Witchcraft – Hexenkunst

Donnerstag, 31. Juli 2014 von Jana

Hier in Malawi sagen die Leute es gibt Hexerei. Die Menschen sind fest davon überzeugt, dass es Hexen gibt und die sind in der Regel immer böse. Dieser Glaube an Hexen ist so tief verwurzelt, dass selbst Menschen, die sehr gut gebildet sind und vielleicht sogar mal in Europa gelebt haben sich nicht davon freisprechen können. Mein Kollege antwortete mir auf die Frage, ob er an Hexen glaubt: „ Ich bin in einer Kultur aufgewachsen, wo man an solche Dinge glaubt und ich habe zuviele Dinge gesehen, die sich nur schwer erklären lassen. Natürlich findet man Beweise für seinen Glauben, wenn man nur danach sucht. Ich glaube nicht, dass jeder Mensch eine Hexe ist, aber ich glaube das es Hexen gibt. Ich glaube aber auch, dass ich stärker bin als jede Hexe und ich mich darum nicht fürchten muss.“

Eine Hexe kann jeder sein. Sowohl Mann als Frau, sowohl Kind als auch Erwachsener. In meiner täglichen Arbeit habe ich viel mit solchen Problemen der Hexerei zu kämpfen. Viele unserer Straßenkinder sind von ihren Familien verstoßen worden, weil sie angeblich jemanden verhext haben sollen. (Häufig werden sie für die Krankheit oder dem Tod von Familienangehörigen oder Nachbarn verantwortlich gemacht). Diese Kinder verlieren ihr Zuhause und häufig jegliche Unterstützung ihrer Familien. Diese Kinder landen auf der Straße und wenn sie Glück haben bei uns im Straßenkinderzentrum.

Häufig versuchen Dorfbewohner diese Kinder zu vergiften oder zu verjagen. Diese Kinder haben häufig Albträume und ihnen fällt es schwer Menschen zuvertrauen. Auch sind sie verunsichert, ob sie tatsächlich für den Tod ihrer Verwandten verantwortlich sind.

Dieser starke Glaube an Hexenkraft ist mir sehr fremd und mir tut es in der Seele weh, dass soviele Kinder unter diesem Glauben leiden müssen.

Mich macht es aber glücklich, dass wir diesen Kindern in unserem Zentrum helfen können.

 

THANK YOU!

Samstag, 26. Juli 2014 von Johanna

Leider hatte ich keine Zeit, einen extra Blogeintrag zu meinem Mozambique-Urlaub zu schreiben. Daher hier nur kurz ein paar Bilder.

Schwimmen mit den Delfinen

Schwimmen mit den Delfinen

Warum ich eigentlich schreibe …

In ein paar Stunden fliege ich wieder zurück nach Deutschland und lasse somit ein Jahr Südafrika hinter mir.
In diesem Jahr habe ich so viele neue Erfahrungen sammeln dürfen, habe die verschiedensten Orte gesehen, bin über mich selbst hinausgewachsen, bin durch schöne und traurige Momente gegangen, habe gelacht und geweint.

Doch vor allem habe ich die besten und liebsten Menschen kennengelernt, die für immer einen Platz in meinem Herzen haben werden.

Es war nicht immer einfach doch mit Unterstützung, den richtigen Menschen, Kraft und Vertauen schafft man so einiges. 🙂
Mir fällt es nun sehr schwer, gehen zu müssen und all meine Freunde, das Projekt und die Kinder zu verabschieden. Doch auf der anderen Seite freue ich mich auch riesig auf all die lieben Leute in Deutschland, die mich ein ganzes Jahr über unterstützt haben.

An alle die, die mein Jahr zur besten Zeit in meinem Leben gemacht haben!

Thank you!

Dankie!

Ngiyabonga!

Enkosi!

„You will never be completely at home again because part of your heart will always be elsewhere. That is the price you pay for the richness of knowing people in more than one place.“

 

Mai, Juni und Juli

Dienstag, 22. Juli 2014 von Johanna

Hier nun ein paar Erzählungen aus meinen letzten Monaten Mai, Juni und Juli hier in Südafrika.

Durch das Zwischenseminar habe ich viele andere Freiwillige in meiner Umgebung kennengelernt, mit denen ich in den letzten Monaten einige Zeit zusammen verbracht habe. Unter anderem habe ich Max aus Soweto in seinem Schulprojekt in einem Township besucht und habe dazu noch eine kleine Tour durch sein Stadtviertel bekommen. Mit ein paar Freunden aus meinem Wohnheim war ich unter der Woche bei einer Musikshow „The Orbit“, die super viel Stimmung gebracht hat.

Ende Mai war ich beim Mentor der Freiwilligengruppe unseres Zwischenseminars zum Braai eingeladen. Es war ein sehr lustiger Abend und ich konnte mal wieder Deutsch von Auge zu Auge reden. Am nächsten Morgen sind wir alle zu „Arts on Main“, einem Afrikamarkt mit einer Vielzahl internationaler Gerichte und Johannesburgs Kunst- und Design-Neuheiten, gegangen. Dieser Markt hat so viele unterschiedliche kulinarische Sachen zu bieten und es tummeln sich jeden Sonntag aufs Neue die verschiedensten Menschen, um einfach nur eine entspannte Atmosphäre zu genießen.

