Warten…
20. Okt 2010 | von Sebastian Ulbrich | Kategorie: Vorbereitungsreise nach Tansania 2010Unser Flieger von Mwanza nach Dar es Salaam wird zwei Stunden später starten, der Anschlussflug am nächsten Morgen, der uns nach Mtwara bringen soll, ganze fünf Stunden später. Da diese Verspätungen nicht angesagt werden und es auch keinerlei Auskunft darüber gibt, wann mit dem Abflug zu rechnen sei, tun wir das, was augenscheinlich alle hier sehr oft tun: warten.
Wir nutzen die Zeit für den nächsten Blogbeitrag, den Reisebericht für die Kollegen, die Vorbereitung auf das nächste Projekt, oder um einfach mal Pause machen, zu lesen oder zu quatschen.
Irgendwann ist aber alles erledigt und das Warten wird doch lang. Ich gehe spazieren und ärgere mich, wie viel wertvolle Zeit verloren geht, nur um weitere fünf Minuten später zu merken, wie sinnlos der Ärger ist – ändern kann ich eh nichts. Irgendwann werde ich ruhig und akzeptiere die Antwort der Dame am Infostand auf meine Frage, wann das Flugzeug denn nun startet: „Wenn es angekommen ist und wieder startbereit ist!“
Ich lehne mich zurück und bin ein wenig neidisch auf viele der Menschen, die ich in den letzten Tagen kennenlernen durfte. Viele nehmen stressige oder sogar schlimme Situationen mit einer Gelassenheit hin, die ich nur beneiden kann. Sie bleiben entspannt und können sich am Ende sogar über das Bonbon freuen, das sie beim Einsteigen in das fünf Stunden verspätete Flugzeug bekommen!