sondern auf eine gewisse Art und Weise sogar vieles davon mitnehmen kann in seine eigene Zukunft.
Bis letztes Jahr war die Kinderarbeit aber offiziell illegal in Bolivien, natürlich dennoch überall verbreitet. Damit einhergehend aber auch viel Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen, die eben billige Arbeitskräfte darstellten, deren Arbeitsbedingungen keinen interessierten. So habe ich zum Beispiel von einem Fall erzählt bekommen, bei dem ein Jugendlicher ein halbes Jahr arbeiten ging, am Ende allerdings mit den Worten: „Nimm das oder gar nichts.“ für gerade mal einen Monat bezahlt wurde. Auch wurden hin und wieder die Eltern der Kinder festgenommen, da sie ihre Kinder arbeiten ließen.
Vor allem in den letzten zwei Jahren gingen daraufhin viele Kinder und Jugendliche und Ehemalige, alle vereint im Bündnis NATsBO (NiñosAdolescentesTrabajadores de Bolivia –
Arbeitende Kinder und Jugendliche Boliviens), für Demonstrationen auf die Straße, um für ihr Recht auf Arbeit und gegen die Ausbeutung zu kämpfen. Und dabei haben sie bereits einiges erreicht. Denn im August 2014 war Bolivien dann weltweit in den Medien, als der sogenannte „Código del Niño“ verabschiedet wurde, ein neues Gesetz, das die Kinderarbeit ab zehn Jahren legalisiert und reglementiert und so die Ausbeutung verbietet, zumindest theoretisch. So wurden Arbeitszeiten, Pausenzeiten und andere Arbeitsbedingungen darin festgelegt, was einen großen Schritt darstellte. Denn etwas, was so oder so besteht, lieber legal zu machen und Regeln  aufzustellen, anstatt es zu ignorieren und sich selbst zu überlassen, erscheint mir zumindest weitaus vernünftiger. Inwieweit aber dieses neue Gesetz gegen die Ausbeutung umgesetzt wird, ist eine andere Frage, und dafür gilt es für die NATs (so nennen sich die arbeitenden Kinder und Jugendliche) weiterhin zu demonstrieren und zu kämpfen.

Und deshalb waren wir am Freitag mit viel Krawall, Schildern, Sprechgesängen und Musik auf den Straßen unterwegs und haben eindeutig einige Aufmerksamkeit auf uns gezogen, um einerseits zu zeigen, wie organisiert und engagiert bereits die jüngsten unter den Arbeitenden auftreten können, andererseits aber eben auch um auf die weiterhin bestehende Ausbeutung aufmerksam zu machen.

An der St. Francisco

An der St. Francisco

Clownie!

Clownie!

Ziemlich viel Spaß und ein einmaliges Zusammengehörigkeitsgefühl entstand dabei allerdings auch, ein Erlebnis, an das ich mich lange erinnern werde, denke ich.

Endlich mal jemand größer als ich!

Endlich mal jemand größer als ich!

In der Hoffnung, dass ihr jetzt ein besseres Bild von der Situation rund um die Kinderarbeit in Bolivien habt, endet hier jetzt auch schon wieder das, was ich für dieses Mal zu sagen habe.
Soviel sei aber noch gesagt: meine letzten drei Monate sind angebrochen! Zu Hause ist also schon fast wieder zum Greifen nahe. Dass ich mittlerweile nicht mehr nur ein Zuhause auf der Welt habe, weiß ich, aber zurück komme ich auf jeden Fall schon bald. 😉
Habt bis dahin noch einen schönen Frühling, ich genieße solange die letzte Sonne, denn hier gilt ja leider was anderes: winter is coming.

Bis bald y un abrazo,

Eure Josi