Letztes Wochenende habe ich voll und ganz mit all meinen Freunden genossen und bin unter anderem mit einigen ins Stadion gegangen, um ein Rugby-Spiel zu gucken. Die WM habe ich natürlich auch vom anderen Ende der Welt eifrig mitverfolgt und habe so ziemlich jeden in einen Deutschland-Fan verwandelt. Wie man sieht, hat es sich ja am Ende auch gelohnt … Weltmeister ole, ole, ole!

Wie ihr lesen könnt, habe ich in den letzten Wochen jede freie Minute mit meinen Freunden verbracht und war dadurch immer sehr gut beschäftigt.

The Orbit - Musikshow

The Orbit - Musikshow

Arts on Main

Arts on Main

Rugby Spiel

Rugby Spiel

auch die Kinder waren super motivierte Deutschlandfans

auch die Kinder waren super motivierte Deutschlandfans

Das beste Finale mit den besten Freunden!

Das beste Finale mit den besten Freunden!

Im Projekt ist in der ganzen Zeit natürlich auch so einiges passiert, wodurch ich zahlreiche Aufgaben zu erledigen hatte. Durch einen Notfall musste eine Lehrerin für einen Monat zurück in ihre Heimat (Demokratische Republik Kongo) fliegen, wodurch wir im Projekt einen Lehrermangel hatten und ich jeden Tag für eine Stunde die „Remedial Class“ übernommen habe. Dadurch hatte ich auch mal wieder ein bisschen Abwechslung in meinem Tagesablauf und zudem mehr Zeit mit den Kindern. Allerdings war ich erleichtert, meine Lehrerrolle nach einem Monat wieder abgeben zu können, denn zu unterrichten ist wirklich kein Kinderspiel.

In dem gleichen Zeitraum musste die Leiterin des Projekts und gleichzeitig meine direkte Ansprechpartnerin für zwei Wochen in den Kongo, um formelle Dinge zu klären. Dies bedeutete viel Stress und Verantwortung für mich, da ich alleine die Stellung im Projekt übernehmen musste. Es war allerdings auch eine sehr besondere Ehre, dass sie mir dies zugetraut haben und mir die Verantwortung überlassen haben. Im Endeffekt hat auch alles super geklappt und ich habe die Erfahrung machen dürfen, wie es ist, alleine Entscheidungen zu fällen und alles selbst organisieren und regeln zu müssen.

An zwei verschiedenen Tagen hatten wir Personen vom Fernsehen von BBC und SABC zu Besuch, die kleine Reportagen über das Projekt gedreht haben. Für die Kinder war dies natürlich Aufregung pur und für uns hieß es jede Menge Organisation und Planung. Anfang Juli hatte ich nebenbei die Aufgabe ein Ferienprogramm für 50 Kinder zu gestalten. So habe ich mit den Kindern einen Ausflug ins Theater, einen Besuch in ein kinderfreundliches Museum der Naturwissenschaften und einen Sporttag veranstaltet. Diese Ausflüge waren einfach nur mit viel Freude verbunden, weil die Kinder aus dem normalen Schulalltag rauskommen konnten und zahlreiche neue Dinge erlebt haben.

Leider muss ich an dieser Stelle auch noch eine sehr erschreckende Geschichte loswerden. Eines unserer Kinder wurde im letzten Monat beim Einkaufen von drei Jugendlichen zusammengeschlagen, verprügelt und letztendlich ausgeraubt. Der Junge ist elf Jahre alt, hatte schlimme Verletzungen am ganzen Körper und lag für ca. zwei Stunden bewusstlos auf der Straße. Glücklicherweise wurde er dann von einem Passanten entdeckt und nach Hause gebracht. Doch als ob dies nicht schon genug wäre! Die Eltern sind mit ihrem Jungen sofort in die Klinik, da sein komplettes Gesicht entstellt war und er eine sehr besorgniserregende Schwellung am Kopf hatte. Die Klinik hat sie in das Johannesburger Krankenhaus weiter verwiesen, welches alle benötigten Instrumente zur Untersuchung hat. Man mag es kaum glauben, doch aufgrund ihres Flüchtlingsstatuses wollte man den Jungen nur gegen 350 Euro behandeln. Frechheit? Nein, das ist in meinen Augen einfach nur eine Verletzung der menschlichen Würde. Wie kann man als Arzt einen Patienten, der sichtlich Hilfe benötigt, aus Geldgründen nicht helfen wollen. Werden Ärzte nicht gerade deshalb als Engel in der Not beschrieben? Oder soll dies der Beweis dafür sein, dass Geld die Welt regiert und Menschlichkeit keine Wichtigkeit zugeschrieben wird?

