Wenn die Uhren stehen bleiben

14. Mrz 2016 | von | Kategorie: Elisabeth Birglechner in Nicaragua, Freiwillige 2015/16

Mist, ich wurde von mehreren darauf aufmerksam gemacht, dass es ja eigentlich wieder mal Zeit wäre, einen Blogeintrag zu verfassen. Und dann habe ich mit Schrecken feststellen müssen, dass ja schon März ist. Es kommt mir so vor, als ob jeder Monat immer kürzer wird. Ich denke, das hat auch etwas mit dem „zu Hause sein“ zu tun. Es ist für mich Alltag geworden in Juigalpa zu wohnen, ich habe nicht immer Lust, morgens aufzustehen (ich gehe trotzdem gerne ins Centro) und denke Sonntags oft „Und morgen ist schon wieder Montag“. Ich komme auch nach der Arbeit in meinem kleinen Quartier an und denke „enldich zu Hause“, dicht gefolgt von „ich sollte eigentlich noch Wäsche waschen“.

Das bedeutet aber nicht, dass für mich alles normal ist. Ich werde oft daran erinnert, dass dieses Jahr hier etwas besonderes ist. Z.B wenn wieder ein Kolibri an einer Blüte rumschwirrt. Und natürlich auch, wenn ich Ausflüge mache, um Nicaragua kennenzulernen.

Sowie am ersten Tag von 2016, womit wir zu meinem Jänner in Nicaragua kommen. Früh morgens um 2 ging es los. Die Silvesternacht war daher ziemlich kurz für mich. Mit Freunden haben wir dann San Rafael del Norte, Jinotega und Matagalpa besucht. Dort ist das Klima etwas kühler, so dass ich etwas gefroren habe, da ich das schwüle klima von jigalpa gewohnt bin. Eigentlich ist das kein Tagesausflug (wer Lust hat, kann ja mal auf Google nachschauen). Aber es war ein organisierter Ausflug mit einem privaten Kleinbus, da ging das schon, auch wenn es immer noch eine sehr lange Fahrt war.

San Rafael del Norte

San Rafael del Norte

Aussichtspunkt bei Jinotega. War ziemlich windig, die Aussicht war dafür einfach genial

Aussichtspunkt bei Jinotega. War ziemlich windig, die Aussicht war aber einfach genial

Weihnachtsengel in Matagalpa

Weihnachtsengel in Matagalpa

Kommen wir ins Centro.

Da ging es los mit putzen, putzen, putzen. Zum einen weil das neue Schuljahr im Februar anfing und im Jänner die Anmeldungen waren, zum zweiten weil der neue Chef der Caritas das Projekt besichtigen wollte und zum dritten weil Besuch vom Kindermissionswerk kam. 🙂

In dieser Zeit kamen nur ein paar Kinder, da noch Ferien waren und wir uns so auf die Kinder konzentrieren konnten, die z.B. für Nachprüfungen lernen mussten.

Vom Februar gibt es jetzt nicht so viel zu erzählen. Es kamen wieder mehr Kinder, da, wie eben schon genannt, das neue Schuljahr begonnen hat. Für mich war es ein anstrengender Monat, weil es sehr viele Kinder sind und wie auch in Deutschland ist die Motivation zu Beginn eines Schuljahrs noch sehr hoch. Aber es macht mir wirklich sehr viel Spaß.

In diesem Sinne, bis bald!

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