Mein Alltag in Johannesburg

Freitag, 03. November 2017 von Daniela Alofs

Bei der Ankunft der Kinder um 2 Uhr.

So, nachdem ich jetzt schon  3 Monate hier bin und langsam der Alltag eingekehrt ist, möchte ich euch gerne ein paar Einblicke in meine tägliche Arbeit hier geben. Jeden Morgen von Montag bis Freitag geht es um zehn Uhr los zum Sacred Heart College, wo wir mit dem Auto hinfahren. Da die Kinder erst um zwei Uhr kommen, besteht der Morgen aus Büroarbeit, wo ich zum Beispiel Arbeitsblätter für die Lehrer für den Unterricht kopiere und andere Dinge organisiere, die für den Tag oder die Woche wichtig sind. Um zwei kommen dann die Busse, die 150 Kinder sicher zur Schule bringen und Abends nach dem Unterricht auch wieder nach Hause bringen. Bis um drei ist dann Zeit um mit den Kindern draußen auf einem Feld zu spielen, ehe es dann in den Unterricht geht. Meine Aufgabe ist es , jeden Tag von halb sechs bis sechs Uhr Ipad-Unterricht zu geben, wobei die Klassen 3-6 ein bestimmtes Programm namens Lab-online haben, wo die Kinder ihr Englisch verbessern können. Die 2. Klasse hat verschiedenen Lernspiele die die Kinder ebenfalls im Unterricht fördern sollen. Um 6 ist der Unterricht dann für alle beendet und es geht zu den verschiedenen Bushaltestellen auf dem Schulgelände. Wir Freiwilligen warten dann bis auch der letzte Bus gegen halb 7 die letzten Kinder abgeholt hat und dann ist auch für uns der Tag beendet. Das in etwa ist mein Alltag von Montag bis Freitag. An Wochenenden arbeite ich nur wenn es besondere Aktivitäten im Projekt gibt.

Mittlerweile darf ich nach ein paar Fahrstunden auch Auto fahren hier, was garnicht so einfach ist. Der Linksverkehr ist eigentlich das kleinere Problem dabei, es sind die vielen Fahrstreifen, die vielen Autos die teilweise machen was sie wollen und die Menschen, die einfach ganz plötzlich die Straßenseite wechseln oder mitten auf der Straße laufen. Mit anderen Worten: Hier muss man wirklich immer Vorsichtig fahren und notfalls nicht auf sein Recht bestehen. Dazu kommen auch noch die Löcher in manchen Straßen, mit denen man echt vorsichtig sein muss, da diese einem auch sehr schnell die Reifen zerstören kann. Also das Auto fahren hier ist nicht einfach, aber wenn man von so einem kleinen Ort in Deutschland in eine so riesige Stadt in Südafrika reist, ist es vielleicht auch klar das einem die vielen Wege, Autos und Ampeln erstmal etwas ungewohnt vorkommt. Jedenfalls wird es besser, je öfter ich fahre.

In Johannesburg ist es mittlerweile Frühling – und der ist zumindest in einem Aspekt nicht so anders wie in Deutschland: das Wetter ist genauso unvorhersehbar und es wechselt von einer Sekunde zur nächsten Schlagartig! So ist es ein Tag strahlende Sonne und 30 Grad, während es am nächsten Tag auf 17 Grad abgekühlt ist und es nur regnet und gewittert. Und wo wir schon bei Gewitter sind: von denen gibt es hier jetzt schon eine Menge! Der Morgen ist meist sonnig, und dann gegen Mittag wird es plötzlich duster, es fängt an wie aus Eimern zu gießen und es gewittert, und das teilweise sehr lange und sehr laut. Wer also denkt hier ist nur strahlender Sonnenschein, der irrt sich gewaltig, die Regenzeit beginnt nun und das bedeutet Gewitter und Regen häufen sich von nun an, aber sehr warm wird es gottseidank trotzdem hier. 🙂

Meine Mitbewohner

Zu guter letzt kann ich euch auch noch etwas zu meinem Geburtstag hier in Johannesburg erzählen, der am 07.10. war. Da es ein Samstag war musste ich nicht arbeiten und habe meinen Geburtstag mit meinen Mitbewohnern gefeiert. Ursprünglich war geplant, zu einem Festival des Sacred Heart Colleges zu gehen, das zum Geburtstag des Colleges stattfand, aber leider hat uns an dem Tag das Wetter absolut einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn nach einem schönen, sonnigen Morgen folgte für den Rest des Tages Gewitter und Regen. Somit sind wir letzendlich am Abend alle zusammen Essen gegangen und waren dann noch tanzen. Es war ein schöner Tag, auch wenn mir meine Familie und Freunde zuhause in Deutschland an dem Tag natürlich auch sehr gefehlt haben. Am Montag danach habe ich dann auch noch eine kleine Feier auf der Arbeit gehabt, wo es Kuchen gab und später auch die Kinder alle zusammen für mich ein Geburtstagsständchen gesungen haben. Von einer meiner Mittbewohnerinnen, die an meinem Geburtstag leider nicht da sein konnte, habe ich nachträglich auch noch einen selbstgebackene Erdbeerkuchen bekommen, was für mich eine besonders große Freude war, denn es ist das erste Mal das ich zu meinem Geburtstag einen Erdbeerkuchen essen kann, denn in Deutschland ist es im Herbst ja schon zu kalt dafür. Es hat mich wirklich sehr gefreut, wie viel Mühe sich hier alle gegeben haben, mir einen schönen Geburtstag zu bereiten! 🙂

Liebe Grüße und bis bald!

