THANK YOU!

Samstag, 26. Juli 2014 von Johanna

Leider hatte ich keine Zeit, einen extra Blogeintrag zu meinem Mozambique-Urlaub zu schreiben. Daher hier nur kurz ein paar Bilder.

Schwimmen mit den Delfinen

Schwimmen mit den Delfinen

Warum ich eigentlich schreibe …

In ein paar Stunden fliege ich wieder zurück nach Deutschland und lasse somit ein Jahr Südafrika hinter mir.
In diesem Jahr habe ich so viele neue Erfahrungen sammeln dürfen, habe die verschiedensten Orte gesehen, bin über mich selbst hinausgewachsen, bin durch schöne und traurige Momente gegangen, habe gelacht und geweint.

Doch vor allem habe ich die besten und liebsten Menschen kennengelernt, die für immer einen Platz in meinem Herzen haben werden.

Es war nicht immer einfach doch mit Unterstützung, den richtigen Menschen, Kraft und Vertauen schafft man so einiges. 🙂
Mir fällt es nun sehr schwer, gehen zu müssen und all meine Freunde, das Projekt und die Kinder zu verabschieden. Doch auf der anderen Seite freue ich mich auch riesig auf all die lieben Leute in Deutschland, die mich ein ganzes Jahr über unterstützt haben.

An alle die, die mein Jahr zur besten Zeit in meinem Leben gemacht haben!

Thank you!

Dankie!

Ngiyabonga!

Enkosi!

„You will never be completely at home again because part of your heart will always be elsewhere. That is the price you pay for the richness of knowing people in more than one place.“

 

Mai, Juni und Juli

Dienstag, 22. Juli 2014 von Johanna

Hier nun ein paar Erzählungen aus meinen letzten Monaten Mai, Juni und Juli hier in Südafrika.

Durch das Zwischenseminar habe ich viele andere Freiwillige in meiner Umgebung kennengelernt, mit denen ich in den letzten Monaten einige Zeit zusammen verbracht habe. Unter anderem habe ich Max aus Soweto in seinem Schulprojekt in einem Township besucht und habe dazu noch eine kleine Tour durch sein Stadtviertel bekommen. Mit ein paar Freunden aus meinem Wohnheim war ich unter der Woche bei einer Musikshow „The Orbit“, die super viel Stimmung gebracht hat.

Ende Mai war ich beim Mentor der Freiwilligengruppe unseres Zwischenseminars zum Braai eingeladen. Es war ein sehr lustiger Abend und ich konnte mal wieder Deutsch von Auge zu Auge reden. Am nächsten Morgen sind wir alle zu „Arts on Main“, einem Afrikamarkt mit einer Vielzahl internationaler Gerichte und Johannesburgs Kunst- und Design-Neuheiten, gegangen. Dieser Markt hat so viele unterschiedliche kulinarische Sachen zu bieten und es tummeln sich jeden Sonntag aufs Neue die verschiedensten Menschen, um einfach nur eine entspannte Atmosphäre zu genießen.

Letztes Wochenende habe ich voll und ganz mit all meinen Freunden genossen und bin unter anderem mit einigen ins Stadion gegangen, um ein Rugby-Spiel zu gucken. Die WM habe ich natürlich auch vom anderen Ende der Welt eifrig mitverfolgt und habe so ziemlich jeden in einen Deutschland-Fan verwandelt. Wie man sieht, hat es sich ja am Ende auch gelohnt … Weltmeister ole, ole, ole!

Wie ihr lesen könnt, habe ich in den letzten Wochen jede freie Minute mit meinen Freunden verbracht und war dadurch immer sehr gut beschäftigt.

The Orbit - Musikshow

The Orbit - Musikshow

Arts on Main

Arts on Main

Rugby Spiel

Rugby Spiel

auch die Kinder waren super motivierte Deutschlandfans

auch die Kinder waren super motivierte Deutschlandfans

Das beste Finale mit den besten Freunden!

Das beste Finale mit den besten Freunden!

Im Projekt ist in der ganzen Zeit natürlich auch so einiges passiert, wodurch ich zahlreiche Aufgaben zu erledigen hatte. Durch einen Notfall musste eine Lehrerin für einen Monat zurück in ihre Heimat (Demokratische Republik Kongo) fliegen, wodurch wir im Projekt einen Lehrermangel hatten und ich jeden Tag für eine Stunde die „Remedial Class“ übernommen habe. Dadurch hatte ich auch mal wieder ein bisschen Abwechslung in meinem Tagesablauf und zudem mehr Zeit mit den Kindern. Allerdings war ich erleichtert, meine Lehrerrolle nach einem Monat wieder abgeben zu können, denn zu unterrichten ist wirklich kein Kinderspiel.

In dem gleichen Zeitraum musste die Leiterin des Projekts und gleichzeitig meine direkte Ansprechpartnerin für zwei Wochen in den Kongo, um formelle Dinge zu klären. Dies bedeutete viel Stress und Verantwortung für mich, da ich alleine die Stellung im Projekt übernehmen musste. Es war allerdings auch eine sehr besondere Ehre, dass sie mir dies zugetraut haben und mir die Verantwortung überlassen haben. Im Endeffekt hat auch alles super geklappt und ich habe die Erfahrung machen dürfen, wie es ist, alleine Entscheidungen zu fällen und alles selbst organisieren und regeln zu müssen.

An zwei verschiedenen Tagen hatten wir Personen vom Fernsehen von BBC und SABC zu Besuch, die kleine Reportagen über das Projekt gedreht haben. Für die Kinder war dies natürlich Aufregung pur und für uns hieß es jede Menge Organisation und Planung. Anfang Juli hatte ich nebenbei die Aufgabe ein Ferienprogramm für 50 Kinder zu gestalten. So habe ich mit den Kindern einen Ausflug ins Theater, einen Besuch in ein kinderfreundliches Museum der Naturwissenschaften und einen Sporttag veranstaltet. Diese Ausflüge waren einfach nur mit viel Freude verbunden, weil die Kinder aus dem normalen Schulalltag rauskommen konnten und zahlreiche neue Dinge erlebt haben.

Leider muss ich an dieser Stelle auch noch eine sehr erschreckende Geschichte loswerden. Eines unserer Kinder wurde im letzten Monat beim Einkaufen von drei Jugendlichen zusammengeschlagen, verprügelt und letztendlich ausgeraubt. Der Junge ist elf Jahre alt, hatte schlimme Verletzungen am ganzen Körper und lag für ca. zwei Stunden bewusstlos auf der Straße. Glücklicherweise wurde er dann von einem Passanten entdeckt und nach Hause gebracht. Doch als ob dies nicht schon genug wäre! Die Eltern sind mit ihrem Jungen sofort in die Klinik, da sein komplettes Gesicht entstellt war und er eine sehr besorgniserregende Schwellung am Kopf hatte. Die Klinik hat sie in das Johannesburger Krankenhaus weiter verwiesen, welches alle benötigten Instrumente zur Untersuchung hat. Man mag es kaum glauben, doch aufgrund ihres Flüchtlingsstatuses wollte man den Jungen nur gegen 350 Euro behandeln. Frechheit? Nein, das ist in meinen Augen einfach nur eine Verletzung der menschlichen Würde. Wie kann man als Arzt einen Patienten, der sichtlich Hilfe benötigt, aus Geldgründen nicht helfen wollen. Werden Ärzte nicht gerade deshalb als Engel in der Not beschrieben? Oder soll dies der Beweis dafür sein, dass Geld die Welt regiert und Menschlichkeit keine Wichtigkeit zugeschrieben wird?

