Highlights der letzten drei Monate!

Donnerstag, 01. Mai 2014 von Karoline

Eine Sache hier, an der ich wirklich merke, dass ich in Afrika bin, ist meine fast nicht vorhandene Internetverbindung, durch die ich in den letzten Monaten nicht wirklich in der Lage war, meinen Blog auf dem neusten Stand zu halten. Nun möchte ich das aber nachholen und die Highlights der letzten drei Monate präsentieren:

Die Arbeit macht mir nach wie vor einen Riesenspass und ich geniesse es sehr, Zeit mit den Kindern zu verbringen. Ein besonders schönes Erlebnis war dabei eine Woche, in der die Kinder Ferien hatten und in der eine andere Freiwillige aus Holland und ich viele Aktivitäten mit den Kindern unternommen haben. Es gab ein Kinonachmittag, einen Tag, an dem wir gebastelt haben, einen Sporttag, eine Schnitzeljagd und zu guter Letzt eine Disco am Ende der Woche. Alle Kinder und besonders wir selber hatten einen Riesenspass an der Woche.

Im Heim hat sich ein Problem ergeben, da alle Kinder, die älter als 21 Jahre alt sind, nicht mehr in die Sizanani-Schule gehen dürfen. Wir versuchen also nun fieberhaft, Jobs für die Jungs zu finden, damit ihnen nicht zu langweilig ist, was häufig allerdings schwierig ist, da sie körperlich so beeinträchtigt sind, dass häufig nichts zu tun für sie da ist. So kommt es häufig vor, dass ich versuche möglichst schnell meine Arbeit zu verrichten und dabei von ungefähr fünf Jungs im Rollstuhl verfolgt werde, die mir versuchen zu helfen, was aber meistens in einem riesigem Chaos endet.

Im Moment leben wir in der Wohnung mit acht Mädchen, wobei ich die einzige Deutsche bin und der Rest Holländerinnen sind. Wir haben immer einen grossen Spass und da wir zusammen ein Auto gemietet haben und wir so mittlerweile mobil sind und häufig Ausflüge nach Johannesburg oder Pretoria machen.

Im letzten Monat sind meine Eltern und meine Schwester zu Besuch gekommen, was sehr schön war. Wir haben auf unserer Reise viele faszinierende Gegenden von Südafrika gesehen, die mich sehr fasziniert haben, wobei mich besonders der Nationalpark um das Golden Gate mitgerissen hat.

Ich versuche in den nächsten Tagen diese ganzen Eindrücke noch einmal mit Fotos zu untermalen und ausführlicher zu berichten!

Liebe Grüsse

Karoline

 

Urlaubsstimmung und Weihnachten in Südafrika!

Sonntag, 26. Januar 2014 von Karoline

Mein Plan für das letzte Wochenende sah eigentlich vor, einen langen Blogeintrag über meine erste Reise durch Südafrika zu machen. Leider hat mir das Internet ein Strich durch die Rechnung gemacht und jetzt, wo ich endlich in meinem Blog hineinkomme, sehe ich, dass meine ,,Kollegin“ und Reisebegleitung Johanna schon einen langen Bericht über unsere Reise unter ihrem Namen gemacht hat. Diesen Beitrag findet an unter folgendem Link:   http://blog.sternsinger.de/category/freiwillige/reichelt-suedafrika/

Da sie alles so ausführlich hier erzählt hat, wird es für mich eigentlich unötig mehr zu berichten.  Einige Fotos, der wirklich so unglaublich faszinierenden und wunderschönen Landschaft kann ich aber wirklich keinem vorbehalten!

The Cape of Good Hope!

The Cape of Good Hope!

An der Küste von Hermanus...einfach nur wunderschön!

An der Küste von Hermanus...einfach nur wunderschön!

Die Küste von Aniston!

Die Küste von Aniston!

Weihnachten in Südafrika

Mein Weihnachtsfest in Südafrika war super schön, wenn auch wirklich anders als zu Hause. Dennoch hatte ich eigentlich garkein Heimweh, weil ich die ganze Zeit beschäftig war. An Heilig Abend war ich bei einer deutschen Schwester, Elisabeth Schilling, zum Essen eingeladen und habe den ganzen Tag damit verbracht, ihr bei den Vorbereitungen zu helfen. Als das geschehen war sind wir zusamemn in ein anderes Kinderheim auf dem Gelände neben Sizanani gefahren, dass von Ordensschwestern aus Sambia geleitet wird. Hier wurden zusammen Weihnachtslieder gesungen und vorallem die Gesänge von den Kindern waren super süß.

Die Kinder stehen umd die Krippe herum und singen Weihnachtslieder!

Die Kinder stehen umd die Krippe herum und singen Weihnachtslieder!