Letztendlich bin ich mit dem Jungen zusammen in ein öffentliches Krankenhaus gegangen, in welchem ich den Jungen gegen eine kleine Gebühr registriert habe. Wahrscheinlich wäre dies ohne mich als weiße Person nicht möglich gewesen, weil der Junge sonst wieder abgewiesen worden wäre. Schlussendlich ist alles gut ausgegangen, der Junge hatte keine schlimmeren Verletzungen und ist nun wieder fit und munter. Zusammen mit der Schulärztin haben wir im Johannesburger Krankenhaus per Telefon nachgefragt, warum der Junge nicht behandelt wurde, haben regelrecht gestritten und versucht klar zu machen, dass dies ganz klar eine Handlung gegen die Würde ist. Alles jedoch ohne Erfolg. Letztendlich hätte der Junge wohl vor ihren Augen sterben können und sie hätten nichts unternommen. Ich muss schon zugeben, dass es einige Tage gebraucht hat, um diese Unmenschlichkeit und Verständnislosigkeit zu verarbeiten und es zerreißt mir immer noch das Herz. Zudem habe ich nun ein Horror vor öffentlichen Krankenhäusern in Südafrika. Um nicht zu sehr ins Detail zu gehen kann ich nur sagen, dass nicht jedes Zimmer Türen hat, man öfters mal Schreie hört und das ein oder andere Mal ungewollt Blut entdeckt.

Und nun noch zwei sehr schöne Nachrichten. Im August werden alle Kinder aus der 5. und 6. Klasse das erste Mal auf ein Schulcamp gehen können. Schon jetzt sind alle super aufgeregt und voll auf begeistert, nur ich werde leider nicht mehr dabei sein können. 🙁

Nach langer Planung, einigen Meetings und viel Engagement wird das Projekt am Ende des Jahres endlich um einen „library container“ – einen Bibliothekscontainer – reicher sein. Somit wird das Projekt eine richtige Bibliothek haben und im Büro wird mehr Platz geschaffen. Das Ganze wird von Standard Bank aus Südafrika gesponsert. Aber leider werde ich dies auch nicht mehr miterleben können. 🙁

Die Feier vom 125 Jährigen Bestehen der drei Maristen Schulen in Johannesburg

Die Feier vom 125 Jährigen Bestehen der drei Maristen-Schulen in Johannesburg

Johannesburg von oben

Johannesburg von oben

Ja auch hier in Südafrika kann es ganz schön kalt werden!

Ja auch hier in Südafrika kann es ganz schön kalt werden!

Hier nun endlich eine Karte mit all den Ländern aus denen unsere Kinder kommen.

Hier nun endlich eine Karte mit all den Ländern, aus denen unsere Kinder kommen.

 

Endspurt-Vorsätze

Freitag, 04. Juli 2014 von Susanne Zander

Fünf Wochen habe ich noch. Seit meine letzten drei Monate angebrochen sind, reiße ich jeden Tag einen Zentimeter von einem Metermaßband ab. Diesmal ist mir der Abschied viel präsenter, als vor einem Jahr in Deutschland. Da hab ich nur daran gedacht, dass man sich nach zwölf Monaten wiedersieht und hatte durch die ganze freie Zeit nach dem Abi gar keinen richtigen Alltag. Hier sieht das anders aus: Ich weiß nicht, wann ich meine Freunde, meine Gastfamilie, Kollegen und besonders die Kinder wiedersehe. Auch bin ich so in dem Alltag drin, dass es bestimmt ganz komisch wird, plötzlich damit aufzuhören.

Heute hatte ich auch zum letzten Mal meinen Deutschkurs, den ich jetzt auch schon über ein halbes Jahr mit der anderen Freiwilligen Franzi mache und jetzt ist das plötzlich vorbei.

Nächste Woche ist eine Woche Ferien – und ich hab gar keine Lust drauf! Ich würde viel lieber noch mit den Kindern spielen und was machen, als rumreisen.

Der ganz normale Piñata -Wahnsinn

Der ganz normale Piñata-Wahnsinn

Im Moment planen wir eine kleine Schönheits-OP für das Zentrum. Die Sektionen werden durch einfache Holzwände geteilt, die mir schon immer ein Dorn im Auge waren und endlich haben wir einen Malwettbewerb gestarten und werden nach den Ferien die besten Kunstwerke auf die Wände kritzeln. Darauf freue ich mich schon richtig!

Na ja, auf jeden Fall hab ich mir vorgenommen, meine letzten Wochen zu nutzen, um mich nochmal etwas um meinen Blog zu kümmern.

Ein Thema, das mich im Moment beschäftig, ist das Bildungssystem in Nicaragua. Im Zentrum helfen wir ja hauptsächlich den Kindern bei den Hausaufgaben und dabei bin ich manchmal schon fast verzweifelt. Nicht, weil die Aufgaben schwierig wären, nein, sondern einfach SINNLOS.

Eine ganz beliebte Art von Hausaufgaben sind zum Beispiel „Alben“. Die Kinder sollen dabei – je nach Fach- ein Heft mit verschiedenen abgeschriebenen Texten oder gemalten Bildern erstellen. Schön und gut, wenn die vorgegebene Menge an Texten/Bildern nicht so riesig wäre.

