Nur Fliegen ist schöner!

24. Sep 2014 | von | Kategorie: Freiwillige 2014/15, Tobias Nordmann in Uganda

Hallo allerseits,

wie geht’s? Olyotya? Mein Name ist Tobias Nordmann und ich bin 21 Jahre alt. Mit etwas Verspätung konnte ich nun auch endlich meinen Freiwilligendienst antreten. Für alle die nicht auf dem neusten Stand sind muss ich erklären, dass ich auf Grund des Ausbruchs von Ebola in Westafrika, nicht wie geplant nach Gha­na reisen konnte. Ich befinde mich stattdessen einen Monat später und ein paar Kilometer weiter südlich, unterhalb des Äquators in Uganda. Ich werde in diesem Blog subjektiv über die Erlebnisse und Eindrücke meines elf Monate dauernden Freiwilligendienstes berichten.

Und nun, nach den ersten paar Tagen in einer noch fremden Umgebung und einer anderen Hemisphäre, kommt jetzt mein erster Blogeintrag, viel Spaß beim Lesen!

Nur fliegen ist schöner!

Das kann ich jetzt auch bestätigen. Allein der Start ist ja schon super, aber dann noch diese Aus­sicht. Ich bin mir nur nicht sicher, ob es über oder unter den Wol­ken schöner war. Ich weiß aber noch genau, wie ich nach dem großen Blau des kleinen Mittelmeeres, die riesige Landmasse Afrikas zu Gesicht bekam.

Links sehen sie das Mittelmeer, rechts Afrika und darüber einen für meinen Geschmack sehr beweglichen Flügel

Links sehen Sie das Mittelmeer, rechts Afrika und darüber einen für meinen Geschmack sehr beweglichen Flügel

Doch andererseits ist es genau so beängstigend, wie es schön ist. Jeder, der schon einmal geflogen ist, kennt dieses „Ping“. Man schaut nach oben und sieht das Symbol mit dem sich schließenden Gurt, kurz darauf nimmt man dann das erste Ruckeln wahr und auf einmal hat man das Gefühl zu fallen. Wenn man jetzt nicht wüsste, dass man sich mehrere tausend Meter über der Erde befindet, wäre dieses Gefühl sogar ganz angenehm. Doch nur ein Blick aus dem Fenster, in Richtung des sich auf und ab bewegenden Flügels reicht, und all die angenehmen Seiten des Fliegens sind vergessen.

Immer wenn sich dieses Szenario abspielte, schaute ich in Richtung der Flugbe­gleiterinnen, um in ihren Blicken zu lesen, ob es sich um normale Turbulenzen, oder um eine wirklich gefährliche Situa­tion handelte. Doch ich denke ich hätte es im Fall der Fälle nicht wissen wollen.

Dann aber doch sicher gelandet, wurden wir (Anna, Nicole, Niklas und ich) von vier sehr netten Männern am Flugha­fen abgeholt. Wir verbrachten die erste Nacht in Kampala, der Hauptstadt von Uganda. Zur Erklärung: Die anderen drei mussten ebenfalls ihre Pläne ändern, ursprünglich wäre ihr Ziel Benin gewesen.

Nachdem wir am Montagmorgen die deutsche Botschaft in Kampala besuchten, trennten sich unsere Wege. Anna und Nicole wurden in ihr Projekt nach Mityana gebracht und Niklas und ich fuhren in Richtung Masaka. Ein paar Kilometer vor der Stadt kamen wir zu dem Projekt, in dem Niklas leben und arbeiten wird. Auch wir nahmen Abschied voneinander, und ich setzte meine Reise fort.

Der Ort an dem ich für die nächsten elf Monate leben werde, befindet sich noch etwas hinter Masaka. Ich konnte es beim ersten mal hinsehen gar nicht glauben, aber mein neues Zuhause steht auf der Spitze eines kleinen Berges, mit einem wunderschönen Panorama.

So sah dann meine Begrüßung am ersten Abend im Bukoto Parish aus (Gemeinde Bukoto)

So sah dann meine Begrüßung am ersten Abend in der Bukoto Parish (Gemeinde Bukoto) aus.

So schön die Landschaft ist, so nett sind auch die Menschen hier. Egal wo man hin kommt, man wird überall freundlich begrüßt. Es ist zwar manchmal etwas kompli­ziert mit der Verständigung, da das hier gesprochene Englisch sich doch ein we­nig vom Schulenglisch unterscheidet und auch nicht jeder fließend perfektes Eng­lisch spricht, mich eingeschlossen, allerdings steigt die Gesprächsqualität mit je­dem weiteren Tag.

Heute habe ich sogar eine Klasse der Secondary School, welche der unseren zwi­schen den Klassen fünf bis zehn entspricht, etwas in Deutsch unterrichtet. Naja mehr Details und auch ein paar Bilder werde ich mit dem nächsten Eintrag ins Netz stellen. Ich hoffe es hat euch gefallen!

Auf ein wiederlesen, Bayi!

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2 Kommentare
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  1. Hey tobi 😉
    Ich habe deinen Eintrag gelesen,
    eschat Spaß gemacht zu lesen,
    ich hoffe auch das es dir dort weiterhin so gut gefallen wird.
    ich vermisse dich sehr Brüderchen
    angenehme 11 monate wünsche ich dir 😉
    Komm heile wieder zurück 🙂

    Lieben Gruß saskia

  2. Es ist schön zu wissen,wie es dir dort so ergeht .war interessant zu lesen.warte mit Spannung auf die nächsten Zeilen.LG Jörg und Marlies.

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