Danach ging es wieder zurück nach Sizanani und dann auch sofort wieder los um gemeinsam die Messe in Bronkhorstspruit zu besuchen. Diese Messe war wirklich schön, da sie von einem deutschen Priester gehalten wurde und für mich schon fast wie die übliche Messe zu Hause an Weihnachten war. Wieder zurück in Sizanani ging es sofort zu Elisabeths Haus, wo es eine kalte Platte zum essen gab. Eine super Überaschung war für mich, dass Elisabeth es geschafft hat irgendwo in Südafrika Lebkuchen und Spekulazius aufzutreiben….super lecker! Danach war der super schöne und ruhige Abend auch schon vorbei. Einen solchen ruhigen Abend habe ich auch wirklich gebraucht, denn ich wusste ja noch nicht, was mir an dem Tag danach bevorstand. Meine Mitbewohnerinn Sarah hat mich dazu eingeladen zusammen mit ihr und ihrer Familie Weihnachten zu feiern. Eine Lektion die ich lernen musste ist, dass Familie hier und in Deutschland wirklich anders definiert wird. Selbst Sarah kannte nur die Hälfte ihrer ,,Familie“ und nach einer Weile habe ich verstanden, dass alle Anwesenden Kongolesen waren und das diese Gemeinschaft in Südafrika fest zusammenhält und sich als eine Familie versteht. Ein bisschen merkwürdig war für mich das Gefühl die einzige Weiße zu sein, was aber garnicht schlimm war, da alle Mensche wirklich super nett zu mir waren.

Ich und Sarahs Familie!

Ich und Sarahs Familie!

Sarah hat jetzt einen neuen Job in Johannesburg gefunden und auch wenn unser zusammen leben häufig nicht ganz stressfrei war, vermisse ich sie jetzt schon! Zum Glück habe ich am Mittwoch eine neue Mitbewohnerinn aus Ungarn bekommen und in den nächsten Wochen werden hier eine Menge Holländerinnen einfallen!

Sarah hat jetzt einen neuen Job in Johannesburg gefunden und auch wenn unser zusammen leben häufig nicht ganz stressfrei war, vermisse ich sie jetzt schon! Zum Glück habe ich am Mittwoch eine neue Mitbewohnerinn aus Ungarn bekommen und in den nächsten Wochen werden hier eine Menge Holländerinnen einfallen!

Back in Sizanani

Nun bin ich schon seit zwei Wochen zurück in Sizanani und ich muss sagen, dass ich mich wirklich gefreut habe wieder zurück zu sein. Sizanani ist so ein wunderschöner Ort, dass ich mich hier eigentlich fast an jedem einzeldem Wochenende wie im Urlaub fühle. Ein bisschen Schade ist, dass die Pools hier auf dem Gelände immer noch nicht gereinigt sind, was aber hoffentlich in den nächsten Wochen passiert!

Diese riesigen drei Kreuze stehen vor der Kirche und es sieht je nach dem Lichteinfall wirklich wunderschön aus!

Diese riesigen drei Kreuze stehen vor der Kirche und es sieht je nach dem Lichteinfall wirklich wunderschön aus!

 

Goodbye Tata Madiba!

Samstag, 07. Dezember 2013 von Karoline

Wie der Zufall es so wollte, war ich am Donnerstag Abend mit meinen Mitbewohnerinnen im Kino. Wir haben uns die Verfilmung von Nelson Mandelas Autobiografie ,,A long walk to freedom“ angeguckt. Auf der Autofahrt zurück (das nächste Kino liegt in Pretoria), waren wir alle sehr fasziniert von dem Film und haben lange darüber gesprochen, wie beeindruckend und ergreifend dieser Mann ist. Als plötzlich durch das Radio die Meldung kam, dass Nelson Mandela tot ist, war erstmal Stille im Auto und wir konnten es kaum glauben. Ist Mandela wirklich gestorben, während wir uns sein Leben angeschaut haben? Das kann doch nicht sein! Aber doch, leider war es so! Wenn man gewusst hat, dass etwas besonderes passiert war, konnte man es auch deutlich an der Atmosphäre in Südafrika  spüren. Aus vielen Autos hingen Flaggen, und wie wir feststellen mussten, war das Telefonnetz so überlastet, dass man keinen Anruf mehr tätigen konnte. Auch das Internet hat nicht mehr funktioniert. Alle Menschen wollten gemeinsam die Trauer um ihren geliebten Tata Madiba teilen. Als wir dann nach Hause kamen, haben wir bis tief in die Nacht die Nachrichten verfolgt. Alle Sender haben nur von Mandela berichtet, was übrigens immer noch so ist. Am nächsten Morgen bin ich mit einem etwas unsicherem Gefühl zur Arbeit gegangen! Was erwartet mich? Wie werden die Mitarbeiter reagieren? Wird vielleicht die Weihnachtsfeier abgesagt, die für den morgigen Tag geplant ist?

