Geburtstag auf philippinisch

Samstag, 23. September 2017 von Luise Reichelt

Ich komme nun endlich dazu auch von meinem Geburtstag zu berichten, der am 27. August war. Dieses Wochenende war auch gleich mein zweites richtiges Wochenende in meiner Gastfamilie und ich kannte bisher noch nicht so viele Leute. Geplant war daher nur eine kleine Feier mit meiner Gastfamilie und ein paar Bekannten!
Doch wie ihr selbst sehen könnt, ist es dann zu einem kleinen Nachbarschaftsfest geworden und ich wurde liebevoll in die kleine Gemeinschaft „Villa Christina“ (mein Bezirk) aufgenommen.

eine „kleine“ Geburtstagstruppe

Aber wie hat der Tag eigentlich begonnen? Den Vormittag habe ich noch in Ruhe genossen und habe mit meinem neuen Fahrrad, welches mir meine Familie zur Verfügung gestellt hat um zur Arbeit zu fahren, die Gegend erkundet. Ihr könnt euch vorstellen, dass dies auf ein paar Meter hinaus gelaufen ist, da die Sonne dich schon genug schwitzen lässt!
Das Fahrrad ist jetzt zu meinem täglichen Begleiter geworden und dazu gehört natürlich auch der Helm! Und ihr braucht euch nicht wundern, für mich wurde auch extra ein höherer Sitz gefunden, damit ich auch richtig fahren kann.

mein tägliches Transportmittel

Nachdem ich mich fertig gemacht hatte, kamen schon die ersten Gäste und für mich wurde ein Gebet gesprochen, welches meine Gastmutter vorbereitet hatte. Anschließend habe ich dann die Kerze auf meinem selbstgebackenen Kuchen ausgeblasen und alle haben probiert. Damit habe ich versucht ein bisschen Heimat auf die Philippinen zu bringen, was bei der Suche so mancher Zutaten doch sehr schwierig war.

Bananen-Kokos Kuchen

 

Mit meinem selbstgebackenen Kuchen wollte ich ihnen auch zeigen, wie wir Geburtstage in Deutschland feiern. Normalerweise wird hier nämlich ein Kuchen gekauft! Meine Gasteltern hatten auch eine riesige Menge an Essen vorbereitet und alles hat super lecker geschmeckt! Davon haben wir dann auch noch die nächsten Tage essen können, da man auf den Philippinen immer für genügend Essen sorgt!

… und da fehlt der Nachtisch noch!

 

Nachdem mir dann auch unzählige Male „Happy Birthday“ gesungen wurde haben sich auch alle wieder verabschiedet.
Dazu muss ich euch noch erzählen, dass die Filippinos es lieben vorträglich und auch nachträglich zu gratulieren! Daher wurde mir schon am Abend vorher in der Abendmesse zum Geburtstag gratuliert und natürlich gesungen! Für mich ist das schon etwas komisch.
Außerdem hat mir meine Gastfamilie ein kleines Geschenk gemacht und ein Plakat vorbereitet. So etwas ist auf den Philippinen sehr typisch und wird bei jeder Feier oder jeglicher Veranstaltung vorbereitet.

Geburtstagsplakat

Anschließend haben wir dann einen Kurztrip in ein Resort gemacht, wo wir den freien Tag verbracht haben. Das war für mich dann nochmal wie ein Geburtstagsgeschenk und auch die Enkelkinder haben sich sehr über den Badespaß gefreut! Es war für mich daher ein gelungener Geburtstag! Und auch wenn ich mehrere tausende Kilometer von meiner Heimat entfernt bin, hat mir meine Gastfamilie einen wunderschönen Geburtstag bereitet!

viel Platz zum Schwimmen

kleines Paradies

Auch von meinem Projekt wurde ich mit einer kleinen Karte beschenk! Dabei haben fast alle Kinder etwas schönes geschrieben und mit in die Karte geklebt. Obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch ganz frisch im Projekt war, habe ich mich sehr gefreut, dass die Kinder schon an mich gedacht haben!

ganz viele Zettel mit Geburtstagswünschen!

Gastfamilie

Das ist genau das Stichwort, um euch auch meine Gastfamilie vorzustellen mit der ich nun das Jahr gemeinsam verbringen werde! Meine Gasteltern haben mich wie ihre eigene Tochter aufgenommen! Beide arbeiten noch und sind daher fast genauso viel unterwegs, wie ich. Denn auch an einem Samstag heißt es hier für viele: früh aufstehen und zur Arbeit fahren!