Letztendlich bin ich mit dem Jungen zusammen in ein öffentliches Krankenhaus gegangen, in welchem ich den Jungen gegen eine kleine Gebühr registriert habe. Wahrscheinlich wäre dies ohne mich als weiße Person nicht möglich gewesen, weil der Junge sonst wieder abgewiesen worden wäre. Schlussendlich ist alles gut ausgegangen, der Junge hatte keine schlimmeren Verletzungen und ist nun wieder fit und munter. Zusammen mit der Schulärztin haben wir im Johannesburger Krankenhaus per Telefon nachgefragt, warum der Junge nicht behandelt wurde, haben regelrecht gestritten und versucht klar zu machen, dass dies ganz klar eine Handlung gegen die Würde ist. Alles jedoch ohne Erfolg. Letztendlich hätte der Junge wohl vor ihren Augen sterben können und sie hätten nichts unternommen. Ich muss schon zugeben, dass es einige Tage gebraucht hat, um diese Unmenschlichkeit und Verständnislosigkeit zu verarbeiten und es zerreißt mir immer noch das Herz. Zudem habe ich nun ein Horror vor öffentlichen Krankenhäusern in Südafrika. Um nicht zu sehr ins Detail zu gehen kann ich nur sagen, dass nicht jedes Zimmer Türen hat, man öfters mal Schreie hört und das ein oder andere Mal ungewollt Blut entdeckt.

Und nun noch zwei sehr schöne Nachrichten. Im August werden alle Kinder aus der 5. und 6. Klasse das erste Mal auf ein Schulcamp gehen können. Schon jetzt sind alle super aufgeregt und voll auf begeistert, nur ich werde leider nicht mehr dabei sein können. 🙁

Nach langer Planung, einigen Meetings und viel Engagement wird das Projekt am Ende des Jahres endlich um einen „library container“ – einen Bibliothekscontainer – reicher sein. Somit wird das Projekt eine richtige Bibliothek haben und im Büro wird mehr Platz geschaffen. Das Ganze wird von Standard Bank aus Südafrika gesponsert. Aber leider werde ich dies auch nicht mehr miterleben können. 🙁

Die Feier vom 125 Jährigen Bestehen der drei Maristen Schulen in Johannesburg

Die Feier vom 125 Jährigen Bestehen der drei Maristen-Schulen in Johannesburg

Johannesburg von oben

Johannesburg von oben

Ja auch hier in Südafrika kann es ganz schön kalt werden!

Ja auch hier in Südafrika kann es ganz schön kalt werden!

Hier nun endlich eine Karte mit all den Ländern aus denen unsere Kinder kommen.

Hier nun endlich eine Karte mit all den Ländern, aus denen unsere Kinder kommen.

 

Familienurlaub

Samstag, 21. Juni 2014 von Johanna

Nach einem guten Monat ohne irgendeinen Eintrag von mir, kommt hier der lang ersehnte Bericht vom Familienurlaub. Ich war wirklich ein bisschen faul, was das Schreiben angeht, aber zu meiner Verteidigung gingen die Universitätsbewerbungen nun mal vor.

Mitte April bis Mai hieß es für ca. 20 Tage: Familienurlaub! 🙂

Es war ein unbeschreiblich schöner Urlaub mit vielen unglaublichen Erinnerungen und dazu auch ganz anders.

Ich durfte meine Familie in mein neues Leben in Johannesburg mit hinein nehmen und habe ihnen daher auch keine freie Minute gegeben, denn sie mussten ja alles und jeden kennenlernen.
Hier, in meiner neuen Heimat, waren wir zusammen auf Afrikamärkten, in Pretoria und selbstverständlich in meinem Projekt bei den Kindern.

Anfangs waren die Kinder noch ein bisschen zurückhaltend, doch als ich ihnen erklärte, dass das meine Familie ist, haben sie wie selbstverständlich jeden umarmt. Danach haben wir noch ein bisschen auf der Wiese gespielt, bis es letztendlich zum Unterricht in die Klassen ging. Meine Familie durfte sogar ein buntes Programm zur Zeugnisausgabe miterleben, das von unseren Kids gestaltet wurde. Sie konnten mich bei meiner Arbeit erleben und haben dann selbst bei einigen Büroarbeiten mitgeholfen. Die Stunden in meinem Projekt haben ihnen – glaube ich – vor allem gezeigt, wie wichtig und hilfreich das Projekt hier vor Ort ist.

mit den Kindern auf der Wiese

mit den Kindern auf der Wiese

auf dem Markt

auf dem Markt

Union Buildings in Pretoria mit der Familie einer Lehrerin

Union Buildings in Pretoria mit der Familie einer Lehrerin

Interessant zu sehen war, wie meine gewohnte Umgebung für meine Familie etwas komplett Anormales war.
… Hohe mit Stacheldraht versehende Mauern, Armut und vor allem ein sehr chaotischer und hektischer Straßenverkehr mit unzähligen Minitaxis, der besonders für meinen Papa ein Spektakel war! …

Für mich war das Wichtigste, dass ich die Chance hatte, meiner Familie alle lieben Menschen, die mich hier in Südafrika begleiten und die ich neu gewonnen habe, vorzustellen. Und ich glaube, sie haben auch in der Kürze der Zeit alle meine Freunde bei Einladungen oder Veranstaltungen kennengelernt. Das war sicher das ein oder andere Mal ein bisschen anstrengend, aber so haben sie zumindest viele schöne Erinnerungen und die Herzlichkeit der Südafrikaner erfahren.

bei Jessicas Familie

bei Jessicas Familie

auf dem Neighbourgoods Market mit Freunden

auf dem Neighbourgoods Market mit Freunden

meine Gastfamilie bzw. mein Mentor und wir

meine Gastfamilie bzw. mein Mentor und wir

Nach den paar Tagen in Johannesburg ging es dann endlich zu unserer Rundtour durch Südafrika!

Das erste Ziel war Sabie, eine kleine Stadt im Nordosten am Blyde River Canyon, die umgeben von einer herrlich grünen Landschaft mit zahlreichen Wasserfällen ist. Dort war neben dem Erkunden der wunderschönen Natur einfach nur pure Erholung angesagt.


endlich wieder zusammen!!!

endlich wieder zusammen!!!

Three Rondavels

Three Rondavels

Auch hier nimmt der Herbst seine Farbe an!

Auch hier nimmt der Herbst seine Farbe an!

Danach ging es nach Durban an den Strand, die Meeresluft und großartigen Wellen genießen. Da Durban die Stadt mit der größten indischen Bevölkerungsgruppe außerhalb Indiens ist, haben wir auch gleich am ersten Tag eine indische Prozession mit indischen Spezialitäten miterleben dürfen. Zudem habe ich meiner Familie gezeigt, wie man sich in Südafrika preiswert mit den bekannten Minitaxis fortbewegt. Das war ein sehr lustiges Erlebnis, aber ich glaube, sie waren froh, sich nach dem chaotischen Fahrstil, abruptem Anhalten und Dauergehupe wieder frei auf der Straße zu bewegen! 🙂

Strandpromenade von Durban

Strandpromenade von Durban

indische Küche

indische Küche

Hindu Festival of Chariots

Hindu Festival of Chariots

Minitaxis ;)

Minitaxis 😉

Nächstes Ziel war Kapstadt, der Kontrast zu Johannesburg durch die europäischen Einflüsse. Highlights waren hier die Wanderung auf den Tafelberg, die ich bereits zum zweiten Mal lebend überstanden habe 😀 und eine Tour nach Robben Island (die Gefängnisinsel). Natürlich haben wir auch eine Tour zu den Pinguinen, zum Cape Point und zum Kap der Guten Hoffnung unternommen. Und hier das Ganze ein bisschen anschaulicher in Bildern! 🙂


Auf dem Weg nach oben!

Auf dem Weg nach oben!

Mit der Fähre nach Robben Island

Mit der Fähre nach Robben Island

Grüße aus 9575 km Entfernung

Grüße aus 9575 km Entfernung

Sonnenuntergang in Kapstadt

Sonnenuntergang in Kapstadt

Trotz der vielen schönen Eindrücke, darf man die Armut und das Leid nicht vergessen. Also nicht einfach wegschauen!!! Hier ein Township in Kapstadt.

