Arrived safely. Sicher angekommen. Deutschland.

3. Aug 2016 | von | Kategorie: Aktuell, Freiwillige 2015/16, Johanna Saalfrank auf den Philippinen

Time to pack my bags and leave
Oh, it’s been a year and I know it’s over
I’m glad I’m walking out differently
Finally I feel the air I breathe in
And I can see the light
Become a light of me
Well in your lights I’ll always be

Oh I don’t know where I am
But it feels like home.

– Son Mieux in Feels

Ich bin zurück in Deutschland. Und die Hoch/Tiefphase, die ich vor dem Abschied hatte, hält an. Bisschen Stimmungsschwangkungen. Gefühlsüberflüsse, die richtig anstrengend sind.

Ich kann noch nicht ganz begreifen, dass ich eben nicht in ein paar Tagen zurück in das Nest fliege, dass ich mir in den vergangenen Monaten alleine gebaut habe. Beim Landeanflug auf Frankfurt kamen mir wieder die Tränen, nachdem ich die vom Abflug getrocknet hatte. Wow! Du bist zurück in Deutschland. Gefühlschaos. Vorfreude auf das Wiedersehen. Ich habe meine Eltern überrascht. Traurigkeit, dass dieses Abenteuer vorbei ist. So lange ich drauf hingefiebert habe und so unendlich dankbar ich bin, es erleben zu dürfen. So wunderbare Menschen kennengelernt und eine so schöne Kultur mitleben zu können. Sie in mir zu behalten.

Danke.

Danke.

Ich bin in vielen Momenten viel zu nachdenklich, sehne mich zurück. Vermisse das Chaos, das Leben, die Früchte, den Klang der Sprache. Man hat sich an viele Dinge gewöhnt, die in unserer Kultur nicht ganz „normal“ sind. Aber es ist okay, es ist eine andere „Welt“.

Und natürlich bin ich froh in der Heimat zu sein. Es ist bequem in hier. Leben im Überfluss. Aber das hab ich gar nicht so sehr vermisst. Ich bin froh mit meiner Schwester durch die Landschaft fahren zu können und zu spaßen. In Deutschland fahren wir übrigens total schnell Auto – so kommt es mir vor. Ich genieße es mit der Familie zu reden. Freunde zu sehen, diese zu umarmen und unendlich lange Gespräche. Die, die schon waren und die, die noch kommen werden.

willkommen geheißen.

willkommen geheißen.

Trotzdem ist ein komisches Gefühl dabei. Es ist alles so vertraut und doch haben sich ein paar Dinge verändert. Wär ja auch schade wenn nicht. Und mit den Dingen auch ich selbst. Ich lebe mehr im Moment, bin erstaunt wie viele Dinge ich hier in Deutschland besitze. Ich bin froh mit den Dingen die ich habe. Plane nicht zu viel in die Zukunft. Im Moment. Lebe nach meinem Herzen und nehme mir Zeit für Dinge.

Seinen Platz hier wiederzufinden fühlt sich fast genauso an, wie als ich vor einem Jahr in Manila gelandet bin. Eben mit dem Unterschied hier bereits ein bestehendes Zuhause zu haben. Zuhause. Ich hab irgendwie mehrere „Zuhause“. Kann und will die Frage „Wo ist es schöner?“ oder „Bist du froh wieder Zuhause zu sein?“ nicht beantworten.

Ein Jahr, dass ein Neunzehntel meines Lebens ausmacht und mich geformt hat. Monate mit schönen und nicht ganz einfachen Momenten. Über Grenzen steigen. Ablehnung und Akzeptanz erleben. Die Gedanken in meinem Kopf sind wirr und ich werde mir Zeit geben und mich wiedermal auf einen Neustart im Oktober freuen können.

Ich wünsche den Freiwilligen, die sich jetzt in das Abenteuer starten ganz eigene wunderbare Erfahrungen, Momente in denen sie an sich wachsen und das richtige Bauchgefühl. Passt auf Euch auf.

Vielen Dank fürs Lesen, die Unterstützung, die lieben Worte. Danke.

Johanna

Here comes the English part. This is for you. For the ones I easily placed in my heart. Within the last year.

It’s incredible that I am “done”. That I do not know how many months from now I am able talking to you face to face or giving you again a hug in real life.

It’s incredible how much I miss you already.

It was unbelievable to say “Good Bye”. I know it should be a “See Ya”. Never mind the term; it was a heartbreaking thing to do. Many tears felt. Even during the landing. So happy to see my family – the surprising was awesome! So sad, that „I am done“.

Miss kita!

Miss kita!

I am already one week here. It is cold. Back in the European summer in Germany. My home. I left my Germany one year ago, with the knowledge that I will be back in less than 60 weeks. But coming “home” again is so, so hard. Sure, I am happy to see my family, to joke with my friends. It’s so nice to see my sister and all her habits. Talking to all the people I missed, when I lived in Manila.  It’s nice to eat my mother’s food. It’s nice to sleep again covered by a heavy planked.

Of course, there are so many moments, when I start missing the avocados, mangos, passion fruits. When I miss the chaos, your Taglish, riding the jeep. It’s not „normal“ here to eat rice for breakfast and to have a cold shower – and of course whenever I do things like that, I have to explain myself. It’s not annoying.. but it’s easier not to answer all there questions. „Which place do you like more?“ or “ You are happy to be home, right?“ – I cannot and do not wanna answer this. I feel as if I have to „homes“ now. You see, it’s so hard.

The same feeling as the one, I arrived in Manila one year ago. One difference. I know almost everything here. And that makes it even more difficult. I am not the same anymore.

Listening to my heart. Being happy with all the things I have. Don’t planning to much. I crossed my own boarders in the last months. Easy and difficult moments. And I wanna thank you for showing me your „world“. I try to bring parts of it to the German „world“.

byebye. see ya.

byebye. see ya.

A good friend told me: “Each place and each person has its own time and we have to accept the beginnings and the endings.”

I just wanted to say, that I arrived safely. And I will keep you all in my heart.

Maraming Salamat Po!

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