 

Erste Eindrücke aus Südafrika

Freitag, 08. September 2017 von Daniela Alofs

Jetzt ist ein Monat vergangen und ich habe schon einiges erlebt. Am Montag nach meiner Ankunft hat das Ferienprogram für die Kinder im Projekt begonnen, hier sind nämlich bis zum 05.09. Winterferien. Das Program ging von Montag dem 07.08. bis Freitag dem 11.08. Die Kinder durften in der Woche verschiedene Dinge aus ganz verschiedenem Materialien wie z.B. aus Pappe, Wolle oder Stoff basteln, woraus am Ende ein Film über das Three2Six Projekt gemacht wurde. Es war wirklich sehr schön mit den Kindern zu basteln und es war vor allem sehr schön zu sehen wie viel Spaß die Kinder dabei hatten.

Hier sind Fotos von einem Park, einer Stadt und ein paar Menschen, die die Kinder gebastelt haben:

Nach dieser sehr spannenden Woche haben dann für mich erstmal drei Wochen Winterferien begonnen, was nicht so leicht war, da ich ja gerade erst wirklich angekommen war und noch nicht wirklich wusste was ich mit meiner Zeit anfangen sollte. Allerdings sind wir direkt am Samstag morgen nach dem Ferienprogramm zu einem Ort mit dem Namen Wakkerstroom, und dort zu einer Schule in den Bergen bzw. wirklich mitten im Nirgendwo gefahren, wo wir mit den Schulkindern dort Spiele gespielt haben. Es war sehr interessant, denn die Kinder haben nur Zulu gesprochen, wodurch ich mich kaum mit ihnen verständigen konnte ohne Hilfe ihrer Lehrer. Außerdem war es unglaublich zu hören, dass die Kinder teilweise 16 km bis zur Schule laufen müssen, über Wege wo kein bisschen Schatten ist. Da merkt man doch wie leicht wir es eigentlich in Deutschland haben und wie viele Dinge wir für Selbstverständlich sehen, die für andere wahrer Luxus wären. Wir haben in einer Unterkunft in der Nähe der Schule geschlafen, ehe wir am nächsten Tag weiter nach St. Lucia gefahren sind, wo wir bis Mittwoch dem 16.08. geblieben sind um die Gemeinschaft der Freiwilligen die zusammen leben und teilweise auch zusammen arbeiten zu stärken und sich besser kennenzulernen. St. Lucia ist wunderschön. Dort herrscht selbst jetzt, im Winter, tropisches Klima und es ist direkt an der Küste, was heißt das wir natürlich auch einen Tag  am Strand verbracht haben. Außerdem sieht man in  St. Lucia überall Affen herumrennen und es ist auch das Zuhause von Krokodilen und Nilpferden, die wir bei einer Bootstour über einen Fluss sehr gut beobachten konnten, aber seht hier selbst ein paar Bilder:

 

 

 

 

 

 

 

Durch verschiedene Aktivitäten wie ein Besuch beim Apartheid Museum und beim Johannesburger Zoo gingen die Ferien rasend schnell vorbei und meine ersten Arbeitstage im Projekt sind bereits vergangen. Das nächste Mal werde ich mich also dann endlich auch mit ein paar Eindrücken aus meiner Arbeit im Projekt melden.

Bis dahin alles Gute und ganz liebe Grüße aus dem langsam wärmer werdenden Johannesburg!

 

Mein neues Zuhause auf Zeit

Freitag, 04. August 2017 von Daniela Alofs

So, elf Stunden saß ich im Flugzeug, bis ich endlich in meinem neuen Zuhause angekommen bin. Johannesburg. Am Flughafen wurde ich von meinem Mentor Colin abgeholt, der mich dann erstmal mit zu sich nach Hause genommen hat, was direkt auf dem Schulgelände des Sacred Heart College ist, wo ich von nun an mithelfen werde. Dort konnte ich dann direkt einige Mitarbeiter und andere Freiwillige kennenlernen.

Mittags haben mich Colin und seine Frau mitgenommen zur Universität von Witwatersrand, wo ihre Tochter Kunst studiert. Wir waren dort dann im „Wits Art Museum“, was auch sehr interessant war. Am Abend waren wir dann mit den anderen Freiwilligen, mit denen ich in einem Haus wohne, Colin, seiner Tochter und Bec, eine Mitarbeiterin im Three2Six Projekt die sich auch viel um die Freiwilligen kümmert, essen. Es war ein sehr netter Abend, allerdings ging es mir später nicht so gut und ich war sehr Müde von meiner Reise, sodass ich auch froh war, als ich in meiner wirklich schönen und gemütlichen Unterkunft angekommen war, meinen Koffer auspacken konnte und dann schnell einschlafen konnte.

Es war ein super schöner Tag mit vielen tollen Eindrücken und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Tag, wo ich auch die Kinder kennenlernen darf.                                                                                   I