Ate Luise im office

3. Sep 2017 | von | Kategorie: Freiwillige 2017/2018, Luise Reichelt auf den Philippinen

Nun komme ich endlich mal dazu euch einen kleinen Einblick in meine letzten Arbeitswochen zu geben! Seit dem 21.08. helfe ich nun schon im Projekt mit und bin sehr begeistert und stolz, was meine Chefin alles meistert. Aber jetzt fange ich mal von vorne an zu erzählen!

Ate Reggi (meine Chefin) und ich

Das Sponsorship-Programm ermöglicht mehr als 400 Kindern den Besuch einer Schule und finanziert die schulischen Mittel. Dabei handelt es sich um Sponsoren aus der ganzen Welt und sogar aus verschiedenen Kontinenten. Die Familien können aus den verschiedensten Gründen das Geld für die Schule nicht aufbringen und werden daher vom „Archdiocesan Shrine of Our Lady of Lourdes – Sponsorship program“ unterstützt. Die Kinder kommen nach der Schule auch in das Projekt um an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Mich beeindruckt es auch sehr, dass hier jeder jedem hilft beispielsweise bei den Hausaufgaben! Die Kinder schreiben ihren Sponsoren auch regelmäßig Briefe und bedanken sich bei Ihnen oder zeigen Ihnen stolz, was sie mit ihrer Hilfe schon alles erreicht haben! Dazu gehören auch die Weihnachtskarten, die ich schon vorbereiten konnte und für die deutschen Sponsoren auch übersetzten durfte. Ihr könnt euch vorstellen, dass dies viel Arbeit macht und ich bin froh dabei mithelfen zu können.

Einer der Stapel – so viele Weihnachtskarten zum übersetzten! In meinem Kopf klingeln schon die Weihnachtsglocken.

In dieser Woche haben wir auch eine großzügige Spende von einem befreundetem Priester erhalten. Die vielen Packungen waren gefüllt mit Keksen und ich habe mitgeholfen kleine Tüten vorzubereiten, damit jedes Kind eine Packung erhalten kann.
Das Team des Projektes ist super nett und es macht viel Spaß mit Ihnen zu arbeiten, auch wenn ich nicht immer alles versteh, wenn sie Bisaya reden.

Wir bereiten die Kekstüten für die Kinder vor

 

Projektarbeit

Die Gemeinde bietet jedoch noch viele weitere Dienstleistungen an, an denen ich auch mitwirken kann!
Dazu gehört zum Beispiel die Vorschule, in der ca. 13 Kinder auf die Schule vorbereitet werden und zum Mittag einen Snack erhalten. Nach bereits 2 Tagen konnte ich fast alle Namen und die Kinder haben es sehr genossen mit mir zu spielen. Die Kinder rufen mich auch schon immer mit „Ate Luise“ und freuen sich mich zu sehen. Diese Anrede ist hier auf den Philippinen sehr üblich und zeigt Respekt.

Außerdem gibt es noch das „feeding center“! Jeden Tag werden dort die Kinder mit ihren Müttern mit einem kleinen Minibus aus den verschiedenen Bezirken abgeholt und zum Center gebracht. Wir spielen dann ein bisschen mit den Kindern, die von ein paar Monaten bis zu 6 Jahre alt sind, und sie bekommen eine warme Mahlzeit. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Ernährung der Kinder und das sie auch genug zu essen bekommen. Hier habe ich schon gemerkt, wie wichtig dies für die Kinder ist.

Gestern konnte ich dann auch schon zum zweiten Mal den Priester Mac begleiten. In einem wirklich kleinen Minibus fahre ich zusammen mit vier weiteren Freiwilligen in die schwierigen Bezirke. Mit auf der Ladefläche haben wir 4 riesige Töpfe gefüllt mit Reis, Gemüse und „lugaw“ (Reisbrei mit Fleischstückchen) und fahren durch die ganze Stadt. An einigen Standorten halten wir an und verteilen das Essen, an die Leute und geben dabei auch jedem Kind ein bisschen Geld um sich Wasser zu kaufen.
In dem kleinen Minibus ist es dann schon wirklich warm, wenn auch noch der Dampf aus den Kochtöpfen steigt. Es hat mich aber sehr beeindruckt die verschiedenen Bezirke zu sehen und wie sehr die Menschen auf die Unterstützung von Priester Mac angewiesen sind. Ich hoffe, dass ich in nächster Zeit eine große Hilfe dabei sein kann!

der Minibus zum Verteilen des Essens an die Straßenkinder

die freudigen Gesichter

 

der Priester Mac (im Blumenshirt) ist sehr unterhaltsam

Mein aller erster Arbeitstag!
Als ich das erste Mal zum Projekt gebracht wurde, war ich schon ein bisschen aufgeregt aber habe mich auch sehr auf die Kinder gefreut. Leider war mein erster Tag ein Feiertag und ich konnte demnach nicht viel machen, da die meisten zuhause waren. Doch trotzdem wurde ich schon am Eingang ganz herzlich begrüßt!

ein herzliches Hallo am Eingang

Nur die Tanzgruppe hat für das Event am Abend geprobt und ich konnte zuschauen, was sie so alles einstudiert haben! Der Anlass der Feierlichkeit war der Besuch einer Priesters mit italienischen Wurzeln, der auch die Messe abgehalten hatte.
Nach dem Gottesdienst wurde ich dann auch zu der Veranstaltung eingeladen, bei der die Kinder ihre Tanzkünste präsentiert haben. Wirklich beeindruckend war dabei auch der Tinikling, dabei tanzen die Leute zwischen Bambusstangen. Dieser Tanz wirkt auf mich noch sehr gefährlich, da die Bambusstangen in einem Rhythmus zusammengeschlagen werden und man schnell den Fuß wegziehen muss!
Abgesehen von den faszinierenden Tänzern waren die meisten aber auch sehr an meiner Größe interessiert, wodurch ich unendliche Fotos gemacht habe und mir meine Mundwinkel schon wehtaten.
Die drauffolgenden Tage waren noch etwas chaotisch für mich, da ich mich erstmal in den Alltag einfinden musste. Wenn ich nun morgens aufstehe und erstmal unter die Dusche springe, freue ich mich schon auf mein Projekt.

die Kleinen zeigen, was sie einstudiert haben

eines von unzähligen Fotos des Abends

Bisher war es bei mir also sehr aufregend und ich habe viel erlebt!
Ich komme schon gar nicht hinterher mit den vielen Eindrücken, die ich mit euch teilen möchte. Bleibt einfach weiterhin gespannt!

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Ein Kommentar
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  1. Sehr gut geschrieben, wir fühlen uns als ob wir dabei sind.
    Gisela und Bernd

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