Fiesta, fiesta und noch mehr fiesta!

Mittwoch, 28. Mai 2014 von Lena

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Nach dem Ostersonntagsgottesdienst gab es mal wieder Tänze, diesmal jedoch ist das alles in einer Wasser-Karotten-Kartoffel-Apfel-etc. Schlacht ausgeartet…. Diese Art Tanz nennt man hier dann ganz einfach carnaval 😀

Palmsonntag, der in meiner capilla jedoch schon Samstagabend gefeiert wurde, war auch ein Tag voller Feste! Zum einen gab es mal wieder eine kleine schöne Prozession um die Kirche herum, dann ging es direkt danach zu dem Geburtstag einer Freundin und beim Heimgehen wurde ich von einer sogenannten Yunsa* direkt vor meiner Haustüre aufgehalten, sodass ich da noch bis früh in den Morgen getanzt habe.

Palmsonntag, der in meiner capilla jedoch schon Samstagabend gefeiert wurde, war auch ein Tag voller Feste! Zum einen gab es mal wieder eine kleine schöne Prozession um die Kirche herum, dann ging es direkt danach zu dem Geburtstag einer Freundin und beim Heimgehen wurde ich von einer sogenannten Yunsa* direkt vor meiner Haustüre aufgehalten, sodass ich da noch bis früh in den Morgen getanzt habe.

Ich glaube ich habe einiges nachzuholen, die letzten Monate gingen so schnell rum und es ist so viel passiert, dass ich, einfach nicht dazu gekommen bin, euch auf dem Laufenden zu halten! Das wird jetzt aber nachgeholt. 😉

Im Yancana wird Langeweile vergeblich gesucht! Es ist einfach immer was zu tun, die Kiddies halten mich echt in Form. 😉 Ich durfte auch ein paar Male mit auf Hausbesuche gehen, sehen wie die Kinder ihre Zeit außerhalb des CEBE’s (=Förderschule für Kinder mit Behinderungen) erleben, wo sie wohnen und was sie in der Freizeit machen. Neben dem normalen Arbeitsalltag stand aber auch haufenweise Feste vorbereiten auf dem Plan! Ostern, Tag der Arbeit und Muttertag, alles wollte gebührend gefeiert werden und so kam ich aus den Chorproben und Geschenke basteln gar nicht mehr raus, aber ich habe diese Zeit der fiestas in vollen Zügen genossen! 🙂

Karfreitag bei Sonnenaufgang bin ich mit meiner Familie auf den cerro San Cristobal, den bekanntesten und höchsten Hügel Limas, hochgelaufen, so wie es hier Tradition ist. Es waren tausende von Menschen mit mir auf dem Weg, an jedem der 14 Kreuze, die den Weg säumen, haben wir ein Steinchen hinterlegt und auf dem Gipfel vor dem riesigen Kreuz unsere Kerzen angezündet und auf diese Weise unsere mitgebrachten Dinge segnen lassen.

*Eine Yunsa ist uebrigens eine Tradition aus der sierra, es werden Bäume aufgestellt, die hübsch und mit Decken oder Schüsseln geschmückt werden. Während in einem Kreis alle um den Baum herumtanzen und auch das Bier- und chichaglas mehrmals seine Runden macht, tritt jeweils ein Paar aus dem Kreis heraus und versucht mit einer Axt und ein paar Schlägen den Baum zu fällen. Und so macht auch die Axt die Runde, bis der Baum fällt und dann beginnt, worauf alle gewartet haben: jeder stürmt wie verrückt auf den Baum zu und versucht sich die besten Geschenke zu schnappen. Derjenige, der es übrigens geschafft hat, den Baum zu fällen, ist bei der nächsten Yunsa dafür verantwortlich, den Baum zu stellen! Ich habe es, trotz meiner zerstörerischen Hiebe, aber leider (oder zum Glück?) nicht geschafft, den Baum zu Fall zu bringen.

Ich wollte eigentlich noch mehr Bilder hochladen, aber meine Internetverbindung lässt das momentan leider nicht zu, deshalb müsst ihr euch noch ein Weilchen gedulden! Also, somit bis ganz bald wieder und ganz liebe Grüße aus dem fernen Peru!

 

Ausflügle

Freitag, 11. April 2014 von Lena

So, jetzt hatte ich auch endlich mal Zeit (und genügend Internet!) um etwas über unsere Reise zu schreiben! Da Anne in ihrem Blog ( http://blog.sternsinger.de/2014/03/16/vacaciones/ ) auch schon ganz ausführlich über unsere gemeinsame Reise berichtet hat, versuch ich mich jetzt ganz kurz und knapp zu fassen.

