Nach 24 Stunden am anderen Ende der Welt

3. Aug 2017 | von | Kategorie: Sandra Abrantes Diaz in Nicaragua


Hallo ihr Lieben,

Ich bin da! Heute Nacht bin ich nach einer 24-stündigen Reise in Granada, Nicaragua, angekommen. Hier wurde ich sofort herzlich am Flughafen von zwei Schwestern in Empfang genommen, die mich zu meiner Gastfamilie  fuhren, die mich ebenfalls schon mit offenen Armen erwarteten.

Bevor aber das Abenteuer losgehen konnte, hieß es zunächst Abschied zu nehmen in Deutschland. Nach einem letzten Frühstück mit frischen Brötchen ging es auch schon los nach Köln, wo der ICE mich zum Flughafen nach Frankfurt brachte. Von dort ging es zusammen mit Lea, die auch nach Nicaragua gereist ist, mit dem Flieger nach Houston, Texas.  Elf Stunden! Um weiter nach Managua, der Hauptstadt Nicaraguas zu fliegen, hatten wir noch zwei Stunden Umsteigezeit. man glaubt es nicht, aber wir erreichten das Flugzeug erst kurz vor knapp, weil wir lange auf unser Visum (ja man braucht in Amerika auch für das Durchreisen ein Visum!) warten mussten. Jetzt einmal dieAugen zu machen – Pustekuchen! Ich saß neben einem jungen nicaraguanischen Mädchen (einer Nica), mit der ich mich über die verbleibenden drei Stunden bis zum langersehnten Ziel unterhielt. Um sechs Uhr deutsche Zeit, endlich gelandet! Hola Nicaragua!

Von weitem winkten mir schon Schwester Ligia und eine weitere Schwester und nahmen mich herzlich mit einer festen Umarmung in Empfang. Sie brachten mich zum etwa eine Stunde entfernten Granda mit dem Auto – mein erstes nicaraguanisches Erlebenis, denn diese Fahrt war alles andere als „Deutsch“. Bei jeder Kreuzung die wir überfuhren wurde gehupt, um anzukündigen, dass wir jetzt durchfahren, bei jedem Gegenverkehr, der erschien wurde gehupt, um sicherzugehen, dass dieser bloß in seiner Spur bleibe und sobald ein Hund in Sicht war oder bereits schon auf der Fahrbahn stand musste dieser durch Licht und weiterem Hupen beseitigt werden. Ja, Hunde auf der Straße sind hier keine Seltenehit!

Mindestens genauso herzlich wie am Flughafen begrüßten mich meine Gasteltern, die so lange wach geblieben waren, um mich zu empfangen. Obwohl ich eigentlich nur noch schlafen wollte – es war in Deutschland schon acht Uhr morgens – wurde mir noch das Haus gezeigt und dann hieß es für mich das erste mal Buenas noches!

Am ersten Morgen begleitete mich meine Gastmama mit dem Fahrrad durch die Statdt, um mir wichtige Adressen zu zeigen und um mir einen ersten Eindruck von Nicaragua vermitteln zu können. Meine ersten Eindrücke: Es ist sehr warm, obwohl hier Winter ist, und aus dem Nichts kommen heftige Regenschauer, die aber nach 20 Minuten schon aufhören; der Straßenverkehr hat hier seine eigenen Regeln, aber dennoch passieren kaum Unfälle;  es gibt viele Kirchen, die alle ihre eigene Schönheit haben und an jedem Haus steht ein Schaukelstuhl! Auch mein Projekt, in dem ich ab nächster Woche arbeiten werde, durfte ich kennenlernen. Die Mädchen freuen sich genauso sehr wie ich auf diesen Tag! Am Nachmittag fuhr ich dann noch mit meinem Gastpapa auf dem Motorrad zum Nicaraguasee, der bis nach Costa Rica reicht. Zusammen mit meinen Gastschwestern verbrachte ich meinen ersten Abend in Granada – wir haben viel gelacht, gequatscht und bis spät abends noch gemalt. Vorallem meine Größe war für die beiden irritierend. Mit meinen 1,60m kann ich leider nicht ihre Vorstellung einer „Deutschen“erfüllen 🙂

Nach den ersten Stunden in meinem zweiten Zuhause habe ich ein schönes Land entdeckt, eine leiebe Gastfamilie und andere Menschen ins Herz geschlossen und freue mich auf die Zeit hier!

 

 

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Ein Kommentar
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  1. Hola Sandra
    Freud mich zu hören das deine ersten Eindrücke so positiv ausfallen.

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