Trotz der vielen schönen Eindrücke, darf man die Armut und das Leid nicht vergessen. Also nicht einfach wegschauen!!! Hier ein Township in Kapstadt.

)

gorgeous memories 🙂

Unsere letzten gemeinsamen Tage haben wir auf der Garden Route in Mossel Bay und Knysna verbracht. Außerdem haben wir Ausflüge nach Oudtshoorn in die Cango Caves, nach Plettenberg Bay, den unvergesslich wunderschönen Strand in Natural‘s Valley und zum Tsitsikamma Nature Reserve gemacht.

ohne Worte!

ohne Worte!

Tsitsikamma - Storms River Bridge

Tsitsikamma - Storms River Bridge

Plettenberg Bay

Plettenberg Bay

Zusammengefasst waren wir auf drei Inlandsflügen, haben ca. 3.000 km mit dem Auto zurückgelegt und ich hatte eine unvergessliche Zeit zusammen mit meiner Familie in meinem anderen Zuhause!

Ein ganz dickes fettes Danke an meine Familie!
Bis ganz bald! :*

 

Wer hat an der Uhr gedreht?

Freitag, 18. April 2014 von Johanna

Der letzte Monat war wieder einmal so ereignisreich, dass ich gar nicht zum Schreiben gekommen bin. Daher nun ein paar Zeilen, damit ihr wieder auf dem neusten Stand seid! 🙂

alle 50 Freiwillige!

alle 50 Freiwillige!

Anfang März hatte ich mit 49 anderen Freiwilligen aus Südafrika mein Zwischenseminar. Dieses fand in der Nähe von Kapstadt, einem Ort in den Bergen, namens Greyton statt. Es war eine tolle Erfahrung, sich mit den verschiedensten Leuten auszutauschen, seinen eigenen freiwilligen Dienst zu reflektieren und somit neue Anregungen zu erhalten. Nach diesen 5 Tagen Zwischenseminar habe ich nun in ganz Südafrika und aus ganz Deutschland weitere liebe Menschen kennengelernt.
Auf unserem Wochenprogramm stand eine sehr nette klitzekleine Wanderung. Diese sah wie folgt aus: Dienstagmorgen loswandern, abends ankommen, schlafen und am Mittwoch den ganzen Spaß zurück. Das hieß: 8h bergauf und –ab wandern, dabei 14km zurücklegen und weil es so schön war, mussten wir die ganze Strecke am nächsten Tag auch wieder zurück. Nebenbei m
üsst ihr wissen, dass es ca. 38 Grad warm war.

Oben angekommen

Oben angekommen

Da ich wandern ja so liebe, hatte ich definitiv besonderen Spaß dabei. Gelernt habe ich trotzdem etwas: Von jedem Freiwilligen wird Sportlichkeit vorausgesetzt, denn die Wanderung war teilweise wirklich eine Zumutung und ich werde niemals Hobbywanderer. 🙂 Als Erinnerung an die schöne Wanderung hatte ich jedenfalls 12 Blasen an meinen Füßen, wodurch ich die nächste Woche nur noch Flipflops tragen konnte und ein wenig humpelnd umherlief … ein Traum!

Auf dem Weg in die Berge!

Auf dem Weg in die Berge!

Ein paar Wochen später hatten wir ein verlängertes Wochenende, an dem Peter, Laura und ich in die Drakensberge zu dem zweithöchstem Wasserfall der Welt fahren wollten.

Toller Start!

Toller Start!

Nach ein paar Startschwierigkeiten mit unserem Auto sind wir dort schlussendlich auch angekommen und haben ein paar schöne Tage verbracht. Dort hieß es allerdings wieder wandern, was aber um einiges leichter war und ich nun auch schon in Übung war. 🙂

Rechts in Bild der Wasserfall

Rechts im Bild der Wasserfall

Laura und ich

Laura und ich

Das Beste an unserem Trip war der internationale Austausch. Wir haben wieder unglaublich liebe Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt. Unsere Truppe bestand aus einem Franzosen, Italiener, Australier, Kanadier, Engländern und uns Deutschen.

Unsere internationale Truppe!!!

Unsere internationale Truppe!!!

Im Projekt hieß es im letzten Monat „Report time“. Dies bedeutete, dass ich wieder für alle 150 Kinder Zeugnisse schreiben musste, was ziemlich zeitaufwendig ist. Da ich allerdings die Noten erst von den Lehrern bekommen musste, um sie dann in den Computer einzutragen, zog es sich dieses Mal ziemlich in die Länge. So habe ich in der letzten Woche ungewollt jeden Tag Überstunden gemacht, um in der letzten Sekunde überraschenderweise doch noch fertig zu werden. So konnte letzten Samstag jedes Kind sein Zeugnis erhalten. 🙂
Nebenbei habe ich eifrig das Ferienprogramm für unsere Kinder vorbereitet. Anfallende Aufgaben waren z.B. den Wochenplan zu erstellen, die Stunden vorzubereiten, freiwillige Helfer von verschiedenen Schulen zusammenzutragen, tausende von E-Mails zu versenden und sogar formelle Einladungen an öffentliche Institutionen wie „International Human Rights Exchange“ oder „International Organisation for Migration“ zu schicken.

Wie man sieht, habe ich als Koordinatorin des Ferienprogramms viel Verantwortung zugesprochen bekommen. Dadurch hatte ich zwar ein paar stressige Wochen, aber ich war schon auch stolz, dass sie mir diese Arbeiten zu- und anvertraut haben. Nun hoffe ich, dass das Ferienprogramm auch wirklich gut über die Bühne läuft.

Mit den Kindern habe ich natürlich jede freie Minute genossen bzw. habe ich für sie jede Arbeit stehen und liegen gelassen, um wenigstens eine Stunde mit ihnen auf der Wiese lachen, spielen und rumalbern zu können. Allerdings war ich in den letzten Wochen leider auch Stammgast beim Arzt. Der erste Fall war ein riesiges Loch im Zahn, wodurch das Kind eine angeschwollene Wange hatte und nicht mehr Essen konnte. Da es ihr erster Besuch beim Arzt war (sie ist 12 Jahre alt), war es auch nicht verwunderlich, dass ich ihr Mut zureden musste, um mit mir gemeinsam zum Arzt zu gehen. Letztendlich konnte ihr der Arzt helfen, wodurch sie am Ende auch keine Angst mehr vor Ärzten hatte. Der zweite Fall war ein bisschen schmerzvoller, da sich durch eine verrostete Nadel im Daumen eine Entzündung gebildet hatte. Somit mussten wir unter vielen Tränen das entstandene Gift im Finger herauspressen, was schon beim Angucken sehr schmerzhaft war. Und beim letzten Fall ging es um einen Bienenstich in der Lippe, der zu einer allergischen Reaktion geführt hat.
Glücklicherweise konnte der Arzt allen drei Kindern helfen und schon nach ein paar Tagen kamen alle mit einem Lachen im Gesicht zu mir angerannt, als wäre nichts geschehen. 🙂 Dafür hat sich die Wartezeit beim Arzt definitiv gelohnt!

Und genau diese vielseitige und abwechslungsreiche Arbeit, die Tatsache, dass jeder Tag anders verläuft als geplant und die Bannbreite an Aufgaben fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Three2Six ist daher das beste Projekt, was ich kriegen konnte. <3

)

Das Resultat unseres Kochabends ... lecker 🙂

Habt ihr schon einmal versucht, Spinat mit den Händen zu essen? Definitiv ein Versuch wert! Als ich in Pretoria zu einer Lehrerin vom Three2Six Projekt eingeladen war, hatte ich die Möglichkeit, mal so richtig afrikanisch zu Essen und das hieß, wirklich alles mit den Händen zu essen. Es war auf jeden Fall wahnsinnig lecker.