Beispiel 7. Klasse, Kunst und Musik: „Erstelle ein Album mit je fünf Songtexten von sechs Musikgenres.“

5. Klasse, Spanisch: „Album mit drei Fabeln, zwei Legenden, vier Märchen.“

oder, das Beste: 9. Klasse: „Male alle Früchte und Gemüsesorten Nicaraguas und schreibe zu jedem einen kurzen Text auf Englisch.“ (Dabei ist diese Aufgabe nicht aus dem Englischunterricht und das Mädchen kann kein Wort Englisch.)

Im Vordergrund steht noch nicht mal das Lernen, denn die Kinder schreiben ohne zu lesen ab und merken sich nichts von dem, was sie gerade kopieren. Eh ist „abschreiben“ eine Hausaufgabe, die sich durch alle Jahrgänge zieht. Schon die Erstklässler müssen Texte abschreiben, ohne lesen zu können, nur um ihre Schrift zu verbessern.

Manchmal bin ich echt genervt bei solchen Hausaufgaben, die den Kindern auch nicht beibringen selbständig zu arbeiten. Klar, dass man wenn man nur abschreibt, keine eigenen Sätze bilden kann. Deswegen wollen die Kinder auch, dass man ihnen alles diktiert, selbst wenn es um ihre Meinung geht.

Dabei finde ich schade, dass wir im Zentrum so wenig dagegen machen können, sondern nur das fehlende Wissen der Kinder durch Nachhilfe aufarbeiten. Denn wenn die Kinder ihre Hausaufgaben nicht haben, schicken ihre Eltern sie nicht zu uns. Wichtig ist anscheinend nur, was nachher auf dem Zeugnis steht, als das, was das Kind wirklich kann.

Sonst würde es ja wohl kaum Fälle wie Manuel geben. Manuel ist in der vierten Klasse und hat das Wissen eines gerade eingeschulten Erstklässlers. Er kann nur die Vokale, m und p lesen und kennt die Zahlen bis 10.

Er geht auf eine öffentliche Schule und ist mit 35 anderen Kindern in einer Klasse; die Lehrerin hat keine Zeit sich zu kümmern, bzw. möchte es nicht. Denn wenn ein Kind in der Gefahr ist, sitzen zu bleiben, muss die Lehrerin mit diesem die Ferien über arbeiten. Die Regel kommt aus der Bildungspolitik, die besagt, dass kein Kind der 1.-4. Klasse sitzen bleiben darf.

Umso wichtiger also das Zentrum, das den hilfsbedürftigen Kindern die Möglichkeit gibt, den Unterrichtsstoff zu wiederholen und nochmal alles zu erklären.

Saludos desde Juigalpa, Chontales!

PS: In Nicaragua hat mit etwas Verspätung die Regenzeit angefangen (hier sagen die Nicas dazu „Winter“). Kälter wird es nicht, meistens sogar richtig unangenehm schwül, bevor es regnet. Dafür verbrenne ich mir jetzt nicht mehr die Füße beim Fußball spielen … es gibt nichts besseres, als barfuß bolzend den Regen zu genießen!

 

Umweltbewusstsein

Dienstag, 01. Juli 2014 von Jana

Umweltschutz ist noch ein sehr neues Thema hier, aber nicht minder wichtig! Man würde glauben, dass in einer Kultur, in der die Menschen noch stark an Naturmedizin und „Bushdoctors“ glauben, die Natur noch geehrt wird. Leider nein.

Leider muss ich gestehen, dass man sich schon fast an den Anblick gewöhnt hat, aber jedes Mal wenn ich Touristen durch Lilongwe laufen sehe oder ich selbst Besuch bekam, wird mir wieder klar, wie schmutzig Lilongwe ist. Es gibt einen enormen Verbrauch an Plastiktüten. In den meisten Supermärkten sind Plastiktüten umsonst und man wird auch sehr komisch angeschaut, wenn man sagt, dass man um die eine Cola-Flasche die man gekauft hat, keine Plastiktüte haben möchte. Den Leuten ist nicht bewusst, dass Plastik Jahrtausende benötigt, um sich abzubauen und genauso wird damit umgegangen. Egal, ob es sich um eine Bananenschale oder um einen leeren Farbeimer handelt, Müll wird einfach vor die Haustüre geworfen. Ein Müllentsorgungssystem gibt es nicht und die übliche Müllentsorgung ist das Verbrennen am Abend. Das sorgt dafür, dass während wir in Deutschland recyceln und Mülltrennen was das Zeug hält, hier vom Bioabfall bis zu den alten Batterien alles im Vorgarten verbrannt wird – und das leider ohne Wahl. Kinder spielen im Müll und die Kleinen stecken leider auch einiges davon in den Mund. All dieser Müll sieht nicht nur unschön im Straßenbild aus, er verpestet auch die Böden – und das in einem Land, wo die Haupteinnahmequelle die Landwirtschaft ist.