Da wir Costa, Sierra und fast-Selva abgeklappert haben, erzähle ich euch heute alles in Regionen getrennt 🙂

Da gibt es zuerst einmal die „Costa“, den Wüstenküstenstreifen am Pazifik, wo wir Pisco, Paracas, Ica, Tacna und in Chile Arica besucht haben.

Gleich zu Beginn unserer Reise in Paracas gab’s schon mein persönliches Highlight: Pinguine! Außerdem konnten wir neben Seehunden, Flamingos und ganz vielen Meerestieren bei unserem Strandbesuch in Pisco einen Schwarm Delfine vorbeischwimmen sehen. (Okay, wir haben nur ein paar schwarze Rückenflossen gesehen… wir sind uns aber ganz sicher, dass das Delfine waren!)

In Ica, an der Oase Huacachina inmitten der Wüste, konnte mir meine Sandboarderfahrung leider nicht weiterhelfen, bei stechender Sonne die Dünen hochzuwaten… trotzdem konnte man dank der Anstrengung die Abfahrten dafür umso mehr genießen!

In Arica gab es dann einen völligen Kulturschock für uns beide, als die Autos rechts-vor-links einhielten und an Zebrastreifen anhielten und es nicht wie 1 Stunde weiter in Peru jede Straßenüberquerung eine Entscheidung über Leben oder Tod ist… 😉

Die Piscoverkostung in Tacna hat mir dann auch nochmal gezeigt, dass man Pisco lieber nicht pur, sondern als Pisco Sour trinken sollte, was auch das Nationalgetränk Perus ist.

So, bewegen wir uns nun ein paar Meterchen die Anden hoch, wo wir als erstes auf 2300 m Arequipa haben. Hier haben wir (wenn man mal unser Seminar in Santa Cruz weglässt) sogar mit 4 Nächten am längsten verweilt. Abenteuerliches Rafting, wunderschöne Kloster, ein vernebeltes Colca-Tal, schöne 38 bis 45 Grad heiße Quellen unter Gewitterhimmel, riesige Andenkondore und ein bisschen traditionell tanzen (weil ich beim Folkloreabend den ungünstigsten Platz erwischt hatte, durfte ich vor all den Touris mittanzen… 🙂 ). Das alles waren wirklich schöne, interessante, adrenalinreiche und auch entspannende Erfahrungen, die wir hier gemacht haben!

Ziehen wir nun weiter auf 3800 m Höhe, an den Titicacasee! In Puno fand zu der Zeit gerade der Karneval statt, sodass wir viele Umzüge und Feste uns ansehen konnten, die es von morgens bis nachts gab. In Sillustani, an den Grabtürmen, durfte ich dann auch mein erstes peruanisches Gewitter erleben und auf bolivianischer Seite, auf der Isla del Sol (der Sonneninsel), habe ich alle Luft und Kraft gebraucht, die ich irgendwoher auftreiben konnte, um die 206 Stufen lange Inkahorrortreppe hinaufzukraxeln… Hätte ich nur hier schon lieber angefangen Kokabonbons zu essen! Später im Canon del Colca konnte ich dank ihnen sogar auf knapp 5000 m noch quicklebendig rumhüpfen 😉

Aber jetzt geht’s weiter auf 3800-4000 Meter: La Paz! Eine, wie es von oben scheint, Riesenstadt (immerhin streitet sie sich mit Santa Cruz um den Titel größte Stadt Boliviens), die aber nur ca. 1/9 so groß wie Lima ist… Hier gab es aber eine besondere Überraschung für mich, denn ich habe Lea, eine Freundin, die momentan 3 Monate in Cochabamba ist, treffen können! Mit ihr gab’s dann gleich beim Houserunning noch einen Adrenalinkick, als wir als Bat- und Spiderwoman die Fassade eines 5-Sterne-Hotels hinabgerannt sind!

Und jetzt fehlt nur noch unser Seminar in Santa Cruz in den Tropen, wo wir Wiebke und Tanja, auch 2 Sternsingerfreiwillige, endlich mal wiedergesehen haben! Aber auch der Rest der Truppe war der Hammer und es tat gut, sich mit anderen auszutauschen und auch über Themen zu reden, die man sonst eher vor sich hergeschoben hat, wie z.B. den Abschied aus Peru. Die Highlights des Seminars waren aber auf jeden Fall die Vesper mit deutschem Brot und der Ausflug ins Grüne, wo wir auch ein Faultierchen unter den Bäumen entdeckt haben 🙂 Hier wurde mir auch diagnostiziert, dass ich „wüstengeschädigt“ sei… ich denke, ich habe aber während der Reise genug Natur getankt, um die nächsten Monate in Lima zu überstehen 😉