Schon im letzten Monat musste ich von einem super lieben Menschen, der mir sehr ans Herz gewachsen ist, Abschied nehmen. Meine Mitbewohnerin Laura, die mit mir zusammen gearbeitet, gelebt und vor allem gelacht hat, ist wieder zurück nach Deutschland geflogen. Wir sind 3 Monate zusammen durch Höhen und Tiefen gegangen und es war eine unbeschreiblich erlebnisreiche Zeit. Nun bin ich also wieder alleine in meiner Wohnung, aber keine Sorge, Langeweile wird trotzdem nicht aufkommen. Jedenfalls möchte ich mich hiermit bei Laura noch einmal für die wunderschöne Zeit und die neugewonnene Freundschaft bedanken. <3

Am Flughafen mit ein paar Tränchen

Am Flughafen mit ein paar Tränchen

bei Jessicas Geburtstag

bei Jessicas Geburtstag

Zu diesem Anlass haben wir für Laura eine Überraschungsabschiedsparty vorbereitet, die ein super Erfolg war. Kombiniert haben wir das Ganze mit dem Geburtstag von Jessica, wodurch wir also allen Grund zur Freude hatten. Es war ein gelungener Abend, den ich so schnell nicht mehr vergessen werde. 🙂

Laura, Jessica und ich

Laura, Jessica und ich

Freut euch schon einmal auf den nächsten Eintrag, denn dies wird ein Urlaubsbericht mit meiner Familie in Südafrika!
Bis dahin euch allen ein
schönes Osterfest! 😀

 

„Einfach schwimmen, einfach schwimmen, einfach schwimmen, schwimmen … “

Sonntag, 09. März 2014 von Johanna
Midmar Dam

Midmar Dam

Vor 4 Wochen bin ich mit Jessica und 3 anderen Freunden in Richtung Durban zum Midmar Dam gefahren (ca. 5h von Johannesburg entfernt). Dort habe ich an dem weltweit größten Freiwasser-Schwimmevent teilgenommen, welches über ein gesamtes Wochenende ging. Die Schwimmstrecke beträgt eine Meile (ca. 1,6 km) und rund 20.000 Menschen nehmen jährlich an diesem Event teil.
Zwei Wochen zuvor habe ich ein bisschen angefangen zu trainieren, denn ohne Training ist der Schwimmwettkampf wirklich nicht zu empfehlen. Beim Training habe ich dann auch locker 2 km in 40 min geschafft. Beim eigentlichen Wettkampf sieht das dann allerdings noch einmal ganz anders aus.
Man startet mit rund 600 anderen Schwimmern gleichzeitig und muss zunächst versuchen nicht von anderen Schwimmern geschlagen, geschubst oder heruntergedrückt zu werden. Als ich also die ersten Meter überstanden hatte, konnte ich endlich richtig losschwimmen. Nun hatten wir aber das Glück, dass genau an diesem Tag trotz strahlendem Sonnenschein schöner Wind geweht hat und daher die Wellen bis zu einem Meter hoch waren. Hinzu kam eine sehr starke Strömung, die alle Teilnehmer zum Ufer getrieben hatte und gegen die man zusätzlich auch noch ankämpfen musste. Letztendlich war ich aber sehr stolz und zufrieden, am Ende trotz dieser erschwerten Bedingungen das Ziel erreicht zu haben. Nun kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich beim weltgrößten Freiwasser-Schwimmwettkampf teilgenommen habe. 🙂

nach dem Schwimmen mit Medaille

nach dem Schwimmen mit Medaille

Am Sonntag haben wir uns dann noch die Gegend angeschaut, welche ein Traum ist. Alles ist super grün bewachsen, viele Berge und es herrscht eine sehr gemütliche und lockere Stimmung.

Am Wochenende habe ich zum ersten Mal Besuch aus Deutschland bekommen. Meine beiden Cousinen und eine Freundin haben mich auf ihrer Rundreise durch Südafrika in Johannesburg besucht und wir haben ein paar super Tage zusammen verbracht. Ich habe sie ein wenig in Johannesburg herumgeführt und meinen Freunden vorgestellt. Ein Tag waren wir auf Safari, in Pretoria und sie haben natürlich auch noch mein Projekt kennengelernt.

Hier kann ich gleich noch eine sehr erschreckende Geschichte einfügen. Als ich meine Cousinen vom Flughafen abgeholt habe, wurden wir noch auf dem Gelände des Flughafens von einem Polizisten angehalten. Dieser wollte den Führerschein sehen und behauptete, dass ich über einen sogenannten Bremshügel falsch herüber gefahren sei. Im nächsten Satz sprach er dann sofort von 500 Rand (34 Euro), die wir ihm sofort geben sollten. Wir wussten natürlich alle, dass der Polizist einfach nur Geld haben wollte und uns dafür alles Mögliche erzählen würde. Nachdem wir ihm zu verstehen gegeben hatten, dass wir ihm keine 500 Rand für richtiges Fahren geben werden, wurde er ziemlich dreist. Er meinte doch tatsächlich, dass er wenigstens ein bisschen Geld für sein Frühstück bräuchte und wir Hübschen doch garantiert Geld hätten. Letztendlich haben wir ihn 50 Rand (3,30 Euro) gegeben, welche er sich schön in die eigene Tasche gesteckt hat. Wie man sieht, ist Korruption hier eine sehr sehr beliebte Methode. Und die Polizisten wissen auch ganz genau, wie sie es machen: Am Flughafen stehen, ein Auto mit 5 weißen Ladys anhalten und somit schön die Touristen abzocken.

Auch wir haben mit den Kindern Valentinstag gefeiert und kleine Karten + Süßigkeiten verteilt.

Auch wir haben mit den Kindern Valentinstag gefeiert und kleine Karten + Süßigkeiten verteilt.

Hier noch zwei traurige Geschichten aus unserem Alltag:
Im afrikanischen Leben spielt der Gottesglaube eine sehr fundamentale Rolle. Dies begegnet uns auch täglich in unserem Büro. Beim Verabschieden der Eltern wird ihnen jedes Mal auf den Weg gegeben, dass sie zu Gott beten sollen, um noch einen Schulplatz zu bekommen. Wenn jemand in der Familie krank ist, wird auf Gott vertraut. Das Schicksal eines jeden Menschen liegt also in den Händen Gottes. Letzte Woche wurde mir von meiner Chefin erzählt, dass eine Verwandte von ihr genau dies getan hat und ihr ganzes Leben in die Hände Gottes gelegt hat. Diese Verwandte hatte Aids und hat vor zwei Wochen ihre Aids-Medikamente abgesetzt, weil dies eine Bestimmung Gottes war. Ohne diese lebensnotwendigen Medikamente ist sie dann allerdings nach zwei Wochen verstorben. Zurückgeblieben sind nun fünf Kinder ohne Eltern.

Jeden Tag spiele ich mit den Kindern eine Stunde auf der Wiese. Dabei können alle einfach mal Kind sein, sich austoben, lachen und weinen. Natürlich entstehen dabei auch manchmal einige Streitigkeiten oder kleinere Verletzungen. Wenn allerdings ein Kind mit Bauchschmerzen zu mir kommt, dann hat das leider keinen Zusammenhang mit einem zuvor stattgefundenen Streit. Nein, es ist alles ganz anders. Die Kinder haben Bauchschmerzen, weil sie hungrig und durstig sind. Bei Bauchschmerzen frage ich nun ganz automatisch, ob das Kind an dem Tag schon etwas gegessen oder getrunken hat und leider weiß ich auch schon im Vorfeld, dass die Antwort „Nein“ lautet. Zum Glück haben wir auf dem Schulgelände Zugang zu Trinkwasser, welches den Kindern immer zur Verfügung steht. Doch Trinkwasser hilft dabei nur zum Teil. Umso glücklicher bin ich, wenn ich den Kindern dann eine Stunde später auch endlich Essen austeilen kann. In genau diesen drei Stunden, in denen die Kinder in unserem Schulprojekt sind, heißt es für sie nicht einfach nur „zur Schule gehen zu können“, sondern vielmehr „ein Kind zu sein“.