In dem Haus wohnt außerdem meine Lehrerin für Bisaya (die Sprache, hier in Cebu), die gleichzeitig ein paar Kinder in der Nachbarschaft unterrichtet. Auf der anderen Straßenseite liegt ein weiteres Haus der Familie, welches von dem Sohn und seinen zwei kleinen Jungs bewohnt wird.

Bis bald!

 

Ate Luise im office

Sonntag, 03. September 2017 von Luise Reichelt

Nun komme ich endlich mal dazu euch einen kleinen Einblick in meine letzten Arbeitswochen zu geben! Seit dem 21.08. helfe ich nun schon im Projekt mit und bin sehr begeistert und stolz, was meine Chefin alles meistert. Aber jetzt fange ich mal von vorne an zu erzählen!

Ate Reggi (meine Chefin) und ich

Das Sponsorship-Programm ermöglicht mehr als 400 Kindern den Besuch einer Schule und finanziert die schulischen Mittel. Dabei handelt es sich um Sponsoren aus der ganzen Welt und sogar aus verschiedenen Kontinenten. Die Familien können aus den verschiedensten Gründen das Geld für die Schule nicht aufbringen und werden daher vom „Archdiocesan Shrine of Our Lady of Lourdes – Sponsorship program“ unterstützt. Die Kinder kommen nach der Schule auch in das Projekt um an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Mich beeindruckt es auch sehr, dass hier jeder jedem hilft beispielsweise bei den Hausaufgaben! Die Kinder schreiben ihren Sponsoren auch regelmäßig Briefe und bedanken sich bei Ihnen oder zeigen Ihnen stolz, was sie mit ihrer Hilfe schon alles erreicht haben! Dazu gehören auch die Weihnachtskarten, die ich schon vorbereiten konnte und für die deutschen Sponsoren auch übersetzten durfte. Ihr könnt euch vorstellen, dass dies viel Arbeit macht und ich bin froh dabei mithelfen zu können.

Einer der Stapel – so viele Weihnachtskarten zum übersetzten! In meinem Kopf klingeln schon die Weihnachtsglocken.

In dieser Woche haben wir auch eine großzügige Spende von einem befreundetem Priester erhalten. Die vielen Packungen waren gefüllt mit Keksen und ich habe mitgeholfen kleine Tüten vorzubereiten, damit jedes Kind eine Packung erhalten kann.
Das Team des Projektes ist super nett und es macht viel Spaß mit Ihnen zu arbeiten, auch wenn ich nicht immer alles versteh, wenn sie Bisaya reden.

Wir bereiten die Kekstüten für die Kinder vor

 

Projektarbeit

Die Gemeinde bietet jedoch noch viele weitere Dienstleistungen an, an denen ich auch mitwirken kann!
Dazu gehört zum Beispiel die Vorschule, in der ca. 13 Kinder auf die Schule vorbereitet werden und zum Mittag einen Snack erhalten. Nach bereits 2 Tagen konnte ich fast alle Namen und die Kinder haben es sehr genossen mit mir zu spielen. Die Kinder rufen mich auch schon immer mit „Ate Luise“ und freuen sich mich zu sehen. Diese Anrede ist hier auf den Philippinen sehr üblich und zeigt Respekt.

Außerdem gibt es noch das „feeding center“! Jeden Tag werden dort die Kinder mit ihren Müttern mit einem kleinen Minibus aus den verschiedenen Bezirken abgeholt und zum Center gebracht. Wir spielen dann ein bisschen mit den Kindern, die von ein paar Monaten bis zu 6 Jahre alt sind, und sie bekommen eine warme Mahlzeit. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Ernährung der Kinder und das sie auch genug zu essen bekommen. Hier habe ich schon gemerkt, wie wichtig dies für die Kinder ist.

Gestern konnte ich dann auch schon zum zweiten Mal den Priester Mac begleiten. In einem wirklich kleinen Minibus fahre ich zusammen mit vier weiteren Freiwilligen in die schwierigen Bezirke. Mit auf der Ladefläche haben wir 4 riesige Töpfe gefüllt mit Reis, Gemüse und „lugaw“ (Reisbrei mit Fleischstückchen) und fahren durch die ganze Stadt. An einigen Standorten halten wir an und verteilen das Essen, an die Leute und geben dabei auch jedem Kind ein bisschen Geld um sich Wasser zu kaufen.
In dem kleinen Minibus ist es dann schon wirklich warm, wenn auch noch der Dampf aus den Kochtöpfen steigt. Es hat mich aber sehr beeindruckt die verschiedenen Bezirke zu sehen und wie sehr die Menschen auf die Unterstützung von Priester Mac angewiesen sind. Ich hoffe, dass ich in nächster Zeit eine große Hilfe dabei sein kann!

