Und plötzlich war ich weg…

7. Aug 2016 | von | Kategorie: Freiwillige 2016/2017, Konstantin Bertling in Ecuador

Blick über das Kinderheim

Blick über das Kinderheim

Und plötzlich war ich weg von zuhause. Leute die mich kennen, wissen, dass ich an den kompletten Freiwilligendienst immer sehr locker und „entspannt“ herangegangen bin. Aber jetzt plötzlich holt es auch mich ein: Alle reden spanisch, es ist viel wärmer, generell irgendwie ist Alles anders. Dann kommen die Fragen auf: Was tust du dir hier an, du hättest doch auch einfach ein FSJ zuhause irgendwo machen können… Was machst du denn jetzt ein Jahr ohne Familie, Freunde, Karneval…

Aber je weiter man dem Ziel gekommen ist, desto größer ist auch die Vorfreude auf die Dinge, die ich im Freiwilligendienst erleben werde.

Am Freitagmorgen, um drei Uhr, ging es in Hennef los. Nach Frankfurt. Von dort nach Madrid. Von dort elf Stunden nach Quito. Von dort drei Stunden nach Santo Domingo. Immer wieder irgendwelche Verzögerungen hier und da. Und so war ich dann nach 24h im Casa Hogar de Jesús angekommen.

Der erste Tag im Heim gestaltete sich doch schwieriger als gedacht. Alle anderen Freiwilligen des letzten Jahrgangs sind bereits abgereist, was mir bis dahin gar nicht so klar war. Zusätzlich kommt die andere Freiwillige meines Jahrgangs erst in anderthalb Monaten. Keiner außer der Heimleiterin Teresita spricht Englisch, geschweige denn Deutsch.

Am Morgen habe ich direkt das erste Mal mitgefrühstückt. Ich glaube es gab Ei mit irgendwas drinne… Bin mir nicht ganz sicher. Für ein paar Sätze mit den Kids, wie sie denn heißen und wie alt sie sind hat das Spanisch dann zum Glück doch noch gereicht.  Mittags war ich dann bei der Mutter von Teresita zum Essen: Sowohl der Reis als auch die Champignons als auch die Erbsen und die Mören waren sehr lecker (ich weiß, ich erkenne mich selber nicht mehr wieder :D)

Das soll’s dann auch erstmal gewesen sein mit meinem ersten Blogeintrag. Viele Grüße nach Deutschland, und denkt dran, wenn irgendjemand den ich kenne Geburtstag hat, muss mir das vorher jemand schreiben damit ich das nicht vergesse 😀

Euer Konni

(Übrigens, das Bild ist nicht von mir selber geschossen, so gutes Wetter war hier heute nicht. Gerne könnt ihr euch die Webseite des Kinderheimes, wo ich das Bild gefunden habe, angucken: hogardejesus.com)

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5 Kommentare
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  1. Hallo Konstantin,
    ….und plötzlich warst du weg, tatsächlich. 🙂
    Letzte Woche habe ich noch deinen Artikel in der Kirchezeitung gelesen und dich gesehen…
    Auf jeden Fall wünsche ich dir eine gute Zeit in der Ferne mit interessanten Erfahrungen (damit sich der Schuhkarton füllt).
    Ich freue mich weitere Berichte von dir zu lesen.
    Liebe Grüße aus der Heimat
    Bärbel

  2. Hallo Konni,

    Freut mich daß du gut angekommen bist und es dir gut geht. Ich denke es wird eine tolle Erfahrung sein eine ganz andere Kultur ( Essen und Gewohnheiten ) und neue Menschen kennen zu lernen. Ich wünsche dir eine gute Zeit und bleib gesund. Dein Freund Dirk.

  3. Mensch Konni,

    Wie schön von dir zu lesen! Aber die Zeit ohne dich wird auch für uns sehr schwer.. Karneval ohne die hennefer Erdbeere?

  4. Hallo Konstantin, ich hoffe Du hast dich schon ein wenig eingelebt.
    Wie geht es dir denn so?
    Wie laüft das mit der Sprache?Essen ok?
    Werde mich ab und zu hier mal melden.
    Bleib gesund.
    Gruß dein Patenonkel

  5. Hallo Konstantin,
    das hört sich doch gut an… vielleicht braucht man einige 1000 km Entfernung von zu Hause , um die Dinge im richtigen Licht zu sehen….und damit meine ich nicht nur Möhren mit Erbsen…in diesem Sinne wünsche ich dir noch viele aufregende und verblüffende Erfahrungen. Wir werden dich doch noch wiedererkennen nach dem Jahr ???
    Viele Grüße von Helga

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