Und zu guter Letzt eine sehr erfreuliche Nachricht. Eine sehr gute Bekannte hat nun nach geschlagenen 11 Jahren keinen Flüchtlingsstatus mehr, sondern endlich einen südafrikanischen Pass erhalten. 

  • Unbedingt mal anschauen!!!
    http://www.youtube.com/watch?v=vDKwigPEuMk
  •  

    Halbzeit in Afrika

    Donnerstag, 27. Februar 2014 von Johanna

    Nun ist schon Ende Februar und ich bin schon mehr als ein halbes Jahr in Südafrika.
    Anfangs dachte man noch, dass ein ganzes Jahr viel zu lang sei. Doch nach 6 Monaten kann ich mit Sicherheit sagen, dass die Zeit hier viel zu schnell vergeht.
    Ein halbes Jahr getrennt von der Familie und allen Freunden in einem fremden Land zu leben, war nicht immer einfach, aber es war auch eine der bereicherndsten Erfahrungen, die ich bisher machen durfte.

    Seit meiner Ankunft habe ich jeden Tag etwas dazu lernen dürfen, Veränderungen durchgemacht und Erfahrungen sammeln können, die mich mein Leben lang bereichern werden.

    Dinge, die man anfangs für unmöglich gehalten hat, sind nun zur Normalität geworden.

    Verabredungen, die einfach mal 2 Stunden später eintreffen und Events, die 2 Minuten vorher geplant werden, sind für mich nun genauso normal geworden wie Tagesabläufe, die sich täglich innerhalb von ein paar Sekunden komplett ändern. Spontanität hat hier eine ganz andere Bedeutung bekommen und es ist auch ein wenig entspannter, einfach mal in den Tag hinein zu leben und zu gucken was kommt.

    Man lernt die einfachsten Dinge wie öffentliche Verkehrsmittel, freies Herumlaufen im Dunkeln oder Schwarzbrot in Deutschland viel mehr zu schätzen.

    Man lernt damit umzugehen, dass man jeden Tag mit einer unglaublich großen Armut konfrontiert wird, Ungerechtigkeit auf der Tagesordnung steht und man selbst nicht viel dagegen tun kann. Die Luxusvillen umzäunt von Stacheldrahtmauern gehören für mich schon genauso selbstverständlich zum Stadtbild wie die heruntergekommenen Hochhaussiedlungen und die noch ärmlicheren Townships, in denen Großfamilien zusammengepfercht in den kleinsten Räumen wohnen.
    Ich habe mich in den Facettenreichtum von Südafrika, die verschiedenen Kulturen und ganz besonders die Freundlichkeit der Menschen verliebt. Ihre Offenheit, Hilfsbereitschaft und herzliche Art fasziniert mich jeden Tag aufs Neue und es ist einfach nur großartig, all diese Menschen kennenzulernen. Wahre Freunde zu haben, auf die man immer bauen und zählen kann und mit denen man seine Eindrücke teilen kann, sind allerdings das beste Geschenk, welches mir hier in Südafrika gegeben wurde.

    Es ist trotzdem nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, denn noch immer stecken die Folgen der Apartheid tief in den südafrikanischen Wurzeln und vor allem in der Köpfen der Menschen. Hier ein sehr erschreckendes Beispiel: Einer meiner Freunde war letztens mit einem dunkelhäutigen Mitarbeiter unserer Schule in einer Bar. Ein weißer Student in unserem Alter hat sich dann tatsächlich lautstark darüber geärgert, dass neben ihm ein Schwarzer in der Bar sitzt… Es muss also noch viel passieren!

    Doch trotz dieser schwierigen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen bin ich sehr froh, genau in diesem vielseitigen Land ein ganzes Jahr verbringen zu dürfen und somit all diese Eindrücke sammeln zu können.

    Johannesburg

    Johannesburg

     

    Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt

    Freitag, 31. Januar 2014 von Johanna

    Nach der recht langen Pause hatte ich am Ende meiner Ferien schon richtige Sehnsucht nach meinen Kids und bin mit viel Vorfreude zu meinem ersten Arbeitstag gefahren. Als der erste Bus angekommen ist, kamen auch schon alle Kinder herausgerannt und 2 Sekunden später war ich von einem Haufen Kindern umzingelt, die alle samt „Johanna, we missed you!“ geschrien haben.
    Die gute Stimmung hielt allerdings nicht allzu lange an. Und hier ist der Grund dafür:
    Ich: „Hi, how are you and how was your holiday?“
    Der Lehrer: “Great and how was your holiday?”
    Ich: “My holiday time was fantastic and I loved it.”
    Der Lehrer: “Haha yes, I can see it, you are getting weight!”
    Nach dieser kurzen Konversation war mein Tag dann erst einmal gelaufen. Obwohl es bei den Afrikanern als ein gutes Zeichen angesehen wird, weil dies bedeutet, dass es einem gut geht! Und das stimmt ja auch, mir geht es bestens. 😀

    Am ersten Schultag gab es dann gleich noch eine weitere Überraschung. Ich habe meine neue Mitbewohnerin Laura kennengelernt, die auch aus Deutschland kommt und für 3 Monate mit mir zusammen lebt, arbeitet und lacht.

    Laura und ich

    Laura und ich

    Am ersten Wochenende nach den Sommerferien wurde ich ganz kurzfristig (wie hier alles ist) von Jessica auf eine Safari eingeladen. Ihr Vater besitzt ein Teil einer Lodge und daher haben sie die Möglichkeit, an bestimmten Wochenenden kostenlos dort hinzufahren. So wurde ich kurzerhand mitgenommen und habe mich noch einmal so richtig schön entspannen und ausruhen können. Natürlich haben wir jeden Tag mehrstündige „Game Drives“ gemacht, bei denen wir super viel Glück hatten und echt viel gesehen haben.

    Safari

    Safari

    Reifenpanne mitten im Safari-Gelände um 20 Uhr

    Reifenpanne mitten im Safari-Gelände um 20 Uhr

    einfach mal genießen!

    einfach mal genießen!

    Having Fun!

    Having Fun!

    Letzte Woche habe ich angefangen jeden Morgen ein bisschen früher zur Arbeit zu fahren, um in dem Pool der Schule schwimmen zu gehen. Ich muss ab jetzt nämlich viel trainieren, weil ich in einer Woche bei dem weltgrößten Freiwasser-Schwimmevent teilnehmen werde. Außerdem tut es wirklich gut, mal wieder so richtig Sport zu machen! Allerdings bedeutet das für uns viel früher aufzustehen und viel weniger Schlaf.

    Auf der Arbeit war diese Woche super viel Stress angesagt, da wir die Aufgabe hatten allen 150 Kindern neue Uniformen und Schuhe auszuteilen. Nebenbei musste allerdings noch ein neues Lied für die Messe am Mittwoch einstudiert werden und den Eltern der neuen Kinder musste beim Ausfüllen der Schulformulare geholfen werden.

    Unterstützung im Klassenraum

    Unterstützung im Klassenraum

    Adriane, einer meiner Lieblinge, der dieses Jahr einen Platz an einer öffentlichen Schule gefunden hat.

    Adriane, einer meiner Lieblinge, der dieses Jahr einen Platz an einer öffentlichen Schule gefunden hat.

    )

    Auch hier werden manchmal die Hausaufgaben auf dem Schulhof bearbeitet! 🙂

    Academic Mass

    Academic Mass

    Wie süß, Gott wird mir ein ein Baby bringen!

    Wie süß, Gott wird mir ein ein Baby bringen!

    <3 goldig, vor allem mein Name

    <3 goldig, vor allem mein Name

    Am Dienstag sind wir mit ein paar Studenten und einem Lehrer aus Australien spontan in das Musical „The Rocky Horror Show“ gegangen. Es war wirklich atemberaubend und super lustig, was die Bilder auch gut wiedergeben.