Allerdings war nicht viel anders an diesem Tag, außer, dass ungefähr jeder Mensch in Sizanani ein Mandela T-shirt anhatte (ich natürlich auch!), und dass den ganzen Tag über immer wieder Lieder zu Ehren von Nelson Mandela angestimmt wurden. Diese afrikanischen Gesänge finde ich so ergreifend, dass ich immer eine Gänsehaut bekommen, wenn die Mitarbeiter und Kinder anfangen zu singen.

Man muss sagen, dass sich die Trauer in Südafrika in Grenzen hält. Viele Südafrikaner sind, glaube ich, sehr erleichtert, dass ihr geliebter ,,Tata“ nun nicht mehr leiden muss. Man kann die Stimmung hier wirklich nicht als Trauer bezeichnen, sondern eher als eine Feier der unendlichen Dankbarkeit, welche die Menschen hier für Nelson Mandela verspüren. Sie feiern sein Leben und von überall hört man, dass nun alle gemeinsam versuchen müssen, sein Lebenswerk aufrecht zu erhalten.

„Wir werden eine Gesellschaft errichten, in der alle Südafrikaner, Schwarze und Weiße, aufrecht gehen können, ohne Angst in ihren Herzen, in der Gewissheit ihres unveräußerlichen Rechtes der Menschenwürde, eine ‚Regenbogennation‘ im Frieden mit sich selbst und mit der ganzen Welt.“

 

Vieles ist anders!

Mittwoch, 20. November 2013 von Karoline

Seit einigen Wochen habe ich neue Mitbewohnerinnen. Es sind vier Studentinnen aus Amsterdam, die ihre Bachelor-Arbeit über das Projekt und die Kinder schreiben und zu diesem Zwecke sechs Wochen Untersuchungen hier vor Ort machen. Es ist super schön Gesellschaft zu haben und endlich habe ich mal die Gelegenheit wirklich aus dem Projekt herauszukommen, da wir uns für zwei Wochen ein Auto gemietet haben.

Hier sind wir in einem Löwenpark in Johannesburg!

Hier sind wir in einem Löwenpark in Johannesburg!

Durch meine neuen Mitbewohnerinnen ist mir aufgefallen, dass viele Dinge, die für sie neu und verwunderlich sind, für mich schon zur Normalität geworden sind.

Supermärkte sind riesig hier. Man kann von Dr. Oetker bis zu deutschen Salzstangen  wirklich  alles kaufen. Manchmal ist man von dem Warenangebot so überfordert, dass man sich wirklich fragen kann, wer braucht das ganze Zeug?  In meiner wirklich kleinen Stadt, gibt es alleine sieben riesige Supermärkte, was allerdings daran liegen kann, dass hier in der Umgebung eine Menge Townships liegen und niemand wirklich einschätzen kann, wie viele Menschen hier wirklich leben.

Liquor-Stores. Alkohol wird nicht in den Supermärkten verkauft, sondern in Getränkemärkten neben den Supermärkten. Noch verwunderlicher als die Größe der Supermärkte finde ich eingentlich die Größe von den Alkohlgeschäften, aber auf Nachfrage wurde mir nur gesagt, dass eine Menge Alkohol zu der Kultur dazugehört.

Verkehr. Durch die Weltmeisterschaft hat sich die Infrastruktur in Südafrika enorm verbessert. Es wurden neue Autobahnen gebaut, die zum Start der WM zwar noch nicht fertig waren, von denen die Menschen aber jetzt profitieren können. Um die Autobahn zu benutzen, muss man eine Maut bezahlen, die mit 27 Rand (2 Euro), die Autobahn zu einem für viele Südafrikaner unmöglich benutzbaren Verkehrsweg macht. An Kreuzungen gibt es kein Rechts vor Links, sondern die Regelung ,,First comes, first goes“, das heißt, dass derjenige, der an der Kreuzung zuerst zum Halten gekommen ist, als Erster fahren darf. Am Anfang ist das etwas irritierend, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Öffentliche Verkehrsmittel gibt es für mich nicht. Zwar fahren Minitaxen und Busse, aber als Weiße wird einem strengstens davon abgeraten, diese zu benutzen, was mich natürlich sehr in meiner Bewegung einschränkt, da ich im Moment noch kein Auto fahren darf. Allerdings ist die einzige Möglichkeit aus Sizanani herauszukommen ein Auto!

Shoppen. Es gibt keine Fußgängerzonen oder ähnliches, wenn man in Südafrika Bummeln möchte, muss man in ein Einkaufszentrum fahren. Diese sind riesig und auch wirklich gut bestückt. Allerdings ist das nächste Center von mir aus in Pretoria und damit ungefähr 50 Minuten Autofahrt entfernt.

Gewitter. Ich würde niemandem empfehlen, der in irgendeiner Weise Angst vor Gewittern hat, nach Südafrika zu kommen. Gerade im Sommer fängt es gegen Abend fast immer an zu stürmen und zu gewittern. Diese Gewitter sind so heftig, dass sie zur Folge haben, dass wir auch an vielen Abenden keinen Strom haben, also müssen wir uns immer beeilen, vor der Dämmerung zu kochen und alles zu erledigen, was in irgendeiner Weise Strom benötigt.

