Angekommen in der „Perle Afrikas“

Dienstag, 09. August 2016 von Schulte

Hallo liebe Fernfreunde und Verwandte,

nach einigen Schwierigkeiten mit dem Internet habe ich es doch noch geschafft diesen Eintrag hochzuladen.

Seit meiner Abreise ist so unglaublich viel passiert. Wo soll ich anfangen?

Der Flug: Der Flug von Frankfurt nach Brüssel hat 40 Minuten gedauert und davon standen wir ca. 50 Minuten lang auf dem Rollfeld. In Brüssel angekommen hatten wir 2 Stunden bis zum Flug nach Entebbe. Ich hätte gerne etwas geschlafen aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. Aus den 2 Stunden Aufenthalt in Brüssel wurden 3 Stunden aber der Pilot versprach uns Gas zu geben, um die Verspätung aufzuholen. (hat er nicht geschafft). Der Flug verlief bis auf einige Turbulenzen normal: Gute Filme, schlechtes Essen und enge Sitze.

Querstreifen machen dick ;P

Querstreifen machen dick ;P

In Entebbe angekommen mussten wir unseren Impfpass vorzeigen. Dumm nur, dass Barbara Ihren zu Hause gelassen hatte und die Kopie in dem Koffer war, der grade noch aus dem Flugzeug geladen wurde. Aber irgendwie war das dann doch kein Problem mehr und wir durften einreisen.

Unser Empfangskomitee bestand aus Penelope, Ben und Bens Freundin. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und haben auf dem Weg zu unserer Herberge die ersten Rolex (Gebratenes Ei mit Zwiebel, Krautsalat und Tomate in Teig eingerollt) gegessen – extrem lecker.

Es stellte sich heraus, dass wir doch nicht, wie ursprünglich geplant in einer Gastfamilie leben werden, sondern in einer Art katholischen Jugendherberge. Barbara und ich haben jeweils ein kleines Zimmer und gegessen wird im Speisesaal. Die meisten Männer hier sind Priester und die meisten Frauen Nonnen, sodass man mit der Anrede „Father“ oder „Sister“ wenig falsch machen kann. Alle hier sind extrem offenherzig und freundlich zu uns und versuchen uns schon jetzt, eine Woche vor dem Sprachkurs, ein bisschen Luganda beizubringen. Im Moment versagen wir noch auf ganzer Linie.

Da der Sprachkurs erst nächsten Montag anfängt, haben wir im Moment sehr viel Freizeit. Am Samstag ist Rose, unsere Ansprechpartnerin mit uns in die City von Kampala gefahren. Die Taxifahrt dahin war der Höllenritt meines Lebens aber wir haben es irgendwie überlebt. Dort angekommen, haben wir noch ein Paar Dinge im Supermarkt besorgt und sind dann auf einen Markt gegangen, um dort ugandisches Street-Food zu essen. Das Essen schmeckte hervorragend. Trotzdem sind wir mit einem leicht flauen Gefühl im Magen zurück zum Institut gefahren.

Erste Boda Boda Fahrt

3 Leute auf einem Mofa: Normal, 4: Gut möglich, 5: schafft man, wenn man gut ist

Die überfüllten Straßen von Kampala

Die überfüllten Straßen von Kampala

Sonntag Nachmittag wollten wir uns dann auf die Suche nach einem Internetcaffee machen, um zu skypen und neue Blogeinträge hochzuladen. Aus dem geplanten Spaziergang wurde dann ein vierstündiger Ausflug zum Victoriasee mit Rose und ihrem Freund Marc. Am Ufer des Sees wurde der frisch gefangene Fisch ausgenommen und filetiert. Da war wieder einer der Momente, in denen ich mir denke: „Thomas, gut, dass du Vegetarier bist“. Der Fisch wurde auf einer Holzplatte unter freiem Himmel, ungekühlt mit rostigen Messern zerlegt. Also blieben wir bei unserem Snack für zwischendurch lieber bei Rolex, wobei der „Snack“ wahrscheinlich den Kalorienbedarf von 10 Menschen über einen Monat deckt.

Für gestern Morgen hatte sich Ben, der, der alles organisiert, für 8:00 angekündigt. Also fuhren wir kurz nachdem er hier eingetroffen war (gegen 9:30) los. Zweck des Ausflugs war es, unsere Gastfamilien, bei denen wir tagsüber nach dem Sprachkurs Zeit verbringen können, kennenzulernen. Außerdem wollte Ben uns die Sprachschule zeigen.

Die Gastfamilien entpuppten sich als Gastväter -Jeder nur einen Gastvater-, die als Priester auf dem Universitätsgelände arbeiten. Trotzdem ist es ein guter Rückzugsort und eine Möglichkeit die neu erlernten Lugandakenntnisse anzuwenden.

Das Zeigen der Sprachschule wurde kurzerhand durch eine Führung in der St. Mary’s Kathedrale ersetzt.

Alles in Allem ist es ein unglaubliches Land. Die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen sucht Ihresgleichen und das Essen ist fantastisch. An die Unpünktlichkeit müssen wir uns noch gewöhnen aber ich habe schon gelernt langsam zu gehen.

Ich hoffe, dass bei euch in der Heimat auch so gutes Wetter ist wie hier.

Liebe Grüße

Thomas

 

It’s the final countdown

Mittwoch, 03. August 2016 von Schulte

Hallo Ihr alle,

in weniger als 12 Stunden werde ich im Auto sitzen und in weniger als 24 im Flugzeug. Im Moment habe ich gemischte Gefühle: Zum einen wird die Vorfreude von Tag zu Tag größer, zum anderen habe ich schon einige traurige Abschiede hinter mir und es werden heute Nacht noch mehr dazu kommen.

An dieser Stelle ist riesengroßes Dankeschön an alle, die am Freitag bei der Überraschungsparty geholfen und dicht gehalten haben. Besonders danken will ich Anna, Chris und Jo für die Organisation. Ich hab echt nicht damit gerechnet, ihr seid die Besten. Ich werde euch unendlich vermissen und freue mich jetzt schon drauf euch in einem Jahr wiederzusehen.

Mein nächster Dank gilt Regina, Carolin, Jenny und meine Länderpatin Nicole, die nicht nur mich, sondern auch die anderen Freiwilligen erstklassig vorbereitet haben und uns bei jeder Frage zur Seite standen. Ich bin froh, dass ich Freiwilliger beim Kindermissionswerk bin. Die Atmosphäre während der Seminare war sehr locker und wird sind zu einer super Gruppe zusammengewachsen. An meine „Kollegen“: Viel Glück, Erfolg und Spaß!!!

Das war’s jetzt erstmal von mir. Der nächste Eintrag wird bestimmt länger wenn ich die ersten Geschichten aus Uganda erzählen kann.

Bis dahin viele Grüße

Euer Thomas