Die Kinder machen Zirkus…!

16. Okt 2017 | von | Kategorie: Jan Kaatze in Mexiko

Nach dieser Überschrift kann ich gleich beruhigen, es handelt sich hierbei um ein Zirkusprojekt, welches ich diese Woche gestartet habe.

Da ich bereits in Deutschland an meiner ehemaligen Schule in einem Zirkus tätig war, kam diese Idee ziemlich am Anfang des Freiwilligendienstes. Doch wie fängt man mit so einem Projekt an?

Zunächst einmal musste geklärt werden welche der vielen Bereiche eines Zirkuses überhaubt abgedeckt werden können. Heraus kamen dann Jonglage und Akkrobatik; für beides benötigt man kaum Materialien, was mir sehr entgegen kam. Matten für die Akrobatik waren schon von anderen AGs vorhanden, dass einzige Problem stellten zunächste die Jonglierbälle dar. Da diese ziemlich teuer zu kaufen sind und ich nicht das Geld der Schule verwenden wollte, was mir sogar angeboten wurde, beschloss ich diese selber herzustellen. Wie das…?

Eigentlich ganz einfach: Aus mehreren Luftballons und feingesiebter Erde entstanden so die ersten Jonglierbälle.

Zuerst wurde genügend Erde gesiebt…

…welche dann mit Hilfe eines Flaschen-trichters in den Luftballon eingefüllt wurde.

Zur Stabilität kamen dann noch mehrere Ballons drüber und…

…fertig sind die ersten Jonglierbälle!!

Un wärend man so durch die Schule läuft, passiert es schon mal, dass man in eine Klasse gerufen wird und eine kleine Jongliervorführung geben soll..

Eine Spontanaufführung in der Schulklasse

 

Leider konnte ich diese Woche noch nicht mit dem Zirkus anfangen, da noch nicht fest stand, welche Kinder in dem Zirkus mitmachen können. Da mehr als 200 Schüler an der Schule sind und nicht alle Nachmittags in einer AG sind, gab es sehr viele Kinder, die unbedingt in einem Zirkus mitmachen wollten. Als eine Person, welche nur mäßig Spanisch spricht, ist es jedoch fast unmöglich mit 50 Kindern gleichzeitig zu trainieren, weshalb letztendlich zufällig entschieden wurde, welche Kinder mitmachen können.

 

Ein Ausflug in die größte Stadt der Welt

Letztes Wochenende war ich in Mexiko-Stadt. Der Grund für diesen „Ausflug“ war ein Sicherheitsbriefing in der Haupstadt, an welchem ich und ein anderer Freiwilliger meiner Organisation, Markus, teilnahmen. Als Unterkunft diente uns das Projekt, in dem Markus zu der Zeit arbeitete.

Abends nach 7 Stunden fahrt angekommen, empfing mich Markus am Bahnhof, worauf hin wir beide gleich feststellten, wie merkwürdig es doch ist nach zwei Monaten wieder Deutsch zu reden…

Am nächsten Tag ging es dann los zum Sicherheitsbriefing, wo wir gleich auf 20 andere deutsche Freiwillige trafen, was fast schon ein Kulturschock ind die andere Richtung war… Trotzdem war es sehr interresant von den anderen Freiwilligen in Mexiko zu hören und sich auszutauschen. Das eigentliche Briefing war auf Punkte wie Kriminalität und Erdbeben ausgelebt, was vor allem in der letzten Zeit ein sehr aktuelles Thema in Mexiko war und einem hilfreiche Tipps für solche Fälle geben konnte.

Am Tag darauf haben wir die Pyramiden von Teotihuacán besucht, welche mit zu den Bedeutensten in ganz Amerika zählen. Nach einem anstrengenden Aufstieg wurden wir dann mit einer unglaublichen Sicht über große Teile der Stadt belohnt.

Die „Sonnenpyramide“

Die Pyramide des Mondes

Wie die Überschrift schon sagt, ist Mexiko-Stadt eine unglaublich große Stadt. Für jede Strecke die man mit dem Auto zurücklegt, kann man im Vorhinein schon mal mindesten eine Stunde Fahrt einplanen, da fast auf allen Straßen Stau herscht. Bei fast 9 Millionen Einwohnern in einer Stadt wann es einem schonmal sehr unheimlich vorkommen, dass so viele Menschen auf einem Fleck leben. Umso mehr hat man das Gefühl von den Menschen die man dort trifft gleich als Freund aufgenommen zu werden.

Die Zeit in Mexiko-Stadt habe ich wirklich sehr genossen und werde die Stadt auf jeden Fall nochmal besuchen.

 

2 Millionen Menschen laufen für Maria

In der letzten Woche habe ich an der „Romeria“ teigenommen. Hierbei handelt es sich um einen Lauf von vielen Kilometern, zu Ehren der Maria (la virgen), welcher jedes Jahr am 12. Oktober stattfindet. Morgens um 6 Uhr ging es von Guadalajara los zur Basilika von Zapopan, einer angrenzenden Stadt. Schon von weitem hört man die Musik und die vielen Tänzer die auf der Straße sind.

Morgens ging es schon im Dunkeln los…

Viele Tänzer sind auf der Straße

Nach Stunden des Tanzens und Laufens gab es dann in, bzw. vor der Basilika eine Messe zu ehren der Maria.

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