Ich bin mir sicher, dass diese Verpestung einfach von Unwissenheit kommt. Es ist wichtig, dass ein Gespür entsteht und die Leute guten Ackerbau haben können und vor allem in einer sauberen Umgebung leben können.

Habt ihr Ideen, wie wir einen Weg daraus finden können?

 

Familienurlaub

Samstag, 21. Juni 2014 von Johanna

Nach einem guten Monat ohne irgendeinen Eintrag von mir, kommt hier der lang ersehnte Bericht vom Familienurlaub. Ich war wirklich ein bisschen faul, was das Schreiben angeht, aber zu meiner Verteidigung gingen die Universitätsbewerbungen nun mal vor.

Mitte April bis Mai hieß es für ca. 20 Tage: Familienurlaub! 🙂

Es war ein unbeschreiblich schöner Urlaub mit vielen unglaublichen Erinnerungen und dazu auch ganz anders.

Ich durfte meine Familie in mein neues Leben in Johannesburg mit hinein nehmen und habe ihnen daher auch keine freie Minute gegeben, denn sie mussten ja alles und jeden kennenlernen.
Hier, in meiner neuen Heimat, waren wir zusammen auf Afrikamärkten, in Pretoria und selbstverständlich in meinem Projekt bei den Kindern.

Anfangs waren die Kinder noch ein bisschen zurückhaltend, doch als ich ihnen erklärte, dass das meine Familie ist, haben sie wie selbstverständlich jeden umarmt. Danach haben wir noch ein bisschen auf der Wiese gespielt, bis es letztendlich zum Unterricht in die Klassen ging. Meine Familie durfte sogar ein buntes Programm zur Zeugnisausgabe miterleben, das von unseren Kids gestaltet wurde. Sie konnten mich bei meiner Arbeit erleben und haben dann selbst bei einigen Büroarbeiten mitgeholfen. Die Stunden in meinem Projekt haben ihnen – glaube ich – vor allem gezeigt, wie wichtig und hilfreich das Projekt hier vor Ort ist.

mit den Kindern auf der Wiese

mit den Kindern auf der Wiese

auf dem Markt

auf dem Markt

Union Buildings in Pretoria mit der Familie einer Lehrerin

Union Buildings in Pretoria mit der Familie einer Lehrerin

Interessant zu sehen war, wie meine gewohnte Umgebung für meine Familie etwas komplett Anormales war.
… Hohe mit Stacheldraht versehende Mauern, Armut und vor allem ein sehr chaotischer und hektischer Straßenverkehr mit unzähligen Minitaxis, der besonders für meinen Papa ein Spektakel war! …

Für mich war das Wichtigste, dass ich die Chance hatte, meiner Familie alle lieben Menschen, die mich hier in Südafrika begleiten und die ich neu gewonnen habe, vorzustellen. Und ich glaube, sie haben auch in der Kürze der Zeit alle meine Freunde bei Einladungen oder Veranstaltungen kennengelernt. Das war sicher das ein oder andere Mal ein bisschen anstrengend, aber so haben sie zumindest viele schöne Erinnerungen und die Herzlichkeit der Südafrikaner erfahren.

bei Jessicas Familie

bei Jessicas Familie

auf dem Neighbourgoods Market mit Freunden

auf dem Neighbourgoods Market mit Freunden

meine Gastfamilie bzw. mein Mentor und wir

meine Gastfamilie bzw. mein Mentor und wir

Nach den paar Tagen in Johannesburg ging es dann endlich zu unserer Rundtour durch Südafrika!

Das erste Ziel war Sabie, eine kleine Stadt im Nordosten am Blyde River Canyon, die umgeben von einer herrlich grünen Landschaft mit zahlreichen Wasserfällen ist. Dort war neben dem Erkunden der wunderschönen Natur einfach nur pure Erholung angesagt.


endlich wieder zusammen!!!

endlich wieder zusammen!!!

Three Rondavels

Three Rondavels

Auch hier nimmt der Herbst seine Farbe an!

Auch hier nimmt der Herbst seine Farbe an!

Danach ging es nach Durban an den Strand, die Meeresluft und großartigen Wellen genießen. Da Durban die Stadt mit der größten indischen Bevölkerungsgruppe außerhalb Indiens ist, haben wir auch gleich am ersten Tag eine indische Prozession mit indischen Spezialitäten miterleben dürfen. Zudem habe ich meiner Familie gezeigt, wie man sich in Südafrika preiswert mit den bekannten Minitaxis fortbewegt. Das war ein sehr lustiges Erlebnis, aber ich glaube, sie waren froh, sich nach dem chaotischen Fahrstil, abruptem Anhalten und Dauergehupe wieder frei auf der Straße zu bewegen! 🙂

Strandpromenade von Durban

Strandpromenade von Durban

indische Küche

indische Küche

Hindu Festival of Chariots

Hindu Festival of Chariots

Minitaxis ;)

Minitaxis 😉

Nächstes Ziel war Kapstadt, der Kontrast zu Johannesburg durch die europäischen Einflüsse. Highlights waren hier die Wanderung auf den Tafelberg, die ich bereits zum zweiten Mal lebend überstanden habe 😀 und eine Tour nach Robben Island (die Gefängnisinsel). Natürlich haben wir auch eine Tour zu den Pinguinen, zum Cape Point und zum Kap der Guten Hoffnung unternommen. Und hier das Ganze ein bisschen anschaulicher in Bildern! 🙂


Auf dem Weg nach oben!

