Tägliche Überlebenskunst

25. Aug 2017 | von | Kategorie: Freiwillige 2017/2018, Luise Reichelt auf den Philippinen

Seit ich nun schon auf der kleinen Insel Cebu bin, wurde ich immer mit dem Auto an mein Reiseziel gebracht! Auch in meiner ehemaligen Gastfamilie war das Auto, das häufigste Transportmittel. Ein großer Vorteil ist dabei auch die angenehm kühle Klimaanlage im Auto, die hier unverzichtbar ist!
Mit meiner Gastschwester in Liloan durfte ich nun schon in den Genuss kommen mit einem „Jeepney“ nach Cebu City zu fahren. Damit ich auch Platz in dem Fahrzeug finde, hatte sie extra für mich einen großen „Jeepney“ gewählt! Schnell habe ich auch begriffen, dass dieses Transportmittel sehr beliebt ist, da immer mehr Leute einstiegen. Insgesamt saß ich dann mit 30 Leuten in diesem kleinen Minivan und beneidetet den Fahrer, der nicht Bein an Bein zwischen so vielen Leuten sitzen musste.
Um von einem Punkt zum Anderen zu kommen, ist der „Jeepney“ sehr günstig aber eben auch gefährlich, da er nach seinen eigenen Regeln fährt.
Eine Fahrt mit dem Auto ist daher auch immer eine kleine Herausforderung, da man auf alles achten muss, von Fußgänger, die einfach die Straße überqueren, bis hin zu Bussen, die einen auch mal auf der Gegenspur überholen. Daher wird die Hupe auf den Philippinen auch eher als Signal benutzt für: Hey, ich fahre hier!

Jeepneys unterwegs auf den Straßen

Wenn es an einer Kreuzung keine Ampel gibt, ist es immer ein kleines Chaos vorwärts zu kommen, wobei einem dabei Verkehrsregler helfen sollen, was aber nicht immer so gut klappt. Das liegt aber auch daran, dass jeder so fährt, wie er will. Deshalb ist es auf einem Motorrad am gefährlichsten, diese drängeln sich durch jede Lücke um vorwärts zu kommen. Insgesamt also eine sehr gefährliche Angelegenheit mit der die Filipinos aber tagtäglich zurechtkommen.
Neben den kleinen Minivans gibt es aber auch die „Tricycles“, die einen direkt vor die Haustür bringen. Diese erinnern mich an Fahrradrikschas, wobei es die „Tricycles“ auch in der Motorradversion gibt und man nicht hinter dem Fahrer sondern neben ihm sitzt.
Für mich sind sie nur etwas klein und ich muss aufpassen, dass ich mir nicht bei jedem Stolperstein, den Kopf anstoße.

die Straßenspur wird hier auch nicht immer eingehalten

In meiner neuen Gastfamilie kann ich zu meiner Arbeit auch laufen, möchte aber auch mal das Fahrrad ausprobieren. Dabei ist jedoch das schwierigste das Überqueren der Straße, obwohl ich schon den Zebrastreifen benutze! Man muss hier aber trotzdem noch mit einer Handgeste versuchen, die Autos zum Anhalten zu bewegen, sodass man unversehrt auf der anderen Straßenseite ankommt. Ich bin schon gespannt, wie ich das in nächster Zeit meistern werde.

Ich hoffe, ihr habt nun einen kleinen Eindruck davon gewonnen, wie der Verkehr hier so läuft! Freut euch auf weitere Blogeinträge…

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