Wie schnell die Zeit verrennt…

17. Okt 2017 | von | Kategorie: Freiwillige 2017/2018, Marianka Rehm in Bolivien

Ich kann gar nicht glauben, dass ich nun schon über zwei Monaten hier in Bolivien bin. Die Zeit vergeht einfach unglaublich schnell. Jedenfalls habe ich mich sehr gut eingelebt und fühle mich echt wohl hier. Auch die Leute im Projekt sind unglaublich nett und die Arbeit dort bereitet mir sehr viel Freude! Im Folgenden werde ich einen kleinen Einblick in meinen Arbeitsalltag geben:

„Michme“, so wird das Zentrum genannt, in welchem ich arbeite, ist ein Zentrum, in welchem Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren vor beziehungsweise nach der Schule betreut werden. In „Michme“ können sie ihre Hausaufgaben machen, gemeinsam Freizeit verbringen und erhalten täglich Mahlzeiten wie Frühstück, Mittagessen und Tee am Nachmittag. Außerdem finden rund ums Jahr auch außerhalb des Zentrums verschiedene Aktionen statt.

Nach einer kurzen Minibusfahrt und Fußmarsch am Morgen komme ich in „Michme“ an und betrete den Saal der 9-12-Jährigen. Sobald ich bemerkt werde, rennen die Kleinsten (zwischen 4 und 8 Jahre alt) auf mich zu und rufen „Marianka!“. Nach dieser freudigen Begrüßung setzen auch sie sich wieder an ihren Platz und machen durch das vorausgegangene Frühstück gestärkt ihre Hausaufgaben. Meine Aufgabe ist es, sie dabei zu unterstützen. Der Saal wird betreut von Tania, der Leiterin von „Michme“. Sie ist echt nett und hat mich sehr lieb als ihre Assistentin aufgenommen =)

Nachdem die Hausaufgaben alle erledigt sind, steht Freizeit auf dem Tagesplan. Dann gehen meist alle nach draußen und wir spielen zusammen solange Fußball bis plötzlich irgendjemand ruft: „A la sala!“. Um 12.30 wird gemeinsam Mittaggegessen. Dieses ist wirklich lecker! Zubereitet wird es von zwei sehr sympathischen Frauen, die tagtäglich in der Küche von „Michme“ stehen und liebevoll die Mahlzeiten für die Kinder zubereiten.                                                                                
Nun findet ein fliegender Wechsel statt: Diejenigen Kinder und Jugendlichen, die morgens im Projekt waren, gehen mittags zur Schule. Andere waren morgens in der Schule und trudeln nun bis ca. 14.00 zum Mittagessen ein. Zuständig bin ich jetzt für die 5- und 6-Jährigen. Hat jedes Kind den Teller leergegessen und seine Zähne geputzt, geht es auch für sie an die Hausaufgaben. Später dürfen sie nach draußen zum Spielen oder wir gehen gemeinsam in die sogenannte „Ludotheca“. Dort können sich die Kinder austoben, aber auch Lern- und Brettspiele machen. Ein weiteres Highlight ist freitags ab und zu der Besuch des Fernsehraums, wo zur Einstimmung aufs Wochenende ein Film gezeigt wird.

Bevor um 17.00 Uhr alle nach Hause gehen, gibt es schließlich nochmal eine kleine Stärkung (meist Kaba oder Tee mit Keksen, Brötchen oder auch Obstsalat).

So ungefähr sieht mein Tag in Palliri aus. Die Arbeit ist sehr vielseitig und macht echt Spaß! Die Kinder sind meist sehr neugierig auf mein Herkunftsland Deutschland =)

Tagesablauf in „Michme“

 

Der Saal der 5- und 6-Jährigen

 

Im Computerraum haben die Schüler und Schülerinnen von Palliri die Möglichkeit, sich mit modernen Medien zu informieren. Die hinten liebevoll eingerichtete Ecke erinnert die Kinder und Jugendlichen an ihre Herkunft und Identität, denn viele der Familien in El Alto kommen ursprünglich vom Land.

 

Noch ist der Hof leer und drinnen werden fleißig Hausaufgaben gemacht, doch das ändert sich gleich und es wird zusammen Fußball gespielt.

 

 

Kleine Stärkung bevor alle nach Hause gehen

 

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