Sodele, das waren jetzt schon meine wichtigsten und schönsten Erlebnisse auf unserer Reise, die zwar echt anstrengend, dafür aber unglaublich schön war! Und auch 2 von Perus Nachbarländern kennenzulernen war eine schöne Erfahrung, aber trotzdem: nur in Peru gibt‘s papa a la huancaina! (eine ziemlich leckere Vorspeise, auf die ich zu meinem Ärger fast 2 Wochen lang verzichten musste)

Trotzdem ist man doch immer wieder froh, nach einer langen Reise wieder nach Hause zu kommen und so wurde auch mein Lächeln größer als wir endlich wieder nach Lima eingefahren sind und prompt wieder im Stau standen… Lima ist mir eben doch schon richtig ans Herz gewachsen 😉

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Raften im Rio Chili 🙂

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Flamingos vor einem Vulkan irgendwo zwischen Bolivien und Chile 🙂

ein bisschen im Colcatal plantschen !

ein bisschen im Colcatal plantschen !

AREQUIPA!

AREQUIPA!

immer diese Touris!

immer diese Touris!


(P.S. : Das mit dem knapp fassen muss ich glaub ich noch mal üben…)

 

Ferien!

Freitag, 07. März 2014 von Lena

Seit Weihnachten sind hier in Peru noch bis naechste Woche Sommerferien, d.h. für mich: entspannen, reisen und viel weniger arbeiten, denn meine Bibliothek ist geschlossen, auch die Kinder im Yancana sind in ihren wohlverdienten Ferien. Nur die „vacaciones útiles“ (nützliche Ferien), was eine Art Ferienprogramm ist, sind am Laufen! Im Yancana werden verschiedene Kurse angeboten; von einem Bastelkurs, über Theater und Tanz bis hin zu pädagogischer Betreuung ist alles vertreten. Ich helfe bei dem Bastelkurs und dem Theater mit und das Besondere bei diesen Kursen ist, dass Kinder mit und ohne Behinderung gleichermaßen teilnehmen.

Der Theaterkurs heißt offiziell übrigens „expresión corporal“, was übersetzt sowas wir körperlicher Ausdruck bedeutet. Ich hatte anfangs keinen blassen Schimmer, was ich mir darunter vorstellen sollte, dann stand zu meinem Glück auch noch der Lehrer vor Lima im Stau und so durfte ich die erste Stunde alleine übernehmen! Nun denn hab ich mir eben gedacht, alles was mit dem Körper zu tun hat, hat bestimmt auch was mit Bewegung zu tun und weil wir uns zudem noch in dem Sportzimmer befanden, hab ich das Ganze dann spontan in eine Sportstunde umgewandelt. Als der Lehrer dann 3 Stunden zu spät in den letzten Minuten des 2. Kurses kam, wurde ich erst einmal aufgeklärt, dass „expresión corporal“ eine Art Theaterkurs ist… Man lernt eben nie aus 😀 Dieser besteht aber hauptsächlich aus Yoga und Bewegungsspielen, sodass ich mit Sport ja doch gar nicht so falsch lag 😉

Die restliche Ferienzeit habe ich genutzt um ein bisschen mehr dieses wunderschönen Landes zu entdecken! Silvester verbrachte ich mit Freunden und ganz viel gelb am Strand (gelb ist der peruanische Schornsteinfeger-bringt Glück- und deswegen wird echt alles in gelb dekoriert), dann gings mit der anderen Freiwilligen in meiner Gemeinde nach Huanuco in die Sierra, um andere Freiwillige von ihrer Gruppe zu besuchen und von dort wurde noch ein spontaner Ausflug in die Selva gemacht. Dort habe ich zwischen den Bäumen sogar Katzen rumhuschen sehen, also ihr seht ich war wirklich seeeehr tief im Dschungel 😉 Es war trotzdem unheimlich schön, so viel grün auf einen Fleck zu sehen! Dann gabs noch einen Wochenendausflug mit ein paar Deutschen in die Wüste Icas, um sandboarden zu gehen und anschliessend bin ich noch in den Genuss des Nordens von Peru gekommen, uns hats ein paar Tage später nach Trujillo verschlagen, just zu der Zeit, in der dort die internationalen marinera-Wettkämpfe ausgetragen wurden! Die marinera ist ein typischer Tanz der costa und ähnelt dem „Paarungstanz von Vögeln“, wie uns so schön erklärt wurde. Da der Eintritt zu diesen Wettkämpfen unser Reisebudget leider ein wenig überschritt, haben wir uns damit begnügt einen Surfkurs im nahe gelegen Huanchaco zu machen. Und surfen liegt mir eindeutig besser als sandboarden, es hat wirklich riesigen Spaß gemacht! 🙂 Mit meiner Sternsinger-Kollegin Anne habe ich danach noch ein bisschen mehr Urlaub gemacht, aber darueber schreibe ich ein andermal, sonst endet dieser Eintrag nie!

