Endlich angekommen!

Am Donnerstag bin ich mit Franzi in Cotonou gelandet. Seitdem ist viel geschehen.

Nach der Ankunft bei der Passkontrolle habe ich sofort gemerkt, es ist anders als in Deutschland: keine Bänder und Schilder, die einen in die richtige Schlange einweisen und Menschen, die sich lautstark unterhalten, obwohl sie sich nicht zu kennen scheinen.

„Das also ist Afrika!“, schießt es mir durch den Kopf. Obwohl es anders ist, komme ich ohne große Probleme durch bis zum Ausgang, an dem ich von zwei Männern mit einem Schild: ONG „ESI“ Lukas, empfangen werde. Nach dem schnellen Abschied von Franzi gehen wir zum Geländewagen und fahren los. Jules, der Leiter von ESI, und Charles, der Fahrer, bringen mich in eine Wohnung in Cotonou, in der ich schlafe. Dort verdrücke ich auch meine erste Mahlzeit auf afrikanischem Boden- eine Pizza! Erst in der Wohnung merke ich, wie müde ich eigentlich bin, und gehe schnell schlafen.

Am nächsten Morgen gehe ich aus Neugier auf den Balkon und stelle schon wieder fest: „Das ist Afrika!“ Es ist laut, staubig und riecht und sieht anders aus als mein gewohntes Umfeld. Um 9:00 Uhr werde ich von Charles abgeholt und wir fahren erst einmal zum Geldwechseln. Anschließend geht es stadtauswärts. Egal, was man kaufen möchte, man kann es kaufen! Der Straßenrad gleicht einem gigantischen Markt. Man kann Materialien zum Häuserbau, Motorräder oder einfach nur etwas zum Essen kaufen. Unterwegs nehmen wir dann auch noch Jules mit und auf geht es nach Dogbo. Die Straße ist von unterschiedlicher Beschaffenheit. Zuerst ist es größtenteils eine Teerstraße, desto näher wir Dogbo kommen, desto staubiger wird die Straße, bis sie sich am Ende komplett in eine Piste verwandelt.

In Dogbo fahren wir zuerst zum Projekt. Dort lerne ich Basile, meinen Mentor, und andere Mitarbeiter des Projekts kennen. Nachdem wir mein Gepäck ins Gästehaus, in dem ich die ersten paar Tage übergangsweise wohne, gebracht haben, fahren wir zu meiner Wohnung. Sie ist ca. 1,5 km von ESI entfernt und ich werde dort alleine leben. Nach der Erkundung setzen wir uns beim Projekt zwischen die Bäume und trinken etwas. Ich verabrede mich schließlich mit Basile zum einkaufen und setze mich für die Pause auf die Terrasse des Gästehauses.

Das erste selbst (mit Basile) gekochte Essen sind dann Spagetti mit einer Perlhuhnsoße. Es schmeckt anders, aber sehr gut.

Auch mit meinem Französisch komme ich ganz gut zurecht, auch wenn ich natürlich nicht alles sofort verstehe.

Etwas erschöpfend ist für mich das Klima, denn es ist sehr feucht hier. Überrascht war ich von der nicht vorhandenen Dämmerung und der Tatsache, dass es bereits um 19:30 Uhr komplett finster ist.

Ich freue mich auf die kommende Zeit.

Bis bald

Lukas

P.S. Das Internet ist etwas zu langsam für den Bilderupload, aber sie werden kommen!!!