Nicaragua hat zwei Sternsinger

1. Jun 2016 | von | Kategorie: Freiwillige 2015/16, Katharina Ziesche in Nicaragua

Erinnert ihr euch noch an meinen allerersten Bericht?
Nein, ich spiele nicht auf das Packchaos und auch nicht auf die Aussicht über Grönland an.
Ich beziehe mich auf den kleinen Hinweis, dass ich nicht allein unterwegs war. Damals sind zwei aufgeregte und abenteuerlustige Damen in die weite Welt aufgebrochen.
Und seitdem??? Tja, das war dann so eine Sache: Die eine hier, die andere dort und das Vorhaben des gegenseitigen Besuchens habe wir irgendwie immer wieder verschieben müssen – Bis jetzt.

Elisabeth lebt und arbeitet seit vergangenem Herbst in Juigalpa, einer kleinen Stadt etwa 4 bis 5 Busstunden von Granada entfernt auf der anderen Seite des Nicaragua-Sees.

über das Problem Luftlinie - Straße reden wir lieber nicht, aber Umwege erweitern ja bekanntlich den Horizont

über das Problem Luftlinie - Straße reden wir lieber nicht, aber Umwege erweitern ja bekanntlich den Horizont

Juigalpa von oben

Juigalpa von oben

Ein langes Wochenende (zu Ehren des Muttertags) konnte ich mir also nicht entgehen lassen und habe mich kurzerhand auf den Weg gemacht.
Natürlich ging es wieder erst einmal in die Hauptstadt, denn hier gibt es wenige überregionale Busverbindungen, die nicht die Hauptstadt kreuzen.
Mit dem Verlassen der Hauptstadt wurde es immer grüner. Da die Region um Juigalpa für die ausgeprägte Rinderzucht bekannt ist, gibt es folglich also viele Grünflächen.

grün

grün

) das tut gut, wenn man aus dem trockenen Granada kommt

und noch mehr grün 🙂 das tut gut, wenn man aus dem trockenen Granada kommt

Natürlich haben wir die gemeinsame Zeit vor allem zum Quatschen und gemeinsamen Entspannen genutzt. 🙂

Ich hatte aber auch das Glück, Elisabeths Projekt kennenzulernen. Das Projekt versucht Kindern und Jugendlichen aus Juigalpa durch Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe die Bildungschancen zu verbessern und durch Freizeitangebote die persönliche Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Im Zentrum dürfen die Kinder einfach Kinder sein.

Einige Eindrücke aus dem Zentrum

Einige Eindrücke aus dem Zentrum

Es war einfach wunderbar wieder einmal ein anderes Gesicht Nicaraguas kennenzulernen und festzustellen, das Nicaragua eben nicht nur das ist, was ich hier erlebe. Nach Juigalpa verirren sich – ganz im Unterschied zu Granada – kaum Touristen. Natürlich fällt da eine „Weiße“ mehr in der Stadt sofort auf und ich wusste im ersten Moment nicht, was die größere Attraktion war: Eine kleine Pferdeparade oder ich mit meinem Rucksack. 🙂

Ein kleiner Park mit dem Mais-Brunnen in der Mitte, denn der Mais wird allgemein als Grundnahrungmittel in Ehren gehalten

Ein kleiner Park mit dem Mais-Brunnen in der Mitte, denn der Mais wird allgemein als Grundnahrungmittel in Ehren gehalten

Eine Straße ins scheinbare "Nichts" - im bergigen Juigalpa kein seltenes Phänomen

Eine Straße ins scheinbare "Nichts" - im bergigen Juigalpa kein seltenes Phänomen

Juigalpa ist außerdem bekannt für Rodeos und den "Cowboystil"

Juigalpa ist außerdem bekannt für Rodeos und den "Cowboystil"

mit Elisabeths Mitarbeiterin und ihren Töchtern

mit Elisabeths Mitarbeiterin und ihren Töchtern

zwei Sternsinger in Nicaragua

zwei Sternsinger in Nicaragua

Wie es aber immer so ist, dann vergeht die Zeit am allerschnellsten, wenn sie gerade ruhig etwas langsamer gehen könnte…
Und so bin ich wieder in Granada mit der Gewissheit meine vorletzte Reise bereits hinter mir zu haben…
Ein komisches Gefühl!

Wer findet den Leguan?

Abschlussrätsel: Wer findet etwas anderes als Blätter? und: Was ist es?

Ich grüße euch ganz lieb aus dem warmen Nicaragua
Katharina

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Ein Kommentar
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  1. Hallo Katharina,

    in der Mitte des Bildes sitzt ein Tier (eventuell ein Leguan??)

    Liebe Grüße aus Dresden

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