Bunte Lichter und Lametta – was kann das wohl heißen

5. Jan 2018 | von | Kategorie: Freiwillige 2017/2018, Luise Reichelt auf den Philippinen

 

Nun ist schon eine sehr lange Zeit vergangen, dass ich mich nicht gemeldet habe aber ich war sehr viel im Projekt beschäftigt! Besonders in der Weihnachtszeit habe ich gemerkt, wie viel doch hier auf den Philippinen los ist.

 

In Weihnachtsstimmung bin ich hier eigentlich schon seit September, da in diesem Zeitraum die ersten Weihnachtslieder in den Einkaufszentren laufen. Was für mich anfangs schon sehr komisch war, habe ich aber bald als selbstverständlich angenommen! Außerdem lieben die Filipinos die Weihnachtszeit und man merkt sofort, dass die Stimmung viel fröhlicher und feierlicher ist. Das ist ja auch logisch, da es die Geburt von Jesus zu feiern gibt! Aber nicht nur das, auch Maria Empfängnis am 08.12. wird groß gefeiert und dazu gehört natürlich der Besuch des Gottesdienstes.

Aber für die Filipinos ist das noch nicht genug, denn genau 9 Tage vor Weihnachten beginnt die „Misa de Gallo“. Jeden Morgen gibt es mehrere Gottesdienste und mit morgen meine ich eigentlich schon fast nachts! Auch ich habe mich daran versucht, die Misa de Gallo komplett zu besuchen, muss aber leider zugeben, dass es für mich dann doch zu schwierig war mit diesem Schlafdefizit auch noch im Projekt zu arbeiten.

 

kein Platz mehr in der Kirche … also einfach draußen stehen!

es ist noch dunkel, wenn die Messe anfängt…

Im feeding center habe ich an mehreren Tagen morgens mitgeholfen das Frühstück vorzubereiten und zu servieren für die vielen Helfer in der Messe wie den Ministranten oder den Chormitgliedern. Mittlerweile helfe ich gerne mal im feeding center mit und durfte auch schon im Catering mit anpacken!

 

noch alles leer – aber gleich kommen fast 400 Menschen zum Frühstück

 

Der Dezember war für mich auch etwas stressig, da ich neben meiner Arbeit im Projekt auch einen Adventskalender für die scholars vorbereitet hatte. Diese typisch deutsche Tradition ist schon etwas schwierig zu erklären und einige Kinder haben auch nicht verstanden, wieso man jeden Tag ein Tütchen öffnet und nicht gleich alle auf einmal.

jeden Tag durfte ein anderes Kind ein Tütchen öffnen

 

Weihnachtsfeier für die Straßenkinder

Mitte Dezember fing dann das große packen an! Was für mich bisher schon stressiger Alltag war, kam nun zum Höhepunkt. In allen Projekten haben wir Geschenke (bandle of joy) für die Kinder zusammen gepackt. Was mit dem Feeding von Fr. Mac begonnen hat und mit dem Sponsorenprojekt geendet!

ein Meer voller Tüten

Reis abwiegen, Nudeln in Tüten packen und dann noch Kaffee dazu! So haben wir ungefähr 300 Tüten mit den verschiedensten Dosenprodukten und anderen Dingen für die Straßenkinder vorbereitet. Am 18. Dezember war es dann so weit und die große Weihnachtsparty für die Straßenkinder stand bevor. Schon sehr früh am Morgen haben wir alle Tüten mit einem Truck zur Sporthalle gefahren und dann ging es auch schon an die Dekoration. Mit Tickets, die zuvor verteilt wurden kamen die ganzen Familien hinein und es war so schön in die ganzen lachenden Gesichter der Kinder zu blicken! Nach einigen sehr lustigen Spielen für groß und klein und natürlich nicht zu vergessen, nach dem Auftritt von Santa Klaus haben wir dann einige Süßigkeiten an die Kinder verteilt!

Einige Freiwillige standen auch schon seit den frühen Morgenstunden in der Küche, um für die Straßenkinder ein Mittagessen vorzubereiten! Nachdem alle glücklich und gesättigt waren, konnten nun die großen und vor allem schweren Tüten verteilt werden! Auch wenn das ein wenig chaotisch zuging, hat am Ende alles gepasst und wir konnten auch unser wohlverdientes Mittagessen genießen.

Der Weihnachtsmann ist da!

 

der geschmückte Weihnachtsbaum und das Plakat

 

 

die Leute mit den Weihnachtsmützen haben tatkräftig mitgeholfen

 

eine wunderschöne Feier mit tollen Freiwilligen

Wer jetzt aber denkt, dass war´s… der hat Unrecht, denn das war erst der Anfang!

In der darauffolgenden Woche ging schon das nächste Packen los und auch im Feeding Center wurde eine Weihnachtsfeier für die Straßenkinder vorbereitet! Die Filipinos zelebrieren Weihnachten wirklich in vollen Zügen und so konnte ich auch bei vielen Weihnachtsfeiern dabei sein! Ein großes Essen und Wichteln gehört  dabei natürlich auch mit dazu, was mich sehr stark an Deutschland erinnert. Und trotzdem sind es die kleinen Dinge, wie Spiele und Tanzeinlagen, die den Unterschied ausmachen. Aber damit dieser Blog nicht zu lang wird, erzähle ich euch später mehr! Seit also gespannt auf meine Eindrücke von Weihnachten und Silvester, die bald folgen werden!

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