Viva Nicaragua!

21. Sep 2017 | von | Kategorie: Freiwillige 2017/2018, Sandra Abrantes Diaz in Nicaragua

Laute Rufe, viele Trommeln, tanzende Nicas und eine menge „Viva Nicaragua!“-Rufe erfüllten letzte Woche den Unabhängigkeitstag. Am 14. September war der Höhepunkt wochenlanger Vorbereitungen endlich Wirklichkeit geworden.

Im Allgemeinen habe ich schon festgestellt, dass in Nicaragua tatasächlich viel gefeiert wird. Es gibt immer einen Anlass, um laute Musik zu hören, Folklore (so nennt man den hier typischen Volkstanz) zu tanzen oder eine Piñata aufzuhängen. Begleitet wird das Ganze meistens mit lauten Trommeln und einer Menge Freude!

Meine Schwester und ich

Überall schienen sich die Menschen auf den 14. September vorzubereiten. In den Schulen wurden viele Sachen zu diesem Thema gebastelt und besonders viele Nachmittage für den Umzug geübt. Ja genau, anlässlich des Unabhängigkeitstag gab es hier in Granada einen großen Umzug, der von Schülern gestaltet wurde. Dabei war es für mich besonders beeindruckend, dass die besten Schüler in verschiedenen Kategorien (Sport, Mathematik, Kunst, …) und Altersklassen geehrt wurden. Hier ist es von großer Bedeutung zu den besten Schülern zu gehören, was – wenn wir mal ehrlich sind – in Deutschland nicht der Ehrgeiz der meisten Schüler ist.

Während die Besten auf der Bühne Platz nahmen, führte jede Schule mit ihren besten Schülern einen kleinen Akt vor. Diese waren entweder eine Tanzchoreografie oder ein Marsch mit Fahnenschwenken. Da meine Gastschwester in ihrem Jahrgang Primatin ist, hatte sie ebnefalls die große Ehre  eine Fahne tragen zu dürfen!

Da dieser Tag so wichtig für die Nicas ist, gibt es hier eine ganze Woche Ferien! Ja, also ganz so gut hatte ich es nicht, weil ich eine normale Arbeitswoche hatte. Während sich also viele Mädchen und alle Erzieherinnen in die Ferien verabschiedeten, ging der Alltag im Heim natürlich weiter. So genoss ich das erste mal eine Stille im Heim und entspannte Tage, an denen wir viel gebastelt und zusammen gekocht haben. Trotz allem habe ich natürlich nicht die Festlichkeiten verpasst!

 

 

Irgendwie wollte ich dann doch noch die Ferien ausnutzen (auch wenn es eigentlich ein normales Wochenende für mich war) und verbrachte zwei Tagr auf der Vulkaninsel „Ometepe“. Zusammen mit einer Freiwilligen fuhren wir nach Rivas und danach weiter mit der Fähre auf die Insel, ins Grüne. Dort trafen wir noch auf zwei Deutsche, die auf der Insel wohnen. Obwohl wir Pech mit dem Wetter hatten, konnten wir sehr gut entspannen und ich bin erholt in diese Woche gestartet.

Mit anderen Freiwilligen auf Erkundungstour. Hinter uns der Vulkan

 

Umgeben vom Nicaragua-See

 

Ojo de Agua – eine Mineralquelle zum Entspannen

 

Meine Arbeit im Heim läuft weiterhin sehr gut. Ich verbringe viel Zeit hier und mir macht es auch sehr viel Spaß! Ich habe mit jetzt auch ein Spanisch-Nica-Wörterbuch angelegt, denn auch ich muss hier einiges von ‚meinen‘ Mädels lernen!

Bis bald 🙂

 

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