    Monte Casino

    Monte Casino

    )

    Monte Casino again 🙂

    The Rocky Horror Show

    The Rocky Horror Show

    D

    Und hier alle zusammen! 😀

    Swimming Gala at Sacred Heart College

    Swimming Gala at Sacred Heart College

     

    First Holidays in South Africa … incredible

    Freitag, 24. Januar 2014 von Johanna

    Unbeschreiblich schön, mit einmaligen unvergesslich Erlebnissen und vielen tollen Geschichten.
    Ich hoffe ihr bekommt durch meine Beschreibungen, Bilder und einmaligen Geschichten wenigstens einen kleinen Eindruck von meinem genialen Urlaub in Südafrika.

    Am 27.12.2013 startete unser großes Abenteuer: 4.000 km quer durch Südafrika mit meinem süßen blauen Auto, vielen Erwartungen und super viel Vorfreude. Mit „uns“ meine ich Karo und mich.

    Und los ging's!

    Und los ging's

    Uns hatte zuvor so ziemlich jeder abgeraten mit dem Auto nach Kapstadt zu fahren, aber wir blieben standhaft, was sich auch wirklich gelohnt hat. Die Autofahrt war ziemlich entspannt und voll relaxed. Wir haben weder im Stau gestanden, noch haben wir irgendeinen Unfall gesehen und schon gar keine Leichen am Straßenrand. Ja, uns wurden zuvor die unglaublichsten Geschichten erzählt, aber Südafrikaner neigen oft zur Übertreibung 😉 Es ist wesentlich besser als in Deutschland zu fahren, weil man einfach mal 30 Minuten lang kein anderes Auto sieht. Zudem ging es NUR geradeaus. Ohne Mist, es war teilweise super langweilig und man hat sich wirklich gefreut, wenn nach 100 km mal wieder eine kleine Kurve oder ein Hügelchen kam. Zum Glück waren wir aber zu zweit und wir hatten super Musik mit an Bord. Unser Autosong war wohl definitiv „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen, der rauf und runter lief!

    Our road trip ... und nur geradeaus

    Our road trip ... und nur geradeaus

    Unser erster Stopp war in Kimberley (im Reiseführer als die gefährlichste Stadt Südafrikas ausgeschrieben, aber hey, wir leben noch).

    „The Big Hole in Kimberley“

    Sightseeing musste natürlich auch sein: „The Big Hole in Kimberley“

    Wir haben in einem Zimmer umgeben von Backstein und ohne ein Fenster genächtigt. Ihr könnt euch wirklich nicht vorstellen wie schön es ist, nach 5 Stunden Fahrt in einem Zimmer mit 40 Grad Raumtemperatur und einem Duzend Mücken zu schlafen. Ein Traum!

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    Unser Bett und unser erster Gedanke: Hoffentlich kriegen wir noch eine Matratze … Haben wir dann auch! 🙂

    Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Beaufort West und als erstes natürlich in den Pool, der dieses Mal nicht wie in Kimberley grün war. Am Abend haben wir uns das Essensangebot für nur 4 Euro von dem Hotel gegönnt. Allerdings haben wir bei dem Preis nicht mit einer Suppe, einem Brot, einem Hauptgang und einem Nachtisch gerechnet, weshalb wir auch kaum noch in unser Zimmer laufen konnten. Dann hieß es aber: Noch einmal schlafen und wir sind in Cape Town! 😀
    Erste Aktion in Cape Town: sechsstündiger Spaziergang durch die Stadt und natürlich ohne Sonnencreme! Es wird mit Sicherheit keiner von euch nachvollziehen können, was für ein geiles Gefühl es ist, nach 5 Monaten frei auf der Straße rumlaufen zu können. Karo und ich haben unsere Füße danach zwar nicht mehr gespürt, aber das war es uns wert. FREIHEIT!!! Dieser simple Begriff hat durch meinen Aufenthalt in Johannesburg schon jetzt einen ganz anderen Wert bekommen.

    Sea Point

    Sea Point

    Am nächsten Tag hatten wir die glorreiche Idee, nach fünf Monaten ohne Sport einfach mal den Tafelberg rauf zu wandern. Ja logo, easy peasy … nichts da … Wir sind fast gestorben! Es war auch kein Wandern sondern vielmehr Klettern! Oben angekommen, waren wir schon ziemlich stolz auf uns und haben uns auch gleich ein fettes Stück Käsekuchen gegönnt. Wir können ja nicht zulassen, dass die Kilos wieder purzeln. 😉

    Gleich geschafft!

    Gleich geschafft!

    Aussicht vom Tafelberg auf Cape Town

    Aussicht vom Tafelberg auf Cape Town

    Table View – Beste Aussicht!

    Table View – Beste Aussicht!

    Hier muss ich eine kleine Geschichte einfügen: Zwei Frauen versuchen in Cape Town einen Parkplatz zu finden! :)
    Mehr als einfach nur klischeehaft! So gut wie wir sind, finden wir natürlich eine super genial große Parklücke, allerdings parallel zur Straße. Nachdem wir beide verzweifelt versucht haben, unser kleines Auto dort hinein zu rangieren und wir trotzdem noch 30 Meter weit weg vom Bordstein standen, haben wir uns dann für „Wir suchen weiter!“ entschieden. Ein Glück war es dunkel und dadurch um einiges weniger peinlich. Wir wurden am Ende übrigens noch fündig und hatten am nächsten Tag auch keinen Strafzettel! 🙂

    Afrikanische Band mit dem geilsten Keyboard

    Afrikanische Band mit dem geilsten Keyboard

    New Year‘s Eve in CAPE TOWN
    Silvester waren wir als erstes an der V&A Waterfront und danach auf einer Roof top-Party mit direktem Blick auf das Meer und die Bühne. Unglaublich schöner Ausblick und wirklich einmalig. Vor Mitternacht sind wir dann aber noch zur berühmt berüchtigten Long Street gelaufen und es war eine super Entscheidung! Die komplette Straße voll mit Menschen (auch viele andere internationale Freiwillige), alle in Feierlaune und es wurde getanzt und gesungen. Zuvor haben Karo und ich aber noch eine super Bar gefunden mit Cocktails für nur 25 Rand (1,70 Euro). Da konnten wir dann natürlich nicht nein sagen! 😀

    Long Street an Silvester

    Long Street an Silvester

    Neujahr hat dann wirklich die ganze Straße gefeiert und wir mittendrin! Tja und schwups war man im Jahr 2014!!!
    Auf dem Rückweg zu unserem Backpacker haben wir dann sogar noch eine Art Parade/ Umzug miterlebt und danach hieß es erst mal ausschlafen.


    Den nächsten Tag sind wir ganz entspannt angegangen und sind nach Boulders Beach zu den Pinguinen am Strand gefahren. Echt unfassbar, Pinguine in Südafrika!

    Cape Point

    Cape Point

    Danach ging es weiter zum Cape Point und ich muss sagen, dass schon alleine die Fahrt dorthin landschaftlich ein Traum war.

    Dann ging unsere Reise weiter nach Arniston, wo wir das Glück hatten und bei Freunden von mir aus Johannesburg wohnen konnten.

    Allerdings wären wir dort fast nicht angekommen! Wir geben wie immer in unser Navi das nächste Ziel ein, doch dieses Mal fragt es uns, ob wir die sichere oder unsichere Route nehmen wollen. Wir natürlich: Die sichere! Also führte uns das Navi irgendwann von der Hauptstraße ab und wir fuhren durch ein Gebiet, in dem wir mit unserem Auto so ziemlich die Einzigen waren (landschaftlich aber sehr schön). Na gut, bis hierhin ist noch alles schön und gut, doch dann fing plötzlich eine Sandstraße an.

