Hoher Besuch in Nyangao
20. Okt 2010 | Von Stefanie Frels | Kategorie: Vorbereitungsreise nach Tansania 2010Heute morgen fahren wir nach Nyangao ins St.-Walburg-Krankenhaus. Der tansanische Präsident auch, aber dazu später…
Heute morgen fahren wir nach Nyangao ins St.-Walburg-Krankenhaus. Der tansanische Präsident auch, aber dazu später…
Was wir gestern nur im Dunkeln erahnen konnten, stellt sich heute morgen sehr beeindruckend dar. Die 100 Jahre alte Abtei führt ein beinah autarkes Leben. Das Quellwasser vom Makonde-Plateau wird so kanalisiert, dass es mittels einer Turbine Trinkwasser für die gesamte Abtei und alle umliegenden Dörfer gibt.
Heute ist Nyrere Day, ein großer staatlicher Feiertag. Im Krankenhaus arbeitet nur eine kleine Feiertagsbesetzung. Wir beginnen den Rundgang in der Neu- und Frühgeborenen-Intensivstation. Aufgrund der schlechten Versorgung mit Sauerstoffflaschen kommt es hier immer wieder zu Engpässen und Todesfällen.
Wir stehen weit vor Sonnenaufgang auf, um den Bus im nahegelegenen Kasulu zu erreichen. Bei der Fahrt durch das nebelverhangene Kabanga wird einem mehr klar, wie diese Gegend vor 80 Jahren auf die ersten Missionare gewirkt haben muss. Einsam und weit weg vom Rest der Welt.
Kabamga: Die Messe um 6.45 Uhr ist für einen Wochentag gut besucht und die Ankündigung, dass Mitarbeiter des Kindermissionswerks angekommen sind, versetzt alle in helles Entzücken. Nach dem Frühstück beginnt unser Rundgang durch Ausbildungswerkstätten für Jugendliche, die vom Kindermissionswerk unterstützt werden.
Entlang der alten deutschen Hafenflaniermeile gehen wir zum großen Fischmarkt in Dar es Salaam. Der Fischmarkt kennt keinen Sonntag. Es geht laut und für hiesige Verhältnisse recht schnell zu. Je frischer der Fisch auf die Tische kommt, desto besser lässt er sich verkaufen. Für 20 Cent wechselt ein Kilo Fisch den Besitzer.
Gemeinsam mit den Schwestern der Gemeinschaft der „Töchter Mariens“ quälen wir uns bis nach Kimara durch den Stau. Besonders bedenklich erscheint uns die Kreuzung am Busbahnhof in Obungu. Da in Tansania ein Nachtfahrverbot für Busse besteht, müssen hier alle rechtzeitig einkehren, bzw. viele Taxen und Privatautos holen Passagiere ab.
Heute ist Zeit, noch einen Antrag zu besprechen, mich von allen im National Seminary zu verabschieden und an den Viktoriasee zu fahren. Fr. Darius hat dafür einen besonders schönen Fleck ausgesucht. Leider ist genau dieser Ort auch nach wie vor von einigen wichtigen Konferenzteilnehmern bevölkert, sodass auf dem See ein Sicherheitsboot patrouilliert und auch ansonsten [...]
Bei einem frühen Frühstück besprechen Fr. Tonino und ich die Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit mit der Diözese. Über viele Jahre hinweg war er der pastorale Koordinator der Diözese und sein Nachfolger bespricht sich noch immer mit ihm. Außerdem treffen sich jährlich im November alle Gemeindepfarrer plus ein Vertreter der Männer und eine Vertreterin der Frauen [...]
Der Tag fängt früh an, damit ich die Radiostation besichtigen kann, bevor das wöchentliche Treffen aller Mitarbeiter um 9.30 Uhr stattfindet. Nach dem Vergleich verschiedener Krankenhäuser und –stationen bin ich so manche Qualitätsunterschiede gewöhnt, aber so eine angenehme Überraschung hatte ich nun doch nicht erwartet. Während andere Radiostationen hier sowohl mit gravierenden technischen als auch [...]