der Minibus zum Verteilen des Essens an die Straßenkinder

die freudigen Gesichter

 

der Priester Mac (im Blumenshirt) ist sehr unterhaltsam

Mein aller erster Arbeitstag!
Als ich das erste Mal zum Projekt gebracht wurde, war ich schon ein bisschen aufgeregt aber habe mich auch sehr auf die Kinder gefreut. Leider war mein erster Tag ein Feiertag und ich konnte demnach nicht viel machen, da die meisten zuhause waren. Doch trotzdem wurde ich schon am Eingang ganz herzlich begrüßt!

ein herzliches Hallo am Eingang

Nur die Tanzgruppe hat für das Event am Abend geprobt und ich konnte zuschauen, was sie so alles einstudiert haben! Der Anlass der Feierlichkeit war der Besuch einer Priesters mit italienischen Wurzeln, der auch die Messe abgehalten hatte.
Nach dem Gottesdienst wurde ich dann auch zu der Veranstaltung eingeladen, bei der die Kinder ihre Tanzkünste präsentiert haben. Wirklich beeindruckend war dabei auch der Tinikling, dabei tanzen die Leute zwischen Bambusstangen. Dieser Tanz wirkt auf mich noch sehr gefährlich, da die Bambusstangen in einem Rhythmus zusammengeschlagen werden und man schnell den Fuß wegziehen muss!
Abgesehen von den faszinierenden Tänzern waren die meisten aber auch sehr an meiner Größe interessiert, wodurch ich unendliche Fotos gemacht habe und mir meine Mundwinkel schon wehtaten.
Die drauffolgenden Tage waren noch etwas chaotisch für mich, da ich mich erstmal in den Alltag einfinden musste. Wenn ich nun morgens aufstehe und erstmal unter die Dusche springe, freue ich mich schon auf mein Projekt.

die Kleinen zeigen, was sie einstudiert haben

eines von unzähligen Fotos des Abends

Bisher war es bei mir also sehr aufregend und ich habe viel erlebt!
Ich komme schon gar nicht hinterher mit den vielen Eindrücken, die ich mit euch teilen möchte. Bleibt einfach weiterhin gespannt!

 

Tägliche Überlebenskunst

Freitag, 25. August 2017 von Luise Reichelt

Seit ich nun schon auf der kleinen Insel Cebu bin, wurde ich immer mit dem Auto an mein Reiseziel gebracht! Auch in meiner ehemaligen Gastfamilie war das Auto, das häufigste Transportmittel. Ein großer Vorteil ist dabei auch die angenehm kühle Klimaanlage im Auto, die hier unverzichtbar ist!
Mit meiner Gastschwester in Liloan durfte ich nun schon in den Genuss kommen mit einem „Jeepney“ nach Cebu City zu fahren. Damit ich auch Platz in dem Fahrzeug finde, hatte sie extra für mich einen großen „Jeepney“ gewählt! Schnell habe ich auch begriffen, dass dieses Transportmittel sehr beliebt ist, da immer mehr Leute einstiegen. Insgesamt saß ich dann mit 30 Leuten in diesem kleinen Minivan und beneidetet den Fahrer, der nicht Bein an Bein zwischen so vielen Leuten sitzen musste.
Um von einem Punkt zum Anderen zu kommen, ist der „Jeepney“ sehr günstig aber eben auch gefährlich, da er nach seinen eigenen Regeln fährt.
Eine Fahrt mit dem Auto ist daher auch immer eine kleine Herausforderung, da man auf alles achten muss, von Fußgänger, die einfach die Straße überqueren, bis hin zu Bussen, die einen auch mal auf der Gegenspur überholen. Daher wird die Hupe auf den Philippinen auch eher als Signal benutzt für: Hey, ich fahre hier!