Geschwindigkeit gibt es in Südafrika nicht. Man muss auf ALLES warten. Gestern haben wir geschlagene 50 MInuten in der Post gewartet, weil der Postmann, diese Zeit benötigt hat um ganze sechs Briefe mit Briefmarken zu bestücken. Mir fällt es immer noch häufig schwer nach einer gewissen Zeit meine Ungeduld und auch meine Wut herunterzuschlucken.

Jobs. In Südafrika gibt es eine Menge Berufe, die man für recht sinnfrei halten kann, dabei aber vielen Menschen aus der Abeitslosigkeit helfen. Es gibt den ,,Benzin-in-den-Tank-Einfüller“, die ,,Tüten-im-Supermarkt-Packer“, die ,,Parkschein-in-den-Automaten-Schieber“ und die ,,Auf-dein-Auto-Aufpasser“.

Wasser. Das Leitungswasser in Südafrika ist so sauber, dass man es ohne Probleme trinken kann, was sehr angenehm ist. Sprudelwasser ist dagegen wirklich unglaublich teuer, man bezahlt fast 2 Euro pro Liter, was Sprudelwasser zu einem wirklichen Luxusgut macht.

HIV/Aids. In unserem Heim ist die Rate der Kinder, die von der Krankheit betroffen sind, zum Glück gering, was allerdings daran liegt, dass die Kombination aus HIV und einer schweren Behinderungen häufig nicht zu einem langen Überleben führt. Eine Sache, die mich sehr schockiert hat und auch immer noch häufig schockiert, ist, dass viele Menschen hier glauben, von Aids geheilt zu werden, wenn man mit sechs Jungfrauen schläft. Dieser Glaube macht erschreckend viele kleine Mädchen zu Opfer von Missbrauch. Dieser Hexenglauben geht so weit, dass einige Menschen glauben, geheilt zu werden, wenn man mit behinderten Menschen und am besten Jungfrauen schläft. Das Resultat aus dieser Überzeugung ist wirklich erschreckend und es ist manchmal wirklich schockierend, mit welcher Normalität Menschen hier mit der Vergewatigung von Kleinkindern umgehen.

Insekten sind überall und gerade Mücken machen mir das Leben schwer. Zum Glück ist Malaria hier kein Thema, aber die Anzahl meiner Mückenstiche ist wirklich unglaublich nervig. Insekten erreichen außerdem ungefähr die fünfache Größe von den Insekten in Deutschland, was es allerdings einfach macht sie zu finden.

Mode. Man muss sagen, der Modegeschmack hier unterscheidet sich sehr zu dem in Deutschland. In großen Städten sieht man zwar keinen Unterschied, aber hier auf dem Land muss ich mir manchmal wirklich ein Lachen verkneifen. Wenn man Abends in einen Pub geht, tragen Männer in der Regel Trainingshosen oder Hotpants und dazu Adiletten mit weißen Tennissocken. Die Frauen gehen nach der Regel: ,,Egal wie oder was, ich trage Größe XS“, was wirklich häufig zum Schreien aussieht.

Tanzen. Ich habe bis jetzt drei Arten des Ausgehens hier kennengelernt. Zum einen gibt es die typischen Clubs, in denen man einfach tanzt wie man lustig ist, es gibt den afrikanischen Weg des Tanzens, der für mich unmöglich nachzumachen ist, obwohl ich es wirkich gerne können würde und eine Tanzart, die glaube ich typisch Bronkhorstspruit ist. Alles hier ist ein bisschen zurückgeblieben, so wird man als Mädchen richtig zum Tanzen aufgefordert, was ich davor wirklich noch nicht kannte. Leider mussten meine Mitbewohnerinnen und ich feststellen, das wir wirklich nicht so tanzen können und uns nur auf der Tanzfläche blamieren werden, also haben wir uns in eine Ecke gesetzt und dem bunten Treiben zugesehen.

Schuluniformen. In Südafrika gibt es Schuluniformen und sogar unsere Jungs, die zu Schule gehen, müssen sie tragen. Das Problem ist, dass keiner hier wirklich diese Uniformen bezahlen kann, da sie sehr teuer sind und die Kinder, die aus den Townships kommen um hier auf die Sonderschule zu gehen, häufig von ihren Elternt zu Hause behalten werden, da diese die Uniform nicht bezahlen können.

Im Moment steht hier alles auf den Vorbereitungen der Weihnachtsfeier, die schon am 6. Dezember stattfindet. Die Weihnachtsdekorationen wurden heute angebracht und ich muss sagen, dass sie zum größten Teil sehr geschmacklos sind. Kunstschnee, Lametta und Bling-Bling sind doch etwas zu viel für mich bei ungefähr 35 Grad, ein Weihnachtsgefühl kommt da gar nicht bei mir auf! Ich freu mich aber, dass ich morgen anfange, mit den Kindern ein Krippenspiel zu proben, wobei ich gar nicht einschätzen kann, inwieweit das möglich ist. Nur eines weiß ich mit Sicherheit: dass die Kinder immer für eine Überaschung gut sind.