Ein paar Bilder darf und will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten, also genießt die Aussichten! 🙂

Gruppenbild mit den Freiburger Freiwilligen an der bezaubernden Lagune Tingo Marias

Gruppenbild mit den Freiburger Freiwilligen an der bezaubernden Lagune Tingo Marias

das Wasserfällchen welches wir inmitten dem Grün entdeckt haben

das Wasserfällchen welches wir inmitten dem Grün entdeckt haben

Die Oase Huacachina in der Wüste Ica's

Die Oase Huacachina in der Wüste Ica

 

Panetónes, chocolatadas und viel Sonne

Montag, 30. Dezember 2013 von Lena

Ich war schon drei Wochen vor Weihnachten nur am Weihnachten feiern!

Jede Gemeinde, jede Schule und einfach alles das irgendwie mit Kindern zu tun hat, plant vor Weihnachten eine „chocolatada“. Ich hatte bis zu meiner ersten auch überhaupt keine Ahnung was ich mir darunter vorstellen sollte, aber jetzt kann ich euch aufklären: eine chocolatada ist sowas wie ein Kinderfest. Es gibt Spiele und Tänze, dann taucht entweder ein Clown oder eine Weihnachtsfrau auf und spielt und tanzt noch mehr mit den Kindern. Zwischendurch werden immer mal wieder kleine Geschenke an die Gewinner der Spiele verteilt und zum Schluss beginnt die „hora loca“ („verrückte Stunde“) mit noch mehr Tanz 😀 Dann ham’s die Kinder endlich geschafft und reihen sich in die Schlange ein, um ihre heiße Schokolade, ein Stück panetón und Süßigkeiten und Geschenke zu bekommen.

Mich überrascht immer wieder der Zusammenhalt und die Solidarität unter den Menschen hier, vor allem vor und an Weihnachten steht alles unter dem Motto: Teilen wir das Wenige, das wir haben. Diese chocolatadas werden deshalb vor allem hier in der Gegend organisiert, damit auch die Kinder einen schönen Nachmittag erleben dürfen und ein kleines Weihnachtsgeschenk bekommen, die sonst nicht die Möglichkeit dazu haben. Und die Nachricht von einer chocolatada verbreitet sich wie ein Lauffeuer unter den Kindern, sodass am Ende immer dreimal so viele da waren, wie zu Beginn 😉

chocolatada in unserer capilla... mit clown! ;D

chocolatada in unserer capilla... mit Clown! ;D

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auch in der Bibliothek gabs für alle panetón... 🙂

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Geschenke, Bälle und gaaaaanz viele Süßigkeiten für die Yancana-Kinder 🙂

fleißig am panetón verteilen ;D

fleißig am panetón verteilen ;D

und wie man auf den Bildern ja schon sieht, ist endlich der Sommer in Lima angekommen! Vor drei Monaten hätte ich mir echt nie erträumen lassen, dass Lima mal frei von Nebel sein könnte, oder dass man gar mal blauen Himmel sieht 😉 Aaaaber – um die Weihnachtsstimmung so richtig in Schwung zu bringen – kam die Sonne doch noch rechtzeitig zum Vorschein.

Peruanisches Weihnachten wird übrigens so wie Silvester bei uns gefeiert 😉 am 24. stürmten alle kurz vor Mitternacht mit Feuerwerken auf die Straßen und dann ging das Geböllere los! Von meinem Dach aus hatte man aber eine unglaublich schöne Sicht über ein Teil von SJL. Nachdem die schönen bunten Lichter allmählich ausgingen, gab es Geschenke und noch mehr panetón und heiße Schokolade. Am nächsten Tag gab es dann Truthahn zum Mittagessen (der die ganze Woche über schon an jeder Straßenecke gekauft werden konnte, lebendig oder schon tot, je nach Geschmack). Mir gefällt diese Art von Weihnachten aber viel besser, weil es ist wirklich mehr wie ein Geburtstagsfest ist, so wie es sein sollte;)

¡FELIZ NAVIDAD! (Leider nur mit Wunderkerzen...)

Wenn auch etwas verspätet aber: ¡FELIZ NAVIDAD! (Leider nur mit Wunderkerzen...)

 

„No se ve bien sino con el corazón. Lo esencial es invisible a los ojos.“

Freitag, 22. November 2013 von Lena

Ich werde heute einfach nur mal ein paar neue Fotos von meinen letzten Wochen hochladen, es war nämlich richtig viel los in letzter Zeit! Also geniesst die Aussicht 😉

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"batalla de los dioses - nivel: ALFA" (Miguel, mein Gastbruder, hat mich nicht in Ruhe gelassen, bis ich das Foto von ihm und seinem besten Freund mit seinem Spruch noch mit hochgeladen hab 😀 Der links war der Übeltäter, lernt ihr ihn auch mal kennen 😉 )

D In Huancayo kommt man also genauso langsam nur vorran...