Jeepneys unterwegs auf den Straßen

Wenn es an einer Kreuzung keine Ampel gibt, ist es immer ein kleines Chaos vorwärts zu kommen, wobei einem dabei Verkehrsregler helfen sollen, was aber nicht immer so gut klappt. Das liegt aber auch daran, dass jeder so fährt, wie er will. Deshalb ist es auf einem Motorrad am gefährlichsten, diese drängeln sich durch jede Lücke um vorwärts zu kommen. Insgesamt also eine sehr gefährliche Angelegenheit mit der die Filipinos aber tagtäglich zurechtkommen.
Neben den kleinen Minivans gibt es aber auch die „Tricycles“, die einen direkt vor die Haustür bringen. Diese erinnern mich an Fahrradrikschas, wobei es die „Tricycles“ auch in der Motorradversion gibt und man nicht hinter dem Fahrer sondern neben ihm sitzt.
Für mich sind sie nur etwas klein und ich muss aufpassen, dass ich mir nicht bei jedem Stolperstein, den Kopf anstoße.

die Straßenspur wird hier auch nicht immer eingehalten

In meiner neuen Gastfamilie kann ich zu meiner Arbeit auch laufen, möchte aber auch mal das Fahrrad ausprobieren. Dabei ist jedoch das schwierigste das Überqueren der Straße, obwohl ich schon den Zebrastreifen benutze! Man muss hier aber trotzdem noch mit einer Handgeste versuchen, die Autos zum Anhalten zu bewegen, sodass man unversehrt auf der anderen Straßenseite ankommt. Ich bin schon gespannt, wie ich das in nächster Zeit meistern werde.

Ich hoffe, ihr habt nun einen kleinen Eindruck davon gewonnen, wie der Verkehr hier so läuft! Freut euch auf weitere Blogeinträge…

 

Aller Anfang ist schwer …

Freitag, 18. August 2017 von Luise Reichelt

Eine Woche habe ich nun mit meiner Gastfamilie in Liloan gelebt, um ein wenig die Kultur kennenzulernen. Alles war für mich neu und ich musste erstmal damit zurechtkommen, dass in meinem Zimmer nur ein Ventilator steht und keine Klimaanlage. Zu jeder Mahlzeit Reis zu essen, ist in der Familie auch ganz normal.

Da es hier zu jeder Tages- oder Nachtzeit super heiß ist, ist die morgendliche Dusche schon zum Alltag geworden. Auf den Philippinen benutzt man dabei jedoch einen großen Eimer mit einer Schüssel, um sich mit dem Wasser abzukühlen. Wasser aus dem Duschkopf ist hier nicht für jeden selbstverständlich!

Eingang zu meinem Zuhause

Meine Gasteltern, Tante und Enkel

Das Leben bei der Familie Bantilan ist sehr familiär! So habe ich nun schon fast jeden kennengelernt, der auch nur über fünf Ecken mit der Familie verwandt ist! Jeden Sonntagabend gibt es bei den Eltern ein großes Familienessen. Die Tür zum Elternhaus steht daher immer allen offen! Für mich ist es nun schon zur Gewohnheit geworden immer jemand anderen im Haus zu sehen und es ist sehr lustig mit den Kindern herum zu albern. Ein großes Hobby von allen ist singen, daher ist immer Musik im Haus.

Der katholische Glaube ist für die Familie ein wesentlicher Aspekt im Leben und daher war ich nun auch schon sehr oft in der philippinischen Messe. Dazu gehört ebenfalls das Gebet vor jeder Mahlzeit.
Auch im Auto wird ein Gebet gesprochen bevor man losfährt, was für mich dann doch etwas befremdlich ist. Außerdem benutzen meine Gasteltern, ich nenne sie auch „nanay“ (Mutter) und „tatay“ (Vater), nie den Sicherheitsgurt!

Messe in der Don Bosco Kirche

Innerhalb dieser Woche habe ich schon so viel erlebt mit der Familie:
Ich war bei zwei Geburtstagsfeiern, die hier sehr groß gefeiert werden und verbunden sind mit super leckerem Essen. Darüber hinaus konnte ich die Erfahrung machen mit einem „Jeepney“ zu fahren (dazu aber später mehr) und bereits Freundschaften schließen. Zudem konnte ich verschiedene Friedhöfe besuchen und sogar eine Beerdigung begleiten. Mit meinen Gasteltern habe ich auch schon in mehreren Kirchen zur Messe gesessen, wobei mir die Kirche im Don Bosco Haus von Liloan am besten gefallen hat. Außerdem habe ich zwei Schulen besucht, wo mich die Kinder mit großer Freude begrüßt haben! Sie waren auch sehr erstaunt von meinem bisherigen Bisaya Wortschatz, den ich Stück für Stück verbessere.

auf dem Friedhof in Liloan

kleiner Ausblick vom Essen auf der Geburtstagsfeier

Die Familie ist mir schon sehr ans Herz gewachsen und ich bin froh, dass ich hier eine Woche wohnen durfte. Ich hoffe, dass ich über das Jahr nochmal die Chance habe, sie wiederzusehen!

