Ein Unterschied wie Tag und Nacht

La Paz
La Paz

Jetzt bin ich schon fünf Wochen in Bolivien und die Zeit ist blitzschnell vergangen. Im Moment gibt es nichts Neues aus Wiphala zu berichten, deshalb hier mal ein kleiner Bericht von meinem letzten Wochenende.

So durfte ich am letzten Samstag eine erste Entdeckungstour durch La Paz machen. Ein Junge aus meinem Projekt hat am kommenden Montag eine Englischprüfung und so haben wir beides miteinander verbunden: Er führte mich durch die Stadt, während ich ihm immer wieder mit dem Englischen half.

"Zebras"
"Zebras"

Am frühen Nachmittag ging es dann von mir zu Hause los! Mit der Seilbahn, die von El Alto nach La Paz führt, ging es ins Tal. Als wir dann durch die Straßen gingen, war ich wirklich erstaunt. Nicht nur das Wetter ist in La Paz anders (es ist nämlich wesentlich wärmer), sondern auch die Gebäude und die Menschen: während in El Alto sehr viele Aymara (so nennt man die indigene Bevölkerung) leben, sind sie in der Großstadt La Paz kaum zu sehen. Doch auch die Gebäude sind in La Paz keine Hütten, sondern gut ausgebaute Hochhäuser.

La Paz
La Paz

Nachdem wir also mit der Seilbahn gefahren sind, gingen wir zu einem Park, der, wie sich herausstellte, halb Kinderspielplatz und halb Museum war. Das Museum war im Hinblick auf meine Spanischkenntnisse vielleicht nicht die beste Idee, doch das, was mich erwartete, war es wert! Von dort aus hatte man nämlich einen Ausblick über die ganze Stadt, der wirklich unvergleichlich schön war!

Danach gingen wir weiter zu einem Essensmarkt. Dort wurde alles mögliche an Essbarem verkauft. Was mich aber am meisten freute, war ein Kaffeestand, der Kaffee aus Kaffeebohnen anbot! So durfte ich nach 5 Wochen wieder einmal einen „richtigen“ Cappuccino trinken, denn bei mir zuhause gibt es nur Instantkaffee. Auf diesem Markt ist dann auch das Foto mit den Zebras entstanden. Menschen in Zebrakostümen spielten dort mit den Kindern und sorgten für gute Stimmung. Im Alltag findet man sie auch öfters an Straßenübergängen, dort helfen sie Fußgängern, die Straße zu überqueren; das ist hier nämlich gar nicht so einfach, denn Ampeln gibt es nur in den reicheren Gebieten und die Autofahrer halten nicht für Fußgänger.

Am Ende des Tages wurden wir dann von dem Onkel meines Begleiters (er ist Busfahrer) wieder zur Seilbahn gefahren und von da aus ging es mit einem heißen Kakao mit Milch nach Hause.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Stadt La Paz geben und aufzeigen, wie unterschiedlich die Menschen in La Paz und El Alto leben. Mich hat es auf jeden Fall beeindruckt und ich denke, die Bilder sprechen für sich.

Dann sage ich mal

Bis bald

Eure Julia