Und der Verkehr außerhalb Limas 😀 In Huancayo kommt man also genauso langsam nur voran...

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Der Verkehr im Zentrum der Hauptstadt... einfach ein Albtraum! 😀

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Meine zwei Lieblinge beim Rotkäppchen spielen! Sind sie nicht süß ? 🙂

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Taufe der Tochter von meiner lieben Freundin und Kollegin Edith:)

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hoher Besuch aus Deutschland! Der Bischof der Partnergemeinde in Freiburg hat unserer Gemeinde einen Besuch abgestattet und eine schöne Messe auf Deutsch gehalten (die stückchenweise übersetzt wurde, sonst hätte nur ich sie verstanden 😀 )

Einzug meiner Kiddies für die "olimpiadas especiales", die Paralympics in denen mehrere CEBE's (spezielle Klassen für Kinder mit Behinderungen) gegeneinander antraten ;D

Einzug meiner Kiddies für die "olimpiadas especiales", die Paralympics der verschiedenen CEBE's (Spezielle Schulen für Kinder mit Behinderungen) in meinem Viertel 🙂

¡todos son ganadores! Meine Bibliothekskinder haben beim Schachturnier der verschiedenen Bibliotheken meiner Gemeinde schön abgestaubt ;)

¡todos son ganadores! Alle sind Gewinner! Meine Bibliothekskinder haben beim Schachturnier der verschiedenen Bibliotheken meiner Gemeinde schön abgestaubt 😉

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"confirmación": 180 Jugendliche wollten gefirmt werden! Ich hatte nur so einen coolen Blick auf alle, weil ich eine Woche zuvor in den spontan gegründeten Chor aufgenommen wurde... Dementsprechend intensiv waren dann natürlich auch die Proben und als jedem von uns, fünf an der Zahl, auch noch ein Mikro in die Hand gedrückt wurde, war mein Schicksal besiegelt 😀

) Mein Gastbruder (2. von rechts) war auch immer dabei ;D

ein paar meiner Firmlinge! ich hab hin und wieder mal bei der Vorbereitung und dem "Firmunterricht" geholfen 🙂

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ein bisschen ausgehen mit meiner Perugefährtin Jasi und meiner lieben Freundin Karém:) Hier waren wir im parque de los aguas, bevor wir ein bisschen das peruanische Nachtleben (im "Bierhaus" ! 😀 ) kennen gelernt haben 🙂

Geburtstagsfeier im Yancana ;D

Die große Geburtstags-/Spiel-/Essensfeier im Yancana! An der eigentlichen, mit Talentshows der Kinder, etc., lag ich leider aufgrund einer nicht mehr ganz so guten Torte am Vortag im Bett 🙁

da trennen sich unsere Wege... meiner führte zum Glück den Berg hinunter ;D

da trennen sich unsere Wege... meiner führte zum Glück den Berg hinunter ;D So sieht es übrigens am Ende von Lima aus, die Menschen wandern so schnell nach Lima zu, dass die Infrastrultur einfach nicht mehr hinterherkommt... Wasser ist hier ein echtes Luxusgut und muss jeden Tag aufwändig angeschleppt werden.

erfolgreiche Wettstreiter ;D

erfolgreiche grüne Wettstreiter!

D aaaaber hier ist mein zweiter Arbeitsplatz als Hausi-/Nachhilfe,Spielgefährtin/,Streitschlichterin,...

Vorführeffekt: Wenn ich meine Kamera mitbringe, kommt niemand 😀 aaaaber hier ist mein zweiter Arbeitsplatz in der Bibliothek als Hausi-/Nachhilfe, Spielgefährtin, Streitschlichterin, und und und 🙂

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Taufe auf peruanisch! 😀 Den Paten wurde ein Schwein und Bier geschenkt. Letzteres wurde dann die ganze Nacht durch mit Tanz und Musik vernichtet 😉

 

Über die Brücke

Dienstag, 22. Oktober 2013 von Lena

Mir brennt es schon länger unter den Nägeln diesen Blogeintrag zu schreiben und jetzt kriegt ihr endlich mal ein paar ausführlichere Infos darüber, wie das Leben hier in Lima so ist.

Lima ist durch einen Fluss, den Rio Rimac, getrennt. Auf der „Bergseite“ des Flusses befindet sich mein Viertel, das riesige ärmere Viertel San Juan de Lurigancho, in dem ich wohne, arbeite und lebe. Auf der anderen, der „Meerseite“, sind all die noblen Reichenviertel, aber auch solche, die dem deutschen Durchschnittsstandard ähneln.

