Ausflügle

11. Apr 2014 | von | Kategorie: Freiwillige 2013/14, Lena Ruider in Peru

So, jetzt hatte ich auch endlich mal Zeit (und genügend Internet!) um etwas über unsere Reise zu schreiben! Da Anne in ihrem Blog ( http://blog.sternsinger.de/2014/03/16/vacaciones/ ) auch schon ganz ausführlich über unsere gemeinsame Reise berichtet hat, versuch ich mich jetzt ganz kurz und knapp zu fassen.

Da wir Costa, Sierra und fast-Selva abgeklappert haben, erzähle ich euch heute alles in Regionen getrennt 🙂

Da gibt es zuerst einmal die „Costa“, den Wüstenküstenstreifen am Pazifik, wo wir Pisco, Paracas, Ica, Tacna und in Chile Arica besucht haben.

Gleich zu Beginn unserer Reise in Paracas gab’s schon mein persönliches Highlight: Pinguine! Außerdem konnten wir neben Seehunden, Flamingos und ganz vielen Meerestieren bei unserem Strandbesuch in Pisco einen Schwarm Delfine vorbeischwimmen sehen. (Okay, wir haben nur ein paar schwarze Rückenflossen gesehen… wir sind uns aber ganz sicher, dass das Delfine waren!)

In Ica, an der Oase Huacachina inmitten der Wüste, konnte mir meine Sandboarderfahrung leider nicht weiterhelfen, bei stechender Sonne die Dünen hochzuwaten… trotzdem konnte man dank der Anstrengung die Abfahrten dafür umso mehr genießen!

In Arica gab es dann einen völligen Kulturschock für uns beide, als die Autos rechts-vor-links einhielten und an Zebrastreifen anhielten und es nicht wie 1 Stunde weiter in Peru jede Straßenüberquerung eine Entscheidung über Leben oder Tod ist… 😉

Die Piscoverkostung in Tacna hat mir dann auch nochmal gezeigt, dass man Pisco lieber nicht pur, sondern als Pisco Sour trinken sollte, was auch das Nationalgetränk Perus ist.

So, bewegen wir uns nun ein paar Meterchen die Anden hoch, wo wir als erstes auf 2300 m Arequipa haben. Hier haben wir (wenn man mal unser Seminar in Santa Cruz weglässt) sogar mit 4 Nächten am längsten verweilt. Abenteuerliches Rafting, wunderschöne Kloster, ein vernebeltes Colca-Tal, schöne 38 bis 45 Grad heiße Quellen unter Gewitterhimmel, riesige Andenkondore und ein bisschen traditionell tanzen (weil ich beim Folkloreabend den ungünstigsten Platz erwischt hatte, durfte ich vor all den Touris mittanzen… 🙂 ). Das alles waren wirklich schöne, interessante, adrenalinreiche und auch entspannende Erfahrungen, die wir hier gemacht haben!

Ziehen wir nun weiter auf 3800 m Höhe, an den Titicacasee! In Puno fand zu der Zeit gerade der Karneval statt, sodass wir viele Umzüge und Feste uns ansehen konnten, die es von morgens bis nachts gab. In Sillustani, an den Grabtürmen, durfte ich dann auch mein erstes peruanisches Gewitter erleben und auf bolivianischer Seite, auf der Isla del Sol (der Sonneninsel), habe ich alle Luft und Kraft gebraucht, die ich irgendwoher auftreiben konnte, um die 206 Stufen lange Inkahorrortreppe hinaufzukraxeln… Hätte ich nur hier schon lieber angefangen Kokabonbons zu essen! Später im Canon del Colca konnte ich dank ihnen sogar auf knapp 5000 m noch quicklebendig rumhüpfen 😉

Aber jetzt geht’s weiter auf 3800-4000 Meter: La Paz! Eine, wie es von oben scheint, Riesenstadt (immerhin streitet sie sich mit Santa Cruz um den Titel größte Stadt Boliviens), die aber nur ca. 1/9 so groß wie Lima ist… Hier gab es aber eine besondere Überraschung für mich, denn ich habe Lea, eine Freundin, die momentan 3 Monate in Cochabamba ist, treffen können! Mit ihr gab’s dann gleich beim Houserunning noch einen Adrenalinkick, als wir als Bat- und Spiderwoman die Fassade eines 5-Sterne-Hotels hinabgerannt sind!

Und jetzt fehlt nur noch unser Seminar in Santa Cruz in den Tropen, wo wir Wiebke und Tanja, auch 2 Sternsingerfreiwillige, endlich mal wiedergesehen haben! Aber auch der Rest der Truppe war der Hammer und es tat gut, sich mit anderen auszutauschen und auch über Themen zu reden, die man sonst eher vor sich hergeschoben hat, wie z.B. den Abschied aus Peru. Die Highlights des Seminars waren aber auf jeden Fall die Vesper mit deutschem Brot und der Ausflug ins Grüne, wo wir auch ein Faultierchen unter den Bäumen entdeckt haben 🙂 Hier wurde mir auch diagnostiziert, dass ich „wüstengeschädigt“ sei… ich denke, ich habe aber während der Reise genug Natur getankt, um die nächsten Monate in Lima zu überstehen 😉

Sodele, das waren jetzt schon meine wichtigsten und schönsten Erlebnisse auf unserer Reise, die zwar echt anstrengend, dafür aber unglaublich schön war! Und auch 2 von Perus Nachbarländern kennenzulernen war eine schöne Erfahrung, aber trotzdem: nur in Peru gibt‘s papa a la huancaina! (eine ziemlich leckere Vorspeise, auf die ich zu meinem Ärger fast 2 Wochen lang verzichten musste)

Trotzdem ist man doch immer wieder froh, nach einer langen Reise wieder nach Hause zu kommen und so wurde auch mein Lächeln größer als wir endlich wieder nach Lima eingefahren sind und prompt wieder im Stau standen… Lima ist mir eben doch schon richtig ans Herz gewachsen 😉

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Raften im Rio Chili 🙂

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Flamingos vor einem Vulkan irgendwo zwischen Bolivien und Chile 🙂

ein bisschen im Colcatal plantschen !

ein bisschen im Colcatal plantschen !

AREQUIPA!

AREQUIPA!

immer diese Touris!

immer diese Touris!


(P.S. : Das mit dem knapp fassen muss ich glaub ich noch mal üben…)

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