Auf dem Weg nach oben!

Mit der Fähre nach Robben Island

Mit der Fähre nach Robben Island

Grüße aus 9575 km Entfernung

Grüße aus 9575 km Entfernung

Sonnenuntergang in Kapstadt

Sonnenuntergang in Kapstadt

Trotz der vielen schönen Eindrücke, darf man die Armut und das Leid nicht vergessen. Also nicht einfach wegschauen!!! Hier ein Township in Kapstadt.

Trotz der vielen schönen Eindrücke, darf man die Armut und das Leid nicht vergessen. Also nicht einfach wegschauen!!! Hier ein Township in Kapstadt.

)

gorgeous memories 🙂

Unsere letzten gemeinsamen Tage haben wir auf der Garden Route in Mossel Bay und Knysna verbracht. Außerdem haben wir Ausflüge nach Oudtshoorn in die Cango Caves, nach Plettenberg Bay, den unvergesslich wunderschönen Strand in Natural‘s Valley und zum Tsitsikamma Nature Reserve gemacht.

ohne Worte!

ohne Worte!

Tsitsikamma - Storms River Bridge

Tsitsikamma - Storms River Bridge

Plettenberg Bay

Plettenberg Bay

Zusammengefasst waren wir auf drei Inlandsflügen, haben ca. 3.000 km mit dem Auto zurückgelegt und ich hatte eine unvergessliche Zeit zusammen mit meiner Familie in meinem anderen Zuhause!

Ein ganz dickes fettes Danke an meine Familie!
Bis ganz bald! :*

 

Was ist Armut?

Sonntag, 01. Juni 2014 von Jana

„Ich bin in einem der am wenigsten entwickelten Ländern der Welt groß geworden, aber ich bin nicht arm. Für mich ist Armut eine einfache Entschuldigung für das Aufgeben meiner selbst“. Diesen Satz, den ein Freund zu mir sagte, fand ich sehr beeindrukt. Das Wort hat viel Einfluss auf uns. Ich habe während meiner Zeit hier in Malawi viele Leute getroffen, die mir gesagt haben „Weil ich arm bin, kann ich nicht…, aber du kannst, denn du bist reich.“ Natürlich sind finanzielle Notlagen niederschmetternd und demotivierend, aber sich nicht für seine Träume einzusetzen und wenigstens im kleinen etwas schaffen zuwollen, hat nichts mit arm oder reich zutun. Es ist die Gabe in seine eigenen Talente zu vertrauen und zu wissen wie man sie am besten einsetzt. Ich bewundere mehr den Jungen aus Malawi, der sich selbst aus Büchern und mit Hilfe seiner Begabung in Physik beigebracht hat ein Windrad zu bauen und nun seine Familie mit Strom versorgt (Buch: „Der Junge der den Wind einfing“), als den Menschen der zwar reich ist, aber trotzdem nichts aus seinen Talenten macht. Wie kann es sein, dass Gewalt, Suizid und Depression proportional zu dem Wohlergehen unseres Staates wächst, während in Malawi die ganze Hoffnung auf das liebe Geld gesetzt wird.  Wenn Geld wirklich glücklich macht, dann machen wir Deutschen irgendetwas falsch. Und wenn Armut einen Handlungsunfähig macht, dann kann ich mir nur schwer erklären, warum die malawische Bevölkerung auf die Straße geht, wenn bei ihren Wahlen betrogen wurde und warum ein kleiner Junge seine ganze Familie mit Strom versorgen konnte.
Geld regiert nur die Welt, solange es unsere Köpfe regiert. Solange wir daran glauben, dass „wir nicht können, weil wir arm sind.“ Das ist eine sehr schlechte Entschuldigung für ein mangelndes Einbringen seiner Gaben  in die Gesellschaft. Finde heraus wer du bist und was du kannst, keiner ist arm. Jeder hat seine Talente!

 

Ein Wochenende in Lima

Donnerstag, 29. Mai 2014 von Anne

Auf geht‘ s nach Lima!

