Zakumi, Flamenco und Sauerkraut

15. Jun 2010 | von Susanne Dietmann | Kategorie: Reise, Susanne Dietmann in Südafrika

Südafrikanische Landesfarben... Foto: Eleanor Hough

Positiver Nebeneffekt der Fußball-WM: nicht nur das Ausland erfährt mehr über Südafrika und die unterschiedlichen Facetten des Landes, auch die Menschen in Südafrika lernen die teilnehmenden Länder ein bisschen besser kennen. Vielerorts haben im Vorfeld der WM auch die Schulen das Thema aufgegriffen und Brasilien, Australien oder Deutschland einmal genauer unter die Lupe genommen.

Die McAuley-Schule im Johannesburger Stadtteil Auckland Park hat sogar einen Weltmeisterschaftstag gefeiert: mit einem riesigen Fußballturnier, landestypischen Tänzen, Vorträgen und einer Lehrerin mit grüner Perücke, verkleidet als das offizielle WM-Maskottchen Zakumi.

Jede Klasse repräsentierte ein anderes Land und beteiligte sich mit eigenen Beiträgen an dem Fest: vom Zulu-Tanz bis hin zum argentinischen Tango oder spanischen Flamenco. Während die Jüngsten stolz die südafrikanische Flagge in die Aula der Schule trugen, erzählten die Siebtklässler ihren Mitschülern vom Mauerfall, Kanzlerin Merkel und dem Oktoberfest in München.

... und deutsche kulinarische Genüsse. Foto: Susanne Dietmann/Kindermissionswerk

Doch auch anderenorts scheinen die Südafrikaner die kulinarischen Vorlieben der deutschen Gäste genau recherchiert zu haben. So preist ein Essensstand auf dem bekannten “Dachmarkt” in Rosebank neben Bockwurst, Bratwurst und Käseknacker auch noch weitere Spezialitäten an: Weißkohlbeilage und “das typisch deutsche ‘Sauerkraut Topping’. Das ist nicht nur während der WM der absolute Renner”, versicherte mir der Verkäufer glaubhaft. Ich entscheide mich am Ende jedoch für das einheimische Pendant: eine “typisch südafrikanische” Boerewors mit Zwiebeln und Tomaten.

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