 

Kontrastprogramm!

Donnerstag, 24. Oktober 2013 von Karoline

Am letzten Wochenende hatte ich eine große Abwechslung in meinem Sizanani Alltag.  In meinen ersten Wochen hier habe ich zusammen mit einem anderen Freiwilligen, Chris, gearbeitet. Nun hat mich seine Familie für das letzte Wochenende nach Pretoria eingeladen, wo ich dann von Donnerstag bis Sonntag war.

Auf der einen Seite war das Wochenende super schön und interessant, auf der anderen Seite hat es mich aber auch sehr nachdenklich gemacht.

Aber jetzt werde ich erst einmal von den schönen Seiten erzählen. Natürlich war es super interessant und schön durch Pretoria geführt zu werden. Besonders gut hat mir das ,,Union building“, der Regierungssitz von Südafrika, gefallen, da es ein sehr imposanter Bau ist.  Allerdings muss ich sagen, dass man nicht glauben würde, dass der Sitz der südafrikanischen Regierung so aussieht, da es durch seinen englischen Architekten sehr europäisch wirkt.

Der wunderschöne Garten des ,,Union builing" und die Aussicht auf Pretoria!

Der wunderschöne Garten des ,,Union builing"

Das Stadtbild von Pretoria ist wunderschön! Überall blühen Jacarandas, das sind Bäume, die von oben bis unten mit lila Blüten bedeckt sind. Wunderschön! Sie blühen nur von Oktober bis November, also kann ich mich glücklich schätzen das gesehen zu haben.

Besonders schön war für mich, dass ich durch Chris und John (Chris‘ Bruder) auch das südafrikanische Nachtleben etwas entdecken konnte. Dieses unterscheidet sich eigentlich gar nicht groß von dem deutschen Nachtleben, nur die Getränkepreise sind deutlich billiger, was natürlich super ist! 😉

Dennoch habe ich gerade in den Nächten die Erfahrungen gemacht, die mich sehr zum nachdenken gebracht haben. In den Clubs in denen wir waren, waren ausschließlich weiße Menschen und auf meine Frage, warum das denn so sei, wurde nur lachend geantwortet: ,,Die Schwarzen haben ihre eigenen Clubs, in denen nur Schwarze sind“.  Hier sieht man deutlich, das Rassismus und Rassentrennung in Südafrika noch ein großes Thema ist. Man muss aber sagen, das dieserr Rassismus keineswegs nur von weißen Menschen ausgeht, sondern ebenso von der anderen Seite kommt. Das merke ich auch deutlich hier im Projekt. Wir sind hier insgesammt drei weiße Frauen und wir werden wegen unserer Herkunft und Hautfarbe, automatisch etwas ausgeschlossen. Das ist etwas schwer zu verstehen, wenn man nicht selbst diese Spannung spürt, die wahrscheinlich noch die Nachwehen der Apartheit sind.

Eine Sache die mich auch irritiert hat ist, dass wirklich alle mit ihrem Auto zu den Clubs fahren. Als ich dann ein offensichtlich angetrunkenes Mädchen gefragt habe, ob sie denn jetzt noch Auto fahren würde und ob das nicht gefährlich sei, hat sie mir geantwortet, dass das mit Sicherheit gefährlich wäre, aber immer noch hundertmal sicherer, als zu Fuß nach Hause zu gehen. Wahrscheinlich hat sie damit Recht, aber diese Logik erklärt auch, warum Südafrika eins der Länder mit der höchsten Verkehrsunfallrate ist!

Hier im Projekt ist für mich Normalität eingekehrt und ich habe eigentlich gar nichts spezielles zu berichten. Ich genieße die Arbeit mit den Kindern sehr und es ist wirklich schön, dass einige der Kinder mitlerweile meinen Namen können und versuchen ihn zu sagen, was für einige, die kaum sprechen können wirklich nicht leicht ist. Ich höre jetzt aber auf ,,Krrr“ auf ,,Aro“ auf ,,Kkkk“ und auf jegliche Laute, die irgendwie mit meinem Namen zu tun haben könnten.

Schöne Grüße

Karoline

 

Drei Engel in weiß!

Donnerstag, 03. Oktober 2013 von Karoline

Am Sonntag habe ich die Taufe von Ntando, Kgotso und Edna besucht. Die drei Mädels wohnen im Group-Home in Ekangala und so wurde die Taufe direkt vor Ort im Township gefeiert. ,,Gefeiert“ ist wirklich das richtige Wort, um diese Zeremonie zu beschreiben. Es gab unglaublich viel Tanz, Gesang und Fröhlichkeit. So wurde mir, obwohl das Ganze 4,5 Stunden gedauert hat, nicht langweilig. Auch, wenn die Mädchen wohl nicht so viel davon mitbekommen haben, was mit ihnen geschah, kann man wirklich froh sein, dass sie nun getauft worden sind, da alle drei nicht in einem besonders guten gesundheitlichen Zustand sind. Ich hoffe, dass ich noch mehrere Taufen miterleben werde, da auch viele Kinder im Heim noch nicht getauft worden sind, was allerdings in Planung ist.