Mein Viertel verlasse ich eigentlich nur am Wochenende, um mal wieder ein bisschen mehr von dieser riesigen Stadt zu entdecken. Aber jedesmal bekomme ich aufs Neue wieder einen kleinen Kulturschock, denn ich habe mich mittlerweile so an die unfertigen Häuser, die Hüttchen in den „cerros“ (den Berghängen) und die ganzen Autos, die in Deutschland schon vor Jahren auf dem Schrottplatz gelandet wären, gewöhnt. Dann fährt man eine Stunde durch sein Viertel, überquert den Fluss und ist in einer vollkommen anderen Welt. Man sieht auf einmal Häuser, sowie Autos in einwandfreiem Zustand, die ganzen Straßenhunde begegnen einem so gut wie nicht mehr und man findet auch überall Mülleimer!;) Diese riesigen Unterschiede in einer einzigen Stadt schockieren mich immer wieder, denn die Einen fahren die teuersten Autos, während manche hier noch nicht mal fließend Wasser haben.

Ich als weiße Deutsche bin sowohl in meinem Viertel integriert, aber ich kann auch auf reicheren Festen und Veranstaltungen ohne Probleme einfach so auftauchen und werde sofort mit einbezogen. Die Peruaner jedoch leben nur auf ihrer eigenen Seite des Flusses. Als ich mit einer lieben Bekannten einmal von Miraflores, dem so ziemlich schickstem Viertel hier in Lima, wieder über die Brücke heimgefahren bin, meinte sie gleich: Willkommen zurück in der Realität. Als ich jedoch auf dem peruanischen Oktoberfest gefragt wurde, wo ich denn wohnen würde, folgten auf meine Antwort nur ungläubige und entsetzte Gesichter. Wie wir das denn aushalten würden, ob das nicht viel zu gefährlich wäre… Diese Peruaner haben außer Gerüchten, Geschichten und den Nachrichten noch nie was von dem „anderen“ Lima gesehen und wollen glaube ich auch gar nicht wissen, wie es hier wirklich ist.

Für mich jedoch ist mein SJL schon ein Stückchen Heimat geworden, auch wenn es manchmal noch verdammt schwierig ist, mit den Straßenhunden (die auch mal tot an der Straße zwischen Müllsäckbergen liegen oder tote Katzen mitten auf dem Weg auffressen), der überhaupt nicht menschen-/natur-/tier-/umweltfreundlichen Müllentsorgung und den sehr einfachen Verhältnissen und Behausungen in denen hier viele leben müssen, fertig zu werden. Dafür sind die Menschen einfach so hilfsbereit, gastfreundlich, offen und warmherzig, wie ich es in Deutschland selten gesehen habe! Unter diesen Menschen kann man gar nicht anders als sich wohl und heimisch zu fühlen 😉

 

Ab in die unbekannten Höhen Perus

Montag, 14. Oktober 2013 von Lena

Da in Peru der 8. Oktober ein Feiertag ist, habe ich mein verlängertes Wochenende gleich mal genutzt, um „Annie“, so wie die Peruaner gerne meine Mitfreiwillige Anne nennen, in Huancayo zu besuchen!

Nach 7 Stunden anstrengender Fahrt bin ich morgens endlich in den Anden angekommen und durfte gleich eine Stunde später Anne in ihr Projekt begleiten. So konnte ich auch ihre Arbeit ein bisschen kennen lernen und merkte auch gleich, dass Rumtoben wegen der ungewohnten Höhe anstrengender ist als gedacht 😀

Anne zeigte mir Nahuinpuquio (Quechua:  „Auge des Wassers“). Das ist ein kleines Dörfchen mit einer schönen Lagune, daneben auf einem Berg gibt´s Ruinen, zu denen jedoch nur eine riesige Treppe mit gefühlten 300.000 Stufen führte!, und eine großartige Aussicht auf Huancayo und die umliegenden Felder und Wiesen. Huancayo ist in ganz Peru für seine große „feria“ beliebt, das ist ein wunderschöner Markt, auf dem man wirklich alles kaufen kann. Von Früchten über Kunsthandwerk bis hin zu Flachbildfernsehern gibt es echt alles 😀 Als wir dort waren, bekamen wir auch gleich mal eine der wenigen Eisenbahnen in Peru zu sehen, die durch Huancayo und die feria durchfuhr, natürlich vollbesetzt mit Touris;)

Mein Lieblingsbuch (der Peru-Reiseführer) meinte auch, dass man unbedingt Torre Torre gesehen haben muss, wenn man sich in Huancayo aufhält. Also sind wir mit Annes peruanischer Familie an meinem vorletzten Tag losgezogen und haben die beeindruckenden roten Felsformationen besucht. Sie waren einfach wundertoll und sind nun mein persönliches kleines Machu Picchu 😉

