Que viva!!!

3. Dez 2017 | von | Kategorie: Freiwillige 2017/2018, Lea Feldhaus in Nicaragua

Hallöchen alle zusammen,

wie bereits im letzten Bericht versprochen möchte ich euch von dem Fest „Christo Rey“ – Christ König erzählen, welches ich im Heim Madre Albertina in Granada mitfeiern durfte. Mit diesem Fest wird das Kirchenjahr geschlossen und mit dem jetzt kommenden ersten Advent ein Neues begonnen. Da ich bereits eine Woche vorher das Projekt meiner Mitfreiwilligen Sandra kennenlernen durfte, wurde ich gleich für den nächsten Sonntag zu eben diesem Fest eingeladen. Das war eine besondere Ehre für mich, denn nur die engste Familie des Heims durfte daran teilnehmen. Dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön!

Also bin ich nach nur sechs Tagen nach Granada zurückgekehrt. Sandras Gastfamilie hat mich mit offenen Armen empfangen, denn ich wollte, bevor ich zum Mithelfen ins Heim lief, zumindest meine Sachen kurz abstellen. Das war eine schlaue Entscheidung. Bis fast halb zwölf nachts waren wir im Projekt, um Luftballons aufzublasen, zu bekleben, die Sitzordnung festzulegen (die am nächsten Tag dann doch noch mal umgeworfen wurde…) und alles anstehende noch mehr oder weniger gut zu bearbeiten.

Nach nur knapp vier Stunden Schlaf ging es Sonntag früh schon wieder los, um die Mädchen für die Messe mit dem Bischof fertig zu machen. Zu dem Anlass kamen alle mit einem neuen Kleid, was unglaublich schön aussah.

Alles begann mit der Sieben-Uhr-Messe in der nahe gelegenen parroquia

Beim Mittagessen war die Stimmung heiter. Zu Marimba-Tönen lässt es sich unglaublich gut quatschen. Auch getanzt wurde natürlich zur typischen Nica-Musik. Und es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass alle dabei waren: Von der Jüngsten bis zur Ältesten, von den drei Freiwilligen bis den im Projekt lebenden Nonnen, von der Erzieherin bis zum Pfarrer. Alle. Und ja, es ist schon ein herrlicher Anblick, wenn ein Pfarrer mit nicaraguanischem Hüftschwung tanzt. Da lacht die Seele.

Immer auf den Beinen, um zu schauen, was noch zu tun ist – das ist meine Mitfreiwillige Sandra

Langsam trudeln alles zum Essen und tanzen ein. Selbst der Bischof war eingeladen – auch wenn er nicht lange blieb

Wenn schon einmal alle beisammen sind und dazu auch noch so schön, da kann man gleich ein offizielles Foto machen.

Gegen drei Uhr nachmittags haben sich dann schließlich doch alle müde und glücklich auf den Weg nach Hause gemacht. Es wurde aufgeräumt und ich bin mit einer Menge neuer Eindrücke im Gepäck nach Juigalpa zurückgefahren.

Dort geht die Feier jetzt weiter, denn es hat die Zeit der Purisima begonnen. Einem Fest, welches am 08. Dezember im ganzen Land seinen Höhepunkt findet. Mit Umzügen, Rosenkranzgebeten und Süßigkeiten wird sich jedoch jetzt schon auf das Fest „Mariä Empfängnis“ vorbereitet.

In dem Sinne

Quien causa tanta alegria?

La concepción de Maria!

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