Vor einigen Tagen wurde in Südafrika der sogenannte Heritage-Day gefeiert. Hier gedenken die Südafrikaner ihren Wurzeln und ihren Traditionen. Auch in Sizanani wurde dieses Fest gefeiert. An dem besagten Tag wurde auf dem Gelände ein Schaf geschlachtet, um böse Geister auszutreiben. Danach gab es einen Marsch durch ganz Sizanani, wo an verschiedenen Stellen für den Beistand Gottes gebetet wurde. Der Tag ist ein gutes Beispiel dafür, wie gegensetzlich Südafrika manchmal ist und wie sehr es zwischen seinen sehr westlichen und dem doch noch sehr afrikanischen Charakter schwankt. Es war aber ein besonders schöner Tag und besonders als die singende Schar in den Flügel der sehr kleinen und kranken Kinder zog, sah man nur noch lächelnde Gesichter. Nach dem Umzug gab es dann ein kleines Fest im ,,Recreation Park“, der hier auf dem Gelände liegt. Hier wurden viele traditionelle Tänze aufgeführt und natürlich das vorher geschlachtete Schaf verzehrt.

Nklankla hatte besonderst viel Spass auf dem Fest. Er liebt das traditionelles Essen (Maisbrei mit Innereien), was ich persönlich etwas gewöhnungsbedürftig finde. Natürlich habe ich an dem Tag mein neues traditionelles Kleid angehabt und habe damit zumindest ein bisschen in die bunte Meute gepasst.

Nklankla hatte besonderst viel Spaß auf dem Fest. Er liebt das traditionelle Essen (Maisbrei mit Innereien), was ich persönlich etwas gewöhnungsbedürftig finde. Natürlich habe ich an dem Tag mein neues traditionelles Kleid angehabt und habe damit zumindest ein bisschen in die bunte Meute gepasst.

Sobald die Musik anfängt findet man Beki und Mpoh auf der Tanzfläche. Obwohl beide nicht die sichersten Läufer sind, sind sie begeisterte Tänzer!

Sobald die Musik anfängt, findet man Beki und Mpoh auf der Tanzfläche. Obwohl beide nicht die sichersten Läufer sind, sind sie begeisterte Tänzer!

Letzte Woche habe ich auch meine erste kleine Safari hier erlebt. Zwar war ich nur in einem kleinen Park bei mir um die Ecke, habe aber trotzdem einige Tiere zu Gesicht bekommen.

 

Schwieriger Tag-Schwere Gedanken

Samstag, 21. September 2013 von Karoline

Heute war ich den ganzen Tag in den Townships beschäftig. Wir haben dort zwei Kinder aus dem Heim für die Ferien in ihre Familien gebracht und haben Hausbesuche bei den Kindern aus den Daycares gemacht, um mehr über ihre Hintergründe und Problemsituationen zu erfahren, damit man jedem Kind individuell helfen kann. Außerdem haben wir den Kindern noch Pakete von Sponsoren vorbeigebracht, die Kleidung und Spielzeug beinhalten,  welche ich vorher zusammengestellt habe. Zu diesem Zwecke bin ich das erstenmal tiefer in die Townships hinein gekommen und war sehr geschockt, unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben müssen.

Natürlich war mir auch schon heute Morgen bewusst, dass es diese Form von Armut gibt und das viele Menschen in diesem Land unter Bedingungen leben müssen, die in unserer Kultur als menschenunwürdig angesehen werden. Dennoch hat es mich umgehauen und sehr nachdenklich gemacht dieses Geschehen, dass man normalerweise nur von Bildern kennt, und es immer sehr weit weg von sich ordnet so nah mitzuerleben. Vielleicht ist das Ganze auch sehr schwere Kost für mich, da ich mittlerweile die Kinder und ihre Geschichten schon ein bisschen kennengelernt habe. Natürlich war der Tag nicht nur schlecht. Es war super schön,  die Freude in den Gesichtern der Kinder zu sehen, als sie ihre Pakete bekommen haben. Aber auch hier war ich einmal sehr mitgenommen: Als ein 12-jähriger Junge sein Paket aufmachte, konnte er sich vor Freude garnicht mehr einkriegen, da er sein erstes eigenes Spielzeug (ein Auto) in der Hand hatte. Hier wurde mir wirklich klar, wie gut es mir geht und immer gegangen ist. Der Tag hat mir auf jeden Fall eine Menge Dinge zum Nachdenken und auch zum Hinterfragen gebracht und ich hoffe, dass ich die vielen neuen Eindrücke in den nächsten Tagen sortieren kann.

