Familienurlaub

21. Jun 2014 | von | Kategorie: Freiwillige 2013/14, Johanna Reichelt in Südafrika

Nach einem guten Monat ohne irgendeinen Eintrag von mir, kommt hier der lang ersehnte Bericht vom Familienurlaub. Ich war wirklich ein bisschen faul, was das Schreiben angeht, aber zu meiner Verteidigung gingen die Universitätsbewerbungen nun mal vor.

Mitte April bis Mai hieß es für ca. 20 Tage: Familienurlaub! 🙂

Es war ein unbeschreiblich schöner Urlaub mit vielen unglaublichen Erinnerungen und dazu auch ganz anders.

Ich durfte meine Familie in mein neues Leben in Johannesburg mit hinein nehmen und habe ihnen daher auch keine freie Minute gegeben, denn sie mussten ja alles und jeden kennenlernen.
Hier, in meiner neuen Heimat, waren wir zusammen auf Afrikamärkten, in Pretoria und selbstverständlich in meinem Projekt bei den Kindern.

Anfangs waren die Kinder noch ein bisschen zurückhaltend, doch als ich ihnen erklärte, dass das meine Familie ist, haben sie wie selbstverständlich jeden umarmt. Danach haben wir noch ein bisschen auf der Wiese gespielt, bis es letztendlich zum Unterricht in die Klassen ging. Meine Familie durfte sogar ein buntes Programm zur Zeugnisausgabe miterleben, das von unseren Kids gestaltet wurde. Sie konnten mich bei meiner Arbeit erleben und haben dann selbst bei einigen Büroarbeiten mitgeholfen. Die Stunden in meinem Projekt haben ihnen – glaube ich – vor allem gezeigt, wie wichtig und hilfreich das Projekt hier vor Ort ist.

mit den Kindern auf der Wiese

mit den Kindern auf der Wiese

auf dem Markt

auf dem Markt

Union Buildings in Pretoria mit der Familie einer Lehrerin

Union Buildings in Pretoria mit der Familie einer Lehrerin

Interessant zu sehen war, wie meine gewohnte Umgebung für meine Familie etwas komplett Anormales war.
… Hohe mit Stacheldraht versehende Mauern, Armut und vor allem ein sehr chaotischer und hektischer Straßenverkehr mit unzähligen Minitaxis, der besonders für meinen Papa ein Spektakel war! …

Für mich war das Wichtigste, dass ich die Chance hatte, meiner Familie alle lieben Menschen, die mich hier in Südafrika begleiten und die ich neu gewonnen habe, vorzustellen. Und ich glaube, sie haben auch in der Kürze der Zeit alle meine Freunde bei Einladungen oder Veranstaltungen kennengelernt. Das war sicher das ein oder andere Mal ein bisschen anstrengend, aber so haben sie zumindest viele schöne Erinnerungen und die Herzlichkeit der Südafrikaner erfahren.

bei Jessicas Familie

bei Jessicas Familie

auf dem Neighbourgoods Market mit Freunden

auf dem Neighbourgoods Market mit Freunden

meine Gastfamilie bzw. mein Mentor und wir

meine Gastfamilie bzw. mein Mentor und wir

Nach den paar Tagen in Johannesburg ging es dann endlich zu unserer Rundtour durch Südafrika!

Das erste Ziel war Sabie, eine kleine Stadt im Nordosten am Blyde River Canyon, die umgeben von einer herrlich grünen Landschaft mit zahlreichen Wasserfällen ist. Dort war neben dem Erkunden der wunderschönen Natur einfach nur pure Erholung angesagt.


endlich wieder zusammen!!!

endlich wieder zusammen!!!

Three Rondavels

Three Rondavels

Auch hier nimmt der Herbst seine Farbe an!

Auch hier nimmt der Herbst seine Farbe an!

Danach ging es nach Durban an den Strand, die Meeresluft und großartigen Wellen genießen. Da Durban die Stadt mit der größten indischen Bevölkerungsgruppe außerhalb Indiens ist, haben wir auch gleich am ersten Tag eine indische Prozession mit indischen Spezialitäten miterleben dürfen. Zudem habe ich meiner Familie gezeigt, wie man sich in Südafrika preiswert mit den bekannten Minitaxis fortbewegt. Das war ein sehr lustiges Erlebnis, aber ich glaube, sie waren froh, sich nach dem chaotischen Fahrstil, abruptem Anhalten und Dauergehupe wieder frei auf der Straße zu bewegen! 🙂

Strandpromenade von Durban

Strandpromenade von Durban

indische Küche

indische Küche

Hindu Festival of Chariots

Hindu Festival of Chariots

Minitaxis ;)

Minitaxis 😉

Nächstes Ziel war Kapstadt, der Kontrast zu Johannesburg durch die europäischen Einflüsse. Highlights waren hier die Wanderung auf den Tafelberg, die ich bereits zum zweiten Mal lebend überstanden habe 😀 und eine Tour nach Robben Island (die Gefängnisinsel). Natürlich haben wir auch eine Tour zu den Pinguinen, zum Cape Point und zum Kap der Guten Hoffnung unternommen. Und hier das Ganze ein bisschen anschaulicher in Bildern! 🙂


Auf dem Weg nach oben!

Auf dem Weg nach oben!

Mit der Fähre nach Robben Island

Mit der Fähre nach Robben Island

Grüße aus 9575 km Entfernung

Grüße aus 9575 km Entfernung

Sonnenuntergang in Kapstadt

Sonnenuntergang in Kapstadt

Trotz der vielen schönen Eindrücke, darf man die Armut und das Leid nicht vergessen. Also nicht einfach wegschauen!!! Hier ein Township in Kapstadt.

Trotz der vielen schönen Eindrücke, darf man die Armut und das Leid nicht vergessen. Also nicht einfach wegschauen!!! Hier ein Township in Kapstadt.

)

gorgeous memories 🙂

Unsere letzten gemeinsamen Tage haben wir auf der Garden Route in Mossel Bay und Knysna verbracht. Außerdem haben wir Ausflüge nach Oudtshoorn in die Cango Caves, nach Plettenberg Bay, den unvergesslich wunderschönen Strand in Natural‘s Valley und zum Tsitsikamma Nature Reserve gemacht.

ohne Worte!

ohne Worte!

Tsitsikamma - Storms River Bridge

Tsitsikamma - Storms River Bridge

Plettenberg Bay

Plettenberg Bay

Zusammengefasst waren wir auf drei Inlandsflügen, haben ca. 3.000 km mit dem Auto zurückgelegt und ich hatte eine unvergessliche Zeit zusammen mit meiner Familie in meinem anderen Zuhause!

Ein ganz dickes fettes Danke an meine Familie!
Bis ganz bald! :*

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2 Kommentare
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  1. toll!
    erlebnisreich.
    prägend.

  2. Hi Johanna!! Der Urlaub mit deinen Eltern klingt richtig cool!! Ich kann mir vorstellen wie überfordert sie wohl gewesen sein mussten als du ihnen alles gezeigt hast o.O
    Hab dich lieb <3

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