Am Mittwochabend bin ich mit drei Kindern und einer Mitarbeiterin nach Lima gefahren. Der Bus an sich war eigentlich ganz gemütlich, aber richtig schlafen konnte ich dennoch nicht. Ständig hat der Bus laute Geräusche von sich gegeben und der Busfahrer ist so schnell um die Kurven gefahren, dass ich in meinem Sitz von einer Seite zur anderen Seite geflogen bin. Als wir dann wohlbehalten am Donnerstagmorgen um fünf hr in der Frühe in Lima angekommen sind, haben wir uns im Hostel noch einmal ins Bett gelegt und den Schlaf ein wenig nachgeholt. Direkt danach sind wir dann ins Kinderkrankenhaus gegangen, um den dreien Blut für die Untersuchungen abzunehmen und die Medikamente abzuholen. Im Krankenhaus ist es ein ständiges Hin- und Hergerenne zwischen Arzt, Arzthelferinnen, Apotheke, Versicherung, … das hat zu meinem Glück die Mitarbeiterin unternommen, sodass ich nur die Aufgabe hatte auf die drei kleinen Kinder aufzupassen. Den gesamten Nachmittag haben wir dann mit Schlafen, Ausruhen und noch ein wenig Abendbrot essen verbracht.

Am nächsten Tag sind wir wieder früh losgegangen, um nach Chaclaclayo zu fahren. Dort steht das Haus von San Camillo, in dem wir schon im Februar übernachtet hatten und das an diesem Wochenende eingeweiht weden sollte. Zu diesem Anlass haben die Jugendlichen der Casa de Acogida einen „carnaval jaujino“ (Karneval aus Jauja, der Hauptstadt der Region Junin) vorbereitet. Die Jugendlichen haben sich gemeinsam mit Padre Alfredo und einer weiteren Mitarbeiterin am Freitagnachmittag mit dem Kleinbus von San Camilo Huancayo auf den Weg gemacht. Dieser Bus ist schon 14 Jahre alt und bei unserer letzten Fahrt haben wir 13 1/2 Stunden für die Strecke von sieben Stunden gebraucht. So war es auch dieses Mal nicht so einfach:
Bis elf Uhr in der Nacht war alles noch in Ordnung. Wir wussten, dass sie in der nächsten Zeit ankommen würden. Um die Ankunftszeit genauer zu wissen, ruft Nelly noch einmal bei Padre Alfredo auf dem Handy an und bekommt zu hören: Die anderen sind gerade ausgestiegen und laufen, das Auto ist kaputt. Wir haben uns nur gedacht: Ahhhh! Laufen!!! Es ist stockdunkel, das ist eine Hauptstraße, die können doch nicht laufen. Wir also einen Fahrer von San Camilo angerufen und ihn dazu gebracht, die Jugendlichen abzuholen. Padre Alfredo und Nelly sind die gesamte Nacht den Berg von San Mateo bis nach Chaclaclayo hinuntergerollt und waren am Morgen um 6 Uhr angekommen.

Von der Einweihung der Casa habe ich nicht viel mitbekommen, weil ich Tische gedeckt habe und den jungen Frauen beim Anziehen der Kleider geholfen haben.Nach dem Tanz hatte ich auch noch die Gelegenheit eines der Kleider anzuziehen und wir konnten noch einige Fotos mit der „Miss Peru“ machen.(Die Fotos hierzu folgen. Das Internet ist gerade sehr langsam…)

Am Sonntag ging es dann für alle mit dem Reisebus zurück, weil der Kleinbus noch immer zur Reparatur ist.

PS: Vielleicht fragt ihr euch, warum ich keine Fotos der Kinder hochlade. Das liegt daran, dass die Identitäten der Kinder gewahrt und vor Mobbing und Diskriminierung geschützt werden sollen, daher ist es mir verboten Fotos der Kinder ins Internet zu stellen.

 

Fiesta, fiesta und noch mehr fiesta!

Mittwoch, 28. Mai 2014 von Lena

D

Nach dem Ostersonntagsgottesdienst gab es mal wieder Tänze, diesmal jedoch ist das alles in einer Wasser-Karotten-Kartoffel-Apfel-etc. Schlacht ausgeartet…. Diese Art Tanz nennt man hier dann ganz einfach carnaval 😀

Palmsonntag, der in meiner capilla jedoch schon Samstagabend gefeiert wurde, war auch ein Tag voller Feste! Zum einen gab es mal wieder eine kleine schöne Prozession um die Kirche herum, dann ging es direkt danach zu dem Geburtstag einer Freundin und beim Heimgehen wurde ich von einer sogenannten Yunsa* direkt vor meiner Haustüre aufgehalten, sodass ich da noch bis früh in den Morgen getanzt habe.

Palmsonntag, der in meiner capilla jedoch schon Samstagabend gefeiert wurde, war auch ein Tag voller Feste! Zum einen gab es mal wieder eine kleine schöne Prozession um die Kirche herum, dann ging es direkt danach zu dem Geburtstag einer Freundin und beim Heimgehen wurde ich von einer sogenannten Yunsa* direkt vor meiner Haustüre aufgehalten, sodass ich da noch bis früh in den Morgen getanzt habe.