 

Bilder des ersten Monats

Freitag, 13. September 2013 von Karoline

Sizanani ist bunt!

Sizanani ist bunt! Die Marienfigur steht im Zentrum von Sizanani. Auch auf ihr sieht man die bunten Zeichnungen, die fast jedes Haus in Sizanani verzieren und es zu einem fröhlichen und bunten Dorf machen.

Das ist Thebo!

Thebo hat einen elektrischen Rollstuhl, den er mit dem linken Fuß steuert. Das gibt ihm die Freiheit, sich überall in Sizanani frei zu bewegen. Er kommt uns auch häufig in unserer Wohnung besuchen! Ob das an uns oder an den Süßigkeiten liegt, die er von uns bekommt, kann ich nicht beurteilen. Auf dem Foto hat Thebo gerade eine Urkunde bekommen, da er es im Nachmittagsunterricht, den die KInder zweimal die Woche zusätzlich zu dem normalen Schulbesuch bekommen, geschafft hat, bis 300 zu zählen.

Refilwe und Jojo!

Das sind Refilwe und Little Jojo (Joseph). Die beiden lieben es, wenn man ihnen Aufmerksamkeit schenkt, wobei beide da wirklich nicht zu kurz kommen, da sie so knuffig sind, das keiner ihrem Charme wiederstehen kann. Gestern Nacht hat Jojo uns einen riesigen Schrecken eingejagt, da es ihm nicht gut ging und wir uns schon darauf vorbereitet haben, ihn ins Krankenhaus zu fahren. Als wir heute Morgen allerdings in seine Schlafeinheit gekommen sind, haben wir einen lachenden Jojo vorgefunden, der darauf gewartet hat zur täglichen Therapie geschoben zu werden... Wir sind also mit dem Schrecken davon gekommen!

Aussicht aus der Küche!

Das ist die Aussicht aus meiner Küche. Der Sonnenuntergang hier faziniert mich jeden Tag wieder. Zum Einen, weil die Sonne sehr früh und innerhalb von nur zehn Minuten untergeht und zum Anderen, weil man das Gefühl hat, der Sonne hier viel näher zu sein. Man sieht nur einen riesigen, runden, roten Feuerball, der sich langsam nach unten bewegt. (Man kann die Bewegung wirklich beobachten!)

Meine Geheimwaffe gegen schlechte Laune!

Das ist meine Geheimwaffe gegen schlechte Laune! Wenn mal etwas nicht so gut läuft und ich genervt bin gehe ich los und suche Beki. Beki wird einem immer mit einem riesigen Redeschwall (Zulu!) und seinem einmaligen Lächeln begrüßen. Obwohl Beki die dreißig schon seit lägerem überschritten hat, ist er einfach nicht davon abzuhalten, immer noch die Schule zu besuchen, da er es liebt, andere Menschen zu treffen und mit ihnen zu kommunizieren. (Ob sie ihn verstehen oder nicht!)

Kamughelos ,,Hundeblick" kann ich einfach nicht wiederstehen!

Kamughelo ist stark hyperaktiv. Daher habe ich beschlossen, ihn jeden Tag auf einen Spaziergang mitzunehmen, damit er sich richtig auspowern kann. Diesen Beschluss muss ich allerdings häufig mit Kratzern und Bisswunden an den Armen büßen. Kamu schafft es allerdings trotzdem jeden Tag wieder, mich mit diesem Blick dazu zu überreden, ihn mitzunehmen.

Hier kommt der Beweis, dass Kleider sortieren Spass machen kann. Als Maria (Eine andere Freiwillige) und ich diese Hose gefunden haben, konnten wir nicht anders als sie anzuprobieren und uns darüber zu amüsieren.

Hier kommt der Beweis, dass Kleider sortieren Spass machen kann. Als Maria (eine andere Freiwillige) und ich diese Hose gefunden haben, konnten wir nicht anders als sie anzuprobieren und uns darüber zu amüsieren.

 

Sanibonani!

Donnerstag, 29. August 2013 von Karoline

Das ist Zulu und heißt soviel wie: ,,Seid gegrüßt.“

Da mein letzter Artikel schon etwas länger her ist, gibt es wirklich viel zu erzählen!

Ich fange einfach mal damit an, meine Aufgaben hier zu schildern. Im Moment ist meine Hauptaufgabe eigentlich das Sortieren von Spenden. Das Heim kriegt Unmengen von Sachspenden, wie zum Beispiel Kleidung, die aber nur zum Teil für die Kinder geeignet ist. Bei manchen Spenden frange ich mich, was der Spender sich denn dabei gedacht hat (High-Heels für schwerbehinderte Kinder?). Außerdem ist vor kurzem aus einer Windel-Fabrik eine riesige Ladung von fehlerhaften Produkten eingetroffen, welche wir hier aber häufig noch gebrauchen können. Die Menge ist allerdings so gewaltig, dass ungelogen ein ganzer Saal voll von Windeln ist. Damit werde ich mich bestimmt auch noch in den nächsten Monaten beschäftigen müssen. Beim Sortieren der Windeln ist mir die super Idee gekommen, dass mein nächster Blogeintrag eigentlich ,,Das Schwimmen in einem Windelmeer“ heißen müsste.