    Wir hatten allerdings keine Ahnung mehr, wo wir waren und die Löcher im Boden wurden auch immer größer. Ich als Fahrer wollte nun ein bisschen abbremsen und drückte auf die Bremse, doch nichts passierte. Ich gucke Karo an und teilte ihr verzweifelt mit, dass die Bremse nicht mehr funktioniert. Sie fängt an zu lachen und denkt, ich verarsche sie. Dann bemerkte ich, dass der komplette Motor aus war, also machte ich den Gang raus und zog blitzschnell die Handbremse. Ein Glück sind wir nur 20 km/h gefahren. Nun checkte auch Karo, dass es ernst gemeint war und wir standen irgendwo im Nirgendwo umgeben von der Natur bei 30 Grad und unser Auto ging nicht mehr an. Wir, die natürlich keinen blassen Schimmer von Autos hatten, kamen auf die Idee, die Wartetechnik auszuprobieren, vielleicht war der Motor ja einfach nur überhitzt. Wie durch ein Wunder kam zwei Minuten später ein anderes Auto hinter uns an, welches uns quasi helfen musste, weil wir schön mittig auf der Sandstraße standen. Es war wirklich großes Glück, denn wir hatten auf der Straße zuvor kein einziges Auto gesehen. Der nette Mann kam als erstes auf die Idee, die Motorhaube zu öffnen und sah sofort, dass das eine Kabel, welches die Verbindung zur Batterie herstellt durch das Vibrieren rausgesprungen war. Kurzerhand befestigte er das Kabel und wir waren so dankbar, dass wir weiter fahren konnten. Auf die Idee, die Motorhaube zu öffnen, wären wir beide ja schon niemals gekommen und auch wenn, hätten wir ja gar keine Ahnung gehabt, wo was liegt. Mit unserer Frauen-Wartetechnik wären wir auf jeden Fall jetzt immer noch dort! 😀 Zumindest wissen wir nun, wo wir die Motorhaube öffnen können und wo die Batterie im Auto liegt. Ein bisschen Abenteuer musste ja auch sein! Aber ich wünsche wirklich keinem Autofahrer die Situation zu erleben, dass die Bremse nicht mehr funktioniert, Horror!

    Blick vom Balkon direkt aufs Meer

    Blick vom Balkon direkt auf's Meer

    Endlich in Arniston angekommen, haben wir uns dann erst einmal ausgeruht und die zwei Tage dort am Strand verbracht bzw. mit der Familie. Der Strand ist wunderschön und sogar mit warmen Wasser, denn in Cape Town ist das Wasser zu kalt um zu baden. Ach so, wir haben übrigens in der ersten Reihe direkt am Strand gewohnt. Und es gab endlich mal wieder ordentliches Essen und nicht nur Fast Food. 😉

    Danach ging es weiter nach Plettenberg Bay, wo wir eine Nacht bei Freunden verbracht haben.
    Nun ein bisschen Kulturschock: Eine Freundin von der Familie hat uns am Abend dann von ihrem HELIKOPTER und ihren zwei Ferienvillen erzählt. Karo und ich dachten am Anfang, dass wir uns mit dem Helikopter verhört haben, aber es war wirklich so. Als sich dann aber auch noch über ein technisches Problem beim Helikopter beschwert wurde, habe ich die Welt nicht mehr verstanden. Es ist wirklich heftig, hautnah mitzuerleben, welche riesen Kluft zwischen Arm und Reich in Südafrika besteht und man erkennt sehr schnell, dass diese auf einer ganz anderen Ebene als in Deutschland liegt.

    Nach der einen Nacht sind wir dort dann ausgezogen und ins Backpacker gezogen, was eine sehr weise Entscheidung war und wir uns auch gleich viel wohler gefühlt haben. Dort haben wir die besten Dinge erlebt und wir haben eine Menge neue Leute kennengelernt! So ziemlich jeder war Deutscher oder Niederländer und alle leisten einen Freiwilligendienst und fast jeden Tag kamen dann auch wieder neue Leute in unser Dorm (Schlafsaal für zehn Leute). An dem einen Tag zogen drei Jungs in unser Dorm ein, die irgendwann zu uns kamen und uns ganz komisch gefragt haben, wo wir denn Silvester verbracht haben. Wir natürlich: „Cape Town.“ Die nächste Frage war dann: „Wart ihr an Silvester auf der Long Street?“ Wir: „Ja, aber warum fragt ihr?“ Die Jungs: „Wir haben ein Video von euch!“ Unser erster Gedanke: Oh Gott, mega peinlich! Das Video war am Ende aber doch gar nicht so peinlich wie wir dachten, weil man nur gesehen hat wie wir uns alle ein frohes neues Jahr gewünscht haben. Aber es war schon wirklich ein wahnsinniger Zufall, dass die deutschen Freiwilligen von der Long Street in Cape Town sechs Tage später im selben Dorm wie wir landeten. Solche Geschichten können einem definitiv nur in einem Backpacker passieren!

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    Die Deutschen vom Backpacker im Club 🙂

    Unser Backpacker in Plettenberg Bay hatte übrigens die perfekte Lage, zwei Gehminuten vom einzigen Club und fünf Gehminuten vom Strand entfernt. An einem Abend sind wir mit Timo aus dem Backpacker nach einer tanzfreudigen Nacht im Club ans Meer hinunter gelaufen und haben die Landschaft und die Wellen genossen. Es gibt wirklich nichts Schöneres, als nach einer Party an den Strand zu gehen, dabei die Zeit zu vergessen und zusätzlich den Sonnenaufgang mitzuerleben.

    Unser Auto haben wir in Plettenberg Bay übrigens auch noch zur Werkstadt gebracht, weil es irgendwann angefangen hat, komische Geräusche zu machen und wir ein bisschen Angst um die Weiterreise hatten.

    An einem anderen Tag haben wir mit Timo aus dem Backpacker eine Canyon-Tour gemacht und es war super beeindruckend … Abseilen, klettern, schwimmen, den Wasserfall hinunterrutschen und die geniale Landschaft rings um sich herum genießen!

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    beim Abseilen 😀

    Auf dem Weg nach Jeffreys Bay haben wir noch einen Ausflug zum Storms River Mouth gemacht, wo wir eine atemberaubende Landschaft gesehen haben. In Jeffreys Bay war das Wetter leider nicht mehr allzu schön, aber wir haben dennoch unseren letzten Urlaubstag am Strand und im Meer ausgenutzt.

    Storms River Bridge

    Storms River Bridge

    Am nächsten Tag ging es dann leider schon wieder auf die Heimreise. Unser Zwischenstopp war dieses Mal am Gariep Dam. Allerdings haben wir uns dort leider ein bisschen wie in einem Township gefühlt, weshalb wir bei jedem Geräusch ein klein wenig panisch wurden!
    Nach über 14 Tagen rumreisen, Rucksack ein und auspacken, auf viele neue Leute und Situationen treffen und immer wieder neu gefordert zu sein, waren Karo und ich am Ende zwar traurig, aber auch sehr froh, wieder in unserer „Heimat“ angekommen zu sein!

    Wieder in JOHANNESBURG

    Wieder in JOHANNESBURG

     

    Christmas mal ein klein wenig größer

    Montag, 20. Januar 2014 von Johanna

    Weihnachten bedeutet Familienzeit. Doch was macht man, wenn die Familie weit weg ist…? Und auch noch ohne Schnee und bei 30 Grad? Man feiert Weihnachten einfach ganz anders mit vielen anderen Sitten und seinen neuen Freunden. Und es war wirklich großartig!

    Ich bin vor Weihnachten bei meiner Freundin Jessica „eingezogen“ und habe somit die ganzen Weihnachtsfeiertage mit ihr und ihrer Familie verbracht.