Ich habe in den Tagen nach 2 Monaten Hauptstadtstress endlich mal menschenleere und unbebaute, vor allem GRÜNE Natur gesehen. Das war echt eine sehr wohltuende Erfahrung für mich, da Lima naturtechnisch gesehen ausser Staub und Nebel leider nicht soo viel zu bieten hat!

auf 4500 Meter faengt es dann auch mal in Peru an zu schneien ;)

Bei der Rückfahrt auf 4.500 Metern fängt es dann auch mal in Peru an zu schneien 😉

Ausflug in die Natur - Nahuinpuquio ist Quechua und bedeutet so viel wie "Auge des Wassers"

Ausflug in die Natur

das tolle Torre Torre und wir zwei Touris ;)

das tolle Torre Torre und wir zwei Touris 😉

 

Perú, die limeños und ich

Donnerstag, 19. September 2013 von Lena

Sodele, ich meld mich auch mal wieder 🙂 Und ich muss sagen, die limeños (so werden die Bewohner Limas genannt) gefallen mir immer besser ! 😉

Zum Einen lieben sie ihr peruanisches Essen. Das zeigt sich auch auf einer riesigen Messe, der Mistura, denn dort werden Köstlichkeiten aus allen Regionen Perus angeboten und nur die besten Restaurants bekommen einen Stand. Ich konnte mir das natürlich nicht entgehen lassen und hab mir dort auch den Bauch vollgeschlagen und ich muss ehrlich sagen: Die Peruaner haben jedes Recht dazu stolz auf ihre kulinarische Vielfalt zu sein, das Essen hier ist einfach wundertoll! 🙂

ein typischer Stand auf der Mistura mit andinem Essen, dem Qapchi

ein typischer Stand auf der Mistura mit andinem Essen, dem Qapchi

eine "kleine" Auswahl an peruanischen Kartoffeln, den papas

eine kleine Auswahl an "papas" (Kartoffeln)

die Mistura ist echt ein Riesenereignis hier!

Die Mistura ist echt ein Riesenereignis hier!

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wie im Schlaraffenland... die Schokoabteilung:)

das "cuy" - auch typisch peruanisch! Und schmeckt gar nicht mal schlecht...

Das "cuy" (Meerschweinchen): auch typisch peruanisch und schmeckt gar nicht mal schlecht... !

Ausserdem tanzen die limeños zu jedem Anlass.

Das Yancana hat auch eine eigene Tanzgruppe, wie so ziemlich jeder Verein hier, die dann auf den (kirchlichen) Festen auftreten und zeigen, wofür sie lange geprobt haben. Dazu kleiden sie sich in bunten, traditionnellen Kleidern, die gefallen mir auch richtig gut! Sogar auf der Mistura bin ich traditionellen Tanzgruppen aus den jeweiligen Regionen begegnet, das ist echt immer wieder schön anzusehen! 🙂

auch auf der Mistura wurde fleißig getanzt !

Auch auf der Mistura wurde fleißig getanzt!

Tanz zu Ehren der Santa Rosa

Nach der Prozession der Santa Rosa traten noch verschiedene Tanzgruppen auf!

Probe der Yancana- Tanzgruppe ;)

Probe der Yancana-Tanzgruppe 😉

Die pasacalles sind eine weitere Lieblingsbeschäftigung der Peruaner hier. Das sind ewig lange Umzüge oder Prozessionen wie sie hier an Karneval stattfinden. Sie finden bei größeren und wichtigen Veranstaltungen wie den Jahrestagen einer Gemeinde oder auch an Feiertagen statt. Ich durfte mit dem Yancana auch schon an zwei von ihnen teilnehmen!

Y muchas gracias a Edith y Anita para las fotos de la pasacalle! – Ein  Dankeschön an meine Kolleginnen für einige der Fotos 🙂

ein kleiner Teil der Prozession zu Ehren der Santa Rosa

ein kleiner Teil der Prozession zu Ehren der Santa Rosa

wir- das Team vom Yancana- auf einer pasacalle

wir- das Team vom Yancana- auf einer pasacalle

auch hier wird dauernd getanzt! Das Yancana Team in action ;)

Auch hier wird dauernd getanzt! Das Yancana Team in action 😉

Das Yancana Huasy ist auch mit von der Partie

Das Yancana Huasy ist auch mit von der Partie

 

Mein Projekt: Das Yancana Huasy

Donnerstag, 29. August 2013 von Lena

Hallöchen ihr da draußen, es ist mal an der Zeit etwas über meine Arbeit hier in Lima zu erzählen.

