Tag 6: Was für eine Woche!

29. Jul 2012 | von | Kategorie: Kinderwallfahrt des Erzbistums Berlin

Lena und Josi, vorher/nachher – eine Teamer-Bilanz

Heilfroh sind Lena und Josi (beide 16), dass sie bald wieder in ihren eigenen Betten schlafen dürfen. „Man hat doch ganz schön viel Verantwortung“, findet Lena. Erstmals ist sie (eine Pilgerin der ersten Stunde) als Helferin mit auf der Reise. „Das ist ganz was anderes, als nur zu pilgern.“

Mal aus der Warte eines Betreuers betrachtet, bekommt das Pilgern einen noch höheren Stellenwert. „Die Kinder haben es gut!“ sagen beide Helferinnen übereinstimmend. „Die wissen gar nicht, was hinter den Kulissen alles gemacht wird.“

Viele fleißige Hände sorgen dafür, dass die kleinen Wallfahrer sich ausschließlich aufs Pilgern konzentrieren können. Für die Begleitenden ist das nicht immer einfach. „Das Laufen, das Mit-Pilgern, ist viel anstrengender“, meint Josi. „Man ist nicht so drin. Man kann nicht abschalten.“

Lena verarztet Johan

Wenn dann auch noch – wie bei dieser Wallfahrt erstmals – zwei Kinder ins Krankenhaus müssen, bleiben auch den Betreuern nur wenig Kraftreserven.

Glücklicherweise ist das Betreuerteam erfahren und schafft es, auch jetzt noch die vielen kleinen schönen Momente herauszukitzeln und ihnen einen besonderen Stellenwert zu geben.

Immer wieder sind es die Überraschungen am Wegesrand, die der Pilgergruppe neuen Schwung geben. Heute war es die freundliche Frau am Gartenzaun, die auch wieder ungefragt Äpfel, Wasser für die Trinkflaschen und ihre Toilette angeboten hat. Dankbar nimmt die Gruppe diese Geschenke immer wieder an.

„Hey! Da steht was über uns im Internet!“

Dass sie zusammen schon so viel schönes erlebt haben, wird ihnen noch bewusster, als erstmals Pfarrer Kotzur bei der vorletzten Station aus diesem Blog vorliest. Nicht überall war Internet-Empfang. Hier aber klappt es.

Die letzte – sehr kurze – Etappe liegt vor den Kindern. Veranschlagt sind noch einmal zwei Stunden, die am Sonntag gelaufen werden, bevor der Wallfahrtsort erreicht ist. Das Pilgerkreuz mit den Wallfahrtsanliegen der Kinder wird zur Schutzmantelmadonna getragen, und dann wird ein richtig schöner Gottesdienst mit den Eltern und Geschwistern gefeiert, bevor wir als Gruppe ein letztes Mal zusammen essen.

Die Seite mit den Pilgerstempeln ist fast voll. Am heutigen Samstag war sogar ein Stück des Jakobswegs dabei. Zufrieden, müde, glücklich, erschöpft … Keiner weiß so recht, wie es ihm jetzt gerade geht.

Nun also eine letzte gemeinsame Nacht in der Pfarrei Maria Hilf in Herzfelde. Pater Bumann hat die Pilgergruppe gesegnet und allen eine gute Nacht gewünscht. Dann kann ja nichts mehr schief gehen!

Der vorletzte Etappen-Stempel im Pilgerheft

Tags: , ,

Kommentieren