Tag 5: Sind es wirklich nur noch zwei Tagesstrecken? Ach nö!!!

28. Jul 2012 | von | Kategorie: Kinderwallfahrt des Erzbistums Berlin

Eine der letzten Etappen ist erreicht.

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? „Paulchen Panther“ kennen unsere kleinen Pilger nicht mehr. Aber das Gefühl, dass Ihnen die Zeit wegläuft, kennen sie sehr wohl. Simone (12) kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass wirklich nur noch zwei Etappen zu laufen sind.

Eincremen gegen die Sonne muss sein – Therese, Annika und Simone (alle 12) haben ihre ganz eigene Methode entwickelt.

Auch wenn man es sich beim Betrachten des einen oder anderen Fotos nicht gleich vorstellen kann: Das Spielen, Baden, Lachen, Zusammensein hat hier einen noch tieferen Grund und Sinn als üblicherweise. Da bolzen ein paar Kinder mit einem Ball über die Wiese, andere bewerfen sich mit Gras oder testen ihre Fähigkeiten, auf einer „Slackline“ zu balancieren.

Mitten aus dem Spiel heraus sind tiefgründige Gespräche möglich, erwischt man sich selbst und die Kinder beim Philosophieren. Dass ein Tag damit beginnt, um sechs Uhr von der Kirchenglocke geweckt zu werden, ist für echte Pilger natürlich kein Problem! Wenn dann noch so ein unvergesslicher Streckenabschnitt vor der Gruppe liegt, wie heute, ist das kaum noch zu verbessern.

Vorsichtiges Laufen auf einem stillgelegten Bahngleis

Schritt für Schritt – langsam und beständig – geht es vorwärts auf der stillgelegten Bahntrasse. Konzentriertes Laufen (man muss ehr kleine Schritte machen, um jeweils die Eisenbahnschwellen zu treffen) und Balancieren auf einem Gleis unterstützen auf erstaunliche Weise die Fokussierung auf sich selbst und auf das hier Erlebte.

Im Schlafsaal zu übernachten, finden Therese, Annika und Simone schöner als zu Hause alleine einzuschlafen. So können sie sich noch lange über die Highlights des Tages unterhalten. Heute vielleicht darüber, dass sogar zwei Mal (mittags und abends) ein See zum Baden einlud – einer sogar mit einem 5m-Sprungturm!

Erfrischt an Leib und Seele

Auch wenn sie wirklich noch lange nicht nach Hause möchten, freuen sich doch alle drei auf die Ankunft in Alt Buchhorst. Wenn die Friedensglocke den Wallfahrern den Weg läutet, fühlen sie sich dort ganz besonders willkommen!

„Das kann mir keiner mehr wegnehmen, das macht mir auch so leicht keiner nach!“ Simone weiß: Sie wird stolz sein. Übermorgen, wenn keine Tagesetappe mehr übrig ist. Schon letztes Jahr ist sie nach einer Woche Pilgern glücklich in Alt-Buchhorst angekommen. Anstrengend findet sie es auch. Klar. Aber „Man gewöhnt sich ans Laufen.“

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