Ich habe im Yancana mittlerweile viele verschiedene Bereiche kennen gelernt, hier gibt’s echt viel zu entdecken! 😀

In der ersten Woche habe ich mit Anne zusammen Jefferson in der Schneiderei geholfen. Er schneidert Taschen, Geldbeutel, Mäppchen… die hier auch verkauft werden, aber hauptsächlich gehen die Produkte ins Ausland. Genauso wie die von den behinderten Jugendlichen in der Kartenwerkstatt hergestellten Karten. Hier habe ich auch schon ein bisschen mitgebastelt. 🙂

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Hier werden die kleinen Details zusammengefügt 😀

Dann gibt es noch die „Inclusión“: Zweimal in der Woche gehen die Lehrerinnen in verschiedene Schulen und betreuen das dort in den Unterricht integrierte, behinderte Kind und geben den Lehrern Tipps und Aufgaben für sie. Ich durfte eine Lehrerin begleiten um Fotos von ihr und ihrem Schützling zu machen und die Kleinen fahren echt total auf meine Kamera ab! Ich durfte keinen Raum verlassen, ohne von jedem mindestens ein Foto zu schießen. 😉

Ich mit der Klasse als wir das Mädchen ganz im Vordergrund besucht haben!

Ich mit der Klasse als wir das Mädchen ganz im Vordergrund besucht haben!

Die Hauptarbeit des Yancana besteht aber in der Rehabilitation. Dafür gibt es hier verschiedene kleine Klassen, die sich an die speziellen Bedürfnisse der Kinder angepasst haben, z.B. gibt es Sprachtherapie, Bewegungstherapie und so weiter. Hier wird auch sehr auf die Unterstützung der Eltern gebaut, die immer mit dabei sind. Sie werden genauso in die Therapie der Kinder mit eingebaut und es gibt „Hausaufgaben“, damit ihr Kind auch zu Hause richtig behandelt wird. Hier verbringe ich auch meine meiste Zeit und helfe den Eltern und Lehrern die Rasselbande ein bisschen unter Kontrolle zu halten und „entflohene“ Kinder wieder einzusammeln. ;D

Diesen Freitag war anlässlich des Tages des Kindes ein buntes Fest angesagt. Es gab einen Zauberer und Clown, verschiedene kleine Spiele mit Mama und Kind fanden statt und es wurde sehr viel getanzt! Hier tauten selbst die etwas schüchterneren Kinder auf und tanzten fröhlich in der Polonaise mit. Zum Abschluss gab es noch eine Konfettibombe und für jedes Kind eine kleine Überraschung und Torte. Es war wirklich ein sehr fröhlicher und lauter Nachmittag!

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Ich habe aber noch längst nicht alles was hier so passiert mitbekommen, die Aufgabenbereiche im Yancana sind echt vielseitig! Meine Arbeit ist so also immer sehr abwechslungsreich ;D

 

Ein paar farbige Eindrücke Limas

Freitag, 16. August 2013 von Lena

Hallöchen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, hier warten wirklich an jeder Ecke neue Eindrücke und Erfahrungen auf mich! Deshalb zeige ich euch einfach ein paar Fotos die ich in den ersten Tagen geschossen habe, so kann man das hier alles einfach am Besten zusammenfassen 🙂

Darf ich vorstellen: Das Lama Claudio! Er wohnt bei mir direkt um die Ecke und ist das Maskottchen des Sportplatzes.

Darf ich vorstellen: Das Lama Claudio! Er wohnt bei mir direkt um die Ecke und ist das Maskottchen des Sportplatzes.

Mein Dach

So, das ist der Ausblick von meinem Dach auf einen kleinen Teil von San Juan de Lurigancho.

Platz
Das ist der Platz direkt vor meinem Haus. Gestern waren hier überall noch Bäume und Pflanzen, aber sie planen hier innerhalb von 3 Monaten einen neuen, schönen und grünen Park hinzubauen. Mal schauen, wie das hier so funktioniert 😉

Plaza de Armas

Der Plaza de Armas, der Hauptplatz im Zentrum von Lima.

Hier im Zentrum ist der Verkehr auch um einiges erträglicher als in meinem Viertel, denn dort fährt einfach jeder wie er Lust und Laune hat und wehe es wird nicht bei jeder noch so kleinen Nichtigkeit gehupt!

schneiden

Meine Haupttätigkeit momentan im Yancana: Jefferson beim Taschen, Beutel, etc. herstellen helfen! Mit Anne zusammen habe ich schon einen kompletten Tag verschiedene Dinge zurechtschneiden müssen. Morgen steht der gleiche Marathon nochmals an, aber wenigstens ist es in dem Raum nicht allzu kalt;)

straße


Zum Schluss noch eine Seitenstraße die zu Delias und Annes Haus führt. Hier ist verkehrsmäßig zum Glück auch weniger los 😉

(Ich hab das mit dem Bild einfügen noch nicht so drauf, entschuldigt, dass ihr den Kopf hier ein wenig nach rechts drehen müsst!)

Das waren ein paar erste Eindrücke von meinem Leben hier in Peru, man wird bestimmt bald wieder von mir hören!