 

Ich lande auf dem Wasser!

Donnerstag, 17. August 2017 von Luise Reichelt

 

Ausblick aus dem Flugzeug

Als das Flugzeug zur Landung ansetzte, stieg bei mir die Aufregung auf das, was kommen wird. Von meinem Fenster aus habe ich fast immer nur Wasser gesehen, doch dann sah ich endlich das Festland. Der kleine Flughafen, direkt vor der Stadt Cebu, liegt auf einer Insel, daher hatte ich beim Landen fast das Gefühl im Wasser anzukommen. Aber in den Philippinen ist alles von Wasser umgeben, da das Land aus über 7.000 Inseln besteht, wie mir bereits fast jeder Filipino erzählt hat. Nachdem ich wieder meinen Koffer bei mir hatte, ging es raus aus dem Flughafengelände und mich Umgab sofort die Hitze!
 

Nachdem ich von meiner Mentorin, Taichi, und Priester Arvin vom Flugplatz abgeholt wurde, ging es für mich nach einer kleinen Stärkung zum Don Bosco Provincial House. Dort habe ich zunächst einmal alle kennengelernt und durfte die nächsten Tage interessante Gespräche führen mit den Priestern, die dort wohnen.

ein kleiner Teil, der Leute vom Provincial House

Die Zeitumstellung lässt einen auch hier nicht locker und so verbrachte ich den nächsten Vormittag in meinem Bett. Nachdem ich alle kennengelernt hatte, wurde ich direkt in die philippinische Küche integriert und probierte mich durch vielerlei Früchte und Gerichte. Am Nachmittag gab es für mich eine kleine Lehreinheit, in der mir meine Mentorin einiges über die Don Bosco Häuser auf den Philippinen erzählte! Wer dachte, dass es sich hierbei um nur zwei oder drei Häuser handelt, hat falsch gedacht! Denn insgesamt sind es sogar 24 Häuser.

Am folgenden Tag durfte ich eine kleine Kulturreise miterleben, auf der mich Priester Arvin und eine Bekannte begleitet haben und sie mir einiges über die Geschichte der Philippinen erzählen konnten. Vormittags ging es auf Kirchentour, wobei ich unter anderem Santo Niño gesehen habe. Dann wurden mir die anderen Don Bosco Häuser in Cebu City gezeigt, wie Pasil und Lawaan. Beide Standorte waren sehr interessant und die Leute haben mir begeistert von ihrer Einrichtung erzählt.

eine Sehenswürdigkeit in Cebu City (Fort San Pedro)

Am nächsten Tag wurde ich dann zu meiner Gastfamilie gebracht, in der ich jedoch nur für kurze Zeit bleiben sollte! Davon möchte ich euch aber noch in einem anderen Blog mehr erzählen…

 

Gefühlschaos …

Donnerstag, 03. August 2017 von Luise Reichelt

Die letzten Tage in Deutschland…

Ich kann es mir gar nicht vorstellen, dass ich schon in 3 Tagen im Flugzeug sitzen werde! Dann werden 10.437 km zwischen meiner Heimatstadt und meinem neuen Zuhause Cebu City liegen. Eine halbe Weltreise werde ich zurücklegen, um eine völlig neue Kultur kennen zu lernen.

Das scheint noch weit weg, wenn ich hier in meinem Zimmer in Berlin sitze und diesen Text schreibe. Ist es Vorfreude oder Abschiedstrauer, die mich die letzten Tage verfolgen? Vielleicht ein bisschen von beidem. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was mich noch alles in dem Jahr erwarten wird. Doch nun heißt es erstmal Koffer packen und hoffentlich nichts vergessen! Aber man kann sich gar nicht vorstellen, wie schwierig es ist für ein ganzes Jahr seine Koffer zu packen. Der Abschied von meinen Liebsten steht auch noch bevor!

Dennoch erwarte ich mit Vorfreude den Moment, wenn ich aus dem Flugzeug in Cebu City aussteige und völlig überrumpelt bin von den vielen Eindrücken und natürlich den 32°C mit 75% Luftfeuchtigkeit!

Was mich noch alles auf den Philippinen erwarten wird, werde ich schon bald herausfinden und ich freue mich, dies hier festzuhalten und euch, interessierte Leser, mit auf die Reise zu nehmen! Seid gespannt …