Wenn ich mich mal nicht mehr mit dem Sortieren von irgendwelchen Dingen beschäftigen kann, schnappe ich mir meistens eins von den Kindern und gehe mit ihm auf dem Gelände hier spazieren. Die Kinder lieben es, mal aus dem Heim rauszukommen und die Sonne geniessen zu können.

Letzten Sonntag haben wir mit den Kindern einen Ausflug zu einer spanischen Tanzshow gemacht und Johann war so begeistert, dass er sich aus seinem Rollstuhl geschwungen hat und versucht hat, zu den Tänzern auf die Bühne zu klettern, was mich wirklich zu Tode erschreckt hat! Dennoch war es super schön, die Begeisterung und die Freude der Kinder zu beobachten!

Gestern war ich bei der Chefin meines Projekts zum Essen eingeladen, was sehr nett war. Allerdings hat  meine Mentorin Martha mich gewalltig reingelegt, indem sie mir Fleisch zum probieren gegeben hat, was angeblich Rind sein sollte. Nachdem ich mir schon ordentlich nachgeholt hatte, stellte sich heraus, dass es zwar Rind war, aber leider die Zunge. Aber so bin ich um eine Erfahrung reicher!

Da in Südafrika im Moment Winter ist, wird es extrem früh dunkel, meistens schon um fünf Uhr nachmittags. Diese frühe Dunkelheit verschafft mir eine Menge Freizeit oder auch Langeweile, da es hier nicht empfelenswert für ein Mädchen ist, zu dieser Tageszeit draußen zu sein. Ich glaube aber, dass ich mich langsam an diesen neuen Tagesablauf gewöhnen kann, und habe mir vorgenommen, jeden Nachmittag eine halbe Stunde Zulu zu pauken! (Mal gucken ob ich das einhalten werde)

Salani kahle! Auf Wiedersehen!

 

Waka Waka! Ein herzlicher Empfang in Südafrika!

Freitag, 16. August 2013 von Karoline

Hallo! Dieser Artikel ist mein erstes Lebenszeichen, welches erst jetzt kommt, da es hier einige Schwierigkeiten mit dem Internet gab oder immer noch gibt. Aber ich bin sehr optimistisch, dass ich in Zukunft regelmäßig ein bisschen über mein Leben hier schreiben kann.

Ich fange mal damit an, meine Lebensumstände hier zu schildern!

Ich wohne in einer WG, die direkt neben dem Heim liegt, was sehr praktisch ist. Momentan wohnen wir hier mit fünf Mädels zusammen. Da wir sehr multikuluturell sind (England, Kongo und Deutschland) geht es bei gemeinsamen Abenden stets laut und lustig zu!

Das Heim, in dem ich arbeite, gliedert sich in drei Wohngruppen. In jeder dieser Wohngruppen wohnen ungefähr zwanzig schwer und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche. In den ersten zwei Tagen war ich ein bisschen von der Schwere der Behinderungen geschockt. Nun ist es aber besser geworden, da ich schon fast alle Namen von den Kindern kann (was gar nicht so einfach ist bei 60 für mich völlig fremden afrikanischen Namen) und täglich spüre, wie sehr sich die Kinder über meine Aufmerksamkeit und Hilfe freuen. Einen festen Aufgabenbereich habe ich noch nicht und bin momentan noch das ,,Mädchen für alles“. Ich werde in der nächsten Woche einige meiner vielseitigen Aufgaben hier schildern!

An das Heim angeschlossen ist  ein sogenanntes ,,Group Home“, in dem die Mädels leben, die ein bisschen fitter sind und beispielsweise selber im Haushalt mithelfen können.

Außerdem unterhält das Heim noch drei Kindertagesstätten in den umliegenden Townships. In diesen war ich schon zwei Mal, was ich sehr genossen habe, da es hier sehr lebendig zugeht. Der Grund dafür ist, dass die Kinder, die noch zu Hause leben, vergleichsweise nicht so schwer behindert  sind wie die, welche im Heim leben, und so sehr viel herum rennen und alle mit ihrer Energie anstecken.

Morgen werde ich mit einigen Mitarbeitern schon sehr früh nach Johannesburg fahren, wo der Rotary-Club eine Art Büchermarkt aufbaut, auf dem wir uns Bücher für die Kinder aussuchen und mitnehmen dürfen. Danach bin ich auf meinen ersten südafrikanischen Braii (Grillabend) eingeladen! Ich bin schon sehr gespannt!

Ich versuche in den nächsten Tagen einige Bilder hochzuladen, vielleicht kann man es sich dann alles etwas besser vorstellen!