Ich glaube ich habe einiges nachzuholen, die letzten Monate gingen so schnell rum und es ist so viel passiert, dass ich, einfach nicht dazu gekommen bin, euch auf dem Laufenden zu halten! Das wird jetzt aber nachgeholt. 😉

Im Yancana wird Langeweile vergeblich gesucht! Es ist einfach immer was zu tun, die Kiddies halten mich echt in Form. 😉 Ich durfte auch ein paar Male mit auf Hausbesuche gehen, sehen wie die Kinder ihre Zeit außerhalb des CEBE’s (=Förderschule für Kinder mit Behinderungen) erleben, wo sie wohnen und was sie in der Freizeit machen. Neben dem normalen Arbeitsalltag stand aber auch haufenweise Feste vorbereiten auf dem Plan! Ostern, Tag der Arbeit und Muttertag, alles wollte gebührend gefeiert werden und so kam ich aus den Chorproben und Geschenke basteln gar nicht mehr raus, aber ich habe diese Zeit der fiestas in vollen Zügen genossen! 🙂

Karfreitag bei Sonnenaufgang bin ich mit meiner Familie auf den cerro San Cristobal, den bekanntesten und höchsten Hügel Limas, hochgelaufen, so wie es hier Tradition ist. Es waren tausende von Menschen mit mir auf dem Weg, an jedem der 14 Kreuze, die den Weg säumen, haben wir ein Steinchen hinterlegt und auf dem Gipfel vor dem riesigen Kreuz unsere Kerzen angezündet und auf diese Weise unsere mitgebrachten Dinge segnen lassen.

*Eine Yunsa ist uebrigens eine Tradition aus der sierra, es werden Bäume aufgestellt, die hübsch und mit Decken oder Schüsseln geschmückt werden. Während in einem Kreis alle um den Baum herumtanzen und auch das Bier- und chichaglas mehrmals seine Runden macht, tritt jeweils ein Paar aus dem Kreis heraus und versucht mit einer Axt und ein paar Schlägen den Baum zu fällen. Und so macht auch die Axt die Runde, bis der Baum fällt und dann beginnt, worauf alle gewartet haben: jeder stürmt wie verrückt auf den Baum zu und versucht sich die besten Geschenke zu schnappen. Derjenige, der es übrigens geschafft hat, den Baum zu fällen, ist bei der nächsten Yunsa dafür verantwortlich, den Baum zu stellen! Ich habe es, trotz meiner zerstörerischen Hiebe, aber leider (oder zum Glück?) nicht geschafft, den Baum zu Fall zu bringen.

Ich wollte eigentlich noch mehr Bilder hochladen, aber meine Internetverbindung lässt das momentan leider nicht zu, deshalb müsst ihr euch noch ein Weilchen gedulden! Also, somit bis ganz bald wieder und ganz liebe Grüße aus dem fernen Peru!

 

Highlights der letzten drei Monate!

Donnerstag, 01. Mai 2014 von Karoline

Eine Sache hier, an der ich wirklich merke, dass ich in Afrika bin, ist meine fast nicht vorhandene Internetverbindung, durch die ich in den letzten Monaten nicht wirklich in der Lage war, meinen Blog auf dem neusten Stand zu halten. Nun möchte ich das aber nachholen und die Highlights der letzten drei Monate präsentieren:

Die Arbeit macht mir nach wie vor einen Riesenspass und ich geniesse es sehr, Zeit mit den Kindern zu verbringen. Ein besonders schönes Erlebnis war dabei eine Woche, in der die Kinder Ferien hatten und in der eine andere Freiwillige aus Holland und ich viele Aktivitäten mit den Kindern unternommen haben. Es gab ein Kinonachmittag, einen Tag, an dem wir gebastelt haben, einen Sporttag, eine Schnitzeljagd und zu guter Letzt eine Disco am Ende der Woche. Alle Kinder und besonders wir selber hatten einen Riesenspass an der Woche.

Im Heim hat sich ein Problem ergeben, da alle Kinder, die älter als 21 Jahre alt sind, nicht mehr in die Sizanani-Schule gehen dürfen. Wir versuchen also nun fieberhaft, Jobs für die Jungs zu finden, damit ihnen nicht zu langweilig ist, was häufig allerdings schwierig ist, da sie körperlich so beeinträchtigt sind, dass häufig nichts zu tun für sie da ist. So kommt es häufig vor, dass ich versuche möglichst schnell meine Arbeit zu verrichten und dabei von ungefähr fünf Jungs im Rollstuhl verfolgt werde, die mir versuchen zu helfen, was aber meistens in einem riesigem Chaos endet.

Im Moment leben wir in der Wohnung mit acht Mädchen, wobei ich die einzige Deutsche bin und der Rest Holländerinnen sind. Wir haben immer einen grossen Spass und da wir zusammen ein Auto gemietet haben und wir so mittlerweile mobil sind und häufig Ausflüge nach Johannesburg oder Pretoria machen.

Im letzten Monat sind meine Eltern und meine Schwester zu Besuch gekommen, was sehr schön war. Wir haben auf unserer Reise viele faszinierende Gegenden von Südafrika gesehen, die mich sehr fasziniert haben, wobei mich besonders der Nationalpark um das Golden Gate mitgerissen hat.

Ich versuche in den nächsten Tagen diese ganzen Eindrücke noch einmal mit Fotos zu untermalen und ausführlicher zu berichten!

Liebe Grüsse

Karoline