    Bridg, Jessica and me (und mit Tricks sogar fast gleich groß)

    Bridg, Jessica und ich (mit Tricks sogar fast gleich groß)

    Am 24. Dezember waren wir mit 33 anderen Leuten bei Jessicas Vater eingeladen. Es gab einen fetten Truthahn und Schweineschinken und generell super leckeres Essen, bei dem man einfach nicht nein sagen konnte. Danach wurden die Liedtexte raus geholt, die Gitarren geschnappt und wir haben alle zusammen Weihnachtslieder gesungen und die schöne Atmosphäre neben dem Pool genossen.
    Mitternacht sind wir natürlich zur Messe gegangen. Als ich mitten in der Messe den Weihnachtsbaum in der Kirche entdeckt habe, musste ich mir allerdings das Lachen verkneifen. Stellt euch einfach eine schön geschmückte Kirche mit einer wunderschönen Holzkrippe neben dem Altar vor und dann seht ihr einen kunterbunten, kitschigen, grell blinkenden Weihnachtsbaum. Herrlich, da war die komplette Weihnachtsstimmung hinüber. Kitschige Weihnachtsdekoration ist hier aber leider Standard.

    Und hier der etwas andere Weihnachtsbaum ... In der Kirche gab es aber zudem noch Blinklichter!

    Und hier der etwas andere Weihnachtsbaum ... In der Kirche gab es aber zudem noch Blinklichter!

    Am eigentlichen Weihnachtstag waren wir dann bei Jessicas Mutter und haben ein ungewöhnlich kleines Weihnachtsfest mit NUR 18 Leuten gefeiert. Am Boxing Day (1. Weihnachtsfeiertag) war das Haus dann endlich wieder voll und wir waren wieder ungefähr 30 Leute.

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    Geschenke verteilen 😀

    Wie man sieht, wird Weihnachten hier also ziemlich groß gefeiert und man tut nichts anderes, als morgens das Essen vorzubereiten, es abends zu essen, ein klein wenig schlafen und schon fängt alles wieder von vorne an. 😀 Dazu muss ich sagen, dass es wirklich super schön war, dass an Weihnachten viele Menschen um mich herum waren und ich somit viel erlebt habe, nicht alleine war und viel Spaß hatte.

    Und natürlich wieder mal beim Essen!

    Und natürlich wieder mal beim Essen!

     

    Auto fahren in Südafrika – Der tägliche Kampf ums Überleben :)

    Samstag, 21. Dezember 2013 von Johanna

    Seit Mitte November habe ich nun ein Auto und mache die Stadt unsicher, obwohl ich die Stadt wahrscheinlich eher sicherer mache. 😉 Der Verkehr ist hier komplett anderes. Der Linksverkehr ist die eine Sache, aber daran gewöhnt man sich recht schnell. Nur wenn kein Auto vor mir fährt, kann es noch manchmal dazu kommen, dass man ein bisschen länger beim Abbiegen überlegen muss, um nicht die falsche Straßenseite zu nehmen. Am lustigsten finde ich die Kreuzungen, wo an jeder Straße ein Stoppschild steht. Dann heißt es, wer als erstes kommt, fährt zuerst. Hier ein paar Regeln, die man unbedingt wissen sollte.

    1. Halte Abstand zu Minitaxis und gebe bei Minitaxis immer nach. Diese sind mit Abstand die schlimmsten Autofahrer in Südafrika und sind in fast alle Autounfälle verwickelt.
    2. Sehr viele Autofahrer sind hier in Sachen Ampelfarben blind.
    3. Minitaxis hupen pausenlos und halten einfach ständig an, um Leute einzusammeln bzw. rauszulassen, was ziemlich verwirrend ist.
    4. Einige Straßen sind in sehr schlechtem Zustand und man findet gullideckelgroße Löcher.
    5. Immer auf Speadbumps achten, denn die sind so schön konstruiert, dass sie dein ganzes Auto kaputt machen.
    6. Südafrikanische Autofahrer und die Nutzung von Blinkern stehen auf Kriegsfuß.
    7. Kreuzungen sind ein reines Ampelchaos, denn an einer Kreuzung findet man meist über 8 Ampeln vor einem und man muss erst einmal herausfinden, welche denn nun für die eigene Fahrbahn bestimmt ist. Oftmals sind die Ampeln aber sowieso aus und die Polizisten stehen dann meist an den Kreuzungen, an denen die Ampeln funktionieren. Diese Logik ist für mich noch nicht wirklich ersichtlich.
    8. Ach und ganz wichtig: Die Polizei ist das beste Vorbild in all diesen Regeln.

    Endspurt in der Schule
    Bei uns im Projekt sind für die Kinder nun schon seit dem 30.11., dem Tag der Zeugnis- und Preisübergabe, Sommerferien. Seitdem habe ich im Prinzip auch Ferien, wobei ich trotzdem noch bis letzte Woche ein paar liegengebliebene Aufgaben beendet habe. Allerdings war die Arbeit um einiges entspannter und stressfreier. In der Zeit habe ich z.B. mit zwei anderen das „Stained Glass“ Projekt (Glasmalerei), welches seit mehr als einem Jahr liegen geblieben ist, beendet.

    Die fertige Glasmalerei

    Die fertige Glasmalerei

    In den zwei Wochen vor der Zeugnisübergabe war allerdings die Hölle los und das im wahrsten Sinne des Wortes. Es wurden in jeder Klasse Prüfungen geschrieben, der Chor hatte täglich im Büro Lieder einstudiert und in den jeweiligen Klassen wurden fleißig Stücke für die zeremonielle Zeugnisübergabe eingeübt. Zudem haben wir uns noch um die Registrierung der 6. Klasse gekümmert. Es war nicht leicht, für jedes Kind eine weiterführende Schule zu finden. Ich hatte die ehrenvolle Aufgabe für jedes Kind ein Zeugnis zu schreiben, alle Noten und Bemerkungen einzutragen, Zertifikate anzufertigen und für jedes Kind ein kleines Weihnachtsgeschenk vorzubereiten. Hört sich viel an? Ja, das war es auch!

    ) Ich als Weihnachtsengel!

    Mein Werk 🙂 Ich als Weihnachtsengel!

    Die Zeugnisübergabe war für meine deutschen Verhältnisse letztendlich einfach nur überaus chaotisch, was aber eigentlich schon wieder super lustig war. Am Ende hatte meine Chefin an alle Mitarbeiter eine Kleinigkeit verteilt und plötzlich meinen Namen aufgerufen. Die Kinder haben dann mit Abstand am lautesten geklatscht und gejubelt, was für mich das schönste Geschenk in meiner bisherigen Zeit war. Anscheinend habe nicht nur ich die Kinder lieb gewonnen, sondern auch anders herum.
    Obwohl ich schon ziemlich traurig war, die Kinder nun über einen Monat nicht zu sehen und die 6. Klasse wohl gar nicht mehr, war ich am Ende des Tages aber auch mehr als froh, dass der ganze Stress nach sechs Tagen Arbeit mit jeweils 9h nun ein Ende hatte.

    Weihnachtsimpressionen im Sommer ... Tree of Lights

    Weihnachtsimpressionen im Sommer ... Tree of Lights

    Besuch bei Karo
    Am verlängerten Wochenende war ich Karo (auch vom Kindermissionswerk hier in Südafrika) in Sizanani (ca. 2h von Johannesburg entfernt) besuchen. Ich habe dort eine ganz andere Seite von Afrika kennengelernt und war irgendwo im Nirgendwo zwischen Feldern, Feldern und Farmen. Es war eine sehr lustige Zeit und weil dort wirklich weit und breit nichts ist, haben wir uns so richtig schön entspannt. Ich habe auch ihr Projekt kennengelernt und es war sehr schockierend, die Schwere der Behinderung der Kinder/Erwachsenen zu sehen und ziehe meinen Hut vor Karo, die täglich diesem Schicksal begegnet.

    Plätzchen backen mit Karo! Das war ein Spaß und diese sind wohl ein bisschen verbrannt!

    Plätzchen backen mit Karo! Das war ein Spaß und diese sind wohl ein bisschen verbrannt!